AT152373B - Verfahren und Anordnung zur Erhöhung der maximalen Wechselstromleistung von Elektronenröhren. - Google Patents

Verfahren und Anordnung zur Erhöhung der maximalen Wechselstromleistung von Elektronenröhren.

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AT152373B
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    Verfahren und Anordnung zur Erhöhung der maximalen Wechselstroiitleistuiig von Elektronenrohrcu.   



   Die vorliegende Erfindung betrifft eine weitere Ausbildung bzw. Verbesserung des im Patente Nr. 145001 enthaltenen Verfahrens bzw. der dort angegebenen Anordnung. 



   Durch das Patent Nr. 145001 sind bereits Verfahren bekannt geworden, durch welche die Anodenverluste einer   ungleichförmig   belasteten Verstärkerröhre verringert werden, indem mit Hilfe der zu verstärkenden Signale die Anodenverlustleistung in solchem Sinne gesteuert wird, dass die Anodenverluste bei schwächeren Signalen kleiner werden als bei stärkeren Signalen. Diese Verfahren ermöglichen eine Verbesserung des sogenannten Wirkungsgrades der   Verstärkerröhre,   d. h. eine Vergrösserung des Verhältnisses der nützlich abgegebenen Wechselstromleistung zur Gleichstromleistung, welche der Anodenstromquelle   entnommen   wird, insbesondere bei schwächeren Signalen.

   Dadurch wird die Erwärmung der Anode geringer und die Verstärkerröhre kann bei wechselnder Signalstärke ganz bedeutend erhöhte kurzzeitige Leistungsspitzen ohne Überlastung der Anode bewältigen. 



   Diese   bekannten   Verfahren sind nur dann für   Hoch-oder Niederfrequenzverstärker anwendbar,   wenn die zu verstärkenden Signale in ihrer Intensität   veränderlich   sind oder zeitweise aussetzen. 



  Bestehen jedoch die zu verstärkenden Signale aus einer modulierten Trägerwelle von bekannter Form, so versagen diese Verfahren, da ja der Mittelwert einer solchen modulierten Trägerwelle über eine Periode des modulierenden Signales im wesentlichen konstant ist. 



   Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung besteht in einem Verfahren und einer Anordnung zur   Durchführung   des Verfahrens zur Erhöhung der maximalen Wechselstromleistung von Elektronenröhren, die   modulierte Trägerwellen   verstärken, welche Verfahren sieh dadurch kennzeichnen, dass in mindestens einer Stufe eines   Trägerwellenverstärkers,   welche die bereits   modulierte Trägerwelle     verstärkt,   die Spannung der Anodenstromquelle durch den modulierenden Signalstrom, durch den gleichgerichteten modulierenden Signalstrom oder durch den Strom der gleichgerichteten modulierten Trägerwelle gesteuert wird, wobei der zur Regelung der Anodenspannung bestimmte Strom dem Anodenstromkreis nicht unmittelbar Leistung zuführt.

   Die Spannung der Anodenstromquelle kann mit dem modulierenden Signalstrom, mit dem gleichgerichteten modulierenden Signalstrom oder mit dem Strom der gleichgerichteten   modulierten Trägerwelle   zunehmen und oberhalb einer bestimmten Höhe dieser Ströme begrenzt werden. 



   Damit durch eine solche Steuerung eine   tatsächliche   Herabsetzung der Anodenverluste und dadurch eine Erhöhung der maximalen Wechselstromleistung erreicht wird, muss die Trägerwelle, welche in der gesteuerten Verstärkerröhre verstärkt wird, durch irgendein bekanntes Verfahren bereits so moduliert sein, dass der Mittelwert der Trägerwelle über eine Periode des modulierenden Signales mit grossen Amplituden des modulierenden Signales grösser wird. Insbesondere ist als Idealfall anzustreben, dass die Amplitude der Trägerwelle immer so gross wird, wie der Momentanwert des modulierenden Signalstromes, also eine hundertprozentige Modulation bei beliebigen Signalstärken. 



   Im folgenden ist als Beispiel ein Verfahren zur Erreichung dieses Zieles beschrieben. Es besteht im Wesen aus der Verwendung einer besonderen Verstärkerstufe mit   gesteuertem Übertragungsgrad,   in welcher die noch nicht modulierte Trägerwelle verstärkt wird. Diese besondere Verstärkerstufe enthält eine Röhre mit exponentieller Charakteristik, deren Gitter die Spannung der Trägerwelle in unveränderlicher Grösse   aufgedrückt   wird und deren negative   Gitter Vorspannung durch   den gleichgerichteten modulierenden Signalstrom so gesteuert wird, dass ihr absoluter Wert mit grösserem Signal- 

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 strom abnimmt.

   Dadurch wird   der Dbertragungsgrad   dieser   besonderen Verstärkerstufe um   so grösser, je grösser der Mittelwert des modulierenden Signalstromes ist. Die Intensität der durch diese besondere Verstärkerstufe   verstärkten Trägerwelle   ist mit der Grösse des gleichgerichteten modulierenden Signalstromes veränderlich, im Idealfalle zu ihr proportional. Es kann als besondere   Verstärkerstufe auch   eine andere, zweckentsprechende Anordnung verwendet werden. 



   Die Trägerwelle, welche durch diesen besonderen Verstärker bereits verstärkt wurde,   kann   in einem beliebigen Modulator moduliert werden, wobei im Idealfalle die Modulation unabhängig von der   Signalstärke   immer hundertprozentig sein wird, da die   Intensität   der dem Modulator zugeführten Trägerwelle dem Mittelwert des zu modulierenden Signalstromes bereits angepasst wurde. 



   Durch Verwendung dieses Verfahrens wird der Mittelwert der modulierten Trägerwelle über eine Periode des modulierenden Signales nicht mehr konstant sein und seinen Höchstwert nur kurzzeitig während der Leistungsspitzen annehmen, womit die gemäss vorliegendem Verfahren modulierte Trägerwelle zur Verstärkung in einer Stufe mit gesteuerten Anodenverlusten geeignet sein wird. 



   Die im Folgenden angegebenen Verfahren zur Steuerung der Anodenverlustleistung der Ver-   stärkerstufe,   in welcher die modulierte Trägerwelle verstärkt wird, bestehen im Wesen aus Verfahren zur Steuerung der Spannung der Anodenstromquelle dieser Stufe, wobei zur Steuerung entweder der modulierende Signalstrom oder der gleichgerichtete modulierende Signalstrom oder der Strom der 
 EMI2.1 
 können die in vorliegender Erfindung angegebenen Anordnungen mit gittergesteuerter Gleichrichterröhre oder irgendwelche andere bereits bekannte Anordnungen verwendet werden. 



   Als Beispiele zur näheren Erläuterung des Wesens dieser Erfindung seien hier einige Anordnungen beschrieben, in denen schematisch die Anwendung der Erfindung dargestellt ist. 



   Fig. 1 stellt den zeitlichen Verlauf einer modulierten Trägerwelle von bekannter Form dar, bei hundertprozentiger und bei fünfzigprozentiger Modulation. 



   Fig. 2 stellt den zeitlichen Verlauf einer gemäss vorliegender Erfindung   modulierten Träger-   welle uar, bei derselben Stärke der modulierenden Signalspannung. Es bedeuten dabei t die Zeit und eden Momentanwert der Spannung der   modulierten Trägerwelle.   Der Mittelwert von e ist vom Mittelwert des modulierenden Signales abhängig. 



   Fig. 3 stellt ein   Verstärkersystem gemäss   vorliegender Erfindung schematisch dar. Im Oscillator 1 
 EMI2.2 
 modulierte   Trägerwelle im Verstärker   7 verstärkt und durch die Drähte 8 einem leistungsempfangenden   Apparat (Antenne, Fernleitung usw. ), zugeführt. Das modulierende Signal wird im Geber oder Mikro-   phon   25   erzeugt, im Verstärker 26 verstärkt und durch die Drähte 9 dem Modulator zugeführt. Es wird ein Teil des Signalstromes oder des Stromes der modulierten Trägerwelle von irgendeinem Punkte des Verstärkersystems abgenommen, durch die Drähte 16 dem Gleichrichter 17 zugeführt, gleichgerichtet und mit diesem gleichgerichteten Strom   der Übertragungsgrad   des Verstärkers   3   gesteuert, wie in Fig. 4 näher erläutert wird. 



   2,4, 6,9, 23, 28 und 30 bezeichnen die Drähte, welche die einzelnen Organe verbinden. Die 
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   Fig. 6 stellt ein   Ausführungsbeispiel   des Verstärkers 7 dar. Die Drähte 6 führen die   Spannung   der modulierten   Trägerwelle über   den Eingangstransformator   32   dem Gitter der Verstärkerröhre 34 zu. Die   verstärkte modulierte Trägerwelle   wird über den   Ausgangstransformator 33 dem leistungs-   empfangenden Apparat (Antenne oder Fernleitung) zugeführt. Die Anodenspannung der Röhre 34 wird durch eine regelbare Stromquelle 29 geliefert.

   Die   Drähte     30     fuhren als Steuerungsstrom   der Stromquelle 29 den modulierenden Signalstrom, den gleichgerichteten   modulierenden     Sie ; nalstrom   
 EMI3.1 
 wird im Widerstand. 31 durch den Anodenstrom erzeugt und wird daher mit höherer Anodenspannung negativer. Der Widerstand   31   ist für die Wechselstromkomponente des Anodenstromes durch den Kondensator 27 überbrückt. Die Stromquelle 29 kann eine beliebige Stromquelle sein, deren Spannung durch Strom regelbar ist. 



   Fig. 7 und 8 stellen zwei besondere   Ausführungen   der Stromquelle 29 dar. 



   Fig. 7 enthält als Stromquelle 29 eine Anordnung mit einer gittergesteuerten   Gleichrichter-   
 EMI3.2 
 anderseits die Wechselstrombrücke, welche aus der   Impedanz 3. S,   dem Kondensator. 39 und der Drosselspule 40 besteht. Ein Punkt der Impedanz 38 ist mit dem Gitter der Röhre 49 verbunden, wodurch diesem Gitter eine Wechselspannung aufgedrückt wird. welche gegenüber der   Klemmen-   spannung der Wechselstromquelle 35 phasenverschoben ist. Die Drosselspule 40 ist auf einem Eisenkern. 37 untergebracht, welcher zwei weitere Wicklungen 41 und 42 trägt.

   Durch die Drähte 47 wird 
 EMI3.3 
 im Gleichrichter 46 gleichgerichtet und über den Siebkreis   45     und   die   Drähte   30 der Wicklung 41 zugeführt, wodurch der Eisenkern   37   gesättigt und somit der induktive Widerstand der Drosselspule 40 geändert wird. Die Änderung des Widerstandes der Spule 40 bewirkt eine   Phasenänderung   der Gitterspannung der Röhre 49 und somit eine Änderung des Effektivwertes der gleichgerichteten Spannung. 



  Die gleichgerichtete Spannung wird durch die Siebkette   36   geglättet und durch die Drähte 28 dem 
 EMI3.4 
 Batterie 43 gespeist, wodurch der Ruhewert der Drosselspule 40 eingestellt wird. Die   Drossel 44 im   Stromkreis der Wicklung 42 verhindert, dass die Wicklung   42 als Kurzschlnsswicklullg   wirkt. 



   Fig. 8 stellt   eine ähnliche   Anordnung wie Fig. 7 dar. Hier ist jedoch die Drossel 40 der Brücke nicht regelbar, wohingegen der Kondensator 39 regelbar ist. Zur Regelung des Kondensators   39   dient der Elektromagnet   48,   welcher über die   Drähte : 30 durch   den modulierenden Signalstrom oder durch   den Kleiehgeriehteten modulierenden Signalstrom   oder durch den Strom der gleichgerichteten modulierten Trägerwelle gesteuert wird. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Erhöhung der maximalen Wechselstromleistung von Elektronenröhren nach dem Patente Nr. 145001, dadurch gekennzeichnet, dass in mindestens einer Stufe eines Trägerwellenverstärkers, welche die bereits modulierte Trägerwelle   verstärkt,   die Spannung der   Anodenstromquelle   durch den modulierenden Signalstrom oder durch den gleichgerichteten modulierenden Signalstrom oder durch den Strom der gleichgerichteten modulierten Trägerwelle gesteuert wird. wobei der zur Regelung der Anodenspannung bestimmte Strom dem Anodenstromkreis nicht unmittelbar Leistung zuführt (Fig. 6).

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannung der Anodenstrom- quelle mit dem modulierenden Signalstrom oder mit dem gleichgerichteten modulierenden Signalstrom oder mit dem Strom der gleichgerichteten modulierten Trägerwelle zunimmt und oberhalb einer bestimmten Höhe dieser Ströme begrenzt werden kann.
    3. Verfahren nach Anspruch 2. dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einem Gitter der Verstärkerstufen, welche die bereits modulierte Trägerwelle verstärken, eine zusätzliche negative Vor- spannung aufgedrückt wird, wobei der absolute Wert dieser zusätzlichen negativen Vorspannung mit der Anodenspannung wächst.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die noch nicht modu- lierte Trägerwelle bei grösseren Amplituden des modulierenden Signalstromes mit grösserem Verstärkungsgrad übertragen wird, als bei kleineren Amplituden des modulierenden Signalstromes.
    5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil des modulierenden Signal- stromes oder des Stromes der modulierten Trägerwelle gleichgerichtet wird, wobei durch diesen gleichgerichteten Strom die Intensität der noch nicht modulierten Trägerwelle in mindestens einer. derModu- lationsstufe vorhergehenden Verstärkerstufe gesteuert wird.
    6. Verfahren nach den Ansprüchen 4 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Intensität des Stromes der noch nicht modulierten Trägelwelle mit der Intensität des gleichgerichteten Stromes zunimmt.
    7. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn- zeichnet, dass eine gittergesteuerte Gleichrichterröhre vorgesehen ist, welche den Anodenstrom der gesteuerten Röhre liefert, wobei zur Steuerung dieser gittergesteuerten Gleichriehterröhre der modu- <Desc/Clms Page number 4> lierende Signalstrom, oder der gleichgerichtete modulierende Signalstrom oder der Strom der gleichgerichteten modulierten Trägerwelle verwendet wird (Fig. 7 und 8).
    8. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 4 bis G, dadurch gekenn- zeichnet, dass im Verstärker, weleher die noch nicht modulierte Trägerwelle verstärkt, zumindest eine Verstärkerstufe vorgesehen ist, welche eine Röhre mit expontieller Charakteristik enthält und diese Röhre so gesteuert wird, dass ihr Arbeitspunkt bei grösseren Amplituden des modulierenden Signalstromes in eine steilere Stelle ihrer Arbeitscharakteristik versetzt wird, als bei kleineren Amplituden des modulierenden Signalstromes, wobei zur Steuerung dieser Verstärkerstufe der gleichgerichtete modulierende Signalstrom oder der Strom der gleichgerichteten modulierten Trägerwelle verwendet wird (Fig. 4). EMI4.1
AT152373D 1934-11-27 1934-11-27 Verfahren und Anordnung zur Erhöhung der maximalen Wechselstromleistung von Elektronenröhren. AT152373B (de)

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