AT144972B - Kinoaufnahmekamera mit mechanischem Antrieb. - Google Patents

Kinoaufnahmekamera mit mechanischem Antrieb.

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AT144972B
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Description


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  Kinoaufnahmekamera mit mechanischem Antrieb. 



   Die Erfindung betrifft eine Kinoaufnahmekamera, insbesondere für Aufnahmen aus freier Hand, deren Laufwerk mechanisch, z. B. von einem Feder-oder Elektromotor, mit zwei oder mehreren wähl- baren Geschwindigkeiten angetrieben wird. Bei den bekannten Kameras dieser Art ist gewöhnlich ein Verstellorgan, z. B. ein drehbarer Zeiger oder verschiebbarer Knopf, an der Seitenwand der Kamera vorgesehen, mittels welchem die gewünschte Laufgeschwindigkeit eingestellt wird, während zum Ingangsetzen des Laufwerks ein besonderes Betätigungsorgan, z. B. ein Druckknopf, vorgesehen ist.

   Bei derartigen Kameras kann der sehr   erwünschte   Geschwindigkeitswechsel während der Aufnahme nicht oder nur mit Schwierigkeit vorgenommen werden, weil hiezu die Kamera vom Auge abgesetzt werden muss bzw. bei Aufnahme aus freier Hand durch Betätigung der vorgesehenen Organe verwackelt würde. 



   Die genannten Mängel werden gemäss der Erfindung dadurch behoben, dass im Bereich der die Kamera umfassenden Finger zwei oder mehrere Betätigungsorgane, z. B. Druckknöpfe, angeordnet sind, von denen je eines zum Anlassen mit der Normalgeschwindigkeit bzw. zur Veränderung der Normalgeschwindigkeit oder zum Anlassen mit einer der andern Geschwindigkeiten dient. Hiedurch wird erreicht, dass die genannten Betätigungsorgane bequem bedient werden können, ohne dass die Hände aus ihrer Haltestellung gebracht werden bzw. die Kamera während der Aufnahme verwackelt wird. 



   In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Fig. 1 ist eine Ansicht der Kameravorderwand, Fig. 2 zeigt die Betätigungsvorrichtung im Schnitt nach der Linie   IIII   der Fig. 3, Fig. 3 ist eine Vorderansicht zu Fig. 2, und Fig. 4 zeigt eine Einzelheit in vergrössertem Massstab. 



   Gemäss Fig. 1 sind unterhalb des Kameraobjektivs 1 zwei Druckknöpfe 2,3 in der Vorderwand der Kamera derart angeordnet, dass sie von je einem Finger der die Kamera haltenden Hand wahlweise betätigt werden können, ohne dass die Hand aus ihrer Lage gebracht wird. Der obere Knopf 2 dient zur Einschaltung des Normalganges (z. B. 16 Bilder pro Sekunde), der untere Knopf 3 zur Einschaltung des Schnellganges (z.   B.   32 Bilder pro Sekunde). Es kann auch noch ein dritter, einem dritten Finger zugeordneter Knopf vorgesehen sein, der etwa zur Einschaltung eines Langsamganges (z. B. 8 Bilder pro Sekunde) dient. Wird der Knopf 2 eingedrückt, so läuft die Kamera mit Normalgang. Wird der Knopf 3 eingedrückt, so steigt die Geschwindigkeit ohne Unterbrechung des Antriebes auf das Doppelte (Schnellgang).

   Vorzugsweise erfolgt die Anordnung so, dass zur Aufrechterhaltung des Schnellganges ausser dem Knopf 3 auch der Knopf 2 eingedrückt gehalten werden muss. Dies bietet den Vorteil, dass während des Schnellganges, welcher der Kamera eher Erschütterungen erteilt, die Kraft zweier Finger ausgeübt wird, so dass die Kamera noch sicherer und ruhiger gehalten wird. 



   In den Fig. 2-4 ist eine bevorzugte Ausführungsform der Betätigungs-und Bremsvorrichtung des Laufwerks dargestellt. Zwischen den Platinen 4 sind zwei durch ein Zahnradpaar 5,6 miteinander gekuppelte Wellen 7, 8 drehbar gelagert. Die auf beliebige Weise von einem Federmotor über ein Zahnrad 9 angetriebene Welle 7, auf der gleichzeitig der Greifer für den Film sitzen kann, trägt ein Sperrad 10, gegen dessen Nase 11 sich ein vom Druckknopf 2 betätigter Hebel 12 unter der Wirkung der Zugfeder 13 legen kann. Auf der Welle 8 sitzen lose eine grosse   Bremstrommel. M   und eine kleine Bremstrommel 25. 



  Letztere ist durch Verbindung mit der Platine 4 ständig fixiert. Zwischen den Trommeln sitzt auf der Welle 8 eine Scheibe 16 fest, an deren beiden gegenüberliegenden Seiten je ein Satz von Bremsbacken 17 angelenkt ist, die in die Trommeln   14,   15 hineinreichen und durch die Fliehkraft an die Innenseite des Trommelumfanges entgegen der Wirkung von (nicht dargestellten)   Rückzugfedern   angepresst werden. 

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  Die Bremse für das Laufwerk ist somit als Stufenbremse ausgebildet, deren Stufen durch die Bremstrommeln 14, 15 samt den zugehörigen Bremsbacken 17 gebildet werden. An der Trommel 14 sitzt ein Stift 18, gegen den sich ein Arm 19 des Hebels 20 legen kann. Der Hebel 20 steht unter der Wirkung der Zugfeder 21 und wird vom Druckknopf 3 betätigt. 



   Der Antrieb wirkt auf die Welle 7 in Richtung des Pfeiles in Fig. 2. Diese Figur zeigt die Ruhestellung der Vorrichtung, in der das gesamte Laufwerk durch den sich gegen die Sperrnase 11 legenden Hebel 12 stillgesetzt bzw. gehemmt ist. Wird der Knopf 2 entgegen der Wirkung der Federn 13 und 22 eingedrückt, so gibt der Hebel 12 das Sperrad 11 frei, so dass das Laufwerk vom Federmotor in Gang gesetzt wird. Hiebei üben die Bremsbacken 17 eine Bremswirkung sowohl in der Trommel 14 als auch in der Trommel 15 aus, da erstere durch den Arm 19 des Hebels 20 festgehalten wird und letztere ortsfest ist. Es sind somit beide Stufen der Bremse eingeschaltet. Wird nun der   Knopf 3 eingedrückt,   so wird die Trommel 14 freigegeben, so dass sie von den umlaufenden Bremsbacken 17 mitgenommen wird.

   Die Bremswirkung der Trommel 14 wird hiedurch aufgehoben, und es verbleibt nur die Brems-bzw. Regelwirkung der Trommel 15. Durch geeignete Wahl der Grössen der Trommeln und Bremsbacken sowie ihrer Rückzugfedern wird erreicht, dass jetzt die Vorrichtung mit höherer, z. B. der doppelten oder dreifachen Geschwindigkeit läuft wie früher. Es ist ersichtlich, dass auch während des Schnellganges der Knopf 2 eingedrückt gehalten werden muss, da sonst das Laufwerk stillgesetzt würde. 



   Eine abgeänderte Ausführungsform ergibt sich, wenn, wie in Fig. 2 gestrichelt angedeutet, die Hebel 12 und 20 mit Verlängerungen 12'bzw. 20'versehen sind, wobei im Ruhezustand das Ende der Verlängerung 20'vor dem Ende der Verlängerung   22 liegt.   In diesem Falle können die beiden Knöpfe   2,. 3   völlig unabhängig voneinander bedient werden, denn bei Eindrücken des Knopfes 3 wird der Hebel 12 durch den Hebel 20 mitgenommen, somit die Sperrnase 11 freigegeben, ohne dass der Knopf 2 betätigt zu werden braucht. 



   Die beschriebene Vorrichtung kann in mehrfacher Hinsicht abgeändert werden. Beispielsweise kann eine besondere Welle 7 erspart werden, indem das Sperrad 10 auf die Welle 8 gesetzt wird. Statt zweier Druckknöpfe kann ein einziges Betätigungsorgan vorgesehen sein, dass je nach Art seiner Betätigung das Laufwerk mit einer der vorgesehenen Geschwindigkeiten anlässt. Beispielsweise kann hiezu ein Druckknopf dienen, der je nach seiner   Eindrücktiefe   zuerst das Sperrad 10 und dann die Trommel 14 freigibt. 



   Wenn die Kamera mit drei Laufgesehwindigkeiten ausgestattet ist, so werden drei Bremstufen in Anwendung gebracht, wobei analog der vorstehend beschriebenen Anordnung bei der niedrigsten
Geschwindigkeit alle drei, bei der mittleren Geschwindigkeit zwei und bei der höchsten Geschwindigkeit nur eine Bremsstufe eingeschaltet ist. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Kinoaufnahmekamera mit mechanischem Antrieb und zwei oder mehreren Laufgeschwindigkeiten, insbesondere für Aufnahmen aus freier Hand, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der die Kamera umfassenden Finger zwei oder mehrere Betätigungsorgane, z. B. Druckknöpfe (2,   3),   angeordnet sind, von denen je eines zum Anlassen mit der Normalgeschwindigkeit bzw. zur Veränderung der Normalgeschwindigkeit oder zum Anlassen mit einer der andern Geschwindigkeiten dient.

Claims (1)

  1. 2. Kinoaufnahmekamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungsorgan (3) für die höhere Geschwindigkeit erst in Wirksamkeit gesetzt werden kann, wenn jenes (2) für die Normalgeschwindigkeit in wirksamer Stellung ist.
    3. Kinoaufnahmekamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein einziges Betätigungsorgan je nach Art seiner Betätigung das Laufwerk mit einer der vorgesehenen Geschwindigkeiten anlässt.
    4. Kinoaufnahmekamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Regelung der Geschwindigkeiten eine Stufenbremse vorgesehen ist, von der beim Übergang von einer Geschwindigkeit auf eine andere je eine oder mehrere Stufen mittels je eines der Betätigungsorgane (2, 3) zu-bzw. abgeschaltet werden.
    5. Kinoaufnahmekamera nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass bei der höchsten Geschwindigkeit eine Bremsstufe eingeschaltet ist und je nach Massgabe der niedrigeren Geschwindigkeiten eine oder mehrere Stufen hinzugeschaltet werden.
    6. Kinoaufnahmekamera nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass mit den umlaufenden Reibteilen, z. B. Bremsbacken (17), mindestens einer Bremsstufe ein gleichfalls umlaufender Teil, z. B. einer Bremstrommel (14), zusammenwirkt, der zwecks Einschaltung dieser Stufe durch eine Sperr- vorrichtung (19) stillgesetzt wird.
    7. Kinoaufnahmekamera nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrvorrichtung (19) in der Ruhelage in ihrer wirksamen Stellung ist und von dem zugeordneten Betätigungsorgan (3) in ihre unwirksame Stellung gebracht wird.
    8. Kinoaufnahmekamera nach den Ansprüchen 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer gemeinsamen Welle (8) zwei Bremstrommeln (14, 15) angeordnet sind, zwischen denen ein Träger (16) für die mit beiden Trommeln zusammenwirkenden Bremsbacken (17) od. dgl. auf der Welle festsitzt. <Desc/Clms Page number 3>
    9. Kinoaufnahmekamera nach den Ansprüchen 2 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass das eine Betätigungsorgan (2) das Laufwerk mit der Normalgeschwindigkeit anlässt, die Betätigungsorgane (3) EMI3.1 EMI3.2
AT144972D 1934-11-16 1934-11-16 Kinoaufnahmekamera mit mechanischem Antrieb. AT144972B (de)

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