AT137965B - Fahrzeug mit dieselelektrischer Kraftübertragung. - Google Patents

Fahrzeug mit dieselelektrischer Kraftübertragung.

Info

Publication number
AT137965B
AT137965B AT137965DA AT137965B AT 137965 B AT137965 B AT 137965B AT 137965D A AT137965D A AT 137965DA AT 137965 B AT137965 B AT 137965B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
generator
diesel
switchover
motors
vehicle
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Groeger
Original Assignee
Siemens Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Ag filed Critical Siemens Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT137965B publication Critical patent/AT137965B/de

Links

Landscapes

  • Control Of Vehicle Engines Or Engines For Specific Uses (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Fahrzeug mit dieselelektrischer   Kraftübertragung.   



   Bei dieselelektrischen Fahrzeugen hat man eine Anpassung der Leistung der elektrischen Kraft- übertragung an die vom Dieselmotor aus zur Verfügung stehende konstante Leistung dadurch versucht, dass man dem Generator eine bestimmte Eigencharakteristik gab oder seine Erregung abhängig von bestimmten Betriebsbedingungen änderte. Eine Anpassung der elektrischen Leistung an die zur Verfügung stehende Dieselmotorleistung durch   Schaltvorgänge   bei den Motoren führte in der Regel zu keinem vollen Erfolg. 



   Man hat sich daher darauf beschränkt, einen Umschalter im Motorenstromkreis vorzusehen, durch den beim Anfahren die Motoren zunächst in Reihe miteinander, bei steigender Geschwindigkeit parallel zueinander an die Klemmen des Generators gelegt werden. 



   In der Fig. 1 ist die Charakteristik einer dieselelektrischen Kraftübertragung dargestellt, wie sie sich zunächst bei dem bekannten Regelverfahren ergibt. Als Abszisse ist in dem Diagramm die Zugkraft Z aufgetragen. Als Ordinaten sind der Generatorstrom   Je, dite   Leistung des Dieselmotors LD und die Fahrgeschwindigkeit V benutzt. Das Diagramm gilt für einen gegenkompoundierten Generator. Die Höchstleistung des Dieselmotors wird nur bei der Zugkraft von   1000 leg eneicht   ; oberhalb und unterhalb dieser Zugkraft ist der Dieselmotor nicht voll ausgenutzt. Das gleiche gilt für den Generator, der bei hoher Zugkraft durch den grossen Generatorstrom stark belastet wird. Der Generator muss für diesen hohen Strom bemessen sein. 



   Erfindungsgemäss wird eine wesentlich bessere Ausnutzung der Generatorabmessungen dadurch ermöglicht, dass bei einem   dieselelektrischen   Fahrzeug mit zwei oder mehr Motoren selbsttätig die vorher parallel liegenden Motoren auf Reihenschaltung bei einer Zugkraft umgeschaltet werden, die entsprechend der Generatorcharakteristik für Parallelschaltung und Reihenschaltung der Motoren gleiche Leistungen ergibt. 



   Fig. 2 zeigt die neue Charakteristik. die sich bei einem Fahrzeug mit zwei Motoren ergibt. Bei der Zugkraft 1300 erfolgt eine selbsttätige Umschaltung der vorher parallel liegenden Motoren auf Reihenschaltung. Es muss zunächst abwegig erscheinen, eine derartige Umschaltung dann vorzunehmen, wenn man die Fahrgeschwindigkeit erhöhen will. Das Diagramm zeigt, dass dieser   Erfolg tatsächlich   eintritt. 



   Bei der Umschaltung sinkt der Generatorstrom auf den Strom eines Motors. Fig. 3 zeigt die zugehörige Generatoreharakteristik. Aus dieser Charakteristik ergibt sich, dass bei dem Sinken des Generatorstromes nach der Umschaltung die Generatorspannung sofort stark ansteigt, u. zw. so stark, dass der Generator wieder unterhalb des Punktes höchster Leistung arbeitet. Bei Steigerung der Zugkraft steigt also auch die Leistung des Generators bzw. des Dieselmotors wieder an. Es ergibt sich vom Umschaltpunkt aus die Kurve LDR als Leistung des Dieselmotors für Reihenschaltung der Motoren. Die erhöhte Leistung bedingt auch, dass die Motorgeschwindigkeit weniger stark absinkt als bei parallel geschalteten Motoren. Die Motorgeschwindigkeit folgt dem Verlauf der Kurve VR (vgl. Fig. 2). 



   Den Zeitpunkt für die Umschaltung wählt man nun erfindungsgemäss derart, dass er nahe dem Schnittpunkt der Kurven V und VR liegt, ein erheblicher Geschwindigkeitssprung also nicht auftreten kann. Die richtige Wahl des Umschaltmomentes ist insbesondere von Bedeutung bei nicht sehr flacher Generatorcharakteristik. Die etwas gekrümmte Generatorcharakteristik wird man beim Entwurf häufig 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 
Statt im Schnittpunkt der Kurven V und VR kann man den   Umschaltpunkt   auch nahe dem Schnittpunkt der Kurven LD und   LDR   wählen. Da beide Schnittpunkt sehr nahe aneinander liegen, ist es für die Steuerung praktisch ohne   Einfluss,   an welchem Schnittpunkt die Umschaltung vor sich geht. 



   Bei dem Entwurf wird man zweckmässig von der Fig. 3 ausgehen, man entnimmt dann der Kurve LD zwei Werte gleicher Leistung, also gleicher Ordinate, jedoch mit doppelt so grossem Strom (Verhältnis der Ordinaten 1 : 2). 



   Fig. 4 zeigt eine schematische Darstellung der Schaltung. Der Generator 1 wird von dem Dieselmotor 2 angetrieben. Der Generator ist mit einer   Fremderregerwicklung. : 5,   einer Eigenerregung 4 und einer Kompounderregung 5 versehen. Der Generator 1 speist über den Umschalter 9 die beiden Motoren 6 und 7. Der Umschalter 9 wird mit Hilfe des   Schaltmagneten J. ? durch das   Stromrelais 8, dessen Wicklung im Stromkreis der Motoren 6 oder 7 oder eines der Motoren liegt, gesteuert. 



   Als Umschaltkriterium kann man statt des   Motorenstromes auch   die Generatorspannung verwenden. In diesem Falle muss man jedoch den Ansprechwert der Umschalteinrichtungen nach ihrem Ansprechen verändern, da die Rückschaltung bei einem andern Spannungswert vor sich gehen muss. Die hiefür in Frage kommenden Spannungswerte kann man, wie Fig. 3 zeigt, der Generatorcharakteristik entnehmen. 



   Es ist bereits bekannt, dieselelektrisehe Fahrzeuge mit selbsttätigen Sehalteinrichtungen zu versehen, die die Motoren von Reihenschaltung auf Parallelschaltung umschalten. Man hat den Umschaltzeitpunkt bisher jedoch nie so gewählt, dass sich stossfreie Umschaltung ergab, und benötigte daher 
 EMI2.2 
 vor, die während der Umschaltung die Generatorerregung schwächen. Diese bekannten Einrichtungen mildern zwar die im elektrischen Kreis auftretenden   Stösse,   vorausgesetzt, dass die Umschaltung vom Führer im günstigsten Moment vorgenommen wird. Beobachtet der Führer jedoch nicht fortlaufend die Messinstrumente, so ist eine stosslose Umschaltung auch bei Schwächung der Generatorerregung nicht zu erwarten.

   Neben den bei der Umschaltung dann auftretenden Leistungsstössen wird das Fahrzeug nicht entsprechend der vor der Umschaltung zulässigen   Höchststromstärke   des Generators voll ausgenutzt. Als wesentlicher Vorteil der gemäss der Erfindung vorgenommenen selbsttätigen   Umschaltung   
 EMI2.3 
 Leistung festzustellen. 



   Die Schalteinrichtungen nach der Erfindung sind insbesondere für Fahrzeuge von Vorteil, die mit nicht allzu hohen Geschwindigkeiten arbeiten, also z. B. Kleinbahnfalirzeugen mit Fahrgeschwindigkeiten bis zu etwa   50 km   pro Stunde. Bei derartigen Fahrzeugen ist die Leistungscharakteristik der Fig. 1 mit niedriger Leistung bei kleiner Zugkraft an sich von Vorteil, da sie ein zu starkes Ansteigen der Wagengesehwindigkeit verhindert. Durch die Erfindung werden die Anwendungsmögliehkeiten der die Charakteristik nach Fig. 1 ergebenden an sich einfachen Schaltungen gerade bei solchen   Fahrzeugen   wesentlich erweitert. 



   Wie die Fig. 1-3 zeigen, wird die Reihenschaltung der Fahrmotoren nur bei grosser Zugkraft verwendet, z. B. also in Steigungen. Während des grösseren Teils der Betriebszeit befinden sieh die Motoren in der Parallelschaltung. Diese Tatsache kann man dadurch ausnutzen, dass man während der Reihenschaltung der Motoren die Leistung des Dieselmotors erhöht. Es ist fast stets zulässig, die Leistung eines Verbrennungsmotors einige Zeit ohne Schaden über den Dauerwert hinaus zu steigern.

   Man wird dann gleichzeitig mit der Umschaltung der Motoren von Parallel-auf Reihenschaltung etwa durch ein zusätzliches Solenoid den Zentrifugalregler für die Steuerung der Brennstoffzufuhr des Dieselmotors im Sinne erhöhter   Kraftmittelzufuhr selbsttätig verstellen.   Den Umschaltpunkt muss man dann wieder im Sinne der Erfindung so wählen, dass die Leistung bzw. die Fahrgeschwindigkeit im Augenblick vor und nach der Umschaltung gleich ist. 



   Die Änderung der Dieselleistung wird bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 4 dadurch erreicht, dass der   Brennstoffregler 10 durch ein Solenoid 12,   dessen Stromkreis über die Schaltwalze 8 geführt ist, zusätzlich beeinflusst wird. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :   1..   Fahrzeug mit dieselelektrischer   Kraftübertragung   und einem zwei oder mehrere Motoren speisenden Generator sowie selbsttätigen Schalteinrichtungen, die die Motoren selbsttätig von Reihenauf Parallelschaltung und auch umgekehrt umschalten, dadurch gekennzeichnet, dass die   Umschaltung   bei einer Zugkraft erfolgt, die entsprechend der   Generatorcharakteristik für Parallelschaltung und Reihen-   schaltung der Motoren gleiche Fahrgeschwindigkeiten bzw. gleiche Leistungen ergibt.

Claims (1)

  1. 2. Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dieselleistung während der EMI2.4
AT137965D 1932-05-13 1933-05-12 Fahrzeug mit dieselelektrischer Kraftübertragung. AT137965B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE137965X 1932-05-13

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT137965B true AT137965B (de) 1934-06-11

Family

ID=5667083

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT137965D AT137965B (de) 1932-05-13 1933-05-12 Fahrzeug mit dieselelektrischer Kraftübertragung.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT137965B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT137965B (de) Fahrzeug mit dieselelektrischer Kraftübertragung.
DE610522C (de) Fahrzeug mit dieselelektrischer Kraftuebertragung
DE1935513A1 (de) Anlassvorrichtung fuer Brennkraftmaschinen
DE632584C (de) Elektrische Anlassvorrichtung fuer Brennkraftmaschinen
DE580863C (de) Verfahren zur Kurzschlussbremsung von Gleichstromreihenschlussmotoren, insbesondere fuer Fahrzeuge
DE611543C (de) Fahr- und Kurzschlussbremsschaltung fuer Gleichstromfahrzeuge
DE498213C (de) Fuer verschiedene Stromgrenzen einstellbarer Stromwaechter, insbesondere fuer die Regelung elektrischer Bahnmotoren
DE893962C (de) Verfahren fuer den UEbergang von einer Schaltart zu einer anderen bei Gruppierungen von Gleichstrommotoren
DE670425C (de) Anordnung zur Steuerung von Hauptstrom- oder Verbundmaschinen, insbesondere fuer elektrisch betriebene Gleisfahrzeuge
DE606667C (de) Waermekraftfahrzeug mit elektrischer Kraftuebertragung
DE913797C (de) Regel- und Schalteinrichtung fuer Stromerzeuger auf Fahrzeugen, insbesondere Kraftfahrzeugen
DE665185C (de) Verfahren zur Schnellregelung der Spannung von gleichstromerregten Wechselstrommaschinen bei ploetzlichen Belastungsaenderungen
AT117366B (de) Verfahren und Einrichtung zur schnellen Drehzahlsteigerung eines Motors, dessen Feldwicklung ein regelbarer Feldschwächungswiderstand vorgeschaltet ist.
DE601433C (de) Verfahren zur Regelung von Elektromotoren mit Verbunderregung
DE1455801C (de) Vorrichtung zur Steuerung des Speisestromes einer elektromagnetischen Hauptkupplung eines Wechselgetriebes mit selbsttätiger Getriebeschaltung fur Motorfahrzeuge
DE915601C (de) Verfahren zum Anlassen von Schweissaggregaten mit Verbrennungskraftmaschinenantrieb
AT147079B (de) Nutzbremseinrichtung für elektrische Triebfahrzeuge.
DE634909C (de) Dieselelektrisches Fahrzeug
DE712808C (de) Verfahren zur Drehzahlregelung von mindestens zwei Elektromotoren zum Antrieb von Ventilatoren
DE618321C (de) Selbsttaetige Ladevorrichtung fuer Stromsammler, die durch einen Teilstrom von Motoren aufgeladen werden
DE742305C (de) Bremsanordnung fuer Reihenschlussmotoren, insbesondere Bahnmotoren
DE467277C (de) Elektrische Kraftuebertragung fuer Fahrzeuge mit einem von einer Verbrennungskraftmaschine angetriebenen Nebenschluss- oder fremderregten Generator
AT133817B (de) Motorelektrischer Antrieb.
DE659486C (de) Schalteinrichtung fuer elektrische Antriebe, bei der einzelne Anfahrstufen ohne Schaltungsaenderung auch als Nutzbremsstufen verwendet sind
DE956148C (de) Schaltung zur Herbeifuehrung eines ploetzlichen Stromanstieges oder Stromabfalls inwahlweiser Abhaengigkeit von zwei oder mehreren elektrischen Stroemen