AT130220B - Verfahren zum Schützen von Leder, Häuten, Geweben u. dgl. während ihrer Verarbeitung zu Verkaufsgegenständen unter Verwendung eines Schutzhäutchens. - Google Patents

Verfahren zum Schützen von Leder, Häuten, Geweben u. dgl. während ihrer Verarbeitung zu Verkaufsgegenständen unter Verwendung eines Schutzhäutchens.

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AT130220B
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Robert Schneider Ets
Armand Poelman
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Schützen von Leder, Häuten, Geweben u. dgl. während ihrer Verarbeitung zu Ver- kaufsgegenständen unter Verwendung eines   Schutzhäutehens.   



   Die Erfindung bezieht sich auf Verfahren zum Schützen von Leder, Häuten, Geweben u. dgl. während ihrer Verarbeitung zu Verkaufsgegenständen gemäss Patent Nr. 124915, bei welchen ein wenig anhaftendes Schutzhäutchen zur Verwendung kommt, welches auf der zu schützenden Fläche erzeugt wird und in direkter Berührung mit dieser Fläche steht und welches man später ohne Schwierigkeit von Hand aus in grossen Stücken entfernen kann. 



   Gemäss einer Ausführungsform dieses Verfahrens kommen cellulosehaltige Firnisse zur Verwendung. die man auf die zu schützende Fläche aufbringt, nachdem diese Fläche durch ein Mittel angefeuchtet worden ist, welches die festen Bestandteile des verwendeten Schutzfirnisses nicht löst. 



   Anderseits hat man schon vorgeschlagen, zum Schutze von Schuhwerk während der Herstellung desselben Hüllen aus Kautschuk zu verwenden, die vorher für jede Form und jede Grösse hergestellt worden sind. Diese Hüllen sind nicht nur kostspielig, sondern auch unbequem. 



   Gemäss der Erfindung soll nun zur Herstellung des Schutzhäutchens Kautschukmilch verwendet werden, die man auf eine Schicht eines Lösemittels aufbringt, welches die Kautschukmilch zum Gerinnen bringt und vorher auf das Schuhwerk od. dgl. aufgebracht worden ist. 



   Auf der   Berührungsfläche   zwischen der Kautschukmilch und ihrem Gerinnungsmittel bildet sich sofort ein Gummihäutchen, welches die noch nicht zur Gerinnung gebrachte Kautschukmilch von der Oberfläche des Schuhwerks isoliert. Hieraus ergibt sich, dass, wenn die Gerinnungslösung endgültig den zu schützenden Stoff durchdrungen hat, die Durchdringung der Kautschukmilch durch das dünne Häutchen verhindert wird, dessen Bildung in den ersten Augenblicken der Aufbringung der Kautschukmilch begonnen hat. Indem diese Kautschukmilch nunmehr vollständig gerinnt, bildet sie ein Häutchen, dessen Anhaften an dem Schuhwerk auf das unbedingt notwendige Mass beschränkt ist. Man kann für die Kautschukmilch irgendeines ihrer zahlreichen Gerinnungsmittel verwenden, z.

   B. eine verdünnte Lösung von Essigsäure, Ameisensäure, Zitronensäure, Fluorwasserstoffsäure, Borsäure oder Phosphorsäure. Man kann auch eine Lösung eines Chlorids eines gleichwertigen Metalls verwenden, z. B. Calciumchlorid, dreibasige Säuresalze oder organische Produkte, wie Aldehyde. 



   Die Kautschukmilch kann auch durch eine wässerige   Auflösung   von Kautschuk (künstliche Kautschukmilch) ersetzt werden. 



   Beispiel :
Ein Stiefelschaft aus Gewebe wird auf einen Träger gebracht. Man bringt auf denselben mittels einer Spritze einen feinen Nebel einer sehr verdünnten Essigsäurelösung (0-2 N) auf, bis das Gewebe gleichmässig mit Flüssigkeit bedeckt ist. Unmittelbar darauf zerstäubt man auf dem Schaft Kautschukmilch von einer Konzentration von   40 0/0   im Verhältnis von 30 bis 40   9   Kautschukmilch in der Minute. Das Aufbringen der Kautschukmilch erfolgt ebenfalls mittels der Spritze unter einem Luftdruck von 2 bis 3   3 kg   pro   CMt.   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Sofort bei Beginn des Aufbringens der Kautschukmilch bildet sich ein sehr   dünneb   Häutchen, auf welches dann noch weiter Kautschukmilch aufgebracht wird, so dass man allmählich ein hinreichend widerstandsfähiges Schutzhäutchen erhält. Man braucht im allgemeinen 20 bis 40   g Kautschukmilch   für einen Stiefelschaft. Der Schaft wird alsdann in der freien Luft gelassen oder bis zum Trocknen in die Trockenkammer gebracht. 



   In gewissen Fällen kann der Schutz des Schuhwerkes in einem andern Stadium der Herstellung vorgenomen werden. Bei der Blakefabrikation beispielsweise bringt man das   Schutzhäutchen   gerade vor der Befestigung der Sohle auf, nachdem der Schaft auf die Form aufgebracht und abgerieben worden ist. 



   Indem man einerseits die Konzentration, die Menge und die Natur des Gerinnungsmittels und anderseits die Konzentration der Kautschukmilchlösung, ihre Verausgabung und den Druck der zu ihrer Zerstäubung benutzten Luft ändert, erhält man ein Häutchen, welches sich mehr oder weniger leicht loslöst. Man kann auch das pH der Kautschukmilch ändern, um ihre Stabilität zu verringern und die erforderliche Menge des Gerinnungsmittels auf einen sehr geringen Betrag zu verringern. 



   Die Kautschukmilch kann Füllmittel aufnehmen, die dazu bestimmt sind, den Herstellungspreis herabzusetzen oder die Zähigkeit zu erhöhen und dem Abkratzen eine grössere Festigkeit entgegenzusetzen. Man wird dafür Sorge tragen, ein Schutzkolloid hinzuzufügen, um diese Füllmittel einzuführen. 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> 



  Beispiel <SEP> :
<tb> Kautschukmilch <SEP> von <SEP> 60 <SEP> %......... <SEP> """" <SEP> 100 <SEP> Gewichtsteile
<tb> Kasein......... <SEP>   <SEP> 6
<tb> Kolloidaler <SEP> Tony
<tb> 
 
An Stelle von kolloidalem Ton kann man auch andere Füllmittel verwenden, z. B. 



  Magnesiumcarbonat, Zinkoxyd, Kaolin, Lithopon. Kreide, Wichse od. dgl. 



   Damit das Schutzhäutchen der Wärme und den ultravioletten Strahlen gut widerstehen kann, kann man Kautschukmilch verwenden, die vorher vulkanisiert worden ist, oder man kann 
 EMI2.2 
 
 EMI2.3 
 
<tb> 
<tb> Beispiel <SEP> :
<tb> Kautschukmilch <SEP> von <SEP> 60 <SEP> c/o.................. <SEP> 100 <SEP> Gewichtsteile
<tb> Kolloidaler <SEP> Schwefel <SEP> ..... <SEP> .................. <SEP> 2#5
<tb> Zinkoxyd <SEP> 5 <SEP> 
<tb> Vulka <SEP> P <SEP> (Piperidyldithiocarbamat <SEP> von <SEP> Piperidin)... <SEP> 0'5 <SEP> "
<tb> 
 
Man kann auch Produkte einführen, welche das Altern begünstigen (Antisauerstoffe), z.   D.   



    Aldoalphanaphtylamin, Phenylbetanaphtylamin.   



   Man kann auch das Schutzhäutchen vollständig vulkanisieren, nachdem es sich auf dem Schuhwerk gebildet hat, u. zw. mittels der üblichen Mittel, z. B. Schwefelchlorid. 



   Man kann eventuell das Schutzhäutchen firnissen, um seinen Widerstand gegen Abstreifen zu erhöhen. Zu diesem Zweck kann man folgenden Firnis verwenden : 
 EMI2.4 
 
<tb> 
<tb> Movilit <SEP> ........... <SEP> ....... <SEP> .............. <SEP> 5 <SEP> Gewichtsteile
<tb> Triacetin <SEP> ................................ <SEP> 1 <SEP> Gewichtsteil
<tb> Phenylbetanaphtylamin <SEP> ........... <SEP> .... <SEP> ..... <SEP> 5 <SEP> Gewichtsteile
<tb> Benzin <SEP> . <SEP> ........................... <SEP> .... <SEP> 100 <SEP> #
<tb> 
 
Der Firnis kann auch so zusammengesetzt werden, dass er die ultravioletten Strahle abfängt, z. B. : 
 EMI2.5 
 
<tb> 
<tb> Accroidharz <SEP> .............. <SEP> ................ <SEP> 5 <SEP> Gewichtsteile
<tb> Triacetin................................. <SEP> l <SEP> Gewichtsteil
<tb> Alkohol <SEP> 100 <SEP> Gewichtsteile.
<tb> 


Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zum Schützen von Leder, Häuten, Geweben u. dgl. während ihrer Ver- EMI2.6 zeichnet, dass man zur Herstellung des Schutzhäutchens Kautschukmilch verwendet, die man auf eine Schicht einer die Kautschukmilch zum Gerinnen bringenden Lösung aufbringt, die vorher auf die zu schützende Fläche aufgebracht worden ist.
AT130220D 1930-12-03 1931-12-01 Verfahren zum Schützen von Leder, Häuten, Geweben u. dgl. während ihrer Verarbeitung zu Verkaufsgegenständen unter Verwendung eines Schutzhäutchens. AT130220B (de)

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