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Scltungsfmordnung zum wahlweisen Anruf in Fernmelde-, insbesondere Fernspredtanlagen mit
Gesellsehaftsleitungen.
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Die Schaltvorgänge der in Fig. 1 gezeigten Anordnung sind folgendermassen :
Im Ruhezustand der Anlage liegt von der Zentralstelle aus Spannung an der a-Ader der Gesellsehaftsleitung. Hebt nun ein Teilnehmer, z. B. an der Teilnehmerstelle TSt 11, seinen Hörer ab und kurbelt, so spricht zunächst das Relais i H in der dieser Teilnehmerstelle zugeordneten Abzweigstelle an : Erde, Kontakt 1 a 11, Teilnehmerstation, Relais A 11 (Wiclung 1), Kontakt 2 sp 1, Erde.
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das Ansprechen des Relais X über den Kontakt 9. x Minuspotential an die b-Ader gelegt, während das Minuspotential von der a-Ader durch Öffnen des Kontaktes 7. K abgeschaltet wird. Über den Kontakt 10. i, wird ferner der Summer Su eingeschaltet, der über seine Wicklung II und den Kondensator Koz 1 einen Summerton an die a-Ader der Gesellschaftsleitung legt, woran der anrufende Teilnehmer erkennt, dass die Gesellsehaftsleitung frei war und dass der Anruf in der Zentralstelle angekommen ist.
Durch den von dem Teilnehmer ausgesandten Induktorstrom kommt ferner nach dem Ansprechen des Relais X die Fallklappe Fk in der Zentralstelle zum Abfall und schaltet dort in bekannter Weise ein Anrufsignal ein.
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übrigen Teilnehmerstellen der Gesellsehaftsleitung (Sperrung der Leitung). Der Kontakt 2 sp 1 wird ebenfalls geöffnet, der Stromkreis des Anschalterelais. 177 der anrufenden Stelle wird jedoch nicht unterbrochen, da sich dieses Relais über seine Wicklung II parallel zu dem Relais Sp 1 über den Kontakt 4 a 11 hält.
Die Beamtin in der Zentralstelle, die das Anrufsignal (Fallklappe Fk gefallen) bemerkt, geht mit ihrem Abfragestöpsel in die der anrufenden Gesellschaftsleitung zugeordnete Abfrageklinke hinein.
Beim Stöpseln wird die Fallklappe Fk abgeschaltet ; ferner wird über den Klinkenkontakt (Kli) Minuspotential über den Widerstand Wiz1 1 und die Drossel Dr 1 an die b-Ader der Gesellschaftsleitung
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Kondensatoren der Gruppen r ; 1' 5 und Gr 6 bleiben jedoch dann noch ausreichend geladen (s. Fig. 3).
Da es sich um den Anruf der Stelle TSt11 handelte, wurde ein Stromstoss von 50 ins ausgesandt, u. zw. derart, dass Pluspotential an der b-Ader lag, während, wie schon oben erwähnt ist, an die a-Ader Minuspotential gelegt wurde. Unter dem Einfluss dieses Stromes sprechen in allen Gruppenabzweigstellen die Relais J an, z. B. Relais J 1 über Kontakt 22 sp 1 : J 2 über Kontakt 3. 3 sp 2 usw. Infolgedessen werden die Kontakte 11 i 1, 12 i 2 usw. in die Arbeitslage gebracht. Der über diese Kontakte verlaufende Stromkreis der Relais Sp 1 und Sp 2 wird dabei nicht unterbrochen, da diese Kontakte als Schleppkontakte ausgebildet sind und in ihrer Arbeitsstellung die Relais Sp 1 bzw. Sp 2 parallel zu den Relais J 1 bzw. J 2 an die Minuspotential führende a-Ader der Gesellschaftsleitung sehalten.
Durch das Ansprechen der Relais J 1 bzw. J 2 werden in allen Gruppenabzweigstellen die Kondensatoren Ko 1,
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Ist die Zeit von 50 ms verstrichen, so spricht in der Sendeeinrichtung der Zentralstelle das Relais P an und unterbricht den Stromkreis der Relais W und An 1. relais P hält sich über eine zweite Wicklung und seinen Kontakt 26 p ; in diesem Stromkreis liegt eine Signallampe SI--, welche der Beamtin in der Zentralstelle zu erkennen gibt, dass die Aussendung des Stromstosses erfolgt ist. Die Beamtin kann also die gedrückte Taste loslassen, wenn die Tasten als lose Tasten ausgebildet sind. Durch das Ansprechen des Relais P wird die Sendeeinrichtung stillgesetzt und durch Umlegen der Kontakte 27 w und 28 w erfolgt die Abschaltung der Sendeeinrichtung von der Gesellschaftsleitung und die Wieder- anschaltung des Minuspotentials an die b-Ader.
In den Gruppenabzweigstellen fallen infolgedessen die Relais Jl, J2 usw. ab. Die über die Widerstände geladenen Kondensatoren werden sich daher über die Wicklungen J der Gruppenansehaltrelais G1, G2 usw. entladen. Die Sperrelais Sp an allen Gruppenabzweigstellen bleiben auch nach dem Abfall der Relais. J erregt, da sie über den in die Ruhe-
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und damit an Minuspotential liegen. Die Kondensatoren in den Gruppenabzweigstellen entladen sich nun über die Wicklung 1 der Relais G, wobei jedoch nur diejenigen an den Gruppenabzweigstellen Gr 1 und Gr 2 zum Ansprechen kommen. Die Gruppenkennzeichnungsrelais G, die als Stufenrelais ausgebildet sind, sprechen dabei auf den Kondensatorentladestrom nur in der ersten Stufe an.
In der Gruppenabzweigstelle Gr 1 wird durch Umlegen des Kontaktes 29 g 1 I (1. Stufe) in die Arbeitslage über den noch in Ruhelage befindlichen Kontakt 30 g 1 II (2. Stufe) für das Relais G 1
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tung wie der Erregerstrom durch die Wicklung 11 dieser Relais, d. h. die beiden Wicklungen unterstützen sich in ihrer Wirkung (s. Fig. 4). Da von den Relais G 1, G 3, G 5 nur Relais G 1 erregt war, bleibt auch nur dieses erregt und hält sich über seine Wieklung 11. Durch Schliessen des Kontaktes 11 (Stufe 1) wird ausserdem ein Stromkreis für die Wicklung 7 des Relais r vorbereitet.
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satoren durch die Wicklung I der Gruppenkennzeichnungsrelais G 2, G 4, G 6 in entgegenesetzter Richtung wie der Strom in der Erregerwicklung 11 (s. Fig. 4).
Das Relais G 2, welches infolge der kurzen Ladezeit der Kondensatoren als einziges Gruppenkennzeiehnungsrelais der Gruppe 2, 4, 6 eingeschaltet war, wird unter dem Einfluss der einander entgegenwirkenden Ströme in den Wicklungen I und 1l abgeschaltet und gelangt wieder in die Ruhelage.
Nach Beendigung der Gruppenwahl ist also allein in der Gruppenstelle Gr 1 das Gruppenrelais G 1 erregt. u. zw. in der ersten Stufe.
Die Beamtin in der Zentralstelle, die am Aufleuchten der Signallampe s'/, erkannt hat, dass die Aussendung des ersten Anrufzeichens erfolgt ist, betätigt nun die Einzelanruftaste. Es können dabei für Gruppen-und Einzelanruf dieselben Tasten verwendet werden. Da es sich um den Anruf der Station TSt 11 handelt, wird nochmals die Taste 7'1 gedrückt. Verwendet man sich sperrende Tasten, so kann die Anordnung derart getroffen sein, dass jedesmal, wenn eine Taste gedrückt wird, durch einen selbsttätigen Mechanismus auch der Schalter T vorübergehend betätigt wird, so dass dabei der Haltestromkreis des Relais P unterbrochen wird und das Relais P abfällt.
Die Anordnung kann anderseits aber auch derart sein, dass der Schalter AT jedesmal vor Betätigung einer der Tasten T -1'6 durch die Beamtin vorübergehend geöffnet werden muss, um die Lampe < s'/y und das Relais P auszu- schalten.
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Bei der erneuten Betätigung der Taste T 1 wird ebenso wie bei der Gruppenwahl die Sendeeinrichtung über die Kontakte 27/1'und 28 Il" an die Gesellschaftsleitung angeschaltet, wobei, da die Taste T 7 gedrückt ist, wiederum Pluspotential an die b-Ader und Minuspotential an die a-Ader gelegt wird. Infolgedessen sprechen die Relais J 1, J 2 usw. in den Gruppenabzweigstellen erneut an. Allein in der Gruppenabzweigstelle Go'1 kommt aber ein Stromkreis für die Wicklung I des Relais G 1 über den nur dort in Arbeitsstellung befindlichen Kontakt-3. 3 a 7 7 (l. Stufe) zustande. Da nun die Wick-
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2. Stufe. Dabei wird der Kontakt 37 g 111 (2. Stufe) geschlossen.
Es liegt daher jetzt das Pluspotential der b-Ader der Gesellsehaftsleitung an allen Kondensatoren der an die Gruppenabzweigstelle Gr 1 angeschlossenen Einzelabzweigstellen ASt 11-ASt 16, u. zw. über die Widerstände Wi 11, Wi 12 usw., und die Kontakte 35 i 1, 36 i 1 usw. Die Kondensatoren Ko 11, Ko 12 usw. werden daher während der Dauer der Stromstosssendung geladen. Die Kondensatorwiderstandsanordnungen an den Einzelabzweigstellen sind dabei in gleicher Weise wie die der Gruppenabzweigstellen auf verschiedene Lade-
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die Sendeeinriehtung SE wieder abgeschaltet, so werden nur die Relais A 11 und, 17.' ? durch den Kondensatorentladestrom voll erregt.
Die Entladung der Kondensatoren beginnt, sobald durch die Abschaltung der Sendeeinrichtung in der Zentralstelle das Relais J 1 abfällt, so dass die Kontakte i 1 und 36 i 1 in die Ruhelage gelangen.
Da die Kondensatoren durch Pluspotential geladen wurden, so fliesst über die Wicklung II des Relais. 111 ein Strom, welcher in seiner Richtung übereinstimmt mit dem Erregerstrom, der über
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und das Relais. 177 fliesst (s. Fig. 5).
Der Entladestrom des Kondensators Ko 12 in der Abzweigstelle 72 fliesst zwar auch über das zugehörige Relais A 12 und bringt dieses zum Ansprechen, so dass die Kontakte 36 a 12, 37 a 12, 38 a 12 und 39 a 72 in die Arbeitslage umgelegt werden. Die Richtung des von der b-Ader der Gesellschafts-
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Die Beamtin der Zentralstelle ruft nun den gewählten Teilnehmer in bekannter Weise durch Wechselstrom. Meldet sieh der Teilnehmer, so hat die Beamtin die Gewissheit, dass allein dieser Teilnehmer an die Gesellschaftsleitung angeschaltet ist. Sie kann nun die Verbindung zu dem gewünschten Teilnehmer, z. B. zu einem andern Teilnehmer desselben Amtes, herstellen. Die Vorgänge, die sich bei Wahl eines Teilnehmers derselben Leitung abspielen, werden noch später erläutert.
Geht der Anruf nicht von dem Teilnehmer der Teilnehmerstelle TSt 11 aus, sondern beispielsweise von dem Teilnehmer der Stelle TSt 22, so ist der grundsätzliche Aufbau der Verbindung der gleiche. Nur bei der Wahl ergeben sieh naturgemäss einige durch die andere Anrufnummer bedingte Unterschiede. Um von sich aus den Teilnehmer TSt 22 anzurufen, drückt die Beamtin zunächst die Taste T 2, wodurch die Sendeeinrichtung in der schon beschriebenen Weise an die Gesellschaftsleitung angeschaltet wird, sie sendet einen Stromstoss von 50 ms Dauer aus, u. zw. derart, dass diesmal Minuspotential an die b-Ader gelegt wird, während an der a-Ader wiederum wie zuvor Minuspotential liegt. Es kommen daher wieder in allen Gruppenabzweigstellen Gr 1-Gr 6 die Relais J 1, J 2 usw. zum An-
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gemeinsamen Leitung.
Die Kondensatoren werden über die Widerstände jedoch diesesmal mit negativem Potential aufgeladen. Ist nun die Aussendung des Stromstosses beendet und erfolgt nach Abfall der Relais J die Entladung der Kondensatoren, so sprechen widerum nur die Relais G 1 und G : in den Gruppenabzweigstellen G'1 und Gr 2 an, da die Kondensatoren an den übrigen Gruppenabzweigstellen infolge des kurzen Stromstosses von 50 ms noch nicht ausreichend geladen waren.
Die Wicklungen Il der Relais GI und G 2 werden wieder an die Minuspotential führende b-Ader der Gesellschaftsleitung geschaltet, wobei der durch diese Wicklungen fliessende Strom in seiner Richtung nur bei der Gruppenabzweigstelle Gr2 mit dem über die Wicklung I fliessenden Kondensatorentladestrom übereinstimmt, so dass das Relais G 2 in der ersten Stufe erregt bleibt und seinen Kontakt 40 g 1, 1 (l. Stufe) schliesst (Fig. 4). In der Gruppenabzweigstelle Grl wirkt jedoch der Kondensatorentladestrom dem durch die Wicklung II des Relais G 7 fliessenden Erregerstrom entgegen, so dass das Relais G 7 abfällt (s. Fig. 4).
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erregt.
Bei der nun folgenden Einzelwalil, bei der eine der Einzelabzweigstellen ASt 21#26 der Gruppenabzweigstelle Gr 2 ausgewählt wird, wird von der Zentralstelle wieder ein Wahlstromstoss von 50 ms aus-
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50 ms aufgeladen wurden, so ist allein der Entladestrom der Kondensatoren Ko 21 und Ko 22 ausreichend, die Relais A4 21 und A 22 voll zu erregen. Beide Relais sprechen an und legen ihre Kontakte 44 a 21, 45 a 21, 46 a 21, 47 a 21 und 48 a 22, 49 a 22, 50 a 22 und 51 a 22 um. Infolgedessen fliesst sowohl über die Wicklung 11 des Relais A. 21 wie über die des Relais A. 22 Strom von der b-Ader der Gesellschaftsleitung.
Dieser Strom stimmt in seiner Richtung mit dem Entladestrom des Kondensators Ko 22 überein, so dass das Relais A 22 erregt bleibt (s. Fig. 5). während der über die Wicklung 11 des Relais A. 21 fliessende Strom dem Kondensatorentladestrom des Kondensators Ko 21 entgegengerichtet ist, so dass dieses Relais abfällt (s. Fig. 5). Es ist also allein die Teilnehmerstelle TSt 22 an die Gesellschaftsleitung angeschaltet.
Bei Wahl eines Teilnehmers der Gruppenabzweigstellen Gr i'oder Gr 4 wird z. B. ein Stromstoss von 200 ms ausgesendet. Bei einem derartigen Wahlvorgang werden natürlich auch die Kondensatoren Ko 1 und Ko 2 der Gruppenabzweigstellen Gr 1 und Gai 2 vollständig geladen.
Um nun trotzdem eine sichere Auswahl der Gruppenabzweigstellen Gr *j oder Gr 4 zu ermöglichen und ein Ansprechen der Gruppenkennzeichnungsrelais G1 und G. 2 zu verhindern, werden durch Steuerung der Sendeeinrichtung SE in der Zentralstelle sämtliche geladenen Kondensatoren Ko 1-Ko 6 während der Dauer von 50 ms über die b-Ader der Gesellschaftsleitung wieder entladen, d. h.
die bei einer Ladedauer von 50 ms bereits voll geladenen Kondensatoren Ko 1 und Ko 2 der Gruppenabzweigstellen Gr 1 und Gr 2 werden vollständig entladen, während die Ladung der Kondensatoren Ko 3 und Ko 4 in den Gruppenabzweigstellen Gr 3 und Gr 4 noch ausreichend ist (zirka 80% der vollen Ladung), um bei der Entladung die in Reihe mit den Kondensatoren liegenden Relais ss J und ss 4 sicher zu betätigen (s. Fig. 3). Die gleichen Vorgänge wiederholen sich entsprechend bei der Einzelwahl.
Handelt es sich um die Wahl eines Teilnehmers der Gruppenabzweigstellen 5 oder 6, so erfolgt die Aussendung eines Stromstosses von z. B. 800 ms Dauer. Während dieser Zeit werden die Konden-
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