AT134995B - Verfahren zur Darstellung von Essigsäureanhydrid. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Essigsäureanhydrid.

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  Verfahren zur Darstellung von Essigsäureanhydrid. 



   Es ist bekannt, dass Essigsäureanhydrid katalytisch aus Eisessig hergestellt werden kann ; hiebei werden als Katalysatoren Phosphate bzw. Gemische solcher in erhitztem bzw. geschmolzenem Zustande verwendet und der Eisessigdampf, gegebenenfalls im Gemisch mit   gas-bzw. dampfförmigen Katalysatoren,   durchgeleitet (s. Patentschrift Nr. 127017, deutsche Patentschrift Nr.   475885).   



   Es wurde nun gefunden, dass man weit höhere Ausbeuten erreichen kann, wenn man dem Eisessig geringe Mengen (1-5%) Säureamide oder Säurenitrile zugibt und hierauf durch die bekannten Katalysatoren leitet. Zweckdienlich fügt man das zur Anwendung gelangende Säureamid oder-nitril dem Eisessig zu und lässt diese Mischung verdampfen, wobei sieh die Zusätze verflüchtigen und vom Eisessigdampf mitgenommen werden. 



   Man kann aber auch so vorgehen, dass man den auf die Reaktionstemperatur vorerhitzte Eisessigdampf über das Säureamid oder-nitril leitet ; der Eisessigdampf nimmt hiebei eine gewisse Menge des Amids oder Nitrils auf und wird nun durch den Katalysator geleitet. Ferner kann man in der Weise vorgehen, dass man den Eisessigdampf allein in den Phosphatkatalysator einleitet und das Amid oder Nitril ebenfalls allein, u. zw. entweder nach   Überführung   in den Gaszustand durch Erhitzen oder in festem bzw. flüssigem Zustand, in den erhitzten Phosphatkatalysator einleitet bzw. einträgt. Die Art, in der das Amid oder Nitril zugesetzt wird, ist gleichgültig ; es muss nur dafür Sorge getragen werden, dass Eisessigdampf und Nitril bzw. Amid im Phosphatkatalysator gleichzeitig zugegen sind. 



   Beispiel l : In einem Metalltiegel aus Chromnickelstahl befindet sich ein Gemisch von 1 Gewichtsteil geschmolzenem Natriummetaphosphat, 1 Gewichtsteil Lithiummetaphosphat und 1 Gewichtsteil Borylphosphat. Durch ein starkwandiges Einleitrohr aus Chromnickelstahl (V4A) wird durch die Schmelze bei Temperaturen zwischen 700-7500 Eisessigdampf, der 1% Harnstoff enthält, geleitet. Der Tiegel wird in der in der Patentschrift Nr. 127017 angegebenen Weise geheizt. Die Ausbeute an Anhydrid, das nur Spuren von Phosphorsäure und organischen Phosphorverbindungen enthält, ist 68%, während sie unter gleichen Bedingungen ohne Zusatz von Harnstoff nur   54%   beträgt. 



   Beispiel 2 : Es wird in derselben Apparatur und unter denselben Bedingungen wie im Beispiel 1 gearbeitet, jedoch wird dem Eisessig   1'5%   Acetamid zugesetzt. Die Ausbeute beträgt   63%.   



   Durch Zusatz von 1% Benzonitril zum Eisessig erhält man eine   ähnliche   Steigerung der Ausbeute auf   62%.   



   Beispiel 3 : Durch ein Rohr, das mit Carborundum gefüllt ist, auf dem 10% seines Gewichtes Natriummetaphosphat aufgetragen wurden, wird bei Temperaturen zwischen 630-6500 Eisessigdampf, dem   0-3%   Thioharnstoff zugesetzt sind, geleitet. Die Ausbeute beträgt 63%, während ohne den Zusatz von Thioharnstoff nur 50% Ausbeute zu erreichen waren. 



   Beispiel 4 : Apparatur wie im Beispiel 1 ; als Katalysator wird ein Gemisch von 1 Gewichtsteil Kaliummetaphosphat und 1 Gewichtsteil Natriummetaphosphat gewählt. Durch das geschmolzene Gemisch wird Eisessigdampf geleitet, dem   0'1%   Dicyandiamid zugesetzt ist. Die Ausbeute   beträgt 63%,   während ohne Zusatz nur eine   53% igue   Ausbeute erreicht werden kann. 



   Beispiel 5 : Durch ein glattes Kupferrohr, in welchem sich der aus einem Gemisch von 4 Gewichtsteilen Borsäureanhydrid, 4 Gewichtsteilen Borylphosphat, 1 Gewichtsteil Eisenmetaphosphat und 1 Ge-   wiehtsteil Manganmetaphosphat   bestehende Katalysator befindet, wirdEisessig geleitet,   dem 1 % Formamid   zugesetzt ist. Die Ausbeute beträgt   63%,   ohne Formamidzusatz   50%.   Das erhaltene Essigsäureanhydrid enthält nur Spuren von Verunreinigungen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Darstellung von Essigsäureanhydrid durch Leiten von Eisessig in dampfförmigem Zustande im Gemisch mit geringen Mengen Aminoverbindungen durch erhitzte oder geschmolzene Phosphate, dadurch gekennzeichnet, dass als Aminoverbindungen Säureamide zur Anwendung gelangen. 

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Claims (1)

  1. 2. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an Stelle von Säureamiden Säurenitrile verwendet werden. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT134995D 1930-05-17 1931-05-15 Verfahren zur Darstellung von Essigsäureanhydrid. AT134995B (de)

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