<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren zum zeitweiligen Schutz von Metall oder anderen polierten Oberflächen.
Die vorliegende Erfindung zielt darauf ab, Metall-, Email-, Holz-und andere polierte Oberflächen zeitweilig, beispielsweise während der Zusammensetzung von Gegenständen, während der Lagerung, des Transportes usw., bevor die Verwendung statthat, zu schützen.
Zum Schutze von Metall-und emaillierten Oberflächen, beispielsweise polierten Automobilbestandteilen, Spritzbrettern u. dgl., war es bisher üblich, auf die Spritzbretter oder auf andere Bestandteile, die man während der verschiedenen Stadien der Herstellung oder während des Transportes schützen wollte, Papier mittels eines Klebstoffes, beispielsweise aus Weizenmehl, aufzukleben. Im allgemeinen streicht man die polierte Oberfläche oder das Papier selbst mit dem Klebstoff an und bringt das Papier so auf, dass es die polierte Oberfläche schützt.
In solchen Fällen trocknet der Klebstoff in der Folge aus, wird brüchig und bekommt leicht Risse ; wenn dann beispielsweise das Spritzbrett seiner Bestimmung zugeführt wird, ist es äusserst schwierig, das Papier und den Klebstoff zu erweichen und vom Spritzbrett loszukratzen, und fast unmöglich, ein Ritzen und Zerkratzen der hochpolierten Oberfläche zu vermeiden oder es zu verhindern, dass auf der Oberfläche Flecken vom pastenförmigen Klebmittel zurückbleiben.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf den Schutz derartiger Oberflächen mit Hilfe von Papier oder andern entsprechenden blattförmigen Überzügen, die leicht entfernt werden können und die zu schützende hochpolierte Oberfläche in ihrem ursprünglichen Zustand belassen.
Gemäss der vorliegenden Erfindung besteht das Verfahren, Oberflächen zeitweilig mit leicht entfernbaren Schutzüberzügen, beispielsweise aus Papier, insbesondere gerauhtem Papier oder ähnlichem, blattförmigem Material, zu versehen, im Wesen darin, dass man die Schutzüberzüge an der zeitweilig zu schützenden Oberfläche mit einer nichtklebrigen, aus einer wässerigen Kautschukdispersion hergestellten Kautschukschicht befestigt.
Vorzugsweise wird die verwendete wässerige Kautsehukdispersion derart kompoundiert, dass der durch Trocknen daraus gebildeten nichtklebrigen Schichte die gewünschte Haftfähigkeit verliehen wird. Es ist ferner wünschenswert, dass der Auftrag dünn, homogen und biegsam ist.
Einige Ausführungsformen der Erfindung sind in der beiliegenden schematischen Zeichnung erläutert :
Fig. 1 zeigt eine Aufsicht auf eine Oberfläche, die nach einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung geschützt ist. Fig. 2 ist ein Schnitt längs der Linie 2-2 von Fig. 1. Fig. 3 zeigt eine Aufsieht auf eine Oberfläche, welche nach einer andern Ausführungsform der vorliegenden Erfindung geschützt ist.
Fig. 4 ist ein Schnitt längs Linie 4-4 von Fig. 3.
Bei der praktischen Durchführung der Erfindung wird blattförmiges Überzugsmaterial, wie beispielsweise Gewebe oder Papier, auf Metall- oder andern hochpolierten Oberfläehen mittels eines Kautschukklebstoffes befestigt, der in nassem Zustand eine gute Haftfähigkeit aufweist, nach dem Trocknen aber seine Klebrigkeit nicht beibehält, wie dies bei den Kautschuk enthaltenden Bindemitteln,
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
kompositionen der Fall ist.
Solch ein im Sinne der Erfindung brauchbarer Klebstoff ist eine wässerige Eautsehukdispersion, die nach dem Trocknen zum Beispiel eine leicht entfernbare Kautsehuksehicht mit der gewünschten Haftfähigkeit bildet, so dass während der Lagerung oder während eines Transportes der Kautsehukauftrag ein vollständiges und wirksames Anhaften der Überzüge des Schutzmaterial an den Oberflächen bewirkt, aber, wenn dies gewünscht wird, gleichzeitig mit den Überzügen des Schutzmaterials leicht entfernt werden kann, ohne auf der Oberfläche Kratzer oder Flecken zu hinterlassen.
Die wässerigen Kautschukdispersionen können unmittelbar auf die zu schützende Oberfläche aufgetragen werden und das Papier oder ein anderer blattförmiger Überzug kann auf das Klebmittel, solange es feucht ist, aufgebracht werden, worauf man das Klebmittel an der Luft trocknen lässt oder allenfalls in einer Trockenkammer trocknet.-Die wasserige Dispersion wird indes vorzugsweise unmittelbar auf das Papier oder, wenn ein anderer Überzug verwendet wird, auf diesen aufgebracht, und das mit dem feuchten Klebstoff versehene Papier wird direkt auf die zu schützende Oberfläche gebracht, worauf man, wie oben, die Dispersion und das Papier in Luft oder in einer Trockenvorriehtung bei erhöhter Temperatur trocknen lässt.
EMI2.1
auf welcher ein Papierbogen 2 mittels eines Klebstoffes 3 befestigt ist, der vor dem Aufbringen des Bogens auf die Metallfläche auf das Papier aufgestriehen wird. Der Klebstoff 3 besteht vorzugsweise aus einer wässerigen Kautsehukdispersion, die mit Kompoundzusätzen versetzt ist, um die gewünschte Haftfähigkeit zu erhalten, und die von der hochpolierten Oberfläche doch leicht abgelöst werden kann, ohne an der Oberfläche zu zerreissen und an ihr kleben zu bleiben und ohne sie zu zerkratzen und Flecken zu hinterlassen. Der Zusatz geringer Mengen von Weichmachungsmitteln, beispielsweise Terpentinöl, Harz, Pech u. dgl., die vorzugsweise mit Hilfe hydrophiler Kolloide ill Sasser dispergiert sind, wird der Dispersion die gewünsehte Haftfähigkeit verleihen, wie dies an sich bekannt ist.
Zur Herstellung des Klebstoffes kann gewöhnlicher Latex verwendet werden, es empfiehlt sich aber, einen Latex zu verwenden, der beispielsweise durch Zentrifugieren, Eindampfen, Aufrahmen od. dgl.'so weit konzentriert wurde, dass er rund 45% feste Stoffe enthält, und in solchen Fällen kann der Zusatz von Weichmachungs- mitteln unterbleiben. Gegebenenfalls kann man selbstverständlich auch verdünnten'Latex oder ver- schiedene künstliche Dispersionen von Kautschuk und kautschukartigen Stoffen verwenden. Man kann den Klebstoff mittels einer Auftragswalze, über die das Papier geführt wird, unmittelbar auf das Papier auftragen und das feuchte mit Klebstoff versehene Papier sogleich auf den zu schützenden Gegenstand aufbringen.
Man kann aber auch die Oberfläche mit der Kautschukdispersion durch Eintauchen, Aufspritzen od. dgl. überziehen und das Papier auf die feuchte Oberfläche aufbringen. Die wässerige Dispersion kann vulkanisiert oder unvulkanisiert sein, oder sie kann unvulkanisiert sein und vulkanisierende Zusätze und allenfalls auch einen Ultrabesehleuniger enthalten, so dass der Kautschukauftrag beim Trocknen nach und nach vulkanisiert wird. Wenn die Gegenstände nur für kurze Zeit und in einem gemässigten Klima geschützt werden sollen, ist es nicht notwendig, vulkanisierte Kautsehukklebstoffe für das Papiermaterial zu verwenden.
Wenn indes ein Metallgegenstand beispielsweise in eine Gegend mit tropischem Klima transportiert werden und eine Zeit lang bei höheren Temperaturen geschützt bleiben soll, dann ist es wünschenswert, den wässerigen Kautschukdispersionen Vulkanisationsmittel einschliesslich Antioxydantien beizumischen, so dass der Klebstoff beim Trocknen und gegebenenfalls während der Lagerung und während des Transportes nach und nach vulkanisiert wird und ein vorzügliches Altern des Kautschuks bewirkt wird, um eine möglicherweise auftretende Erweichung und ein schliessliches Klebrigwerden des Klebstoffes zu verhindern.
Die gute Alterung und Vulkanisation eines derartigen Kautschukklebstoffes hat auch zur Folge, dass der Klebstoff eine ausreichende Festigkeit beibehält, so dass er zugleich mit den Schutzüberzügen leicht entfernt werden kann und nicht an der Oberfläche teilweise haften bleibt, wenn das Papier entfernt worden ist.
Die Fig. 3 und 4 erläutern eine Abänderung der in Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsform, gemäss welcher eine Metall-oder eine andere hochpolierte Oberfläche 4 mit gekrepptem Papier 5 unter Anwendung eines Klebstoffes 6 überzogen ist, der mittels einer Auftragwalze od. dgl. unmittelbar auf das Papier aufgetragen ist, worauf das Papier mit dem feuchten Klebstoff direkt auf die Metalloberfläche übertragen ist. Der Klebstoff 6 auf dem gekreppten Papier kann von der gleichen Art sein wie der für die in Fig. 1 und 2 dargestellte Ausführungsform verwendete und oben beschriebene Klebstoff.
Indessen wird der Klebstoff, wie man deutlich aus Fig. 4 ersehen kann, wenn er zuerst auf das Papier aufgetragen wird, nach dem Aufbringen des Papiers auf die Metallfläche diese zufolge der grösseren Ausbuchungen der Oberfläche des gekreppten Papiers nicht vollständig bedecken, sondern es werden vornehmlich nur die erhöhten Teile der Oberfläche des gekreppten Papiers mit der zu schützenden polierten
Oberfläche in Berührung kommen. Das gekreppte Papier besitzt aber eine völlig ausreichende Fähigkeit, an der Metallfläche zu haften, und weist glattem Papier gegenüber mehrere bemerkenswerte Vorzüge auf.
Durch die Verwendung von gekrepptem Papier wird vermieden, dass im Email einer emaillierten
Metalloberfläche Spannungen und möglicherweise Risse auftreten, hervorgerufen durch Schrumpfung des Papiers beim Trocknen des Klebmittels. Gekrepptes Papier kann auch besser an gekrümmten
Flächen befestigt werden als ein glatter Papierbogen.
<Desc/Clms Page number 3>
Viele Automobilbestandteile, wie beispielsweise Spritzbretter, Puffer, Kotschützer, verschiedene Metallteile, und in manchen Fällen alle freiliegenden Teile des vollendeten und montierten Automobils, können mit Hilfe von Papier geschützt werden, das mittels eines aus einer wässerigen Kautschukdispersion erhaltenen Klebstoffes an diesen Bestandteilen befestigt wird. Allenfalls kann man die zu schützenden Teile zuerst in den Klebstoff eintauchen, dann den Schutzüberzug, wie Papier, aufbringen und an seinem Platz befestigen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum zeitweiligen Schutz von Oberflächen, beispielsweise Metalloberflächen oder
EMI3.1
insbesondere gekrepptem Papier, dadurch gekennzeichnet, dass man den Schutzüberzug auf der zeitweilig zu schützenden Oberfläche mit Hilfe einer aus wässerigen Kautschukdispersionen erhaltenen, nicht klebrigen Kautschukschicht befestigt.