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Vorrichtung zur Erzeugung von Dünger durch Fermentierung geeigneter Stoffe.
Die Fermentierung von zur Verwandlung in Diinger geeigneten organischen Stoffen erfolgt auf rationelle Weise in geschlossenen, gemauerten und geeignet ausgebildeten Räumen. Die Stoffe müssen hiebei mit einer genugenden, sich nach ihren Eigenschaften riehtenden Luftmenge in Berührung gebracht werden und es ist deshalb erforderlich, eine in ihrer Weite regelbare Eintrittsöffnung vorzusehen, durch die eine zur Fermenüerung geeignete Luftmenge eindringen kann.
Die Düngergrube nach der Erfindung erfüllt alle an derartige Anlagen zu stellenden Bedingungen und hat besonders den Vorzug, dass sie fast gänzlich den Ammoniakstickstoff unter Beibehaltung des organischen Stickstoffes wiederzugewinnen gestattet. Sie ist daher den bekannten Vorrichtungen wesent- lieh überlegen.
Sie besteht aus gemauerten Kammern, welche mit auf eisernen Führungen gleitenden Blechplatten geschlossen sind und aus Hohlziegeln zusammengesetzt sind, welche einen Luftdurchzug von aussen gestatten.
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die Düngergrube bildende Zellen ; Fig. 2 ist ein waagrechter Schnitt durch die beiden Zellen ; Fig. 3 ist ein Querschnitt einer Zelle ; Fig. 4 ist ein senkrechter Schnitt durch die beiden Zellen ; Fig. 5 zeigt eine der Falltüren ; Fig. 6 ist ein Grundriss des Lüftungsgitters ; Fig. 7 zeigt dasselbe in Querschnitt ; Fig. 8 zeigt die Ausbildung der Führung für die obere Schubdecke oder Falltür.
Die Düngergrubc besteht aus-in dem gezeichneten Beispiel zwei - Fermentierungszellen a.
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gegen die Vorderseite der Zellen zu geneigt ist. Die Hinterwand b besteht teilweise aus vollem Mauerwerk, aber ihr innerer Teil aus vorzugsweise waagrecht gemauerten Hohlziegeln c. Die Gesamthöhe dieser Hohlziegel eist ungefähr derjenigen der Vorderwand der Zellen gleich. Auch die Vorderwand besteht aus zwei Teilen, dem äusseren Teil d aus vollem Mauerwerk und dem inneren Teil e, der aus vorzugsweise waagrecht gemauerten Hohlziegeln zusammengesetzt ist. Die beiden Seitenwände f und g bestehen dagegen aus waagrecht gemauerten Hohlziegeln in ihrem der Höhe des Mauerwerks c der Hinterwand b entsprechenden Teil. Das darüber liegende kleine Dreieck h der Wand ist aus vollem Mauerwerk.
Die beiden Zellen sind durch eine volle Mauerwand i geschieden, an welcher beiderseits verschiedene Hohlziegel k aufgestellt sind. In allen Wänden befinden sich Öffnungen. 1 für den Dur (hzug der Luft, also zur Lüftung der zu fermentierenden Masse. An der Vorderwand d und der Scheidewand t benachbart, sind die Zellen mit einem Lufteinlass m versehen, der durch ein dichtes Drahtsieb geschützt ist.
Der Boden einer jeden Zelle besteht aus schiefen Ebenen, die gegen die Mitte, u. zw. ein je zu einer Rinne o führendes Gitter n zu konvergieren. Die Rinnen o münden in einen Schacht p zur Aufnahme der Flüssigkeit.
An der Vorderwand ist jede Zelle mit einer senkrechten eisernen Schiebetür q versehen, welche zweckmässig durch Eisentäfelchen verstärkt ist. Diese Schieber (Fig. 1) sind einer Falltür gleich nach oben verschiebbar und entsprechen zwei anderen Schubtüren r, welche das Gewölbe s oben abschliessen.
Diese Türen r gleiten innerhalb des Gewölbes zwischen den Rändern der Längsschienen u und einem Winkeleisen v, das an den Längsschienen angebracht ist (Fig. 8). Die Längssehienen u sind oberhalb des Mauerwerkes angebracht und tragen die Platten w, die die eigentliche Decke bilden. Auf diese Platten ist eine Schicht. vorzugsweise aus Beton, aufgebracht.
Die beiden einander entsprechenden Falltüren q und r dienen zum Einfüllen und Entnehmen des zu fermentierenden Stoffes. Selbstverständlich kann jede Falltür geöffnet werden.
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Auf dieseitlichen Wände f und g ist eine äussere Schicht von Mörtel zur Schliessung der Öffnungen - der Hohlziegel aufgebracht.
In die Zellen a werden die zur Fermentierung bestimmten Stoffe eingebracht. Innerhalb einiger
Tage entsteht in der Masse eine tätige und regelmässige Fermentierung bei hoher Temperatur, besonders wenn die Masse die richtige Menge an Feuchtigkeit aufweist, welche gegebenenfalls durch Wasser, Jauche, Blut oder andere Flüssigkeiten ergänzt werden kann. In kürzester Zeit sind alle diese Stoffe in vorzüglichen Dünger umgewandelt, welcher für die Landwirtschaft sehr nützlich ist und sehr hygienische und wirtschaftlich befriedigende Resultate ergibt.
Durch die Fermentierungin solchen Räumen werden alle die Mikroorganismen, die der allgemeinen
Gesundheit schädlich sind, und auch die Keime der sehmarotzerisehen Pflanzenkrankheiten getötet, welche sich millionenweise in jedem Gramm der zu fermentierenden Stoffe finden und Schaden aller Art hervorrufen könnten.
Die Bauweise ist billig, einfach und leicht verwendbar und äusserst geeignet, sowohl für Stadtkehrichte als auch für Stallmist und alle sonstigen fermentierbaren Stoffe.
Die bis jetzt üblichen Systeme für solche Fermentierung weisen grosse Nachteile auf, wie z. B. den Verlust von ammoniakhaltigem Stickstoff, die im Vergleich zu dem erhaltenen geringwertigen Dünger allzu hohen Baukosten, die wesentlichen Kosten für die Bedienung, die Ungleichmässigkeit der Fermentierung usw., so dass in manchen Fällen der Preis des Düngers erhöht werden musste, weil sieh sonst die
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Mit der Vorrichtung gemäss der Erfindung werden alle diese Nachteile beseitigt. Vor allem wird die Masse gut seitlich und in der Mitte gelüftet. Mit der beschriebenen Zelle kann man auch sehr gut an ansteckenden Krankheiten verendete Tiere verwerten, indem man sie in Stücken zu Schichten von je 30 cm auf den zu fermentierenden Stoffen lagert.
Die neue Düngergrube bringt also wesentliche Vorteile für den städtischen Haushaltsplan mit sich.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Erzeugung von Dünger durch Fermentierung geeigneter Stoffe, bestehend aus einem geschlossenen, gemauerten Fermentierungsbehälter, dadurch gekennzeichnet, dass die inneren Wände (e, f, g, e, k) des mehrzelligen Behälters aus Hohlziegeln derart zusammengesetzt sind, dass ringsum ein Kreislauf der durch eine zweckmässige mit einem Gitter versehenen Öffnung (rn) eintretenden Luft geschaffen ist.
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