AT142761B - Verfahren zur Gewinnung von Zellstoff aus Holz, Stroh, Torf usw. - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Zellstoff aus Holz, Stroh, Torf usw.

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AT142761B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Gewinnung von Zellstoff aus   Holz.   Stroh, Torf usw. 
 EMI1.1 
 etwas Phenol und von Alkalisalzen höhermolekularer Sulfosäuren arbeitet, welche Zusätze die benetzenden und lösenden Eigenschaften der Kochlauge erhöhen und ihr Eindringen in das Aufschlussgut fördern. 



   Gegenüber diesem Verfahren weist die Erfindung den Vorzug auf, dass hier ohne ein Phenol gearbeitet wird. Bei Benutzung von phenolhaltigen Kochlaugen gelangt mit den Ablaugen Phenol in die Flussläufe, welches für die Fischzucht   schädlich   ist, indem es, selbst wenn in geringster Menge vorhanden, dem Fischfleisch einen üblen Geschmack und Geruch verleiht. Dieser Übelstand tritt auch bei einem andern bekannten Verfahren auf, welches ohne höhere Sulfosäuren kocht, aber als Aufschlusslauge wässrige Lösungen solcher   Oxysulfo- oder Oxycarbonsäuren   nimmt, die beim Erhitzen der Kochlauge in Phenole und Sulfite oder Carbonate zerfallen. 



   Als Dispergiermittel macht man erfindungsgemäss von jenen Stoffen Gebrauch, welche bei vielen Verfahren der Veredelung von Textilfasern und der Beseitigung von   Härteschäden   des Gebrauchswassers bei Wasch-und Seifprozessen benutzt werden, u. zw. verwendet man die besonders wirksamen, neueren derartigen Mittel, also jene, welche die Ausfällung unlöslicher Seifen selbst in den härtesten Gebrauchswässern zu hindern vermögen. Wenn derartige Mittel den   Aufschlussflüssigkeiten   beim Kochen des Holzes unter Druck zugesetzt werden, so bewirken sie, dass sich die der Cellulosefaser anhaftenden Fremdstoffe leichter lösen oder in feine Dispersion übergehen. Zu diesen Mitteln gehören u. a. hochsulfonierte Öle, Fette und Harze, die nach der Sulfonierung verseift wurden, z.   B.

   Intrasol"aus Rizinusöl,   ferner Naphthalinsulfosäure mit Alkylseitenketten, dann verschiedene Kondensationsprodukte von Naphthalinsulfosäuren mit Formaldehyd, ferner insbesondere die neuen derartigen Mittel, wie : Abkömmlinge von Fettkörper mit einer echten Sulfogruppe in der Seitenkette,   Marke"Igepon",   Fettsäuren des Kokos- öls   Co   bis   C6'die katalytisch   reduziert wurden, worauf man das erhaltene Alkoholgemisch sulfoniert, 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Marke ,,Gardinol" usw. (S. Ullmann, Enzyklopädie der technischen Chemie, 2. Auflage, 9.

   Bd., S. 805 ; ferner Hetzer, Textil-Hilfsmittel-Tabellen, Springer, 1933, S. 69-76, 59, 81 usw.)
Bei der Wahl der Dispergiermittel muss immer darauf Bedacht genommen werden, dass sie von der jeweils verwendeten   Aufschlusslauge   und unter den herrschenden Druck-und Temperaturverhältnissen nicht unwirksam gemacht werden. Bei der grossen Anzahl und verschiedenen Zusammensetzung der im Verkehr befindlichen Netz-und Dispergiermittel fällt es nicht so schwer, für den gedachten Zweck eine entsprechende Auswahl zu treffen. 



   Anstatt den Zusatz beim   Aufschliessen   des Holzes unter Druck zu verwenden, kann man ihn auch schon bei der häufig zum Zweck einer besseren   Durchtränkung   des Holzes mit der   Aufsehlusslauge   vorgenommenen Vorbehandlung des   Aufschlussgutes   den Laugen zufügen, oder man arbeitet sowohl bei der Vorbehandlung als auch beim Aufschliessen mit solchen Zusätzen. 



   Beispiel 1 : Zerkleinertes Fichtenholz wird mit   Calciumbisulfitlösung   von 5'5  Bé einerseits ohne Zusatz und anderseits mit 2% Zusatz von Igepon von   Holzgewicht   während   24   Stunden bis 125  C gekocht. Bei der Anwendung von Dispergiermittel erhält man eine um   9% höhere Ligninabtrennung.   Ausserdem ist der Stoff heller und die Fasern weisen eine grössere Länge auf als beim Kochen mit Bisulfit allein. 



   Beispiel 2 : Eine vergleichende Kochung wird unter denselben Verhältnissen wie in Beispiel 1 vorgenommen, nur setzt man als Dispergiermittel 2% vom Holzgewieht Gardinol zu. Die Menge des abgetrennten Lignins ist um 7% höher als beim   Aufschliessen   mit Bisulfit allein. Der erhaltene Stoff weist die gleiche günstige Beschaffenheit wie in Beispiel 1 auf. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Gewinnung von Zellstoff aus Holz, Stroh, Torf usw. nach dem Sulfit-oder Natronoder Sulfatverfahren, dadurch gekennzeichnet, dass der die übliche Zusammensetzung aufweisenden   Koehlauge   ein beim   Kochprozess   im wesentlichen unverändert bleibendes und Zellulose nicht angreifendes Netz-und Dispergiermittel zugesetzt wird, wie z. B. Sehwefelsäureester höhermolekularer mehrwertiger aliphatischer Alkohole   (,     Igepon")   oder Fettalkoholsulfonate   ("Gardinol")   u. dgl.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass bei der an sich bekannten Vorbehandlung des Aufschlussgutes für die Zellstoffgewinnung den Laugen das Dispergier-und Netzmittel zugesetzt wird.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl bei der Vorbehandlung als auch beim Aufschliessen selbst der Bebandlungsflussigkeit das Dispergier-und Netzmittel zugesetzt wird.
AT142761D 1933-08-29 1933-08-29 Verfahren zur Gewinnung von Zellstoff aus Holz, Stroh, Torf usw. AT142761B (de)

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