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Verfahren zur Herstellung praktisch eisenfreier Chromsulfatlösungen aus Lösungen von Ferrochrom in Schwefelsäure.
Es ist bekannt, Auflösungen von Ferrochrom in Schwefelsäure-gegebenenfalls nach teilweiser Abscheidung des darin enthaltenen Ferrosulfats durch Kristallisation-zur Herstellung von Chromalaun zu benutzen, indem man der Auflösung Kaliumsulfat zusetzt. Dieses Verfahren hat den Nachteil, dass grosse Mengen Eisensalze in Lösung sind, die kristallisationsverzögernd wirken, so dass man in der
Zeiteinheit nur geringe Ausbeuten an kritallisiertem Chromalaun erhält.
Anderseits besteht die Möglichkeit, Ferrochromlösungen dadurch auf Chromsulfat und Chromalaun zu verarbeiten, dass man das Chrom in bekannter Weise aus der Lösung durch kohlensauren Baryt, kohlensauren Kalk und Ätzkalk oder durch kohlensaure Alkalien als Chromoxydhydrat zur Abscheidung bringt und dieses wieder in Schwefelsäure auflöst. Dieses Verfahren hat den Nachteil, dass die gesamte zur Auflösung des Ferrochroms benötigte Säuremenge verloren geht und zur Auflösung des Chromoxyd- hydrats neue Schwefelsäure verwendet werden muss.
Ein bekanntes Verfahren zur Herstellung von Chromalaun verwendet zwar schon einen Zusatz von Kaliumbichromat, Schwefelsäure und schwefliger Säure, zu dem Zweck, aus diesem Komponenten die violette Modifikation des Chromalauns zu bilden, die dazu dienen soll, die Umwandlung der in der Lösung befindlichen grünen Modifikation zu besorgen. Dabei ist aber ausdrücklich auf die Feststellung Wert gelegt, dass das Bichromat nur diese Wirkung zustande bringen soll und dass es daher in einer Menge zugesetzt wird, die nicht so gross sein darf, um die Oxydation des Ferrosalzes in das Ferrisalz zu bewirken.
Es sind ferner Verfahren bekannt, bei welchen Chromeisenstein mittels Oxydationsmittel aufgeschlossen und der Lösung zugänglich gemacht wird. Die Trennung des Chroms vom Eisen erfolgt dabei durch Auflösung von Chromschwefelsäure in saurer Lösung.
Ferner ist ein Verfahren bekannt, Eisen und Chrom dadurch zu trennen, dass sämtliches Chrom in alkalischer Lösung in Chromat übergeführt wird, während das Eisen unlöslich bleibt. Im Gegensatz dazu wird bei der Erfindung nur das Eisen aus dem Oxydul-in den Oxydzustand übergeführt, das Chrom aber nicht oxydiert.
Die Erfindung ist dazu bestimmt, die eingangs geschilderten Nachteile zu beseitigen. Sie betrifft daher ein Verfahren zur Herstellung praktisch eisenfreier Chromsulfatlösungen aus Lösungen von Ferrochrom in Schwefelsäure, wobei das Eisen an Schwefelsäure gebunden zur Abseheidung gelangt und ist dadurch gekennzeichnet, dass die verdünnte wässerige Lösung bei normalem oder Überdruck mit soviel Kaliumbichromat gekocht wird, dass die gesamten Ferroverbindungen oxydiert werden, worauf die vorhandene Säure in geeigneter Weise abgestumpft und das Eisen in Form schwer löslicher basischer Sulfate abgeschieden wird, während sämtliche Chromsalze in Lösung verbleiben.
Es gelingt auf diese Weise 85-95% des in der Lösung enthaltenen Eisens zur Abscheidung zu bringen, u. zw. in Form von basischen Sulfaten mit ungefähr folgender Zusammensetzung :
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und man erhält auf diese Weise eine Lösung von Chromsulfat, die nur noch sehr wenig Eisen enthält.
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Nachstehend wird das Verfahren beispielsweise in zwei Ausführungen wiedergegeben :
Beispiel 1 : 500 mn3 einer Ferrochromlauge, welche in dieser Menge 104-39 g Cr203 und 28-9 9 Fe203 enthält und bei welcher die analytisch bestimmte Schwefelsäuremenge ungefähr genau zur Ab- bindung des Chroms und Eisens ausreissht, werden mit 35g Kaliumbichromatversetzt, einige Zeit aufgekocht ;
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Kaliumbichromat, gelöst in 50 cm3 Wasser hinzu und kocht Y ? Stunde. Sodann werden 7 g kohlensaurer Kalk von 79-45% Ca, COg langsam zugesetzt ;
sobald die Kohlensäureentwicklung aufgehört hat, wird das Druckgefäss geschlossen. Man erhitzt auf 7¸ Atm. entsprechend einer Temperatur von 168-170 , hält
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Lösung mit wesentlich geringeren Eisenmengen arbeitet und dadurch von Anfang an grössere Ausbeute an Chromalaun erreicht.
Bei dem Verfahren gemäss vorliegender Erfindung beruht der Zusatz des Biehromats ausdrücklich darauf, dass gesamte Ferrosalz zu Ferrisalz zu oxydieren, damit es dann beim Kochen als unlösliches Eisensalz zur Abscheidung gelangt.