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Einrichtung zur selbsttätigen Verstärkungsregelung in Fernspreehanlagen.
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ohmigen Widerstand rasch entladen wird. Der Kondensatorkreis ist derart bemessen, dass bei normalen, stossweise auftretenden Sprechströmen kein Ansprechen der Einrichtung stattfindet, sondern nur dann, wenn ein Pfeifton oder ununterbrochenes Störgeräusch vorhanden ist.
Nach einem weiteren Merkmale der Erfindung kann man die Vorrichtungen zur Regelung des Verstärkungsgrades durch eine Zeitschalteinrithtung in bestimmten Zeitabständen (z. B. alle drei Minuten) anlassen, wodurch jedesmal der Verstärkungsgrad soweit heraufreguliert wird, bis der Verstärker pfeift und dann wieder herabreguliert wird, bis das Pfeifen aufhört.
Dieses in bestimmten Zeitabständen erfolgende Herauf-und Herunterregulieren des Verstärkunas- grades kann verschiedenen Zwecken dienen.
Beim Herunterregulieren des Verstärkungsgrades sinkt natürlieh die Spreehverständigunagüte je nach der vorliegenden Störung bzw. den durch diese bedingten eingeschalteten Dämpfungswider-
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kurzer Zeit wieder verschwindet. In solchem Fall würde dann die Spreehverständigungsgüte unnötig für die ganze Gesprächsdauer niedriger gehalten werden, als es erforderlich ist. Dies wird nun dadurch verhindert, dass man die Reguliervorrichtung in bestimmten Zeitabständen anlässt, wodurch beim jedes-
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der augenblickliche Gleichgewichtszustand auf der Leitung erfordert.
Gleichzeitig wird durch das in bestimmten Zeitabständen erfolgende Herauf-und Herunterregulieren des Verstärkungsgrades ein weiterer Vorteil erreicht. In der Pause zwischen Herauf-und Herunterregulieren des Verstärhungsgrades kommt der Verstärker kurz zum Pfeifen und dieser in bestimmten, dem Teilnehmer bekannten Zeitabständen wiederholte Pfeifton dient demselben als Zeichen, aus welchem er die Dauer des von ihm geführten Gespräches erkennen kann.
Ein weiteres Kennzeichen der Erfindung besteht darin, dass die Einrichtung so getroffen werden kann, dass durch einen Pfeifton bzw. ein sonstiges Störgeräusch längerer Dauer den überwachenden Beamtinnen ein Zeichen übermittelt wird, so dass Massnahmen zur Beseitigung der Störung veranlasst werden können.
Nachstehend ist die Erfindung an Hand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Fig. 1-4 zeigen die Regeleinrichtung, während Fig. 5 die Regeleinrichtung im Zusammenarbeiten mit der Zeitsehalteinriehtung darstellt.
Es sei zunächst die Funktion und Wirkungsweise der Regeleinrichtung gemäss Fig. 1-4 beschrieben. Die Regeleinrichtung nach Fig. 1 besteht im wesentlichen aus einer Röhrenanordnung, enthaltend
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sprechen des Relais S, wenn dieses seinen Kontakt 1 s schliesst, der im Gitterkathodenkreis dieser Röhre liegende Kondensator C 2 über den hoehohmigen Widerstand R 2 aufgeladen wird. Dieser Widerstand ist so bemessen, dass die Aufladung langsam erfolgt, d. h. eine gewisse Zeitspanne beansprucht.
Die durch die Ladung des Kondensators C 2 dem, durch die Gitterbatterie Bg 2 al ! f eine bestimmte Vorspannung eingestellten Gitter der Röhre G {2 zugefÜhrte Energie bringt diese zum Ansprechen und
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seines Kontaktes 2 pk ein Hilfsrelais A erregt, welches über seien Kontakt 3 a einen Stromkreis schliesst, in welchem nach dem Ausführungsbeispiel eine Signallampe zum Aufleuchten kommt, als Zeichen für die die Verbindung überwachende Beamtin. Selbstverständlich kann auch ein anderes beliebiges optisches oder akustisches Signal verwendet werden.
Die Aufladezeit des Kondensators a : 2 ist hiebei so bemessen, dass das durch die Sprache herbei-
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bewirkt zusammen mit dem Widerstand R : 2, dass dem Gitter nicht mehr als eine vorher bestimmte Spannung zugeführt wird. Die parallel zu den Relais S und PK liegenden Kondensatoren C 1 und a 3 sind die allgemein bekannten und angewendeten Uberbrüekungskondensatoren.
Ein wesentliches Merkmal des Anmeldungsgegenstandes ist seine Empfindlichkeit im Ansprechen auf bereits kleine Amplitudenwerte der Störströme, sobald sie nur entsprechende Zeit andauern während Störströme selbst mit verhältnismässig grossen Amplituden die Vorrichtung nicht zum Ansprechen bringen, wenn sie kurzzeitig auftreten. Massgebend für die Empfindlichkeit ist, dass für den Verzögerungsvorang
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beim Ansprechen das langsame Aufladen eines Kondensators über einen hohen Widerstand benutzt wird. Der Aufladungsvorgang lässt sich bei dieser Vorrichtung also sehr genau einstellen. Das Ansprechen der zweiten Röhre ist demnach von der Zeit der Einwirkung der Störströme, nicht aber von der Grösse der Amplituden abhängig.
Demzufolge eignet sich die erfindungsgemässe Anordnung nicht nur zur selbsttätigen Regelung bzw. Anzeige der Pfeiftöne von Verstärkern, sondern auch beliebiger anderer in der Leitung auftretender Störgeräusche. Pfeift ein Verstärker oder tritt ein sonstiges Störgeräusch längerer Dauer in der Leitung auf, so kommt die Regeleinrichtung zur Wirkung, setzt die den Verstärkungsgrad regelnde Vorrichtung in Tätigkeit oder schaltet ein Signal für die Beamtin ein, worauf diese die Störung feststellt und beseitigt.
Da das Pfeifen von Verstärkern in den meisten Fällen auf solche Störungen des Gleichgewichtes
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pfeifenden Verstärker, d. h. also durch Herabsetzung des Verstärkungsgrades desselben beheben lassen, wird es sich in solchen Anlagen mit unbewachten Verstärkern, die automatisch beim Zusammensehalten von Leitungen eingeschaltet werden, empfehlen, nicht nur den Verstärkern im unbewachten Amt eine
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eine Vorrichtung, wie z. B. ein Schrittschaltwerk oder eine Relaiskette oder eine andere gleichartige Anordnung angelassen wird, welche Dämpfungswiderstände an den Verstärker anschaltet, bis der Ver-
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Kontrolleinrichtung an dem pfeifenden Verstärker zur Wirkung und schaltet die Signallampe ein.
Gleichzeitig tritt aber auch die Kontrolleinrichtung im iiberwaehenden Amt in Tätigkeit, so dass die Beamtin an der von dieser in Tätigkeit gesetzten Signallampe die Störung erkennt und ihre Massnahmen zur Feststellung der Störung und zu deren Beseitigung trifft.
Diese Anordnung ist an Hand des Ausführungsbeispieles gemäss Fig. 2 beschrieben.
Sobald bei auftretendem Pfeifen eines Verstärkers die ihm zugeordnete Kontrollvorrichtung anspricht, wird das Relais PK (Fig. 1) erregt, und schliesst seinen Kontakt 4 pk und damit den Stromkreis des Drehmagneten D 1 des Schrittschaltwerkes S 1. An die von dem Schaltarm c des letzteren bestrichenen Bankkontakte sind Dämpfungswiderstände W angeschlossen. Über die Verbindungsadern a und b sind diese mit dem Gitterkreis des Verstärkers verbunden. Der Drehmagnet D 1 dreht die Arme e
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Gitterkreis des Verstärkers eingeschaltet werden.
Beruht nun das Pfeifen des Verstärkers auf einer Ursache, die sich durch diese Massnahme, d. h. durch die Herabsetzung des Verstärkungsgrades nicht beheben lässt, so ist, wenn der Arm c auf den letzten Bankkontakt aufgelaufen ist, also sämtliche Dämp- fungswiderstände eingeschaltet sind, der Arm e auf das Kontaktsegment 7 gelangt. Dadurch wird ein Stromkreis für die Signallampe L und die Relais B und H geschlossen.
Die Signallampe L leuchtet auf, Relais B öffnet mit Ansprechen seinen Ruhekontakt 5 b, wodurch der Stromkreis des Drehmagneten D1 unterbrochen und das Schrittschaltwerk stillgesetzt wird, während Relais H seinen Kontakt 6 h vorbereitend für die spätere Rückführung des Schrittsehaltwerkes S 1 in die Anfangsstellung schliesst
Gleichzeitig hat die Kontrolleinrichtnng im überwachenden Amt angesprochen und die Beamtin veranlasst die Untersuchung und Behebung der Störung in ihr geeignet erscheinender Weise.
Nach Abstellung der Störung fällt Relais PI ( (Fig. 1) ab, öffnet seinen Kontakt 4 pk und schliesst seinen Kontakt 8 pk, wodurch über letzteren und Kontakt 6 h der Stromkreis für den Drehmagneten D 1 wieder geschlossen wird. Letzterer dreht die Arme c und e des Sehrittseh altwerkes RJ, bis diese ihre Anfangsstellung erreicht haben, in welchem Falle der Arm c das Segment 7 verlassen hat, so dass die Relais Bund II abfallen. Diese legen ihre Kontakte 5 b und 6 h um und die Vorrichtung ist damit für eine neue Anzeige empfangsbereit.
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ämtern, wird es sich unter Umständen empfehlen, die Verstärker dauernd zu kontrollieren. Dies wird erfindungsgemäss durch eine in Fig. 3 dargestellte Vorrichtung bewirkt, die zwischen die Kontrolleinrichtung und die Verstärker bzw. z.
B. eine Gruppe solcher angeordnet ist.
Diese Vorrichtung (Fig. 3) besteht beispielsweise aus einem Sehrittschaltwerk S 2, dessen Arme 10 und 11 über die Adern a und b mit der Kontrolleinrichtung verbunden sind, während an die Bankkontakte des Schrittschaltwerkes S 2 die Verstärker angeschlossen sind. Die Kontrolleinrichtung wird Über die Taste T eingeschaltet, indem über diese, den Kontakt 8 pk, Unterbrecher U 2, Erde der Stromkreis für den Drehmagneten D 2 geschlossen wird. Die Arme 10 und 11 drehen sich so lange, als dieser Stromkreis geschlossen ist und tasten dabei schrittweise die angeschlossenen Verstärker ab. Treffen die Arme 10 und 11 dabei auf einen pfeifenden Verstärker auf, so wird die Kontrolleinrichtung ansprechen.
Das Relais PI derselben öffnet seinen Kontakt 8 pk im Stromkreis des Drehmagneten D 2, wodurch dieser unterbrochen und das Schrittschaltwerk stillgesetzt ist. Dieses bleibt so lange in Ruhe, bis die Störung
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behoben ist, worauf mit Abfall des Relais PE der Stromkreis des Drehmagneten D 2 am Kontakt 8 pk wieder geschlossen ist und das Schrittsehaltwerk weitergedreht wird.
In bestimmten Anlagen, d. h. dort, wo es die Betriebsverhältnisse gestatten, lässt sich eine Vereinfachung der gesamten Anordnung dadurch erzielen, dass nur im überwachenden Amt eine Kontrolle über den Betriebszustand der Verstärker ausgeübt wird. Dies lässt sich dadurch erreichen, dass der Verbindunsleitung im überwachenden Amt eine Kontrolleinrichtung zugeordnet wird oder im unbewachten
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werden kann.
In Fig. 4 ist eine Anordnung dargestellt, wo die Kontrolleinrichtung nur im unbewachten ait aufgestellt ist und in den bewachten Ämtern das Signal angeordnet ist, welches simultan über beide Adern der Verbindungsleitung erregt wird.
VL stellt eine zwischen dem unbewachten Verstärkeramt An und dem bewachten Amt Ab verlaufende Verbindungsleitung dar. Wird in ersterem Amt eine Störung durch die Kontrolleinrichtung gemeldet und der Kontakt 9a des Relais A (Fig. 1) geschlossen, so kommt in dem bewachenden Amt Ab die Signallampe L zum Aufleuchten in einem Stromkreis von :
Erde, Batterie, Kontakt 9 a, Mittelpunkt der an den beiden Adern der Verbindungsleitung VL in Brücke liegenden Drossel Dr 1 simultan über
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stellung zurückgeführt.
Nachstehend ist die Reguliervorrichtung gemäss Fig. 5 beschrieben.
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schaltet die Beamtin mittels einer Taste T eine Zeitschalteinrichtung Z ein, welche in bestimmten Zeitabständen eine Reguliervorrichtung R anlässt, welch letztere die zur Regulierung des Verstärkungsgrades
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heraufgesetzt wird. Diese Dämpfungswiderstände W sind mittels der Verbindungsadern a und b. z. B. mit dem Gitterkreis des nicht abgebildeten Verstärkers verbunden.
Selbstverständlich kann die Einschaltung der Zeitschalteinrichtung Z anstatt über die von Hand zu bedienende Taste T auch selbsttätig, z. B. über den Kontakt eines besonderen oder eines bereits andern Zwecken (Zündung der Verstärker u. dgl. ) dienenden Sehaltmittels bewirkt werden.
Beim Schliessen der Taste T wird ein Stromkreis für den Drehmagneten D 2 des Schrittschalt- werkes S 2 vorbereitet. In diesem Stromkreis liegt der Kontakt 5 s einer hier weiter nicht interessierenden und nicht abgebildeten Sehalteinrichtung, die diesen Kontakt 5 s alle fünf Sekunden schliesst und gleich wieder öffnet. Beim jedesmaligen Schliessen des Kontaktes 5 s erhält der Drehmagnet D S des Schrittschaltwerkes S 2 Strom über Erde, Batterie, Wicklung des Drehmagneten D 3, Taste T, Kontakt 5 s,
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dann auf Kontakt 36 angelangt, wodurch ein Stromkreis zustande kommt von Erde über Arm e, Bankkontakt 36, Wicklung von Relais S und Relais B, Signallampe L nach Batterie, Erde.
In diesem Stromkreis kommen die Relais S und B zum Ansprechen. Zweck und Wirkung von Relais S ist später beschrieben. Relais B schliesst einen Haltestromkreis für sich, der von Erde über die Signallampe L.'2,
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für die Beamtin.
Mit Ansprechen des Relais B wurde auch der Kontakt 9 b geschlossen und 5 b geöffnet. Über den
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Stromkreis des Drehmagneten D ab, wodurch letzterer stromlos und das Schrittschaltwerk 81 stillgesetzt wird.
Über das Kontaktsegment 7 und den Arm c ist aber ein Stromkreis für das Relais H zustande gekommen, der von Erde, Batterie, über die Signallampe L und das Relais B verläuft, so dass nunmehr mit Ansprechen des Relais H und Öffnen des Kontaktes 11 A der bisherige Haltestromkreis für das Relais B aufgetrennt wird und letzteres sich über den eben beschriebenen Stromkreis in Reihe mit dem Relais H hält.
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gekehrt. Sie wird erneut angelassen, sobald der Arm e des Sehrittschaltwerkes S 2 wieder auf Kontakt 36 angelangt ist, d. h. solange die Taste T in dem Stromkreis des Zeitsehaltwerkes Z geschlossen bleibt, z. B. während des Bestehens der aufgebauten Verbindung.
Soll der Pfeifton in andern als den eben beschriebenen Zeitabständen wiederholt werden, sollen diese z. B. den jeweils in Betracht kommenden Gespräehstarifen angepasst werden, angenommen, das erste Zeichen nach drei Minuten und jede folgende Minute ein weiteres Zeichen, so wird dies zweckmässig in dem dargestellten Ausführungsbeispiel dadurch erreicht, dass, wenn der Kontaktarm e auf den Kontakt 37 aufläuft, ein Stromkreis für das Relais K von Erde am Arm 3 über Kontakt 37, Wicklung des Relais K nach Batterie, Erde geschlossen wird.
Bei Ansprechen des Relais Ein diesem Stromkreis schliesst dasselbe vorbereitend seinen Kontakt 17 Je im Stromkreis der Relais S und B und legt sich in einen Haltestromkreis über den gleichfalls geschlossenen Kontakt 16 k und die geschlossene Taste T 2. Über den vorbereitend geschlossenen Kontakt 17 k sind die Bankkontakte 12, 24 und. 36 parallel geschaltet, so dass, wenn der Arm e das zweite Mal die Bankkontakte bestreicht, die Reguliervorrichtung nach je einer
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Gesprächsbeendigung geöffnet werden.
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