AT143090B - Verfahren zur Herstellung von hartem Koks aus bitumenarmen Kohlen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von hartem Koks aus bitumenarmen Kohlen.Info
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Description
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Verfahren zur Herstellung von hartem Koks aus bitumenarmen Kohlen.
Das vorliegende Verfahren bezweckt die Herstellung von hartem Koks aus bitumenarmen Kohlen. aus welchen bisher nur minderwertigere Kokse gewonnen werden konnten. Es besteht im wesentlichen darin, dass die bitumenarmen Kohlen im Gemisch mit natürlichem oder künstlichem Bitumen oder verwandten Stoffen oder Mischungen derselben verkokt werden und kennzeichnet sich dadurch, dass die Verkokung bei Temperaturen von über 5000 C und bei einem Gasüberdruck von mehr als 2 Atm. ausgeführt wird. Unter Bitumen und verwandten Stoffen werden alle Arten von Teeren und Pechen (Teerpeehe, Immediatpeche, Pixoide), Asphalte, Harzsäuren, Raffinationsrüekstände bituminöser Stoffe u. dgl., verstanden.
Zweckmässig ist es, die im zerkleinerten oder pulverisierten Zustande mit Bitumen oder verwandten Stoffen vermischten kohlenstoffhaltigen Materialien vor der Verkokung zu brikettieren.
Es ist bekannt, die Verkokung kohlenstoffhaltiger Materialien im Gemisch mit Bitumen vorzunehmen. Es ist weiter bekannt, bitumenreiche Kohle im Gemisch mit schweren Kohlenwasserstoffen unter Druckanwendung zu destillieren, jedoch wird hiebei der Druck nur zu Beginn der Destillation angewandt und nur zu dem Zwecke, um eine möglichst homogene Durchdringung des Rohgutes mit den zugesetzten schweren Kohlenwasserstoffen zu bewirken, welche als Beförderungsmittel der Destillate die Ausbeute an Kohlenwasserstoffölen steigern. Bei diesem Verfahren wird auch die Temperatur möglichst niedrig gehalten, um eine Zersetzung der Destillationsprodukte, deren Ausbeute ja gesteigert werden soll, zu vermeiden.
Der normale Verkokungsvorgang (bei Drücken unter 2 Atm. ) setzt bei zirka 400 ein und ist bei 600 beendet. Um den Koks härter und gasärmer zu machen, geht man dann mit der Temperatur bis auf 800 bis 10000 und auch darüber. Die Verkokung von bitumenarmen Kohlen, auch wenn sie unter Zusatz von Bitumen erfolgt, ergibt bei Drücken unter 2 Atm. und bei Temperaturen von zirka 5000 noch keinen genügend harten brauchbaren Koks. Werden jedoch gemäss vorliegender Erfindung bitumenarme Kohlen gemeinsam mit Bitumen bei einem Atmosphärendruek von mehr als 2 Atm. verkokt, so erhält man schon von 500 C angefangen einen für manche Zwecke (z. B.
Hausbrandkohle) genügend harten, also brauchbaren Koks, der allerdings noch nicht frei von flüchtigen Stoffen, daher nicht gasarm ist. Will man den Koks, wie dies beispielsweise für industrielle Zwecke erforderlich ist, härter und gasarmer machen, so geht man mit der Temperatur entsprechend in die Höhe.
Die Erzielung eines schon von 5000 an für manche Zwecke genügend harten Kokses durch die erfindungsgemässe Druckverkokung ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die aus den in der Kohle vorhandenen und insbesondere die aus den zugesetzten Bitumen sich bildenden flüssigen Destillationsprodukte, insbesondere der Teer, infolge des Überdruckes verkrakt werden, so dass neben Gasen Teerkoks gebildet wird, der als Härtebildner wirkt. Bei der Druckverkokung unter Zusatz von Bitumen lässt sich daher schon bei verhältnismässig niedrigen Temperaturen ein für manche Zwecke genügend harter Koks erzielen, während die normale Verkokung bei diesen Temperaturen einen Koks liefern würde, der eine wesentlich geringere Härte aufweist und daher so gut wie unbrauchbar ist.
Mit Steigerung der Temperatur wachsen diese Vorteile bei der Druckverkokung erheblich an, so dass schliesslich bei der sonst üblichen Verkokungstemperatur von 800 bis 1000 weit härtere und auch gasärmere Kokse erhalten werden als dies bisher aus den gleichen Rohmaterialien möglich war. Die zu wählende Temperatur wird daher von
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der gewünschten Härte und der gewünschten Gasarmut des zu erzielenden Endproduktes abhängen.
Der angewandte Druck kann auch bis zu 200 Atm. betragen und richtet sich nach der Natur der zu verkokenden Kohle und des zuzusetzenden Bitumens unter Bedachtnahme auf die zu erzielende Härte. Selbstverständlich sind hier auch die Anlagekosten zu berücksichtigen, und man wird jeweils feststellen müssen, welcher Druck bei den gegebenen Verhältnissen als der zweckmässigste gewählt werden soll.
Beispiel I : Steinkohle, die bei der üblichen Verkokung einen minderwertigen Koks gibt, wird gebrochen und mit 10% Teerpeeh vermischt. Die Vermischung erfolgt zweckmässigerweise durch Zerstäuben des geschmolzenen Peches auf die vorzugsweise bewegte und gegebenenfalls auch erwärmte zerkleinerte Steinkohle. Die so vorbehandelte Kohle wird nun bei zirka 800 einer Druckverkokung bei 20 Atm. unterworfen. Nach dem Ablassen des Druckes resultiert ein schön geflossener harter Koks in einer Ausbeute von 60 bis 70%. Das Verfahren lässt sieh auch mit Abfallkohlen aller Art durchführen.
Beispiel 2 : Kohlenklein oder Kohlengruss wird gegebenenfalls nach vorhergehender Pulverisierung mit ungefähr 8% Asphalt vermischt und brikettiert. Die Briketts werden, ebenso wie in Beispiel 1, unter Druck verkokt. Die Druckerhitzung kann auch bei Anwesenheit oder unter Durchleitung inerter Gase vorgenommen werden, wodurch die Gewinnung von Nebenprodukten gesteigert wird.
Der nach dem Verfahren bei 800 bis 10000 hergestellte Koks ist hart und meistens gebacken und geflossen, so dass er für Hochofenzwecke, Kupolofenzwecke, Dauerbrandofen usw. verwendet werden kann. Er ist überdies kohlenstoffreicher und gasärmer als die nach bisher bekannten Verfahren aus den gleichen Rohmaterialien hergestellten Kokse und weist auch eine günstige Reaktionsfähigkeit gegenüber Luft auf.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von hartem Koks aus bitumenarmen Kohlen, aus welchen bisher nur minderwertiger Koks gewonnen werden konnte, durch Verkokung eines Gemisches dieser bitumenarmen Kohlen mit natürlichem oder künstlichem Bitumen oder verwandten Stoffen bei Temperaturen über 5000, dadurch gekennzeichnet, dass die Verkokung bei einem Gasüberdruek von mehr als 2 Atm. ausgeführt wird.
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