AT133909B - Verfahren zur unmittelbaren Herstellung von Artikeln aus Kautschuk und ähnlichen Stoffen. - Google Patents

Verfahren zur unmittelbaren Herstellung von Artikeln aus Kautschuk und ähnlichen Stoffen.

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AT133909B
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Description


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  Verfahren zur unmittelbaren Herstellung von Artikeln aus   Kautsehuk   und   ähnlichen   Stoffen. 



   Die Erfindung betrifft die Herstellung von Artikeln aus Kautschuk und   ähnlichen   Stoffen bzw. von Artikeln, welche Kautschuk oder ähnliche Stoffe enthalten, durch Bildung eines Niederschlages einer wässerigen Dispersion des betreffenden Materials auf Trägern oder   Unterlagsschichten.   Die Er- findung bezweckt, die koagulierenden Mitteln in einem im wesentlichen nicht flüssigen oder im festen
Zustand und zweckmässig in dünnen, gleichmässigen Schichten anzuwenden, wodurch die Herstellung glatter, koagulierter Niederschläge und anderseits speziell die scharfe Abformung von Mustern, Zeichen od. dgl., wenn solche auf der Trägerform bzw.   Unter1agsschichte   vorkommen, zu ermöglichen.

   Das Verfahren zur Herstellung solcher Artikel aus wässerigen Dispersionen von Kautschuk oder ähnlichen Materialien der später angegebenen Art besteht gemäss der Erfindung im wesentlichen darin, dass die Trägerformen oder Unterlagsschichten mit einem Koaguliermittel überzogen werden, in welchem dem
Koagulator für die wässerige Dispersion ein   wasserunlösliches,   in einem flüchtigen Lösungsmittel gelöstes Material beigemischt ist, worauf die so behandelte Form bzw. Unterlagsschichte mit der wässerigen Dispersion überzogen wird. Der Koagulator ist zweckmässig von nichtflüchtiger Art und wird in Form einer verdünnten Lösung in einem flüchtigen Lösungsmittel im Gemisch mit einem wasserunlöslichen Zusatzstoff, der in dem flüchtigen Lösungsmittel gelöst ist, verwendet.

   Nach dem Verdunsten des Lösungsmittels bleibt der Koagulator in konzentrierter Form zurück und ist dabei gleichförmig über die Oberfläche der Form bzw. der Unterlagsschichte verteilt. Zweckmässig verwendet man einen Koagulator von hygroskopischer Beschaffenheit. Koagulatoren, die sich für die Zwecke der Erfindung eignen, sind z.   B. : Schwefelsäure, Milchsäure,   Chlorzink oder Mischungen, wie z. B. Chlorzink und eine nichtflüchtige, viskose Flüssigkeit von der Art des Glyzerins oder Glykols, die nicht fest wird.

   Der   wasserunlösliche   Zusatz hat den Zweck, eine Schichte des Koaguliermittels mit einer lack-oder firnisartigen, mattierten Oberfläche zu erhalten, welche Schichte dem Zerreissen, beispielsweise infolge von   Oberflächenspannungs-   effekten, widersteht und welche ferner die Gleittendenz einer auf diese Schichte aufgebrachten koagulierten Dispersion verringert. Eine solche Schichte des Koaguliermittels soll ferner auch die Fähigkeit haben, auf der Unterlage gut zu haften. Geeignete   wasserunlösliche   Stoffe sind z. B. harzige und wachsartige Substanzen wie Harze, Tristearin, Schellack, Stearinsäure,   wasserunlösliche   Metallseifen. Als Beispiele geeigneter flüchtiger Lösungsmittel seien genannt : Aceton, Alkohol oder Äther.

   Wenn eine koaguliert Schichte auf einer Unterlage mit unebener Fläche, beispielsweise auf einer Form mit einem plastischen oder vertieften Muster hergestellt wird, würde eine   Flüssigkeitsschichte   zwischen der Form und der koagulieren Schichte die scharfe Ausformung des Musters auf der koagulieren Schichte beeinträchtigen. 



  Ausserdem befördert, wenn eine dünne Latexschichte auf einer grösseren Form, z. B. einer solchen für Handschuhe oder Badekappen, koaguliert werden soll, das Vorhandensein einer flüssigen Zwischenschichte eine Verzerrung der koagulieren Schichte infolge Schrumpfens und infolge der Einwirkung der Schwerkraft. 



   Es hat sich gezeigt, dass diese Schwierigkeiten vermieden werden, wenn man gemäss der vorliegenden Erfindung die Träger bzw. Unterlagsschichten mit einer zweckmässig äusserst dünnen,   gleichmässigen   Schichte eines Koaguliermittels von nichtflüssige oder fester Beschaffenheit überzieht, so dass die zum Muster gehörenden Vertiefungen der Form vom Koagulierungsmittel nicht ausgefüllt werden.

   Die geringe 

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Menge der gemäss der Erfindung dem flüchtigen Lösungsmittel beigemengten   wasserunlöslichen,     harzigen,   fetten oder wachsartigen Stoffe befördert das Haften des koagulierenden Häutehens an der Obertläche der Form, dies vermutlich durch Überwindung der   Oberfläehenspannungswirkungen   in der durch   Koagulation entstehenden Schichte, welche insbesondere auf glasierten oder fettigen Flächen leicht in Teilchen zerreisst. Die im tliiehtigen Lösungsmittel gelöste harzige, fette oder wachsartige Substanz     schlägt   sieh bei der Verdunstung des Lösungsmittels nieder und hinterlässt ein dünnes   Häutehen,   das in Wasser   unlöslich   ist.

   Dieses   firnisartige Häutchen   mit matter Oberfläche hält den Zusammenhang der   nichtflüchtigen   koagulieren Schichte beliebig lange Zeit aufrecht. Die das Haften begünstigende
Beschaffenheit des harzigen oder wachsartigen Häutehens, seine matte Oberfläche und der Umstand, dass es durch das Wasser der   Kautschukdispersion   nicht beeinflusst wird, wirken ferner zusammen,   um   jedes Gleitbestreben der koagulieren Schichte, beispielsweise infolge Schrumpfens, hintanzuhalten. 



   Formen, die in der beschriebenen Weise mit dem   Koagulfermittel   überzogen wurden, können beispiels- weise, wenn nötig, tagelang aufbewahrt werden, bevor sie mit der wässerigen Kautschukdispersion in
Berührung kommen, ohne dass die Gleichmässigkeit und Bildungsdauer des erzeugten Koagulums beein-   trächtigt   wird. Gegebenenfalls kann die Koagulierung der erwähnten Dispersionen zu Schichten durch 
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 umfassen natürliche oder kiinstliehe, wässerige Dispersionen von Kautschuk oder   ähnlichen     vegetabilischen   Produkten wie Guttapercha, Balata mit oder ohne Zusatz von wässerigen Dispersionen oder Emulsionen von   kautschukähnlichen   Substanzen.

   Als Beispiele für diese letzteren werden genannt : der sogenannte synthetische Kautschuk, Mineralkautsehuk oder Kautschuksurrogate, wie Factis oder Kautsehukaus-   schuss   oder   Kautschukabfälle,   Öle, z. B. Rapsöl oder vulkanisiert Öle oder Zelluloseester oder Proteine, wie z. B. Casein. Die die Hauptmasse bildenden Dispersionen können konzentriert und, oder mit Zusätzen versetzt, gegebenenfalls auch zuerst mit diesen versetzt und dann konzentriert werden.

   Als Zusätze zu den Dispersionen können gewählt werden : Vulkanisiermittel wie Schwefel, organische Be-   schleunigungsmittel,     Füll-und Verstärkungsmittel wie   Kreide, Ton, Bariumsulfat, Lithopone, Lampenruss, Gasruss, Zinkoxyd, pulverisierter Ebonit oder Vulkanit, Farbstoffe, ferner   Konservierungs- und Weieh-     machungsmittel.   Besonders gut eignen sich die mit Zusatzstoffen versehenen Konzentrate, wie sie in der britischen Patentschrift   Nr.   290313 beschrieben sind. Es können auch wässerige Dispersionen von synthetischem Kautschuk ohne oder mit einem oder mehreren der vorerwähnten Zusatzstoffe verwendet werden. Die Formen können porös oder nicht porös sein.

   Gegebenenfalls können sie von innen in irgendeiner geeigneten Weise geheizt werden, beispielsweise durch eine   durchströmende Flüssigkeit   oder elektrisch. 



  Die als   Koagulatoren   verwendeten Stoffe können auch solche sein, die nur unter   Erwärmung wirksam   werden. 
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur unmittelbaren Herstellung von Artikeln aus Kautschuk und ähnlichen Stoffen oder von Artikeln, welche Kautschuk oder ähnliche Stoffe enthalten, aus wässerigen Dispersionen dieser Stoffe, wobei die Formen oder Unterlagen mit einem Koagulierungsmittel überzogen werden, bevor sie mit den wässerigen Dispersionen in Berührung gebracht werden, dadurch gekennzeichnet, dass das Koagulierungsmittel aus einer Lösung eines vorzugsweise nichtflÜchtigen oder hygroskopischen Koagulators, wie z.

   B.   Schwefelsäure,   Chlorzink oder   Milchsäure   und eines harzigen, fettigen oder wachsartigen   wasserunlöslichen   Stoffes in einem flüchtigen Lösungsmittel besteht.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Koagulatoren Mischungen verwendet werden, wie Chlorzink und eine nichtflüchtige, viskose Flüssigkeit, die nicht fest wird, wie z. B.
    Glyzerin oder Glykol.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die verwendeten, EMI3.2
AT133909D 1930-10-20 1931-10-19 Verfahren zur unmittelbaren Herstellung von Artikeln aus Kautschuk und ähnlichen Stoffen. AT133909B (de)

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