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Verriegelungseinriehtung für Weichenantriebe.
Für die Verriegelung von Weichen hat man Riegelmagnete oder Solenoide verwendet, deren Anker bzw. Eisenkern in eine Aussparung der Stellstange eingreift und hiedurch eine willkürliche Bewegung der Stellstange verhindert. Diese Art der Verriegelung hat den Nachteil, dass bei nicht dauernd gleichbleibender Lage der Weichenzunge eine Klemmung des Eisenkerns in der Aussparung der Stellstange eintritt, die verhindert, dass bei nachherige Betätigung des Riegelmagneten eine Entriegelung erfolgt.
Gemäss der Erfindung kann man diesem Übelstand dadurch abhelfen, dass man den Riegelmagneten an einer Stelle des Weichenantriebes anordnet, die bei der normalen Umstellung der Weiche auch bewegt wird, aber von irgendwelchen Ungleichmässigkeiten in der Lage der Weichenzungen unabhängig ist.
Z. B. kann man den Riegelmagneten so anordnen, dass sein Anker in eine Aussparung der Festhaltescheibe eingreift. Die Festhaltescheibe ist in bekannter Weise über Pufferfedern mit der Weiehenantriebs- stange gekuppelt. Lässt man den Riegelmagneten also mit der Festhaltescheibe zusammenarbeiten, so können Ungleichmässigkeiten in der Lage der Weichenzunge den Riegelmagneten nicht beeinflussen, da sie sich über die Pufferfedern auswirken.
Eine weitere Verbesserung kann man ferner dadurch erzielen, dass man den Stromkreis des Riegelmagneten abwechselnd über einen der jeweils geschlossenen Steuerschalterkontakte führt. Man erreicht dadurch, dass der Riegelmagnet nicht nur die Endlage der Weiche überwacht, sondern gleichzeitig noch erkennen lässt, ob sich die Weiche in der Plus-oder Minuslage befindet.
Der Erfindungsgegenstand ist in den Figuren näher erläutert.
1 ist der Kontakt am Stellhebel, der den Strom von der Stromquelle abwechselnd über die Stell- leitung. 8, SteIIeitung 3 zu den Feldwicklungen 4 bzw. 5 des Weichenmotors 6 führt. Mit dem Weichen-
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aus der Festhaltescheibe 1. 3 aushebt. Durch die Kontakthebel werden in bekannter Weise die Stell-und Überwachungskontakte gesteuert. Im vorliegenden Falle ist z. B. die bei 1 unterbrochene Stelleitung 2 über den Stellkontakt 17 an die Feldwicklung 4 angeschlossen. Gleichzeitig ist die Leitung 3 über den Kontakt 18 am Steuerschalter und den Stellhebelkontakt 19 an den Weichenüberwachungsmagneten 20 angeschlossen, während der Überwachungskontakt 21 und der Stellkontakt 22 unterbrochen sind.
Der Überwachungsmagnet zeigt in bekannter Weise an, dass sich die Weiche in der Endlage befindet. Man kann nun mit den Steuerschalterkontakthebeln 15 und 16 in bekannter Weise noch Klinken 23 und 24 verbinden, die in den Endlagen des Antriebes in die mit den Weichenzungen in Verbindung stehenden Riegelstangen 25 bzw. 26 eingreifen, so dass die anliegende Zunge jeweils in der Endlage verriegelt ist.
Der Riegelmagnet 27 ist hiebei beispielsweise über der Festhaltescheibe angeordnet, so dass sein Anker in diese eingreift und sie verriegelt.
Gemäss der Erfindung wird nun der Riegelmagnet 27 nicht in Verbindung mit der Stellstange 12, sondern so angeordnet, dass sein Anker 28 in eine Aussparung 29 der Festhaltescheibe 13 eingreift.
Eine weitere Verbesserung kann man dadurch erzielen, dass man den Stromkreis des Riegelmagneten gleichzeitig noch abwechselnd über einen der Kontakte führt, die durch die vom Steuerkranz gesteuerten
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zweite Anzeige, ob der Weichenantrieb in der Plus-oder Minuslage verriegelt worden ist.
Im vorliegenden Falle z. B. führt der von dem Riegelmagneten geschlossene. Stromkreis über Leitung 30, 31 und den Kontakt 32, Leitung 33 und den Fahrstrassenkontakt : 14 zu dem Überwaehungs- magneten 35. In der andern Lage des Weichenantriebes führt der Stromkreis von dem Riegelmagneten über Leitung 30,36 und den hier unterbrochen gezeichneten Kontakt 37, Leitung 38, Kontakt 34 ebenfalls zu dem Riegelüberwachungsmagneten 35. In der Zuleitung 39 zu dem Riegelmagneten befindet sich noch ein durch den Fahrstrassenhebel betätigter Kontakt 40, der bei eingestelltem Fahrstrassenhebel geschlossen ist und den Riegelmagneten in Tätigkeit setzt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verriegelungseinriehtung für Weichenantriebe, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegelmagnet mit einem Teil des Weichenantriebes zusammenarbeitet, der von der genauen Endlage der Weichenzunge unabhängig ist.