AT136967B - Verfahren zur Herstellung einer linoleumartigen Masse. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer linoleumartigen Masse.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung einer linoleumartigen Masse. 



   Bisher wurde Linoleum aus Linoleumzement, welches eine Mischung von Linoxyn (oxydiertem Leinöl) und Harzen ist, und Kork-oder Holzmehl unter Zusatz von Farbstoffen hergestellt. Diese Substanzen wurden innig gemischt und zu Platten verarbeitet. 



   Erfindungsgemäss erhält man linoleumartige Massen, welche als gleichwertiger Ersatz für das bisher benutzte Linoleum dienen können, indem man anstatt Linoxyn fertig hergestellten Faktis verwendet. Vorteilhafter als brauner Faktis ist kalt hergestellter weisser Faktis. Diese Faktise werden auf bekannte Weise durch Einwirkung von Schwefel oder   Chlorsehwefel   auf verseifbare Öle oder fette Öle, z. B.   Leinöl.     Rizinusöl.     Rüböl,   hergestellt, wobei man für Neutralisation etwa entstehender Salzsäure sorgen muss. 



   Auch Öle, die gewöhnlich nicht zur Faktisbereitung dienen, u. zw. in erster Linie Tran, welche man mit Chlorschwefel zu Faktis verarbeitet, sind für die Zwecke der Erfindung gut zu verwenden. Beim Erwärmen mit Harz zwecks Herstellung eines Linoleumzements zersetzt sich ein solcher Faktis wider   Erwalten nicht,   besonders wenn die üblichen Stabilisierungskörper, wie beispielsweise Karbonate, Oxyde und Hydroxyde der Alkalien und alkalischen Erden u. dgl., zugesetzt werden. 



   An Stelle von natürlichem Harz, wie beispielsweise Kolophonium, Kopalen, kann man bei der Erfindung auch künstliche Harze verwenden, insbesondere solche, welche durch Einwirkung von Chlorschwefel auf Naphthalin und andere aromatische Kohlenwasserstoffe erhalten werden. 



   Weiterhin erhält das Produkt nach der Erfindung eine höhere Zähigkeit, wenn man den angegebenen grundstoffe, also dem Faktis und dem Harz, eine   Mischung   von Harz und Altgummi oder Regenerat beimischt, die man   zweckmässig   vorher erhitzt. 



   An Stelle von Faktis. allein kann auch eine Mischung von Faktis und Linoxyn verwendet werden. 



   Es wurde schon vorgeschlagen, in der Entstehung befindlichen und noch dünnflüssigen Faktis mit Fasern und sonstigen Zusatzstoffen zur Linoleumherstellung zu mischen (österr. Patentschrift Nr. 49168). Die Erfahrung hat jedoch gelehrt. dass es bei Verarbeitung   grösserer   Mengen unmöglich ist, die begonnene Vulkanisation des Öls mit Schwefel zu unterbrechen, da die bei eingetretener Schwefel-   bindung entstellende Reaktionswärme genügt, um   in ganz kurzer Zeit die ganze   Ölschwefelmenge   zur   (ielatinierung zu   bringen. Es werden bei diesem Verfahren zu weiche Massen erhalten, welche eine Nach-   behandlung   mit   Chlorschwefel   erfordern.

   Durch diese   Nachbehandlung   wird nicht nur die Ölmasse, sondern auch die Faserstoffe und die andern Zusätze der Einwirkung von Chlorschwefel ausgesetzt, wodurch jeder Faserstoff zerstört wird. Die Verwendung von fertigem Faktis nach der Erfindung hat dem eben beschriebenen Verfahren gegenüber den Vorteil, dass der fertige Faktis in jeder gewünschten Härte oder Weichheit helgestellt und in beliebiger Menge der Linoleummasse zugesetzt werden kann. Auch gegenüber der Verwendung von Linoxyn zur Linoleumherstellung hat die Verwendung von fertigem Faktis nach der Erfindung den Vorteil, dass man je nach der Menge und der Beschaffenheit der Harze Faktise mit dazu passender Beschaffenheit   wählen kann, um   eine beliebige Weichheit oder Härte des Linoleumzements zu erhalten.

   Bei Verwendung von Linoxyn ist dies nicht   möglich,   da dessen Härte immer annähernd gleich ist. 



   Die Herstellung der neuen   linoleumaitigen Masse geschieht   auf folgende Wiese : Man   mischt Faktis   (oder Faktis und Linoxyn) mit   natürlichem   oder künstlichem Harz innig unter   Zuführung   von Wärme. 



   Zu diesem Produkt kann man, wenn man ein zäheres Endprodukt erhalten will. eine zusammen   ei wärmte Misehung von \ltgummi   und Harz oder Regenerat hinzufügen. 

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   Zu der so erhaltenen Masse werden die bei der Linoleumherstellung üblichen Füllstoffe, wie Korkmehl, Holzmehl und Farbstoffe, hinzugefügt und dann das ganze, wie ebenfalls bei der Linoleumherstellung üblich, auf Platten mit oder ohne Gewebe verarbeitet. 



   Beispiel 1 : Man mischt im Knetwerk 800   leg   besten weissen Faktis (säurefrei) mit 200 kg des Einwirkungsproduktes von Chlorschwefel auf Naphthalin, erhitzt das Gemisch eine halbe Stunde auf 
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 Weise auf Linoleum verarbeitet und gibt einen Belag, der dem echten Linoleum mindestens gleichwertig ist. 



   Beispiel 2 :   800 leg   Faktis werden mit   100 leg   Kolophonium erhitzt, mit 500 kg Korkmehl, 200 kg Erdfarbe vermengt und wie oben zu Platten verarbeitet. 



   Beispiel 3 : 400 kg weisser, säurefreier aus Waltran und Chlorschwefel hergestellter Faktis werden mit 100 kg gelbem Kolophonium zu einer gleichmässigen Masse bei einer Temperatur von ungefähr 120  C auf Walzen gemahlen, dann setzt man   750 leg Korkmehl   und 500   7eg   Ocker zu, mahlt das ganze in Walzwerken oder Mischmaschinen zu einer gleichmässigen Masse und presst diese in bekannter Weise auf Juteunterlagen auf. 



   Beispiel 4 : 100 leg gereinigter Waltran werden mit 25 kg Chlorschwefel in bekannter Weise unter Umrühren in einem Kessel behandelt, wobei man zweckmässig vorher 5 kg Kreide zugibt. Das erhaltene Produkt wird gemahlen und mit 30   X ; y   Kolophonium auf einer Mühle zerkleinert. Das erhaltene Produkt erhitzt man am besten in einer Trommel auf 100-120  C (falls das Produkt nicht weich genug ist auch höher) und mischt nach dem Abkühlen 100 kg der Masse mit 150 kg Korkmehl, 50 kg Ocker und presst die Masse auf Kalandern mit oder ohne Juteunterlagen zu Platten. 



   Beispiel 5 : Man knetet 100 kg braunen Faktis mit 30 kg Kolophonium bei schwacher Wärme zu einer homogenen Masse zusammen. Das so erhaltene Gemisch verarbeitet man zunächst mit 100 kg einer Masse zusammen, die gewonnen wurde durch Erwärmen von 100 kg gemahlenen Altgummi und 50 kg Kolophonium. 



   200 kg dieser homogenen Masse vermischt man mit 200 kg Korkmehl, 20 kg Kolophonium in einer Linoleummaschine (Wurstmaschine) und verarbeitet das so erhaltene Produkt in bekannter Weise auf Linoleum, indem man es auf Juteunterlagen aufpresst. 



   Beispiel 6 : 100 kg einer Mischung von 75 Teilen weissen Faktis und 25 Teilen Kolophonium werden mit einer Mischung aus 65   leg   gemahlenen Gummiabfällen und 35 kg Kolophonium, die miteinander verschmolzen wurden, homogen verknetet. Dieses Produkt walzt man mit 200 kg Holzmehl und 100 kg Kreide zu einer homogenen Masse, die dann in der üblichen Weise auf Linoleum verarbeitet wird. 



    PATENT-ANSPRÜCHE :  
1. Verfahren zur Herstellung einer linoleumartigen Masse, dadurch gekennzeichnet, dass eine aus fertigem Faktis und Harz in der Wärme oder Kälte hergestellte Masse zusammen mit den in der Linoleumindustrie üblichen Zusatzstoffen und Füllmitteln, wie Korkmehl und Farbstoffen, verarbeitet wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man weissen Faktis verwendet.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man aus Tran und Chlorschwefel hergestellten weissen Faktis verwendet.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man zu der aus fertigem Faktis und Harz in der Wärme oder Kälte hergestellten Masse eine Mischung von Harz und Altgummi oder Regenerat beimischt, die zweckmässig vorher erhitzt worden ist.
    5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass man an Stelle von Faktis allein eine Mischung von Faktis und Linoxyn verwendet.
AT136967D 1932-08-11 1932-08-11 Verfahren zur Herstellung einer linoleumartigen Masse. AT136967B (de)

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