DE623351C - - Google Patents

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DE623351C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L7/00Compositions of natural rubber

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 18. DEZEMBER 1935
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
M 623351 KLASSE 39 b GRUPPE 4o2
I. G. Farbenindustrie Akt.-Ges. in Frankfurt a. M.*)
und Kautschuk
Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. Oktober 1932 ab
Es wurde gefunden, daß man plastische Massen von bemerkenswerten Eigenschaften erhalten kann, wenn man Mischungen koaguliert, die Kautschukmilch und danebeni wäßrige Dispersionen von Polyvmylverbinduingen, die durch Polymerisation van emulgierten monomeren aliphatischen Vinylverbindungen, mit einer olefinischen Doppelbindung erhalten wurden, enthalten. Dies kann
z. B. in der Weise geschehen, daß man Kautschukmilch mit 'einer durch Emulsionspolymerisation hergestellten wäßrigen Dispersion einer Polyvinylverbindung innig vermischt und darauf nach 'einem, der üblichen Verfahren, z. B. durch Zugabe von Säuren· oder Salzen, koaguliert. Man kann auch so arbeiten, daß man in Kautschukmilch monomere Vinylverbindungen emulgiert, die Vinylverbindung in dieser Emulsion polymerisiert und dann- das Reaktionsprodukt durch Koagulation abscheidet.
Geeignete Polyvinylverbindungen der erwähnten Art sind'z.B. Polyvinylchlorid, Polyvinylester, wie Polyvinylacetat, Polyvinylbenzoat, ferner Polyvinyläther, z, B. PoIyvinylmethyläther, Polyvinylalkylketone, z. B. ■ Polyvinylmethylketon, ferner Polyacrylsäureester, Polyacrylsäuirenitril sowie Mischpolymerisate daraus usw.
Als Hilfsmittel für die Dispergieruing der monomeren Vinylverbinidungen in der Kautschukmilch kann man· die bekannten Emulgatoren mit seifenähnlicher Wirkung, z. B. alkylierte Naphthalinsulfonsäuren und deren Salze, Schwefelsäureester höherer aliphatischer Alkohole, Salze der aus Fettsäurechloriden und aliphatischen Aminosulfonsäuren erhältlichen Verbindungen u. dgl., verwenden. Die Emulgierung wird durch heftiges Rühren oder Schütteln beschleunigt. Die Polymerisation ■der monomeren Vinylverbindungen erfolgt in der üblichen Weise, z. B. indem man' die Emulsion der monomeren Verbindung, gegebenenfalls unter Zusatz von Beschleunigungsmitteln, wie Wasserstoffsuperoxyd 4-5 u. 'dgl., bis zur Beendigung der Polymerisation gelinde erwärmt.
Je nach dem Mengenverhältnis der angewandten Komponenten . und je nach' der Natur der angewandten) Vinylverbindungen kann man Produkte erhalten, die kautschukartig elastisch bis hartgummiähnlich zäh und fest sind.
Die erhaltenen Produkte lassen sich wie Kautschuk auf der Walze mastizieren und durch Erhitzen mit Schwefel vulkanisieren'. Bei überwiegendem Gehalt an Polyvinylverbindungen kann man in einigen Fällen, z. B. bei Verwendung von Polyvinylchlorid, in organischen Lösungsmitteln unlösliche, dem Hartgummi ähnliche Produkte erhalten. 'Sie unterscheiden sich aber vom letzteren vorteil-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr. Heinrich Hopff in Ludwigshafen a. Rh.
haft durch ihre helle Farbe und größere Elastizität. - -Sämtliche Produkte werden in der Hitze plastisch und lassen sich im diesem Zustande in Formen pressen oder.sprStzen.
Man hat zwar bereits lederartige Massen durch Koagulation von Dispersionen .aus" Kautschuk und Polyvinylester!! hergestellt, doch ist in solchen Löschungen, denen nachträglich hergestellte Dispersionen bereits fertig polymerisiert er Polyvinylester zugesetzt werden, das Polymerisat in wesentlich gröberer Verteilung enthalten^ als wenn diese Disp.ersionen durch Polymerisation! emulgierter monomer er Vinylverbinidungen hergestellt werden, wie dies im vorliegendem Falle geschieht. Deshalb sind auch die in der letzteren Weise hergestellten plastischen Massen viel homogener und leichter zu verarbeiten als die bekannten! Massen.
Beispiel 1
Man emulgiert in einem druckfesten Gefäß 100 Teile Vinylchlorid in 200 Teilen einer io/oigen wäßrigen Lösung des Natriumsalzes, einer butylierten NaphthalrnKulfonsäure durch Schütteln, setzt darauf 50 Teile 30/oiges "Wasserstoffsuperoxyd zu und erwärmt so lange auf 50 bis 6o° unter Schütteln, bis die PoIymerisation beendigt ist. Die so erhaltene wäßrige Dispersion des Polyvinylchlorids wird mit 300 Teilen Kautschukmilch mit etwa 30 o/o Kautschukgehalt gut vermischt, worauf man nach kurzem Stehen 10 Teile einer konzentrierten Muminiumsulfatiöstunig zusetzt. Es tritt Koagulation 'ein, und .man erhält ein weißes Pulver, das nach dem Absaugen, Waschen mit Wasser und Trocknen beim Walzen ein durchscheinendes^ lederartiges Fell gibt.
Durch Erhöhung der Mengen des angewandten Polyvinylchlorids werden die Produkte härter und weniger elastisch, durch Erhöhung des Kautschukgehaltes elastischer und ■weicher.
Verwendet man an Stelle des Polyvinylchlo-.rids die gleiche Menge Polyvinyläthyliäther "oder Polyacrylsäuiremeäiylester, so erhält man •sehr weiche und lappige Produkte, während man durch Verwendung von Polyacrylsäurenitril eine größere Härte erzielen kann.
Beispiel 2
Man setzt zu 100 Teilen Kautschukmilch mit etwa 30 o/o Kauitsdhukgehalt 2 o/o eines Emulgiermittels, z. B. oleylmethylaminoäthansiulfönsaures Natrium, säuert bis zur schwach kongosaureii Reaktion! mit verdünnter Salzsäure .an, gibt 50Teile 30/oiges Wasserstoffsuperoxyd zu und leitet unter Druck 100 Teile monomeres. Vinylchlorid ein. Man erwärmt das Ganze unter Druck so lange auf 6o°, bis die Polymerisation beendet ist und arbeitet dann in der in Beispiel 1 beschriebenen Weisie auf. Man erhält ein Produkt, das in? seinen Eigenschaften dem gemäß Beispiel 1 erhältlichen Produkt entspricht.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von plastischen Massen aus polymeren Vinylverbindungen! und Kautschuk, dadurch gekennzeichnet, daß man Mischungen koaguliert, die Kautschukmilch und daneben wäßrige Dispersionen von Polyvinylverbindungen 'enthalten, die durch Polymerisation von emulgierten monomeren aliphatischen Vinylverbindungen mit einer olefinischen Doppelbindung erhalten wurden.
2. Auisführungsform des Verfahrens gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man 'eine Mischung koaguliert, die durch Polymerisation von monomeren, in Kautschukmilch emulgierten Vinylverbindüngen erhalten wurde.
DENDAT623351D 1932-10-19 Active DE623351C (de)

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DE966704C (de) * 1942-05-31 1957-09-05 Chem Fab Knoell K G Verfahren zur Gewinnung verpastbarer Mischungen von Olefinemulsionspolymerisaten in Pulverform
GB635986A (en) * 1944-08-12 1950-04-19 Goodrich Co B F Improvements in or relating to vinyl resin-synthetic rubber compositions and method of preparing same

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