DE871437C - Verfahren zur Brikettierung von Steinkohlen - Google Patents

Verfahren zur Brikettierung von Steinkohlen

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DE871437C
DE871437C DEG2772D DEG0002772D DE871437C DE 871437 C DE871437 C DE 871437C DE G2772 D DEG2772 D DE G2772D DE G0002772 D DEG0002772 D DE G0002772D DE 871437 C DE871437 C DE 871437C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
coal
briquetting
pitch
minutes
mixing time
Prior art date
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Expired
Application number
DEG2772D
Other languages
English (en)
Inventor
Erich Dipl-Ing Blass
Hans Dr Broche
Heinrich Dr-Ing Hoffmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GEWERKSCHAFT MATHIAS STINNES
Original Assignee
GEWERKSCHAFT MATHIAS STINNES
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Filing date
Publication date
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Publication of DE871437C publication Critical patent/DE871437C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L5/00Solid fuels
    • C10L5/02Solid fuels such as briquettes consisting mainly of carbonaceous materials of mineral or non-mineral origin
    • C10L5/06Methods of shaping, e.g. pelletizing or briquetting
    • C10L5/10Methods of shaping, e.g. pelletizing or briquetting with the aid of binders, e.g. pretreated binders
    • C10L5/14Methods of shaping, e.g. pelletizing or briquetting with the aid of binders, e.g. pretreated binders with organic binders

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

  • Verfahren zur Brikettierung von Steinkohlen Bei der Brikettierung von Steinkohle unter Verwendung von Pech als Bindemittel arbeitet man im allgemeinen in der Weise, daß die Robfeinkohle mit gemahlenem Pech gemischt und diese Mischung in einem Krietwerh m.it überhitztem Dampf behandelt wird, wonach das so vorbereitete Gemisch anschließend in Pressen zur Verarbeitung kommt. Die Knetwerke sind eiserne Zylinder mit im Innern angebrachten Rührarmen, die das Gut innig durchmischen und auf seiner Wanderung vom Eintritt bis zum Ausgang umwälzen. Bei kalt eintretender Kohle haben die Mischwerke im allgemeinen eine größere Höhe als bei vorgewärmtem Gut. Dem Knetprozeß fällt ,die Aufgabe zu, das Bindemittel zu erweichen und vor allem den niedrigviskosen Zustand des Bindemittels für die Dauer der Mischung mit der Kohle aufrechtzuerhalten, uni möglichst viele Kohleteilchen mit dem Bindemittel in Berührung zu bringen. Bei den heute üblichen Verfahren zur Brikettierung von Steinkohle unter Verwendung von Pech als Bindemittel benötigt man etwa 6 bis 81/o. Pech, um Briketts von guten Oualitäten herzustellen.
  • Da der Preis des Pechs ein Mehrfaches von dem der Kohle beträgt, hängt die Wirtschaftlichkeit der Brikettfabrikation naturgemäß' in hohem Maße von einem möglichst sparsamen Verbrauch. des Bindemittels ab. Durch das Auftreten neuer Pechverbraucher auf dem Markt, insbesondere für die Hydrierung von Pech und Elektrodenkohlenerzeugung, ist eine starke Verknappung und ein Mangel an Pech entstanden. Die Haus'brandvensorgung mit Briketts muß `aber sichergestellt wenden.
  • Man hat daher schon auf verschiedene Weise versucht, den Pechverbrauch herabzusetzen. Ein Vorschlag geht dahin, die Dampftemperatur im Knetwerk zu erhöhen. Weiterhin sind aus der Literatur die Verweilzeiten des Mischgutes im Knetwerk von io Minuten bekanntgeworden. Diese beziehen sich jedoch auf das kalt aufgegebene Gemenge. Es. ist ferner ein Verfahren zur Herstellung von Formstücken aus zerkleinerter Holzkohle mit Holzteer als Bindemittel bekannt, bei dem so lange geknetet wind, bis die Elastizität der Mischung .im wesentlichen vernichtet ist. Abgesehen davon, daß bestimmte Angaben über die Knetdauer nicht gemacht werden, besteht der Zweck dieses Verfahrens darin, das Luftvolumen in dem feinen lockeren Holzkohlenpulver zu entfernen, da dieses' -Luftpolster bei der Verpressung einen zu großen Widerstand bietet und den Formling nach der Verdichtung auftreibt. Ein anderes Verfahren, welches als Basenauprozeß bezeichnet wird, mischt feste Brennstoffe mit flüssigen Kchlenwiasserstoffen und unterwirft diese Mischung in der Kälte einer intensiven mechanischen Behandlung, die zum Ziele hat, das Öl in die Kohle einzuarbeiten. Hierdurch soll erreicht wenden, daß das Öl die bituminösen Anteile aus der Kohle extrahiert. Die flüssigen Kohlenwasserstoffe, die an sich keine Bintdekraft besitzen, erhalten dies also erst @durch einen rein chemischen Vorgang,, der durch die lange mechanische Behandlung vorbereitet wird. Bestimmte Angaben über -die Zeitdauer dieser Bearbeitung werden nicht gemacht.
  • Es hat sich nun überraschenderweise gezeigt, daß eine bedeutende Herabsetzung des Pechverbrauchs bei der Brikettierung von Steinkohle bei gleichbleibender Festigkeit :der gewonnenen Briketts erzielt werden kann, wenn man @die Mischdauer im Knetwerk gegenüber der bisher üblichen verlängert ünd auf einen für die betreffende Kohle jeweils durch Versuche zu ermittelnden Höchstwert einstellt. Es wurde nämlich festgestellt, daß die Mischarbeit der Knetwerke in der heutigen Größe unvollkommen ist; das Mischgut wird bei den bekannten Knetwerken bereits zu einem Zeitpunkt ausgetragen und.verpreßt, in dem :das Bindemittel erst ungenügend in der Kohle verteilt ist. Steigert man dagegen erfindungsgemäß ,die Mischdauer im Knetwerk, so ward. durch die längere Mischarbeit eine vermehrte Anzahl von Berührungsflächen zwischen Kohle und dem geschmolzenen Pech geschaffen, und das Brikettiergut erfährt hierdurch diejenige Vorbereitung, die notwendig ist, um das Höchstmaß an Haftwirkung zwischen den einzelnen Kohleteilchen bei einem Mindestverbrauch an Bindemitteln zu erreichen. Durch die erfindungsgemäße Verlängerung der Verweilzeit des Mischgutes im Knetwerk wird der Pech"erbrauch -um 15 bis :25'/@ und mehr herabgesetzt bei gleichbleibender Festigkeit der Briketts.
  • Die günstigste Durchmischungszeit hängt von den jeweilügen Arbeitsbedingungen, den Fabrikationseinrichtungen und den zur Verarbeitung -kommenden Rohstoffen ab und muß von Fall zu Fall durch Versuche festgestellt werden; sie läßt sich für jedes M Maschinenaggregat -durch allmähliche Steigerung der Mischdauer bis zu -dem Maximum an Wirkung bei Mindestverbrauch an Pech leicht ermitteln.
  • In zahlreichen Betriebsversuchen wurde festgestellt, .daß die vollkommenste Ausnutzung der Bindekraft des Pechs dann erreicht wird, wenn die Mischdauer bei der Arbeitsweise mit vorgewärmter Kohle etwa zo bis 15 Minuten und bei nicht vorgewärmter Kohle etwa 2o bis 25 Minuten beträgt. Die Verweilzeit des Mischgutes im Knetwerk darf jedoch nicht zu sehr erhöht werden; denn durch zu lange Mischdauer kann die entgegengesetzte Wirkung eintreten, wenn idie Zufuhr des - überhitzten Dampfes unverändert beibehalten wird. Das Mischgut verliert dann durch zu weitgehende Austrocknung seine sämige Beschaffenheit und büßt an Bindekraft ein. Es handelt sich also hierbei nicht um einen Einfluß, der von der Mischungsseite hervorgerufen wird, sondern um Nebenwirkungen, die verfahrensmäßig bedingt sind.
  • Erfindungsgemäß wird bei der Brikettierung von Brennstoffen, insbesondere Steinkohle, unter Verwendung von bekannten Bindemitteln, wie Pech, S,ulfitablauge, Asphalt usw., daher .in der Weise gearbeitet, daß die Verweilzeit ,des Mischgutes im Knetwerk bei vorgewärmter Kohle etwa io bis 15 Minuten und bei nicht vorgewärmter Kohle etwa 2o. bis 25 Minuten beträgt.
  • An Hand eines Zahlenbeispiels soll das erfindungsgemäße Verfahren für den Fall der Brikettierung von Steinkohle mit Pech als Bindemittel näher erläutert werden.
  • Die Mischzeit hängt von dem Rauminhalt des Knetwerkes und von der Produktionsleistung .der Presse .ab. Beträgt z. B. die Höhe des zylindrischen Knetwerkes, vom Überlauf bis zum Abschluß in den Verteiler gerechnet, 1,5 m und der Durchmesser i,i m, so ergibt sieh einRauminhalt von 1,425 cbm. Bei einer Leistung -der Presse von 13,5 t je Stunde errechnet sich eine Mischzeit von 5 Minuten, wobei i cbm Kohle-Pech-Gemisch dem Gewicht von o,8 t gleichgesetzt ist. Unter Benutzung dieses Knetwerkes wurden bei Vorwärmung der Kohle und einem Pechverbrauch von 711/o Briketts mit 6o '/o Trommelfestigkeit gewonnen.
  • Durch Versuche wurde festgestellt, daß die günstigste Verweilzeit in diesem Fall io Minuten betrug. Demzufolge mußte, um das erfindungsgemäße Verfahren zur Durchführung zu bringen, der Knetw erkinhalt verdoppelt werden. Dies wurde in einfacher Weise dadurch erreicht, daß die Höhe des Knetwerkes auf etwa 3 m heraufgesetzt wurde. Der Pechverbrauch betrug jetzt nur noch 5,5 °/o bei gleichbleibenden Oualitätender.anfallenden Briketts. Das .erfindungsgemäße Verfahren kann auch in Verbindung mit der an sich bekannten flüssigen Heißbrikettierung der Kohle angewandt werden; hierbei wird das flüssige Pech direkt in das Knetwerk eingespritzt, und es kann hierdurch eine weitere Pechersparnis erzielt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Mischen von Steinkohle mit einem Bindemittel in einem Knetwerk für die nachfolgende Brikettierung"dadurch gekennzeichnet, daß die Mischdauer im Knetwerk gegenüber der bisher üblichen verlängert und auf einen für die betreffende Kohle jeweils durch Versuche zu ermittelnden Höchstwert eingestellt wird. a. Mischdauer zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i"dadurc:h gekennzeichnet, daß sie bei vorgewärmter Kohle etwa io bis 15 Minuten, bei nicht vorgewärmter etwa 2o bis 25 Minuten beträgt.
DEG2772D 1940-11-30 1940-11-30 Verfahren zur Brikettierung von Steinkohlen Expired DE871437C (de)

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DE (1) DE871437C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2643636A1 (de) * 1975-11-14 1977-05-26 Sumikin Coke Co Ltd Verfahren zur herstellung von briketts

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE2643636A1 (de) * 1975-11-14 1977-05-26 Sumikin Coke Co Ltd Verfahren zur herstellung von briketts

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