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Verfahren und Vorrichtung zum Spulenwickeln innerhalb eines im wesentlichen ringförmigen Hohlkörpers.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine mechanische Vorrichtung zum gleichmässigen Wickeln einer Spule innerhalb eines im wesentlichen ringförmigen Hohlkörpers, wie er beispielsweise in der französischen Patentschrift 708437 der Anmelderin beschrieben ist. Die mit Hilfe des Verfahrens hergestellte Anordnung, bei der im Innern des Hohlkörpers eine Wicklung vorgesehen ist, wird beim Aufbau von Wandlern verwendet, besonders beim Aufbau von Stromwandlern, die im Falle eines
Kurzschlusses nicht deformiert werden können. Derartige Vorrichtungen können mit einer oder mehreren inneren Wicklungen auch für beliebige andere Apparate verwendet werden.
Das Verfahren nach der Erfindung besteht im wesentlichen darin, den im Innern des ringförmigen Körpers aufzuwickelnden Draht mittels eines biegsamen Hilfsorganes einzuziehen, das vorübergehend in den Hohlkörper eingeführt wird und einen ununterbrochenen Ring bildet, der sich frei innerhalb des Körpers drehen kann. Der Ring wird mechanisch angetrieben und kann nach Beendigung des Wickelns nach Belieben entweder an seinem Platz verbleiben oder aus dem Hohlkörper wieder herausgezogen werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird an Hand der Zeichnungen erläutert, jedoch können die dort gezeigten Vorrichtungen in bezug auf Gestalt, Abmessungen und mechanische Einrichtungen zahlreichen Veränderungen unterworfen werden, ohne dass dadurch der Bereich der Erfindung verlassen wird. Es stellen dar :
Fig. 1 das biegsame Organ zum Einziehen des aufzuzwickenden Drahtes und die Fig. 2-5 eine Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens in verschiedenen Arbeitsstadien, u. zw. geben die Fig. 2,3 und 5 einen Längschnitt und die Fig. 4 einen Querschnitt durch die Wickelvorrichtung nach der Erfindung.
Bei dem zur Erläuterung der Erfindung gewählten Ausführungsbeispiel wird ein aufzuwickelnder Draht von einem Antriebsorgan eingezogen, das aus einem perforierten Band besteht. Dieses beispielsweise nach Art eines kinematographischen Filmes ausgebildete Band wird mit Hilfe von Zahnrädern während des Wickelvorganges angetrieben. Das Band C ist in Fig. 1 in aufgewickeltem Zustand dargestellt. Seine Länge L ist wenigstens so gross wie der innere kleine Umfang des ringförmigen Hohlkörpers. Ausser den längs der beiden Ränder verlaufenden Perforationen P besitzt das Band eine oder mehrere Vorrichtungen t (Haken, Löcher od. dgl. ), die an irgendwelchen geeigneten Punkten angebracht sind, beispielsweise an einem der Enden, und dazu dienen, den oder die aufzuwickelnden Drähte zu befestigen.
Zur Anbringung der Wicklung wird der Hohlkörper A, in dessen Innern die Wicklung eingebracht werden soll, auf ein Gestell B gesetzt, auf dem es zwischen Klemmstücken b, b'aus geeignetem Material (Metall, Holz, Gummi usw.) festgehalten wird. Das Antriebsband 0 wird zunächst in den Körper A eingeführt, wie es in Fig. 2 dargestellt ist, und das Ende des aufzuwickelnden Drahtes F wird bei t an dem Band befestigt. Wenn das Band C im Innern des Hohlkörpers A einmal herumgegangen ist, so werden seine Enden c, c'miteinander verbunden oder so übereinander gelegt, dass das Band einen ununterbrochenen Ring bildet, der sich frei im Innern des Körpers A drehen kann.
Dabei wird der Körper A zwischen den Haltestücken b und b'festgehalten. Die Zähne d von Zahnrädern D (Fig. 2-4) greifen in die Perforationslöcher des Bandes C und gestatten, das Band beispielsweise mit Hilfe einer Kurbel H leicht herumzu-
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drehen.-Auf diese Weise-wird mit der wünschenswerten Schnelligkeit und Gleichmässigkeit der Draht F im Innern des Körpers aufgewickelt. Während dieser Tätigkeit wird das Band C mit Hilfe einer oder mehrerer Halterollen E festgehalten, die unter der Wirkung von Federn G das Band nach dem Innern zu gegen die Zahnräder D drücken.
Die Kurbel H kann selbstverständlich durch ein Ritzel oder eine ähnliche
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getriebes, eines Riemens, einer Kette od. dgl. das Antriebszahnrad dreht. Ebenso können Rollen, wie die dargestellte Rolle BiS, vorgesehen sein, um entweder gegen das Band C allein oder gegen die auf dem Band gebildete Wicklung, zu drücken.
Wenn der Wickelvorgang beendet ist, kann das Antriebsband C in eine solche Stellung geführt werden, dass wenigstens das eine seiner Enden c oder c'zugänglich ist. Es wird nunmehr möglich, das Band, wie es in Fig. 5 dargestellt ist, herauszuziehen. Dieses Herausziehen des Bandes G kann dadurch noch etwas erleichtert werden, dass man bereits zu Beginn des Wickelvorganges ein zweites Band 1 einführt, das zwischen das Band C und die erste Lage des gewickelten Drahtes F zu liegen kommt.
Es ist übrigens nicht notwendig, dass das Band 1 eine grössere Breite besitzt, als der aufgewickelten Draht-
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und 1 können in gleicher Weise aus Metall oder aus einem Isolierstoff bestehen, jedoch scheint es zweckmässig, das erste aus Metall und das zweite ans einem Isolierstoff herzustellen.
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wurde, kann durch jede andere Antriebsvorrichtung ersetzt werden, ohne dass dadurch der Rahmen der Erfindung verlassen wird. So konnte man beispielsweise das Band C durch eine Gelenkkette (Galische Kette) von entsprechender Lange ersetzen, die angetrieben wird mit Hilfe eines einzigen'Zahnrades D und auf die nur ein Band, wie I, gelegt zu werden braucht, bevor mit dem Wickeln begonnen wird.
Der Antrieb des Bandes C könnte auch derart durchgeführt werden, dass dieses Band an Stelle einer'Randperforation eine Verzahnung trägt, die mit einem oder mehreren Zahnrädern in Eingriff tritt, deren parallele Achsen senkrecht zur Achse-des-Bandes angeordnet sind. Man könnte ebenfalls das Band C als ein Stück Blech, Pappe oder dgl. von geeigneter Länge ausbilden, das senkrecht oder schräg zu dem Umdrehungssinn gewellt ist und mit Hilfe gewellter Walzen angetrieben wird.
Ohne den Bereich der Erfindung zu verlassen, kann man auch, anstelle einen einzigen Draht F mit Hilfe des Bandes 0 einzuziehen, deren mehrere, in verschiedener Weise angeordnet, einziehen, um mehrere Wicklungen zu bilden, sei es in einem einzigen Arbeitsgang oder in mehreren aufeinanderfolgenden Arbeitsgängen.-'--
Wenn die Aufwicklung im Innern des : Hohlkörpers A beendet ist und das Antriebsorgan entweder
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die Wicklung fest in ihrer Lage hält.-Im-Bedarfsfalle können dieser Gussmasse auch noch Körner, bei- spielsweise Sand, beigemischt werden.
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der Natur dieses Körpers unabhängig.
Insbesondere kann dieser entweder gänzlich isolierend sein, oder er kann zwar im wesentlichen Teil seines Querschnitts aus Isolierstoff, auf der ganzen oder einen Teil seiner inneren oder äusseren Oberfläche aber aus einem Leiter bestehen, oder er kann schliesslich ganz und gar aus leitendem Material sein.
Das beschriebene Verfahren ist ganz allgemein auf Hohlkörper von etwa ringförmiger Gestalt anwendbar. In einzelnen können diese Körper kreisförmig, oval" länglich usw. sein. Sie. können sogar
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verbunden sind, um die Verschiebung des Antriebsorgans zu gestatten.
..'. PATENT-ANSPRUCHE :'.. l. Verfahren zum Einbringen einer Wicklung in das Innere eines im wesentlichen ringförmigen Hohlkörpers von kreisringförmiger, ovaler oder ähnlicher Gestalt, dadurch gekennzeichnet, dass der zu wickelnde Draht von einem Antriebsorgan eingezogen wird, das sich wie ein ununterbrochener Ring im Innern des Hohlkörpers frei drehen kann.