AT144361B - Verfahren zur Entfernung von Eisen aus sauren Chromsalzlösungen. - Google Patents
Verfahren zur Entfernung von Eisen aus sauren Chromsalzlösungen.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Entfernung von Eisen aus sauren Chromsalzlösungen. Das Stammpatent schützt ein allgemeines Verfahren, um aus eisenhaltigen Chromsalzlösungen das Eisen zu entfernen durch Abscheiden in Form des unlöslichen Ferrosalzes der P-Naphthalinsulionsäure. Es hat sich gezeigt, dass das dort im Beispiel beschriebene Verfahren mit Ferrochrom und Schwefelsäure als Ausgangsstoffen nach verschiedenen Riehtungen hin verbessert werden kann. Einerseits dahin, dass der mit der-Naphthalinsulfonsäure auszufällende Teil des Eisens möglichst verringert wird ; denn die relativ grosse Menge, nämlich 8-9 Teile dieser Sulfonsäure auf einen Teil Eisen, muss bei dem im Verhältnis zum Wert des Endstoffes hohen Preise dieses Hilfsstoffes möglichst heruntergesetzt werden, um das Verfahren zu verbilligen und auch um es, besonders beim Wiedergewinnen der Sulfonsäure, nicht durch Verarbeitung grosser Flüssigkeitsmengen entsprechend umständlicher zu machen. Da sich weiter gezeigt hat, dass das auskristallisierte Ferrosulfat im grossen schlecht filtriert, wenn es schon geringe Mengen mit ausfallenden Chromsulfats enthält, ergab sich die Aufgabe, neben der möglichst hohen Abscheidungsmenge an Ferrosulfat gleichzeitig gut filtrierbares Salz zu gewinnen. Diese zwei letzteren Vorteile erreicht man namentlich dann nicht, wenn man mit überschüssiger Schwefelsäure aufschliessen muss und gemäss Beispiel des Hauptpatentes arbeitet, weil zur Verhinderung des Mitausfallens von Chromsulfat eine zu grosse Verdünnung erforderlich wäre. Es wurde nun gefunden, dass man sowohl gut filtrierbares als auch in optimaler Menge auskristallisierendes Ferrosulfat dann erhält, wenn man die schwefelsaure Aufschlusslösung auf eine Basizität des Chromsalzes von etwa 10% und auf eine Konzentration von 14'5-16 Gew. % Chrom- (3)-oxyd einstellt. Es fällt dann eine solche Menge gut filtrierbaren Ferrosulfats aus, dass im Filtrat noch höchstens halb soviel Eisen gelöst bleibt als gemäss Beispiel des Stammpatentes, wodurch die Menge der zur völligen EMI1.1 werden kann. Die erforderliche Basizität kann bei leicht aufschliessbarem Ferrochrom schon durch die Wahl der Menge Schwefelsäure erzielt werden. Bei überschüssigen Schwefelsäuremengen benutzt man dazu vorteilhaft Chromhydroxyd, besonders in der Form von billigem, eisenhaltigem Chromschlamm. Man gewinnt dadurch nicht nur ein höher prozentiges Chromsulfat, sondern nützt gleichzeitig jeden Überschuss an Schwefelsäure bei schwer aufschliessbarem Ferroehrom aus. Nach der Entfernung des auskristallisierten Ferrosulfats wird entweder der Rest des Eisens in der Ferroform mittels ss-NaphthaIinsuIfonsäure abgeschieden und das Filtrat mit eisenfreiem Chromhydroxyd auf die gewünschte Basizität gestellt, oder es wird zuerst mit Chromhydroxyd auf die erforderliche Basizität gestellt und dann der Rest des Eisens als Ferrosalz der ss-NaphthaIinsuIfonsäure gefällt. Beispiel 1. In eine in verbleitem Kessel mit Rührwerk auf 1150 erhitzte Mischung von 483 kg Schwefelsäure (93%) und 460 kg Wasser werden im Verlaufe von 4 Stunden 200 kg Ferrochrom (62% Cr, 17% Fe) eingetragen und 6 Stunden bei 105-1100 weitergerührt. Bei 90'trägt man 223 kg Chromhydroxydpaste, 9'4% Chrom enthaltend, ein, filtriert und kühlt die auf 900 l gestellte Lösung unter langsamem Rühren ab. Ein grosser Teil des Ferrosulfats fällt aus und lässt sich nun glatt filtrieren. Das Filtrat, auf 1500-1600l gebracht, wird mit 155 ss-Naphthalinsulfonsäure, 100%ig (=10% Überschuss der theoretisch erforderlichen Menge), in Form des Natriumsalzes versetzt und 1 Stunde lang auf 95 erhitzt. Es ist dafür zu sorgen, dass alles Eisen in der Ferroform vorliegt. Auf 15-200 abgekühlt, <Desc/Clms Page number 2> scheidet sich das nahezu-unlösliche Ferrosalz der ss-Naphthalinsulfonsäure aus, das abgeschieden und mit Wasser gewaschen wird. Das Waschwasser geht in den Prozess zurück. Endlich wird das Filtrat mit eisenfreier Chromhydroxydpaste, enthaltend 44 kg Chrom, auf eine Basizität von 33'3% gestellt. Es kann also hochprozentige Chromsulfatlösung unmittelbar gebrauchsfähig sein oder durch Eindampfen im Vakuum zu trockenem Salz verarbeitet werden, welches mehr als 30% Cr2O3 enthält. Beispiel 2. 200 kg Ferrochrom (60% Cr, 17% Fe) werden mit einer Mischung von 395 leg Schwefel- säure (93%) und 380 kg Wasser in der in Beispiel 1 angegebenen Weise aufgeschlossen. Die heiss geklärte Lösung wird auf 750 1 gebracht und unter langsamem Rühren abkühlen gelassen, wobei ein grosser Teil des Ferrosulfats in gut filtrierbarer Form auskristallisiert, Nach Abschwingen der Kristalle wird das Filtrat bei 90-95 unter Rühren mit Chromhydroxydsehlamm, enthaltend 75 kg Chrom, versetzt, wodurch das Volumen auf 1800l steigt. Zur Abscheidung des restlichen Eisens in der Ferroform werden 500l einer heissen wässrigen Lösung von 138 leg ss-NaphthalinsuIfonsäure 100% ig in Form der rohen Sulfonierungsmasse aus 105 kg Naphthalin und 120 kg Schwefelsäure (93%) zugefügt und nach Beispiel 1 auf ein Filtrat verarbeitet, das nun eisenfrei ist und Chromsulfat von einer Basizität von etwa 33% enthält und das beim Eindampfen ein Salz von mehr als 30% Cr20s ergibt. PATENT-ANSPRÜCHE : l. Weitere Ausbildung des Verfahrens nach dem Stammpatente Nr. 135054 zur Entfernung von Eisen aus sauren Chromsalzlösungen, darin bestehend, dass das Ferrosulfat aus einem schwefelsauren Lösungsgemisch mit Chromsulfat, insbesondere aus einem sauren Aufschliessungsgemisch von Ferrochrom, welches. auf eine Basizität von etwa 10% und auf einen CrOs-Gehalt von 14'5 bis 16 Gew. % gebracht. ist, kristallisiert wird und aus dem Filtrat, gegebenenfalls nach weiterem Basischstellen mit Chromhydroxyd, der Rest des Eisens mit ss-NaphthalinsuIfonsäure gefällt wird.
Claims (1)
- 2. Besondere Ausführungsform nach Anspruch 1, darin bestehend, dass die Basischstellung im Gesamtverfahren ausschliesslich mit Chromhydroxyd erfolgt.
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