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FlUissigkeitsmess-und Abgabevorriehtung mit zwei abwechselnd gefüllten und entleerten Messzylindern.
Die Erfindung betrifft eine z. B. zur Ausgabe von Benzin u. dgl. dienende Flüssigkeitsmess-und Abgabevorrichtung mit zwei abwechselnd gefüllten und entleerten Messzylindern, in denen sieh je ein Kolben hin-und herbewegt, wobei die Kolben durch ein biegsames Glied so verbunden sind, dass sie sich gegenläufig bewegen, und gegebenenfalls zwischen den Enden des biegsamen Gliedes und jedem Kolben je eine Feder eingeschaltet ist. Das wesentliche Merkmal der Erfindung besteht darin, dass das biegsame Glied über an den Enden einer festgelagerten Schwinge angeordnete Führungsteile geleitet ist, deren Abstände vom Drehpunkt der Schwinge unabhängig voneinander einstellbar ist, zum Zwecke, Unterschiede in den Kolbenhüben auszugleichen, die nötig sind, um in beiden Zylindern bei jedem Hub genau die gleiche Menge zu fördern.
In der Zeichnung zeigt Fig. 1 einen senkrechten von vorne nach hinten geführten Schnitt durch eine beispielsweise Ausführungsform der in Betracht kommenden Teile der Vorrichtung gemäss der Erfindung und Fig. 2 eine Vorderansicht bei geschnittenem Gehäuse.
Die Messvorrichtung weist wie jene nach der Patentschrift Nr. 130 425 zwei Messzylinder 20 aus Glas auf. Der untere Teil des einen Zylinders ist in Fig. 1 noch sichtbar. In den Zylindern sind Kolben beweglich, die von der von unten her durch den Zylinderboden 21 ein- und austretenden Flüssigkeit gehoben und gesenkt werden. Diese wird von einer unten im Gestelle der Vorrichtung angeordneten Pumpe in der üblichen Weise aus einem Unterflur-Vorratsbehälter durch die Steigleitung 94 und ein Gehäuse 96 hindurch in den Zuführungskanal 70 eines zweiten Gehäuses 68 gedrückt und gelangt von hier je nach der Stellung des Drehschiebers 78 abwechselnd in einen der beiden Zylinder.
Der Kolben in diesem Zylinder wird durch die Flüssigkeit gehoben und zieht durch seine nach unten ragende Kolbenstange 63, die mit der Kolbenstange des andern Zylinders mittels einer über eine Führung laufenden Gelenkkette (s. unten) verbunden ist, den Kolben des andern Zylinders nach abwärts, und drückt hiebei die in diesem befindliche Flüssigkeit durch einen Kanal des Schiebers 78 hindurch in den Auslasskanal M im Gehäuse 68 und im Zylinderboden 21, von wo sie schliesslich in den Abfüllschlauch fliesst.
Die unteren Enden der Kolbenstangen 63 ragen in Führungsrohre 112, die an Armen 113 des Teiles 96 befestigt sind und von diesen Armen in das Gehäuse 26 herabhängen. An den unteren Enden sind sie abgeschlossen. Da die Stangen 63 auch in das Gehäuse 26 hineinragen müssen, dessen Inneres zugänglich ist, wenn dessen Tür geöffnet wird, um die Pumpe in Tätigkeit zu setzen, sind sie in die Rohre 112 eingeschlossen, um sie unzugänglich zu machen und bestimmungswidriger Einwirkung zu entziehen. Aus ähnlichen Gründen ist an den Armen 11. 3 eine waagrechte Zwischenplatte 114 angebracht, um das Hineingreifen in das Gehäuse 29 durch die Türöffnung und das Erreichen anderer Teile, die mit den Kolbenstangen verbunden sind, zu erschweren.
An jeder Kolbenstange ist eine Muffe mit einem nach vorne ragenden Ansatz 116 und einem nach hinten ragenden Ansatz 117 befestigt. Vom Ansatz 116 erstreckt sich vorwärts und einwärts ein weiterer Ansatz 118, der als Klinkenauslöser wirkt. Der Ansatz 117 gleitet auf einer feststehenden Stange 119, deren unteres Ende an einem der Arme 11. 3 und deren oberes Ende am Zylinderboden 21 befestigt ist.
Eine Stange 120 gleitet in dem Ansatz 116 parallel zur Achse der Kolbenstange. Ein Kopf 121 am unteren Ende der Stange 120 stösst an die Unterseite des Ansatzes 116 an. Eine Mutter 122 ist auf das obere Ende der Stange 120 aufgeschraubt und somit verstellbar. Zwischen ihr und der oberen Fläche des
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Ansatzes 116 liegt eine Feder 123. Eine Hülse 124 umschliesst lose die Feder 128 und sitzt auf der oberen Fläche des Ansatzes 116 auf. Der Zwischenraum zwischen der Oberkante der Hülse 124 und der Unter- fläche der Mutter 122 ist ein Mass für die Zusammendrückung der Feder 128.
Der Kopf 121 der mit der einen Kolbenstange 63 verbundenen Stange 120 ist mit dem Kopf 121 der mit der andern Kolbenstange verbundenen Stange 120 durch ein biegsames Glied, wie z. B. eine Gelenkkette 125, verbunden, die über zwei Nutrollen 126 läuft. Diese sind in den gegabelten Enden
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ist. Jede Rolle dreht sich um einen Bolzen 129, dessen Enden in Schlitzen 1. 30 der Schwinge befestigt sind, so. dass jede Rolle für sich allein radial verstellt werden kann. Die Bewegung der Schwinge 127 wird durch Anschlagen an die vorspringenden Enden des einen oder andern von zwei Bolzen 1. 31 begrenzt, die gleichzeitig dazu dienen, die Platte 114 an den Armen 113 zu befestigen. Die Schwinge ist in Fig. 2 in einer Endlage dargestellt.
Den Federn 128 fällt nun die Aufgabe zu, jedem Kolben den anfänglichen abwärts gerichteten Anstoss zu geben. Wenn ein solcher anfänglicher Anstoss nicht gewünscht wird, kann man die Federn fortlassen. Der Ausgleich von Unterschieden in den Kolbenhüben zum Zwecke, in beiden Zylindern bei jedem Hub genau die gleiche Menge zu fördern, auch wenn z. B. die Durchmesser beider Zylinder nicht vollständig übereinstimmen oder die Zylinderdurchmesser nicht auf der ganzen Länge genau gleich sind, wird durch die Verstellung der Rollen 126 auf der Schwinge 127 bewirkt. Die Schwinge bewegt sich während des ersten Teiles des Aufwärtshubes eines jeden Kolbens. Während der eine Kolben, z.
B. der rechte, mit der Aufwärtsbewegung beginnt, wird die Schwinge entgegen dem Uhrzeiger gedreht,
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nicht relativ 7. den Rollen 726, sondern sie wirkt als Verbindungsglied zwischen den Enden der Schwinge und den beiden Kolbenstangen. Infolgedessen erhält, wenn der Mittelpunkt der einen, z. B. rechten Rolle l' ? 6. so eingestellt wird, dass er weiter vom Drei) zapfen 128 entfernt liegt als der andere. die rechte Kolbenstange eine grössere Bewegung als die linke Kolbenstange, womit also der Ausgleich von Unterschieden in den Kolbenhüben erreicht ist.
Nachdem der erste Teil des Aufwärtshubes des einen Kolbens zurückgelegt und der andere Kolben soweit wie möglich durch die Bewegung der Schwinge 127 abwärts gezogen ist, wird der übrige Teil des Abwärtshubes des letzteren Kolbens durch die Kette 125 bewirkt, die sich dann über die Rollen 126 bewegt. Die Anordnung ist derart getroffen, dass jeder Kolben seinen Entleerungshub vollendet und auf den Boden 21 trifft, bevor der andere Kolben das Ende seines Aufwärtshubes ganz erreicht. Wenn z. B. der rechte Kolben durch Auftreffen auf den Boden 21 angehalten worden ist, während der linke Kolben seinen Aufwärtshub noch nicht ganz vollendet hat, so bewegt sich die linke Kolbenstange 68 noch weiter nach aufwärts.
Daher wird die Feder 123 so lange zusammengedrückt, bis beide Hülsen 124 an den Muttern 122 anstossen. In diesem Augenblick hat der linke Kolben gerade das Ende seines Aufwärtshubes erreicht. Im gleichen Augenblick wird der Drehschieber 78 umgesteuert, so dass jetzt der linke Zylinder sich entleeren kann. Die Federn 128 entspannen sich dann, und dabei wird auch die Abwärtsbewegung des linken Kolbens eingeleitet.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Flüssigkeitsmess- und Abgabevorrichtung mit zwei abwechselnd gefüllten und entleerten Messzylindern, in denen sich je ein Kolben hin-und herbewegt, wobei die Kolben durch ein biegsames Glied so verbunden sind, dass sie sich gegenläufig bewegen und gegebenenfalls zwischen den Enden des biegsamen Gliedes und jedem Kolben je eine Feder eingeschaltet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das bieg- same Glied (125) über an den Enden einer festgelagerten Schwinge (12 ?) angeordnete Führungs- teile (126) geleitet ist, deren Abstände vom Drehpunkte (128) der Schwinge unabhängig voneinander einstellbar sind.