AT141362B - Verfahren zur Verbesserung und Veredelung von fettarmen bzw. fettfreien cellulosehaltigen Lebensmitteln. - Google Patents

Verfahren zur Verbesserung und Veredelung von fettarmen bzw. fettfreien cellulosehaltigen Lebensmitteln.

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AT141362B
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Viktor Dr Grafe
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Viktor Dr Grafe
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  Verfahren zur Verbesserung und Veredelung von fettarmen bzw. fettfreien cellulosehaltigen Lebens- mitteln. 
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 ist, wodurch derselbe sich in   gemahlenem   Zustande in einer heissen Flüssigkeit fein verteilt, einige Zeit schwebend erhält und dadurch der Verarbeitung durch die Verdauungssäfte des Körpers zugänglicher gemacht wird. Durch dieses in der   Kakaofabrikation geubte #Aufschliessen" wird   die Cellulose der 
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 Gehalt des"entfetteten"Kakaos an Kakaobutter aus den Zellhüllen in Freiheit gesetzt und die bis   14%   betragende Stärke zum Quellen gebracht und dextriniert.

   Durch die Besonderheit der Zellwandeellulose bei Kakao und durch die Gegenwart solcher Zellinhaltstoffe, welche das Schweben der Cellulose in heissem 
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 dass eine besondere Behandlung zur Abstumpfung bzw. Bindung der beim Rösten entstehenden sauren Produkte unterbleiben kann. 



   Durch das Verfahren gemäss der Erfindung kann auch eine Extraktion der Lebensmittel ver- 
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 Extrakte erreichten Effekte zumeist sogar übertreffen. 



   Das Verfahren gemäss der Erfindung bietet auch ein Mittel um Produkte als wertvolle Lebensmittel nutzbar zu machen, die bisher nur von geringem Wert waren. 



   Beispiele : 
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 Kieselsäure kurze Zeit einer   Erwärmung   auf etwa 30  C unterzogen. Nach Abdampfen des Wassers im Vakuum wird das Material entweder auf einer   hochtourigen Schlagkreuzmühle   oder   Eolloplexmühle   oder ohne Abdampfen des Wassers nass in einer Kolloidmühle fein gemahlen. Die Diastasewirkung ist dadurch, wie die bezüglichen Versuche ergeben haben. auf das drei-bis fünffache erhöht. 



   2. 100 kg vorgedorrte Zichorie, Feige oder Malz werden zur Aufschliessung mit zirka   40 1 einer   10%-Alkalicarbonatlösung eingeweicht und bei gewöhnlicher Temperatur stehengelassen. bis der grösste Teil der Flüssigkeit aufgenommen worden ist, worauf die verbleibende Flüssigkeitsmenge abgegossen wird. Je stärker die verwendete Lösung war. desto weniger wurde davon aufgenommen, so dass die ver- 
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   Das wichtigste Moment besteht in der Zufiigung eines Dispergators. welcher nicht nur den Abbau nach chemischer Richtung mildert. sondern namentlich die   spätere Vermahlung   des Produktes bis zur gewünschten Feinheit ermöglicht. Als solcher hat sich sekundäres Natriumphosphat am besten bewährt. Zu der beim Aufschluss verwendeten   Alkalisalzlösung   wird eine 10%ige Natriumphosphatlösung oder auch kolloide Kieselsäure im Ausmasse von 2% von der Trockensubstanz des verwendeten Rohproduktes beigesetzt. Nach dem Rösten unter   gewöhnlichem   Druck wird das Röstprodukt mit Schlagkreuzmühlen oder Kolloplexmühlen. welche   mit Rüttelsieben   oder   Windsichtern   in   Verbindung stehen, gemahlen.   



  Bei der mikroskopischen Beobachtung sieht man keine unversehrt gebliebenen Zellen, die Zellinhaltstoffe werden blossgelegt und durch   das Rösten in einer Weise   verändert, dass neue Geschmacksqualitäten hervortreten, die früher, da die   Gesehmaekspapillen   mit den Zellinhaltstoffen nicht in Beziehung treten konnten, nicht zur Wahrnehmung gelangten. 



   Durch die Behandlung mit Alkalien bzw. alkalisch wirkenden Salzen wird auch der Vorteil erzielt. dass   lösliche     Alkalialbuminate sowie lösliche Phosphatide   gebildet werden. Überdies wird durch die Alkalien bzw. alkalisch wirkenden Salze das z. B. in Hülsenfrüehten in grossen Mengen   enthaltene Cystin   ausgeschieden bzw. eliminiert, wodurch der Prozentgehalt an andern Aminosäuren und dadurch auch der Nährwert beträchtlich gesteigert wird. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Verbesserung und Veredelung von fettarmen bzw. fettfreien   cellulosehalti/1 ; en   Lebensmitteln, wie   Hülsenfrüchte,   Kaffee und dessen Ersatz-und Zusatzstoffe, z.   B.   Feigen, Getreidekörner, Zichorie, Malz,   Traubenkerne.   Zuckerrüben, Eicheln. Lupinen. Dattelkerne, Spargelsamen. Bohnen usf., dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgangsstoffe durch Behandlung einerseits mit aufschliessend wirkenden Stoffen, anderseits mit peptisierenden Stoffen   (Dispergatoren) *   mit nachfolgender 
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 werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die in einen kolloidalen bzw. diesem zumindest nahekommenden dispersen Zustand gebrachten Lebensmittel gegebenenfalls unter Zusatz von Bindemitteln, Zucker, Kondens-oder Trockenmilch u. dgl. Zusätzen in Tabletten-. Pillen-. Kugel-, Würfel-. Stangen-, Blättchen- u. dgl. Form gebracht werden.
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