AT136487B - Schaltung zur automatischen Lautstärkeregulierung zwecks Vermeidung des Empfangsschwundes. - Google Patents

Schaltung zur automatischen Lautstärkeregulierung zwecks Vermeidung des Empfangsschwundes.

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AT136487B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Schaltung zur automatischen   Lautstärkeregulierung   zwecks Vermeidung des Empfangsschwundes. 



   Es ist für die   Zweeke   der Fadingvermeidung bekannt, die schwankende Intensität der ankommenden Wellen dadurch auszugleichen, dass als   Hoehfrequenzverstärkerröhren   Röhren benutzt werden, deren Verstärkung von der Gittervorspannung abhängig ist und die Gittervorspannung entsprechend der Empfangsstärke der ankommenden Wellen geregelt wird. Eine derartig automatisch wirkende Schaltung sieht die   Zuführung   einer aus der gleichgerichteten Empfangsenergie entnommenen Vorspannung an ein   Hochfrequenzverstärkerrohr   vor.

   Man hat bei den bisher gebräuchlichen Schaltungen im Gitterkreis der regelnden Hochfrequenzverstärkerröhre einen ohmschen Widerstand vorgesehen, der von den Anodenströmen einer   Gleichrichterröhre   durchflossen war, wobei das Gleichrichterrohr und das Hochfrequenzverstärkerrohr in bezug auf ihre Gleichricht-bzw. Verstärkereharakteristik in wahlloser Weise zusammengestellt wurden. Es findet daher und aus dem oben schon angegebenen Grunde bei dem bisher bekannten Verfahren nur eine Milderung, kein völliger Ausgleich des Fadings statt. Die Erfindung stellt   demgegen-   über ein Verfahren dar, bei dem die Abhängigkeit der Wiedergabeströme von der Amplitude der Trägerwelle im Endeffekt völlig verschwindet, so dass die Lautstärke des Empfangs nur noch vom Aussteuerungsgrad des Senders abhängt.

   Dieses Ziel wird dadurch erreicht, dass bei   der Zuführung   der die Lautstärke regelnden Spannungen die Verstärkercharakteristik der Röhren   berücksichtigt   wird und dieselbe beispielsweise in Kombination mit einer Gleichrichterröhre von besonderer, zu der Verstärkercharakteristik der Verstärkerröhre passenden   Gleiehrichtercharakteristik   benutzt wird. Dabei ist es von Wichtigkeit, als Verstärkerröhre Röhren mit kleiner   Anodenrückwirhung,   z. B.   Schirmgitterröhren,   zu benutzen, da bei denselben die Verstärkung nicht durch die im Anodenkreis auftretenden Wechselspannungen beeinflusst wird. Neben Schirmgitterröhren eignen sich auch andere Röhren, deren Innenwiderstand gross gegen den Aussenwiderstand ist. 



   Die Verhältnisse lassen sieh mathematisch etwa in folgender Form erklären :
Die Ausgangswechselspannung einer Hochfrequenzschirmgitterröhre an einer Anodenimpedanz R ist unter Berücksichtigung der Tatsache, dass der innere Röhrenwiderstand gross gegenüber dem Aussenwiderstand ist, gegeben durch den Ausdruck 
 EMI1.1 
 

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 EMI2.1 
 einem Gleichrichter zu, so gestattet derselbe bei Anwendung entsprechender Schaltelemente (Parallel-   kapazität, Serieninduktivität usw. ) die Entnahme einer gleiehgeriehteten Spannung Q =F (A, a)   an einem im Anodenkreis des Gleichrichters vorgesehenen Widerstande. Durch geeignete Wahl der Schaltelemente lässt sich erreichen, dass Q nur eine Funktion der Empfangsamplitude A wird, indem die   Amplituden   der tonfrequenten Modulation völlig ausgeglichen werden.

   Q schwankt somit lediglich nach Massgabe der langsamen Fadingschwankungen der Empfangsamplitude. Es lässt sich somit Q darstellen   Q = F (A).   
 EMI2.2 
 wird, so lässt sich das Verlangen nach Unabhängigkeit der Ausgangswechselspannungen von der Trägerwellenamplitude durch geeignete Wahl des Zusammenhanges zwischen der Steilheit S und der dem 
 EMI2.3 
 sein. Unter dieser Voraussetzung ist die aus der   Hochfrequenzverstärkerröhre   austretende Wechselspannung unabhängig von der Amplitude der Trägerwelle. Eine   Intensitätsschwankung   des ankommenden Wellenzuges durch   Intensitätsschwankungen   des Senders oder Auftreten von Fadings macht sich überhaupt nicht mehr bemerkbar, während die Abhängigkeit der Ausgangsströme vom Modulationsgrad voll gewahrt ist.

   Die Forderung der Erfindung, dass die der Steuerelektrode der Hochfrequenzverstärkerröhre zusätzlich zugeführte Regelspannung derart von der Amplitude der Empfangswellen abhängt, dass die sich ergebende Steilheit der als Verstärkerröhre benutzten Schirmgitterröhre umgekehrt proportional der Empfangsamplitude wird, lässt sich auf verschiedene Weise verwirklichen. Eine Möglichkeit besteht darin, eine Gleichrichterröhre von solcher Gleichrichterkennlinie zu verwenden, dass die an einen im Anodenkreis derselben vorgesehenen Widerstand abgegriffene gleichgerichtete Spannung, als zusätzliche Regelspannung der Steuerelektrode der Verstärkerröhre zugeführt, die   gewünschten   Bedingungen erfüllt.

   Es ist aber auch möglich, die Empfangsenergie in einem beliebigen Gleichrichter gleichzurichten und die gleichgerichteten Ströme von einem derartig amplitudenabhängigen Widerstande   (Ventilröhre   od. dgl.)   durchfliessen   zu lassen und alsdann an einem Widerstand eine geeignete Regelspannung für die   Hochfrequenzverstärkerröhre   abzugreifen, welche, der Steuerelektrode zugeführt, die Steilheit der Röhre umgekehrt proportional der Empfangsamplitude der hochfrequenten Wellen verändert. 



   Obiges sei an Hand eines Beispieles nochmals näher ausgeführt : 
 EMI2.4 
 Hochfrequenz darstellt. Die von der Antenne A (vgl. Fig.   l) aufgenommenen Schwingungen'werden   zwei   Verstärker- und Gleichrichterkanälen 1 und 2   zugeführt. Mit dem Kanal 2, enthaltend die Hochfrequenzverstärkerröhre H2 und die Gleichrichterröhre A2, ist der Lautsprecher L der Wiedergabevorrichtung verbunden. Als Hochfrequenzverstärkerröhre H2 dient eine Schirmgitterröhre mit der in Fig. 3 wiedergegebenen Charakteristik. Aus der Charakteristik lässt sich erkennen, dass die Steilheit S innerhalb 
 EMI2.5 
 
 EMI2.6 
 
 EMI2.7 
 durch den Ausdruck   pA (1 + &alpha;   sin Nt) sin Ht dargestellt.

   Der durch die Charakteristik der   Hochfrequenzverstärkerröhre   H2 bedingte Gleichrichter' soll den elektrolytischen Mittelwert des   Hochfrequenz-Wechselstromes   liefern und eine in Fig.   2 a sehe-   matisch wiedergegebene Charakteristik haben. Es lässt sich an einem von einem hinreichend grossen Kondensator C überbrückten Widerstand W eine Gleichspannung Q abgreifen, die dem Werte q.   p.     A   entspricht, wobei q ein weiterer Proportionalitätsfaktor ist. Dabei ist der Kondensator so gross gewählt, dass er die Schwankungen der tonfrequenten Modulation völlig ausgleicht. Die sich aus der Eingangs-   spannung ergebende Gleichspannung Q ist in Fig. 2b dargestellt. Die Gleichspannung Q wird als zusätz-. liehe Regelspannung der Verstärkerröhre H2 zugeführt.

   Der Röhre H2 wird gleichfalls die Hochfrequenz   

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 ganz oder teilweise zugeführt. Ihre   Ausgangsspannung   ist durch den Wert   RB A (1 +'Y. sin Nt)   sin Ht wiedergegeben, also proportional der Steilheit, der Impedanz und der   Eingangsamplitude.   Da, wie oben erwähnt, die Steilheit S umgekehrt proportional der Gitterspannung    ist   und als   Gittervorspannung   die aus der Gleichrichterröhre Al erhaltene Gleichspannung
Q = qpA 
 EMI3.2 
 
 EMI3.3 
 
<tb> 
<tb> V <SEP> = <SEP> RS1 <SEP> (1 <SEP> + <SEP> &alpha;sin <SEP> Nt) <SEP> sin <SEP> Ht.
<tb> pq
<tb> 
 
 EMI3.4 
 von der Amplitude der Trägerwelle unabhängig.

   Die Amplitude des auftretenden Wellenzuges ist dabei als so klein vorausgesetzt, dass man angenähert mit den Gleichungen der linearen Verstärkungen rechnen   kann,   d. h. die Krümmung der   Charakteristik wird vernachlässigt.   Die so erhaltene Hochfrequenzwechsel- spannung kann dann weiter verstärkt und gleichgerichtet und einem elektro-akustischen Organ zugeführt   werden. Die Wiedergabeintensität   desselben ist dann ausser von den Apparatekonstanten nur von dem
Modulationsgrad'. linear abhängig. 



   In Fig. 4 ist eine Schaltung dargestellt, bei welcher der Ausgangsstrom   des Gleichrichters. Al   nicht proportional der Amplitude der Empfangswellen ist. Die Ausgangsströme des Gleichrichters Al werden daher einer Elektronenröhre   B   zugeführt, welche eine amplitudenabhängigen Widerstand darstellt, derart, dass der im Anodenkreis der Röhre jE fliessende Strom an dem Widerstande   W'eine   der
Empfangsamplitude proportionale Spannung erzeugt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :    1. Schaltung zur selbsttätigen Lautstärkeregelung zwecks Vermeidung des Empfangsschwundes, bei der dem Steuergitter einer vorzugsweise weitgehend riickwirkungsfreien Hochfrequenzverstärker-   röhre durch den an einem im Anodenkreis einer   Gleichrichterröhre   liegenden Widerstand entstehenden Spannungsabfall eine von der Amplitude der Empfangswelle abhängige Regelspannung zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleichriehterröhre eine solche Gleichrichterkennlinie besitzt, dass die sich ergebende Steilheit der Verstärkerröhre umgekehrt proportional der Empfangsamplitude wird.

Claims (1)

  1. 2. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Empfangsenergie in einem Gleichrichter beliebiger Gleichrichtercharakteristik gleichgerichtet wird, in dessen Ausgan"-skreis ein derartig amplitudenabhängiger Widerstand vorgesehen ist, dass eine abgegriffene Regelspannung die Steilheit der Hochfrequenzverstärkerrohren umgekehrt proportional der Empfangsamplitude der hoch- frequenten Wellen verändert.
    3. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Hochfrequenzverstärkerröhre, deren Steilheit im Arbeitsgebiet umgekehrt proportional der Gittervorspannung ist, ohne feste Gitter- vorspannung verwendet wird und in ihrem Gitterkreis einen Widerstand enthält, der von dem Ausgangs- strom eines Gleichrichters, der den elektrolytischen Mittelwert der zugeführten Wechselstromenergie bildet, durchflossen wird. EMI3.5
AT136487D 1931-10-24 1932-09-16 Schaltung zur automatischen Lautstärkeregulierung zwecks Vermeidung des Empfangsschwundes. AT136487B (de)

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