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Verfahren und Einrichtung zur schnellen Drehzahlsteigerung eines Motors, dessen
Feldwicklung ein regelbarer Feldschwächungswiderstand vorgeschaltet. ist.
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dadurch, dass man den mit Rueksieht auf die Höchstdrehzahl bemessenen Feldschwächungswide stand zunächst voll einschaltet und danach zum Teil-gegebenenfalls stufenweise-wieder ausschaltet, wobei das Ein-bzw. Ausschalten des Feldschwäehungswiderstandes'zweckmässig durch Schaltschütze erfolgt.
In der Zeichnung ist ein zur Erläuterung des Verfahrens gemäss der Erfindung bestimmtes Ausführungsbeispiel schematisch veranschaulicht. Mit dem Anker 1 der Steuerdynamo ist der Anker 2 des zu regelnden Motors in Leonardschaltung verbunden. Die Feldwicklung 3 der Steuerdynamo ist über einen Schnellerregungswiderstand 4 und einen stufenweise abschaltbaren Regelwiderstand 5 mit dem Netz 6 verbunden. Zum Regeln des Widerstandes -5 dient eine Schaltwalze 7, welche in der Abwicklung dargestellt ist. Ein Schaltschutz 8 bewirkt die Kurzsehliessung der letzten Stufe des Regelwiderstandes J.
Im Stromkreise der Feldwicklung 9 des zu regelnden Motors liegt einerseits ein Schnell-
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mittlung der Schaltwalze 7 nach dem Kurzschliessen des Regelwiderstandes 5 der Steuerdynamo zunächst durch das Schaltschütz 12 der ganze vorher kurzgeschlossene Feldschwächungswiderstand eingeschaltet und darauf ein Teil desselben mittels der Sehaltschütze 13 und 14 stufenweise wieder ausgeschaltet wird. Der Zeitpunkt für die Wiederausschaltung dieser Widerstandsstufen ist abhängig von der Spannung einer von dem Motoranker 2 angetriebenen kleinen Dynamomaschine 15, einer sogenannten Tourendynamo.
Die beschriebene Einrichtung wirkt wie folgt : Nachdem im Erregerstromkreise der Steuer-
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höchstmögliche Drehzahl gelangen würde. Soll jedoch die Drehzahlsteigerung nicht bis zu dieser höchstmöglichen, sondern nur bis zu einer darunter liegenden Drehzahl getrieben werden, so wird mittels der einerseits durch die Schaltwalze 7 und anderseits durch die Tourendynamo 15 gesteuerten Schaltschütze 13 oder 14 oder mittels eines derselben, sobald der Motoranker 2 eine vorausbestimmte Drehzahl erreicht hat, sowiel Feldschwäehungswiderstand wieder ausgeschaltet, dass die vorausbestimmte, unterhalb der Höchstdrehzahl liegende Motordrehzahl erreicht wird.
Der Grund, weshalb es mit der beschriebenen Einrichtung möglich ist, in ganz besonders kurzen Zeiten die für den Motoranker vorgeschriebenen Drehzahlen zu erreichen, liegt darin, dass durch Ein-
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schaltung des vollen Feldschwächungswiderstandes 11 zunächst immer die höchste für den Motor überhaupt zulässige Drehzahl angesteuert wird. Soll nun der Motor nicht diese höchstmögliche, sondern eine darunter liegende Drehzahl erreichen, so wird er durch teilweises Kurzschliessen des Feldschwächungs- widerstandes abgefangen und gelangt nun auf kürzestem Wege auf diejenige Drehzahl, die dem noch eingeschalteten Teile des Feldschwächungswiderstandes entspricht.
Durch Anwendung der Schaltschütze 12, 13 und 14 wird erreicht, dass alle diese Sehaltvorgänge mit einem sehr geringen Zeitaufwand vor sich gehen, so dass die gewünschte Drehzahlsteigerung sich in jedem einzelnen Fal] in wenigen Sekunden erreichen lässt. Diese Zeiten sind um so kürzer, je höher der Wert des festen Schnellerregungswiderstandes 10 gewählt wird. Die Grösse dieses Widerstandes findet jedoch eine natürliche Grenze an der Forderung, dass erstens die Gesamtverluste sich nicht zu stark erhöhen und dass zweitens die Summe aus Arbeitsstrom, Verluststrom und Beschleunigungsstrom im Ankerkreis des zu regelnden Motors 2,9 diejenige Stromstärke nicht überschreitet, bei welcher der im Ankerstromkreis liegende selbsttätige Ausschalter anspricht.
Sollte einmal die Tourendynamo 15 oder eines der Schütze 13 oder 14 versagen, so kann der Motoranker 2 trotzdem niemals eine höhere Drehzahl erreichen, als die Höchstdrehzahl, die ihm mit Rücksicht auf Festigkeitsverhältnisse vorgeschrieben ist. Hierin liegt ein Vorteil des beschriebenen Verfahrens gegenüber anderen Verfahren, bei welchen zunächst eine oberhalb der zulässigen Höchstdrehzahl liegende Motorgeschwindigkeit angesteuert wird, wobei sich dann eine Überschreitung dieser Höchstdrehzahl nicht immer vermeiden lässt.
Die Anwendung des vorstehend beschriebenen Verfahrens zur schnellen Drehzahlsteigerung von Motoren ist nicht auf solche Motoren beschränkt, welche in Leonardschaltung betrieben werden. Das Verfahren lässt sich vielmehr ohne weiteres bei allen Motoren anwenden, in deren Erregerkreis ein regelbarer Feldschwächungswiderstand angeordnet ist.
Es ist nicht unbedingt erforderlich, dass die Schaltschütze 13 und 14 in Abhängigkeit von der Spannung einer Tourendynamo gesteuert werden. Es wäre ebenso gut möglich, die Schaltschütz mit Wieklungen zu versehen, welche von dem Erregerstrom des zu steuernden Motors oder einem Teil des EiTegerstromes durchflossen würden. Man würde dadurch im wesentlichen dieselbe Wirkung erhalten.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur schnellen Drehzahlsteigerung eines Motors, dessen Feldwicklung ein regelbarer Feldsehwächungswiderstand vorgeschaltet ist auf eine unterhalb seines Höchstwertes liegende Drehzahl, dadurch gekennzeichnet, dass der mit Rücksicht, auf die Höchstdrehzahl bemessene Feldsehwächungs- widerstand (11) zunächst voll eingeschaltet und danach zum Teil-gegebenenfalls stufenweise-wieder ausgeschaltet wird.