AT117035B - Vorrichtung zur Erzeugung Dünger durch Fermentierung geeigneter Stoffe. - Google Patents

Vorrichtung zur Erzeugung Dünger durch Fermentierung geeigneter Stoffe.

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AT117035B
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  Vorrichtung zur Erzeugung von   Dünger durch Fermentierung   geeigneter Stoffe. 



   Die Fermentierung von zur Verwandlung in Diinger geeigneten organischen Stoffen erfolgt auf rationelle Weise in geschlossenen, gemauerten und geeignet ausgebildeten Räumen. Die Stoffe müssen hiebei mit einer   genugenden, sich nach   ihren Eigenschaften riehtenden Luftmenge in Berührung gebracht werden und es ist deshalb erforderlich, eine in ihrer Weite regelbare Eintrittsöffnung vorzusehen, durch die eine zur   Fermenüerung   geeignete Luftmenge eindringen kann. 



   Die Düngergrube nach der Erfindung erfüllt alle an derartige Anlagen zu stellenden Bedingungen und hat besonders den   Vorzug, dass   sie fast gänzlich den Ammoniakstickstoff unter Beibehaltung des organischen Stickstoffes wiederzugewinnen gestattet. Sie ist daher den bekannten Vorrichtungen   wesent-   lieh überlegen.

   Sie besteht aus gemauerten Kammern, welche mit auf eisernen Führungen gleitenden Blechplatten geschlossen sind und aus Hohlziegeln zusammengesetzt sind, welche einen Luftdurchzug von aussen gestatten. 
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 die Düngergrube bildende Zellen ; Fig. 2 ist ein waagrechter Schnitt durch die beiden Zellen ; Fig. 3 ist ein Querschnitt einer Zelle ; Fig. 4 ist ein senkrechter Schnitt durch die beiden Zellen ; Fig. 5 zeigt eine der Falltüren ; Fig. 6 ist ein Grundriss des Lüftungsgitters ; Fig. 7 zeigt dasselbe in Querschnitt ; Fig. 8 zeigt die Ausbildung der Führung für die obere Schubdecke oder Falltür. 



   Die   Düngergrubc   besteht aus-in dem gezeichneten Beispiel   zwei - Fermentierungszellen   a. 
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 gegen die Vorderseite der Zellen zu geneigt ist. Die Hinterwand b besteht teilweise aus vollem Mauerwerk, aber ihr innerer Teil aus vorzugsweise   waagrecht gemauerten Hohlziegeln c.   Die Gesamthöhe   dieser Hohlziegel eist ungefähr   derjenigen der Vorderwand der Zellen gleich. Auch die Vorderwand besteht aus zwei Teilen, dem äusseren Teil d aus vollem Mauerwerk und dem inneren Teil e, der aus vorzugsweise waagrecht gemauerten Hohlziegeln zusammengesetzt ist. Die beiden Seitenwände f und g bestehen dagegen aus waagrecht gemauerten Hohlziegeln in ihrem der Höhe des Mauerwerks c der Hinterwand b entsprechenden Teil. Das darüber liegende kleine Dreieck h der Wand ist aus vollem Mauerwerk. 



   Die beiden Zellen sind durch eine   volle Mauerwand i geschieden, an welcher   beiderseits verschiedene Hohlziegel k aufgestellt sind. In allen Wänden befinden sich   Öffnungen.   1 für den Dur (hzug der Luft, also zur Lüftung der zu fermentierenden Masse. An der Vorderwand d und der Scheidewand t benachbart, sind die Zellen mit einem Lufteinlass m versehen, der durch ein dichtes Drahtsieb   geschützt   ist. 



   Der Boden einer jeden Zelle besteht aus schiefen Ebenen, die gegen die Mitte, u. zw. ein je zu einer Rinne o führendes Gitter n zu konvergieren. Die Rinnen o münden in einen Schacht p zur Aufnahme der Flüssigkeit. 



   An der Vorderwand ist jede Zelle mit einer senkrechten eisernen   Schiebetür   q versehen, welche zweckmässig durch   Eisentäfelchen   verstärkt ist. Diese Schieber (Fig. 1) sind einer Falltür gleich nach oben verschiebbar und entsprechen zwei anderen   Schubtüren   r, welche das Gewölbe s oben abschliessen. 



  Diese Türen r gleiten innerhalb des Gewölbes zwischen den Rändern der   Längsschienen     u   und einem Winkeleisen v, das an den   Längsschienen   angebracht ist (Fig. 8). Die Längssehienen   u   sind oberhalb des Mauerwerkes angebracht und tragen die Platten w, die die eigentliche Decke bilden. Auf diese Platten ist eine Schicht. vorzugsweise aus Beton, aufgebracht. 



   Die beiden   einander entsprechenden Falltüren q und r dienen zum   Einfüllen und Entnehmen des zu fermentierenden Stoffes. Selbstverständlich kann jede Falltür geöffnet werden. 

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   Auf   dieseitlichen Wände f und g ist   eine äussere Schicht von   Mörtel zur Schliessung   der Öffnungen   - der Hohlziegel aufgebracht.   



   In die Zellen a werden die zur Fermentierung bestimmten Stoffe eingebracht. Innerhalb einiger
Tage entsteht in der Masse eine tätige und   regelmässige Fermentierung   bei hoher Temperatur, besonders wenn die Masse die richtige Menge an Feuchtigkeit aufweist, welche gegebenenfalls durch Wasser, Jauche, Blut oder andere Flüssigkeiten   ergänzt werden kann. In kürzester Zeit   sind alle diese Stoffe in vorzüglichen Dünger umgewandelt, welcher für die Landwirtschaft sehr   nützlich   ist und sehr hygienische und wirtschaftlich befriedigende Resultate ergibt. 



   Durch die Fermentierungin solchen Räumen werden alle die Mikroorganismen, die der allgemeinen
Gesundheit   schädlich   sind, und auch die Keime der   sehmarotzerisehen   Pflanzenkrankheiten getötet, welche sich millionenweise in jedem Gramm der zu fermentierenden Stoffe finden und Schaden aller Art hervorrufen könnten. 



   Die Bauweise ist billig, einfach und leicht verwendbar und äusserst geeignet, sowohl für Stadtkehrichte als auch für Stallmist und alle sonstigen fermentierbaren Stoffe. 



   Die bis jetzt üblichen Systeme für solche Fermentierung weisen grosse Nachteile auf, wie z. B. den Verlust von   ammoniakhaltigem Stickstoff,   die im Vergleich zu dem erhaltenen geringwertigen Dünger allzu hohen Baukosten, die wesentlichen Kosten für die Bedienung, die   Ungleichmässigkeit   der Fermentierung usw., so dass in manchen Fällen der Preis des Düngers erhöht werden musste, weil sieh sonst die 
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Mit der Vorrichtung gemäss der Erfindung werden alle diese Nachteile beseitigt. Vor allem wird die Masse gut seitlich und in der Mitte gelüftet. Mit der beschriebenen Zelle kann man auch sehr gut an ansteckenden Krankheiten verendete Tiere verwerten, indem man sie in   Stücken   zu Schichten von je 30 cm auf den zu fermentierenden Stoffen lagert. 



   Die neue Düngergrube bringt also wesentliche Vorteile für den städtischen Haushaltsplan mit sich. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Erzeugung von Dünger durch Fermentierung geeigneter Stoffe, bestehend aus einem geschlossenen, gemauerten   Fermentierungsbehälter, dadurch gekennzeichnet,   dass die inneren Wände (e,   f, g, e, k)   des mehrzelligen Behälters aus Hohlziegeln derart zusammengesetzt sind, dass ringsum ein Kreislauf der durch eine zweckmässige mit einem Gitter versehenen Öffnung (rn) eintretenden Luft geschaffen ist. 
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Claims (1)

  1. die Zellenvorderwand zu senkt und aus Längsschienen (u) besteht, zwischen welche eine Betonschicht tragende Platten (w) eingelegt sind.
    3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass jede Zelle an ihrer Vorderseite eine Öffnung aufweist, welche mit U-förmigen Führungen zur Aufnahme einer aus Metallplatten bestehenden Falltür (q) versehen ist.
    4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass im Deckgewölbe in Übereinstimmung mit den Falltüren (q) Öffnungen angebracht sind, die durch je einen zwischen U-Eisen und einem an den Längsschienen befestigten Winkeleisen (v) gleitenden Schieber abgeschlossen werden können.
AT117035D 1928-07-05 1928-07-05 Vorrichtung zur Erzeugung Dünger durch Fermentierung geeigneter Stoffe. AT117035B (de)

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