DE301159C - - Google Patents

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DE301159C
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leather
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leather waste
alkalis
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L89/00Compositions of proteins; Compositions of derivatives thereof
    • C08L89/04Products derived from waste materials, e.g. horn, hoof or hair
    • C08L89/06Products derived from waste materials, e.g. horn, hoof or hair derived from leather or skin, e.g. gelatin

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Dermatology (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 301159 KLASSE 8Od. GRUPPE
WILHELM REINER in BERLIN-TEMPELHOF. Verfahren zur Herstellung von Lederbitumen.
Zusatz zum Patent 294050.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. Februar 1917 ab. Längste Dauer: 31. August 1929.
Nach dem Verfahren der früheren Erfindung (Patent 294050, Zusatz, zu Patent 293871) wurden Lederabfälle oder -stücke in Lederfasern zerrissen und diese mit flüssigen asphaltischen Stoffen oder mit Bitumenlösungen, oder mit Kautschuklösungen imprägniert, sodann mit Ledermehl und mit Bitumen vermengt und verbunden.
Es hat sich gezeigt, daß dieses Verfahren auch auf Lederabfälle oder auf zerkleinerte Lederabfälle, die aber nicht in Fasern zerrissen, sondern in kleinere Stücke zerteilt worden sind, zur Herstellung von' Lederbitumen Anwendung finden kann.
Bei der Verarbeitung von Lederabfällen eignen sich dünnflüssige Bitumenlösungen für die Imprägnierung besonders, beispielsweise Benzollösungen von Asphalten, von Pech u. dgl. Es hat sich gezeigt, daß die mit Bitumenlösungen getränkten Lederabfälle vorteilhaft erst mit Bitumen und nachdem mit Ledermehl, auch mit Ledergrus u. dgl, vermengt und verbunden werden, wodurch eine völlige Durchdringung des Gemisches mit dem Bitumen erzielt
Zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit des Erzeugnisses können dem,Bitumen noch Harzstoffe oder Lösungen von solchen beigefügt werden.
Wird bei dem Verfahren der früheren Erfindung zum Imprägnieren eine Kautschuklösung verwendet, so kann das Erzeugnis auch vulkanisiert werden.
Eine weitere Ausführungsform besteht darin, daß das Bitumen in gepulverter Form zügemengt wird.
Zur Erzielung schmiegsamer Erzeugnisse bzw. bei der Verarbeitung härterer Lederabfälle wird vorteilhaft das folgende Verfahren nach der Erfindung angewandt: '
Die Lederabfälle werden mit Alkalien erweicht und mehr oder weniger ausgelaugt, beispielsweise mit Kalilauge oder Ammoniak in geeigneter Stärke, wobei der Leim und das Tannin in den Abfällen gelöst wird.- Dabei wird auf etwa 35° bis 50 ° erwärmt und umgerührt.
Die erweichten Abfälle werden sodann mit Wasser ausgewaschen und mit verdünnter Schwefelsäure entlaugt und nachdem getrocknet, vorteilhaft durch Auswaschen mit Alkohol.
Diese sehr weichen Lederabfälle, bei welchen die feinen Lederfäserchen mehr oder weniger freigelegt sind, welche flüssige asphaltische Stoffe, Bitumenlösungen oder Kautschuldösungen rasch aufsaugen, werden mit einem dieser Stoffe imprägniert, mit Bitumen und mit Ledermehl vermengt und unter Pres-
sen und Erwärmen bzw. durch Vulkanisieren verbunden.
Ein weiteres Verfahren nach der Erfindung, bei welqhem ein besonders geschmeidiges Erzeugnis/ erzielt wird, besteht in folgendem:
Die / mit Alkalien erweichten und ausgelaugten Lederabfälle werden im aufgequellten Zustände unter weiterem Erwärmen und Umrühren mit öl behandelt, beispielsweise mit
ίο Rizinusöl, welches sich mit den noch freien Alkalien in den Lederabfällen verseift. Das öl kann auch bereits mit Alkalien verseift zugegeben werden. Nunmehr wird das heißflüssige Bitumen unter weiterem Erwärmen und Umrühren zugegeben. Das Bitumen emulgiert mit der in den gequellten Lederabfällen enthaltenen ölseife. Die Lederabfälle werden nach diesem Verfahren innig bituminiert. Zweckmäßig kann dem Bitumen ein Harzstoff zugegeben werden, wodurch die Emulsionierung noch beschleunigt wird. Das Bitumen kann ferner mit dem öl vermischt oder ganz oder teilweise bereits emulsioniert den alkalisch erweichten Lederabfällen beigemengt werden.
Das weiche Gemisch wird in Formen gepreßt, mit oder ohne Zugabe von chemisch gelöstem und gefälltem Leder.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren der Herstellung von Lederbitumen nach Patent 294050, dadurch gekennzeichnet, daß Lederabfälle mit flüssigen asphaltischen Stoffen getränkt, mit Bitumen und mit Ledermehl vermengt und verbunden werden.
2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Lederabfälle vorher durch Alkalien erweicht, sodann entlaugt und getrocknet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß durch Alkalien erweichte und ausgelaugte Lederabfälle mit
öl behandelt und mit Bitumen vermengt -45 und verbunden werden.
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