<Desc/Clms Page number 1>
Kontinnierliehe Zuteilungs-und Miseheinriehtung fiir Beton-Mörtel und ähnlichen Materialien.
Die Erfindung betrifft eine Zuteilungs-und Mischvorrichtung, bei welcher die Regelung und Mischung der einzelnen Materialien durch die Kombination einer einzigen Schnecke mit sich ändernder Steigung mit einstellbaren Schiebern oder durch die Kombination mehrerer solcher Schnecken mit Schiebern erfolgt. Es sind bereits kontinuierlich arbeitende Betonmischmaschinen bekannt. Bei denselben erfolgt die Regelung des Mischvorganges durch je eine besondere Schnecke, der man verschiedene Umlaufsgeschwindigkeiten erteilen kann. Das von den verschiedenen Behältern durch mehrere Schnecken geförderte Material gelangt dabei in ein Sammelbecken, von wo es mittels eines Becherwerkes gehoben und in eine Mischtrommel gebracht wird, diese durchläuft und am andern Ende als fertige Mischmasse austritt.
Da nun bei derartigen Maschinen für jedes Material ein besonderer Behälter und eine Schnecke benötigt wird, so ist es kaum denkbar, für den praktischen Gebrauch eine gut transportable Maschine herzustellen, mit der etwa eine Masse, bestehend aus fünf bis sechs und mehr verschiedenen Materialien, hergestellt werden kann. Diese würden sich auch zu teuer stellen und zu kompliziert in der Bedienung sein. Ein weiterer Nachteil besteht auch in der Regelung der Menge der Mischmaterialien, die nur durch verschiedene Umlaufsgeschwindigkeiten der Schnecken erzielt werden kann. Man denke sich z.
B. eine derartige Maschine mit nur vier Schnecken, welche in allen Variationen untereinander regelbar sein sollen, welche Zahl verschiedener Zahnräder zu dieser Regelung notwendig sind, und nur zu leicht könnte der Fall eintreten, dass unrichtige Räder aufgesetzt werden, die dann ein falsches Mischungsverhältnis ergeben. Man hat auch versucht, durch verstellbare Reibscheibengetriebe eine Regelung der Geschwindigkeit der Schnecken zu erzielen. Soll dieser Antrieb einwandfrei arbeiten, so müsste das Antriebsrad am Tellerrad lediglich an einem Punkt anliegen. Dies ist aber praktisch unmöglich, da bei dem oft grossen Widerstand der Schnecken infolge des darin lagernden oft grobkörmigen Materials eine Umdrehung kaum erfolgen könnte und das Reibscheibengetriebe auch bald zerstört sein würde.
Ein weiterer Nachteil dieser Schneckenzuteilung besteht darin, dass die Schnecken stets nur von dem hintersten Gang aus fördern, das Material im Behälter also nur an der einen Stelle absackt, während es im Behälter über den andern Schneckengänge liegen bleibt und bremsend wirkt. Der grösste Teil des Materialbehälters kann daher nicht ausgenutzt werden. Es ist aber gerade bei Lorenbeschickung sehr wichtig, dass das Material im ganzen Behälter gleichmässig fällt.
Gemäss der Erfindung werden die bestehenden Nachteile beseitigt, und es ist möglich, eine Anzahl Materialien in genau regelbarem Verhältnis zueinander mittels einer einzigen Schnecke mit zunehmender Steigung und beweglichen Sehneckenbehälterwänden zuzuteilen und zu fördern, ohne dass dabei die Geschwindigkeit der Schnecke geändert zu werden braucht. Man hat zwar schon versucht, mit schwenkbaren Klappen eine Regelung der Materialzufuhr bei Schnecken zu ermöglichen, doch war dies vollkommen illusorisch, da ja die gewöhnliche Schnecke nur im vordersten Gang Material aufnimmt und daher jeder einstellbare Schieber im Schneckenlauf zwecklos ist.
Erst durch die Kombination einer Schnecke mit zunehmender Steigung mit schwenkbaren Materialbehältermittelwänden, die mit Zeigerhebeln und Skalen in Verbindung stehen können, ist diese Frage gelöst. Es wird durch diese Kombination die bekannte Schnecke zu einer Regulier-und Mischschnecke ohne Tourenveränderung, und wenn difse Sehnecke in ihrer Verlängerung noch mit einer Mischtrommel
<Desc/Clms Page number 2>
verbunden wird, so hat man eine regelbare Materialzuteilungs-und Mischvorrichtung zur kontinuierlichen Bereitung von Beton, Mörtel und ähnlichem Mischgut in einer einzigen Maschine. Bei einer solchen Vorrichtung spielt naturgemäss auch der Materialaustritt sowie die Reinigung der Schneckenbehälter eine erhebliche Rolle.
Diese Fragen werden nachfolgend ebenfalls behandelt.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand veranschaulicht, u. zw. zeigt Fig. 1 einen Längsschnitt einer Mischvorrichtung mit einer Schnecke für verschiedene Materialien, Fig. 2 einen teilweisen Längsschnitt und eine Seitenansicht einer Mischvorrichtung mit mehreren Materialschnecken und gesonderter Zuteilungsvorrichtung für verschiedene Bindemittel, kombiniert mit einer Vormischtrommel.
Fig. 3 zeigt einen Grundriss dazu, Fig. 4 zeigt einen Querschnitt durch den Materialbehälter der Mischvorrichtung gemäss Fig. 1 nach der Linie A - B.
Es folgt eine Erläuterung der Mischvorrichtung nach Fig. l : In einem Materialbehälter, der aus zwei oder mehreren Abteilen b und b 2 besteht, ist eine Schnecke c angeordnet. Diese Schnecke hat eine zunehmende Steigung, d. h. das Fassungsvolumen der einzelnen Gänge wird grösser, je mehr man sich dem Ende der Schnecke in der Förderrichtung nähert. Dies hat zur Folge, dass die Schnecke auf ihrer gesamten Länge Material aufnimmt, so dass der Materialspiegel in den hintereinander liegenden Abteilungen des Schneckenbehälters gleichmässig fällt und durch den steten Materialzutritt auf der ganzen Schneckenlänge zugleich eine gute Mischung erzielt wird. Es können natürlich auch auf einer Welle mehrere Schnecken in mit gleich oder verschieden zunehmender Steigung und variablen Drehzahlen angeordnet sein.
Die Zwischenwände i des Schneckenbehälters sind als schwenkbare Wände ausgebildet, die um eine beiderseits jeder Wand exzentrisch angeordnete Achse K 1, K 2 schwingen. Dadurch wird erreicht, dass die Wand sich bei Sehrägstellung, z. B. in Lage i 1, i 2, in ihrem Abstand von der Schnecke c nicht weiter entfernt, da ja sonst der Materialdurchtritt ungenau würde. Die Klappe i ist an einem Hebel k
EMI2.1
schwingt. Am Drehpunkt k 1 bzw. k 2 ist am Hebel k je ein Zeiger I befestigt, der an einer Skala 111 spielt und welche die Vergrösserung bzw. Verkleinerung der Anzahl dieser einzelnen Schneckengänge und dementsprechend die geringere oder grössere Fördermenge des betreffenden Behälters anzeigt.
Die Regelung der Materialzufuhr erfolgt nämlich dadurch, dass durch Umschwenken der Wand die Schnecke in einem Behälter an Länge zunimmt, also mehr Windungen bis zum Ende der Schnecke Material aufnehmen, während sie im anliegenden Behälter an Länge abnimmt, so dass auch weniger Schneckenwindungen in diesem Behälter vorhanden sind und demgemäss auch weniger Material zusätzlich zu dem vom andern nebenliegenden Behälter bereits von der Schnecke aufgenommenen Material aufgenommen wird. Durch'die exzentrische Lagerung der Klappen i ist die Möglichkeit gegeben, die Schneckenlängen in zwei nebeneinanderliegenden Behältern zu verändern, u. zw. bei gleichbleibendem Abstand der Klappe i von der Schnecke c unter gleichzeitiger Anordnung eines Anzeigemechanismus am Klappenschwenkpunkt.
Hervorzuheben ist noch besonders, dass durch die Anordnung einer Schnecke mit zunehmender Steigung in einer Anzahl hintereinander gelagerter Materialbehälter eine innige Vermischung der einzelnen Materialien bereits in der Zuteilungsvorrichtung erfolgt und nur durch die Kombination einer solchen Schnecke mit einer exzentrisch gelagerten, stets im gleichen Abstand von der Schnecke bleibenden Schneckenwand ist eine genaue Regelung möglich geworden. Beim Schneckendurchtritt ist ein Schieber s angeordnet. Diesem fällt die Aufgabe zu, durch Vergrössern bzw. Verkleinern der Schneckendurchtritts- öffnung die Fördermenge zu regeln. Einen gleichen Schieber kann man auch an den Schwenkklappen i anbringen. Es wird dadurch der Umfang der Regelung noch erweitert.
Um nun die ganze Zuteilungsvorrichtung bequem reinigen zu können, ist dieselbe einschliesslich des Ansatzes um die Schneckenachse schwenkbar eingerichtet (vgl. Fig. 4). Gute Reinigung des Ansatzes f ! ist sehr wichtig, da sich sonst Beton darin festsetzt und leicht zum Bruch von Maschinenteilen führen kann. Es ist daher im Ansatz d eine Öffnung f vorgesehen, die durch ein Mantelstück e überdeckt wird.
Schwenkt man nun den Behälter b, b 2 um seine Achse in die Lage b 1 (Fig. 4), so dreht sich auch der Ansatz d mit herum, und die darin vorgesehene Öffnung f wird nach unten hin frei, so dass das im Ansatz d lagernde Material nach unten herausfallen kann. Die kontinuierliche Arbeitsweise der Maschine bringt es mit sich, dass das fertige Mischgut ohne Unterbrechung die Trommel g verlässt.
Um nun das Misch- material auch absatzweise entnehmen zu können, ist vorne an der Trommel entweder eine Erweiterung lu vorgesehen, in welcher ebenfalls Mischschaufel angeordnet sind und die es unter Vermittlung einer verstellbaren Rutsche n 1 ermöglichen, dass die Materialentnahme aus der an sich tiefgelagerten Trommel mittels Kippers erfolgen kann, oder aber es befindet sich an der Trommel eine sich mit der Trommel drehende Stauscheibe t (Fig. 2), die das Material in der Trommel zurückhält. Diese Scheibe ist in der Mitte in einem Drucklager u drehbar gelagert. Durch einen Hebel y, der in Bolzen x schwenkbar befestigt ist, und einen Handhebel ! lässt sich die Scheibe t gegen die Trommel g pressen oder aber auch von ihr weg in Stellung < .
Z bringen, wobei der Handhebel v an einer Stellschiene w festgestellt werden kann.
Man hat es so in der Hand, nach Belieben das Material absatzweise zu entnehmen oder kontinuierlich.
Handelt es sich darum, dass bei tiefgelagerter Trommel g das Material durch Muldenkipper entnommen werden soll, so wird zu dem Erweiterungsansatz A an der Trommel (Fig. 1) zu greifen sein. Hier lässt sich das Material am oberen Teil des Kranzes A entnehmen, indem darunter eine an sich bekannte
<Desc/Clms Page number 3>
schwenkbare Rutsche n 1 an einem Drehzapfen o, welcher durch Streben r gestützt ist, angeordnet ist. Das Schwenken der Rutsche erfolgt mittels eines Hebels p und die Feststellung der Rutsche in einer bestimmten Schräglage durch einen an einem zweiten Hebel angeordneten Stecker q. Je nachdem die Rutsche in die Schräglage n 1 oder n gebracht wird, wird das Mischmaterial über dieselbe nach aussen in den Kipper oder aber in die Trommel zurückgeleitet.
In Fig. 2 ist eine weitere Lösung der Materialzuteilung und Vormischung dargestellt : Hier besteht die Möglichkeit, dass man zwei oder mehrere Bindemittel, wie z. B. Zement, Trass od. dgl., vorgemischt den andern Zuschlagstoffen zuteilen kann, indem das Vorgemisch in die Mischkammer C der Zuschlagstoffe hineingefördert wird. Die Bindemittel befinden sich in den Behältern b 7 und b 8, in denen ebenfalls eine Schnecke c 3 mit zunehmender Steigung angeordnet ist. Mit der Schnecke ist ein Mantel z verbunden, der wie eine Mischtrommel mit entsprechenden Mischflügeln versehen ist. Die Regelung der Bindemittelzuteilung erfolgt ebenfalls durch Verkürzung oder Verlängerung der Schnecke in den Behältern mittels einer schwenkbaren Wand i.
Die Zuschlagstoffe, die sich in den Behältern b 3, b 4, b 5, b 6 befinden, werden mittels der Schnecken c -e 2 nach der Kammer C geführt, wohin auch die vorgemischten Bindemittel gelangen und von wo aus die Weiterbeförderung auf bekannte Art mittels Becherwerkes nach der eigentlichen Mischtrommel erfolgt. Über den Materialbehältern lassen sich leicht Walzmühlen, Brecher oder ähnliche Zerkleinerungsmaschinen für die Zusehlagstoffe anordnen, so dass die Anordnung auch für die kontinuierliche Zubereitung von Bims-oder ähnlichen Mischmassen Verwendung finden kann.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Kontinuierliche Zuteilungs-und Mischeinrichtung für Beton-Mörtel und ähnlichen Materialien, bei welcher die Zuteilung vermittels Schnecken mit ungleichem Fassungsvermögen zwischen den einzelnen Steigungen erfolgt, dadurch. gekennzeichnet, dass diese Schnecke oder diese Schnecken, mit variabler Drehzahl ausgestattet, durch einen oder mehrere Behälter (b, b 2) führen, deren Trennwände (i) als Schwenkklappen ausgebildet und exzentrisch beiderseits gelagert sind, so dass beim Schwenken der Wände die Schnecke in einem Behälter eine Verkürzung, im andern dagegen eine Verlängerung erleidet, ohne dass der Abstand der Schwenkwand von der Schnecke (c) aus grösser oder kleiner wird,
eine regelbare Zuteilung also bei konstant bleibender Gesamtmenge der verschiedenen Materialien erfolgt und dass am exzentrischen Sehwenkpunkt (k 1, k 2) ein Zeiger (1) befestigt sein kann, der in diesem Fall auf einer Skala (m) gleitet und die Verkürzung bzw. Verlängerung der Schnecke, respektive das gegenseitige Förderverhältnis anzeigt.