AT126351B - Verfahren zur Karburation von Doppelgas oder Wassergas. - Google Patents
Verfahren zur Karburation von Doppelgas oder Wassergas.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Karburation von Doppelgas oder Wassergas. Zur Karburation von Doppelgas und Wassergas hat man bisher entweder Öl oder Tieftemparaturteer verwendet, bei Doppelgas vorwiegend auch den Eigenteer, welcher bei Doppelgasbetrieb anfällt und welcher gemäss den Temperaturen, unter denen die Entschwelung der Kohle im Doppelgasgenerator vor sich geht, auch als ein Tieftemperaturteer anzusprechen ist. Dieser Eigenteer der Doppelgasanlagen wird aber nur in begrenzter Menge gewonnen, und es kann daher die Aufkarburation des Doppelgases mit demselben allein, also ohne Zusatz an fremden Karburiermitteln nur bis zu einem Heizwert von etwa 3600 Kalorien pro 1 m3 erzielt werden. Wenn die für die weitere Aufkarburation des Doppelgases, wie auch für die Karburation von Wassergas erforderlichen fremden Karburiermittel zugekauft werden müssen, erhöhen sie die Gestehungskosten des Gases sehr beträchtlich. Es fallen in den Gaswerken und Kokereien grosse Mengen von Retorten-und Kammer- ofenteer an. Dieser besteht aus einem Gemisch von Kohlenwasserstoffen, die bei verschiedenen Temperaturen in flüssige Form übergehen und von verschiedenster Zusammensetzung und Qualität sind. Enthalten sind darin u. a. ein hoher Anteil an festem Kohlenstoff. Asphalten, Benzolhomologen, aber auch für die Verkrackung geeignete Kohlenwasserstoffe, da ja bei jeder Entgasung nach dem Einfüllen des Brennstoffes in den Entgasungsraum zunächst ein Tief- temperaturteer entsteht und unzersetzt entweicht. Dieses Gemisch wird in Gruben gesammelt und von dort dem Verkauf oder der Destillation m eigenen Destillationsanlagen zugeführt. Die Nachfrage nach diesem Teer ist aber sehr schwach und der Verkaufserlös daher gering. Die Verwendung dieses Teers für die Karburation von Doppelgas oder Wassergas war bisher nicht von Erfolg begleitet, u. zw. hauptsächlich wegen des hohen Anteils an Asphalt und festem Kohlenstoff ; die Einspritzung dieses Teers in separate Karburatoren würde zu einer raschen Verschmutzung und Verstopfung derselben führen. Die Einführung in die Brennstoffzone des Generators nach bekannten Verfahren hätte zur Folge, dass durch die Vergasung des im Hochtemperaturteer enthaltenen Asphaltes und festen Kohlenstoffes zu Wassergas zwar die Gasausbeute, nicht aber der Heizwert erheblich erhöht werden, würde. Das vorliegende Verfahren gestattet, den in Gaswerken und Kokereien anfallenden Hochtemperaturteer zur Karburation von Doppelgas oder Wassergas dadurch nutzbar zu machen. dass die bei der fraktionierten Destillation dieses Teers bei Temperaturen von 650-8000 zurück- bleibenden Teerbestandteile ausgeschieden und die solcherart aus dem Hochtemperaturteer abgetrennten Fraktionen, die nur einen geringen Anteil an Asphalt enthalten und sich zur Erzeugung permanenter Gase von hohem Heizwert eignen, zur Karburation verwendet werden. Hiebei ist es zweckmässig, die für die Karburation verwendete Fraktion derart zu wählen, dass der Gehalt an Benzol und Benzolhomologen nur in der Höhe gehalten wird, die der Sättigung des karburierten Gases bei der an der Verteilungsstelle herrschenden Temperatur jeweils entspricht. Würde in dem Karburiermittel z. B. mehr Benzol enthalten sein, als das Doppelgas bei 0 C und bei voller Sättigung in Dampfform aufzunehmen vermag, so würde sich bei Abkühlung des Gases in der Verteilungsleitung auf die genannte Temparatur der Überschuss an Benzol wieder abscheiden. <Desc/Clms Page number 2> Die Erfindung gibt also den Gaswerken, welche Retorten-oder Kammeröfen betreiben und welche Doppelgas- oder Wassergasanlagen als Zusatzanlagen verwenden, ein im eigenen Betrieb gewonnenes und stets vorhandenes Karburationsmittel an die Hand. Nach Abtrennung der für die Karburation verwendbaren Fraktion aus dem Ofenteer bleibt ein Gemisch übrig, welches noch die für gewisse Zwecke, z. B. für Strassenteerung, Gewinnung von künstlichem Asphalt, Hartpech usw. in Betracht kommenden Bestandteile enthält und daher keinesfalls entwertet ist.
Claims (1)
- Da die einzelnen Fraktionen des Ofenteers bei verschiedenen Temperaturen und an verschiedenen Stellen der Gaswerksanlagen aus dem Rohgas herauskondensieren, z. B. in der Teervorlage, dem Hauptbetriebsrohr, den Kühlern und Teerscheidern, besteht das einfachste Verfahren der Trennung der einzelnen Faktionen darin, dass dieselben an jenen Stellen zur Abscheidung gebracht und getrennt abgeleitet werden, wo sie in flüssige Form übergehen.Es kann jedoch die für die Karburation in Frage kommende Fraktion auch durch fraktionierte Destillation des Retorten-oder Koksofenteers erfolgen PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Karburation von Doppelgas oder Wassergas mittels des in Gaswerken und Kokereien anfallenden Hochtemperaturteers aus Retorten-oder Kammerofen, dadurch gekennzeichnet, dass die bei der fraktionierten Destillation dieses Teers bei Temperaturen von 650 bis 8000 C zurückbleibenden Teerbestandteile, Kohlenstoff und Asphalt, ausgeschieden werden und nur der erhaltene Rest der Teerbestandteile, gegebenenfalls unter Abtrennung eines überschüssigen Teiles von Benzolkohlenwasserstoffen, zur Karburation der Gase verwendet wird.
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