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HaushaltkühlschrankfürTrockeneis.
Die Erfindung hat den Zweck, einen Troekeneis-Kühlschrank zu schaffen, der besonders billig in der Herstellung, sparsam im Gebrauch und bequem in der Handhabung ist. ohne Einbusse an Haltbarkeit und Hygiene.
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raum, Fig. 6 einen geschlitzten Steg, Fig. 7 ein aus Stegen zusammengesetztes Fachwerk. Fig. 8-10 stellen den Trockeneisbehälter dar.
In Fig. 1 sehen wir ein Ausführungsbeispiel des geöffneten Kühlschrankes von innen. Er besteht aus einem Kasten mit Hohlwänden, der durch eine Hohlwand in den Gefrierraum. 1 und den Kühlraum B geteilt ist. Im Gefrierraum steht der Trockeneisbehälter C. ausserdem ist darin Platz vorhanden zur Erzeugung von Eiswürfeln, Gefrorenem u. dgl.
In die Hohlwände des Kastens ist eine Fachwerkkonstruktion eingebaut, die aus von geschlitzten Stegen (Fig. 6) zusammengesetzten Fachwerken (Fig. 7) besteht, deren freie Endlappen c in den Kanten der Hohlwände übereinandergreifen. Zu ihrer Herstellung schlitzt man Pappstreifen, deren Länge und Breite den Dimensionen der Hohlwände entsprechen, in gleichen Abständen bis zur halben Breite (Fig. (i), wobei die Schlitzbreite gleich ist der Materialstärke.
Mittels der Schlitze verbindet man diese Stege zu Fachwerken (Fig. 7) und bildet aus fünf solchen eine Fachwerkkonstruktion, die zusammenhängend den hohlen Boden und die vier hohlen Seitenwände des Kastens auszufüllen bestimmt ist, indem man das die Füllung des Bodens bildende Fachwerk waagrecht legt und die vier zur Füllung der Wände bestimmten senkrecht stellt, wobei je eine ihrer horizontalen Unterkanten mit den treien Endlappen über die Endlappen je einer der vier Kanten des waagreehten Fachwerks übergreifen. Gleichzeitig greifen auch die freien Endlappen der acht senkrechten Kanten der die Wände füllenden vier Fachwerke, u. zw. immer jene von zwei benachbarten Kanten, übereinander.
Auf diese Weise ist eine Fachwerkkonstruktion geschaffen, die in die Hohlwände des Kastens genau hineinpasst, da die Länge und Breite der Stege den Dimensionen der Hohlräume entsprechend bemessen wurden. Die übereinandergreifenden Endlappen können miteinander verleimt werden, ebenso die Fachwerke mit den Hohlwänden. Durch den Einbau dieser zusammenhängenden Fachwerkkonstruktion wird den Hohlwänden eine hohe Druckfestigkeit verliehen, denn der auf eine Wand ausgeübte Druck verteilt sich nicht nur auf die Stege des hinter dieser liegenden Fachwerks, sondern auch auf jene weiteren Fachwerke, auf welche sieh dieses mittels der in den Kanten übereinandergreifenden Endlappen stützt. Dadurch wird es möglich, den Kühlsehrank aus
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wie Pappe, kartonagenfabriksmässig herzustellen.
Durch die genaue Dimensionierung der Schlitzbreite usw. und durch die Verleimung wird auch erreicht, dass alle Hohlwände durch die Fachwerke in geschlossene Hohlwürfel unterteilt werden, die als stagnierende Luftpolster wärmeisolierend wirken.
Die den Kasten in zwei Räume teilende Hohlwand (Fig. 1, d) ist mit einem einfachen Fachwerk ausgefüllt und besitzt nahe ihrem oberen Rande ein die beiden Räume verbindendes Fenster a (Fig. l und 5), unter welchem eine nach oben offene Rinne b horizontal um die vier Innenwände des Kühlraumes B herumläuft. Die Innen-und Aussenwände des Kastens, auch die Rinne, sind durch Überziehen mit weissem Wachstueh od. dgl. abwaschbar und gasdicht gemacht, wobei es sich empfiehlt, zumindest zur Verleimung
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aller Kanten des Wachstuchs besonders an Stellen, die mit Flüssigkeiten in Berührung kommen könnten, ein nicht hygroskopisches Klebemittel (etwa Benzol-Gummi oder Azeton-Zelluloid) zu verwenden.
Der im Gefrierraum J. untergebrachte Trockeneisbehälter C ist frei beweglich und herausnehmbar.
Er besitzt einen Innenraum e, der fugenlos geschlossen und von zwei oder mehr ebensolchen Hohl- wänden und einem äusseren, mit Wachstuch überzogenen Schutzmantel y umgeben wird, dessen
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des Trockeneisbehälters nicht behindern. Die Hohlwände sind durch aus je vier Fachwerken bestehende und zusammenhängende Fachwerkkonstruktionen ausgefüllt. Der allseitig mit Wachstuch od. dgl. über-
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ebenso wie die Seitenwände der ihn umgebenden Hohlräume ganz oder teilweise aus Pappe oder einem andern feinporigen und dementsprechend gasdurchlässigen Material bestehen.
Die scheinbare Schwierigkeit, welche die fugenlose Herstellung dieses Behälters aus Pappe bereitet, lässt sieh leicht überwinden.
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innerhalb welcher sich diese Gasmenge entwickelt. Es ergibt sieh dadurch ein Residuum, das in dem fugenlos geschlossenen Innenbehälter das Auftreten eines Überdrucks zur Folge hat. Das Entstehen eines übermässigen Drucks, dem die Widerstandsfähigkeit des Materials nicht gewachsen wäre, ist aber nicht zu befürchten, da dieser sich insofern selbst reguliert, als seine Einwirkung auf den Trockeneisblock eine Verzögerung der Gasentwicklung verursacht, was sieh wieder in einer Druckverminderung auswirkt.
Indem man die Grösse der durchlässigen Flächen in den Wänden der den Innenbehälter umgebenden Hohlräume f, f' entsprechend differenziert, erreicht man, dass auch in diesen ein nach aussenhin allmählich-abnehmender Überdruck auftritt. Dass die Wände des aus an sieh wenig widerstands- fähigem Material bestehenden Behälters einem verhältnismässig hohen Druck standhalten können, wird einerseits durch den Einbau der Faehwerkkonstruktion in die Hohlwände und anderseits durch die Mehrzahl der Hohlwände erreicht ; denn da auch in diesen ein Überdruck herrscht, beschränkt sich der Druck, den eine Wand jeweils auszuhalten hat, auf die Differenz der beiderseits derselben herrschenden Drucke.
Da der Druck nach aussen allmählich abnimmt, kann auch die äusserste Wand, die als Gegendruck nur die Atmosphäre hat. dem im letzten Hohlraum schon stark verminderten Innendruck standhalten, dies um so mehr, als auch sie noch durch eine (im Raume f2 befindliche) Fachwerkkonstruktion gestützt ist.
Die Regulierung der bei einer Temperatur von zirka minus 80 C vor sieh gehenden Entwicklung des CO2 hat zur Folge, dass eine bestimmte Zeit verstreicht, bis das reguläre Ausströmen des kalten Gases nach aussen beginnt. Dieser Zeitraum kann dazu benutzt werden, den Troekeneisbehälter nach Füllung an der Erzeugungsstätte des Trockeneises ohne Verlust zum Kühlschrank zu transportieren. wo der gefüllte und verschlossene - gegebenenfalls plombierte - Behälter gegen den leeren ausgewechselt wird und so dem Benutzer eine Manipulation mit dem Trockeneis erspart bleibt. Die praktische Erprobung
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frierraum ohne Öffnung des Trockeneisbehälters seine erfolgte Entleerung kontrolliert werden.
Durch die Regelbarkeit der CO2-Entwicklung wird auch erreicht, dass dieses in den Kühlraulll nur in jenen Mengen eintritt, die unbedingt erforderlich sind, um die zur Konservierung günstigste Temperatur (beiläufig plus 3Q C) aufrechtzuerhalten. Dadurch werden Frostschäden vermieden und der Trockeneisverbrauch auf das unumgängliche Minimum beschränkt. Zur erstmaligen Erreichung der vorgenannten Kühltemperatur bei Inbetriebsetzung des Kühlschranks wird der Trockeneisbehälter vorüber- gehend in den Kühlraum gestellt.
Die nach unten und den Seiten gasdichte Auskleidung des KüHsehrankinnern und ebenso der
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die Luft ist, erst den Gefrierraum bis zum Niveau des Fensters a ausfüllt, dann durch dieses in den Kühlraum eintritt, dort vorerst die Rinne b erfüllt und dann einerseits durch das Nachströmen weiteren Gases. anderseits durch die mit der Wärmeaufnahme aus den obersten Schichten des Kühlraumes verbundene
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reicht wird.
Der Deckel des Kühlschranks, der aus zwei mit Fachwerken ausgefüllten, mit Wachstuch od. dgl.
5 überzogenen flachen Hohlkästen D, E besteht - von denen der eine E den Kuhlraum, der andere D den Gefrierraum separat abschliesst -, wird nur durch sein eigenes Gewicht festgehalten, daher kann das den Kühlschrank mit der Zeit ganz ausfüllende CO2 kontinuierlich zuerst die Luft und dann das über- schüssige erwärmte CO2 nach oben durch die Deckelfugen hinausdrücken, dadurch auch das Einströmen
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entweichen kann, ferner wird dadurch und durch die Zweiteilung des Deckels auch erreicht, dass die Mani- pulation in jedem der beiden Räume ohne Öffnung des andern vor sich gehen kann. Beides dient sowohl der Sparsamkeit im Verbrauch des $Trockeneises als auch der bequemen Handhabung.
Anstatt mit Handgriffen versehen, sind sowohl der Deckel des Trockeneisbehälters, wie Fig. 8 und 9 zeigt, als auch die Verschlussdeckel des Kühlschranks (Fig. 4, E) seitlich vorspringend gebaut und
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Haushaltkühlschrank für Trockeneis, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Trockeneis in ) einem herausnehmbaren Wechselbehälter befindet, der fugenlos geschlossen. mehrwandig und druckfest ganz oder teilweise aus einem feinporigen und dementsprechend gasdurchlässigen Material, etwa Pappe, besteht, wodurch es möglich wird, das Trockeneis an seiner Erzeugungsstätte einzufüllen und verlustlos in den Kühlschrank zu bringen sowie den Verbrauch auf das Mindestmass zu beschränken.