AT138962B - Verfahren zur Herstellung von Fußbekleidungen aus Kautschuk, insbesondere von Bade- und Strandschuhen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Fußbekleidungen aus Kautschuk, insbesondere von Bade- und Strandschuhen.

Info

Publication number
AT138962B
AT138962B AT138962DA AT138962B AT 138962 B AT138962 B AT 138962B AT 138962D A AT138962D A AT 138962DA AT 138962 B AT138962 B AT 138962B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
rubber
shoes
production
beach
dispersions
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Dunlop Rubber Co
Anode Rubber Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Dunlop Rubber Co, Anode Rubber Co Ltd filed Critical Dunlop Rubber Co
Application granted granted Critical
Publication of AT138962B publication Critical patent/AT138962B/de

Links

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Fussbekleidungen aus Kautschuk, insbesondere von Bade-und Strand- sehuhen. 



   Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von   Fussbekleidungsstücken,   insbesondere von Bade-oder Strandschuhen, aus Kautschuk oder einer   ähnlichen   wasserdichten Masse und bezweckt, durch eine spezielle Ausgestaltung der Oberfläche gewisser Teile dem Gegenstand ein besonders gefälliges Aussehen zu geben und ein besonders weiches Aufruhen des Fusses auf der Sohle zu sichern. 



   Der Schuh von üblicher Form wird zweckmässig in bekannter Weise so ausgeführt, dass er ein nahtloses   Stück   bildet, welches an den einer besonderen Beanspruchung ausgesetzten Stellen durch Schichten von Kautschuk od. dgl. derart verstärkt ist, dass auch diese Verstärkungen einen integrierenden, nicht bloss adhäsiv anhaftenden Teil des   Schuhkörpers   bilden. 



   Die zur Herstellung des Schuhes dienende Masse wird in der Form einer Lösung von Kautschuk oder eines ähnlichen vegetabilischen Produktes in einem organischen Lösungsmittel oder in der Form einer Emulsion oder einer Dispersion verwendet, insbesondere einer natürlichen oder künstlichen wässerigen Dispersion von Kautschuk oder ähnlichen vegetabilischen Produkten, wie Guttapercha, Balata   od. dgl.,   mit oder ohne Zusatz wässeriger Dispersionen oder Emulsionen von   kautsehuhähnlichen   Stoffen, wie z. B. des sogenannten synthetischen Kautschuks, von Mineralkautschuk oder Kautschukersatz, wie Faktis,   Kautschukausschuss   oder Abfall, ferner von Ölen, z. B. Rapsöl oder vulkanisierter Öle oder Zelluloseester, Viskose oder Proteine, wie z. B. Kasein. 



   Die Dispersionen können eingedickt und/oder mit Mischungsstoffen versetzt werden, eventuell kann das Zusetzen der Mischungsstoffe auch vor dem Eindicken erfolgen. Als Zusätze kommen in Betracht : Vulkanisiermittel, wie Schwefel, Füllmaterialien und Verstärkungsmittel, wie Schlämmkreide, Ton, Bariumsulfat, Lithopon, Lampenruss, Gasruss, Zinkoxyd, ferner   Vulkanisierungsbeschleuniger,   Farbstoffe und Konservierungsmittel oder   Weichmachungsmittel.   Insbesondere eignen sich hiefür die mit Zusatzstoffen versetzten Konzentrate, wie solche in der britischen Patentschrift Nr. 290313 beschieben sind. 



   Schliesslich können auch wässerige Dispersionen von künstlichem Kautschuk mit oder ohne den im Vorhergehenden angeführten Zusätzen verwendet werden. 



   Der Schuh wird aus den vorerwähnten Lösungen oder Dispersionen auf geeigneten, beispielsweise aus Aluminium bestehenden Formen hergestellt, u. zw. durch eine oder mehrere Arbeitsgänge, wie Eintauchen, Aufstreichen,. Aufspritzen oder auch auf elektrophoretischem Wege. 



   Gemäss der vorliegenden Erfindung wird nach der Herstellung des   Schuhkörpers   in der vorerwähnten Weise, jedoch vor der Vulkanisierung ein Arbeitsgang eingeschaltet, durch welchen die Ober-   fläche   gewisser Teile gerauht, gerunzelt, gefältelt, zellig gemacht oder bossiert wird. 



   Diese Behandlung erstreckt sich zweckmässig in erster Linie auf die innere oder äussere Fläche der Sohle oder auf beide, eventuell aber auch auf sämtliche Flächen des Schuhes oder auf gewisse Stellen, im letzteren Falle eventuell derart, dass gewisse Muster bzw. Verzierungen entstehen. 



   Das Aufrauhen bzw. Runzeln oder Fälteln der Sohle und. gegebenenfalls auch der Fläche des Oberteiles wird gemäss der Erfindung auf   kolloid-chemiseh-physikalischem   Wege durch das in der englischen Patentschrift Nr. 324988 beschriebene Verfahren bewerkstelligt. Gemäss dieser Arbeitsweise werden die unkoagulierten Schichten mit einzelnen Flüssigkeiten oder mit Flüssigkeitsgemisehen in Berührung 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 gebracht, die zugleich koagulierend und quellend wirken oder nacheinander mit zwei Flüssigkeiten behandelt, von denen die eine eine   Roagulierung   und die andere eine Quellung bewirkt. Der Narbeneffekt bzw. eine sonstige Prägung kann vor dem Vulkanisieren vermittels Walzen od. dgl. erzielt werden, deren zylindrische Fläche entsprechende Erhöhungen oder Vertiefungen aufweist. 



   Die nahtlos angesetzte Sohle und auch der Oberteil kann aus Schwammkautschuk hergestellt werden, beispielsweise aus wässerigen Emulsionen oder Dispersionen der vorerwähnten Art, welche in einen sehaumförmigen Zustand gebracht werden, wobei der Schaum ein Gas enthält und die Emulsionen oder Dispersionen sich noch im reversiblen Zustand befinden. Die schaumige Masse lässt man dann erstarren, so dass sich ein festes Material von beständiger Struktur ergibt. 



   Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungbeispiel des Erfindungsgegenstandes, u. zw. zeigt Fig. 1 einen Bade-oder Strandschuh in perspektivischer Ansicht und Fig. 2 einen Schnitt durch den Fersenteil des Schuhes mit den einzelnen Schichten aus Kautschuk oder einer andern wasserdichten Masse. 



   Der eigentliche Körper 1 des Schuhes wird nahtlos beispielsweise durch Eintauchen in eine der erwähnten wässerigen Dispersionen hergestellt und in diesen die beispielsweise gleichfalls durch Tauchen hergestellte Innensohle eingesetzt. Auf den Körper 1 wird, zweckmässig gleichfalls durch Tauchen, nahtlos die Sohle 3 aufgebracht, welche auch die Zehenkappe 4 bildet und an der Ferse 5 sich noch über die Rundung hinauf erstreckt, um auch   da,   eine Verstärkung zu bilden. Die äussere   Sohlenschichte. 3   ist zweckmässig gefältelt, beispielsweise durch das in der britischen Patentschrift Nr. 324988 beschriebene Verfahren. Der obere Rand des Schuhes ist durch eine Binde 6 verstärkt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Fussbekleidungen aus Kautschuk, insbesondere von Bade-und Strandschuhen, in der Form nahtloser Gegenstände aus Kautsehukmasse mit besonderen Verstärkungsschichten aus Kautschuk oder wasserdichten Kompositionen an   den Teilen voraussichtlicher   besonderer Beanspruchung durch Verarbeitung von   Kautschuklosungen,-emulsionen,-dispersionen   mittels Tauchung, Aufstreichung, Aufspritzung oder Elektrophorese und unter vollkommener Vereinigung der Verstärkungsschichten und des   Schuhkörpers   durchweg zu einer Ganzheit in nahtloser, d. h.

   in kohärierender und nicht in adhärierender Weise, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen die Aufbringung der Lösungen Emulsionen oder Dispersionen auf die Form und die Vulkanisierung ein Arbeitsgang eingeschaltet wird, durch welchen die Oberfläche gewisser Teile gerauht, gerunzelt, gefältelt, zellig gemacht oder bossiert wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zum Zwecke der Oberflächengestaltung die unkoagulierten Schichten mit einzelnen Flüssigkeiten oder Flüssigkeitsgemischen in Berührung gebracht werden, die zugleich koagulierend und quelled wirken oder auch nacheinander mit zwei Flüssigkeiten behandelt werden, von denen die eine eine Koagulierung und die andere eine Quellung bewirkt.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass wässerige Emulsionen oder Dispersionen verwendet werden, die in einen schaumigen Zustand versetzt sind, in welchem der Schaum von einem Gas und den noch in reversiblem Zustand befindlichen Emulsionen oder Dispersionen gebildet wird.
AT138962D 1929-10-05 1930-10-06 Verfahren zur Herstellung von Fußbekleidungen aus Kautschuk, insbesondere von Bade- und Strandschuhen. AT138962B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB138962X 1929-10-05

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT138962B true AT138962B (de) 1934-10-10

Family

ID=10031337

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT138962D AT138962B (de) 1929-10-05 1930-10-06 Verfahren zur Herstellung von Fußbekleidungen aus Kautschuk, insbesondere von Bade- und Strandschuhen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT138962B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT138962B (de) Verfahren zur Herstellung von Fußbekleidungen aus Kautschuk, insbesondere von Bade- und Strandschuhen.
DE595640C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Schuhen mit Gummisohlen
DE610671C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von nahtlosen Hohlgummigegenstaenden
DE557878C (de) Verfahren zum Schuetzen von Leder, Haeuten, Geweben u. dgl. waehrend ihrer Verarbeitung zu Verkaufsgegenstaenden unter Verwendung eines Schutzhaeutchens
DE768086C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Schuhen mit Sohlen aus poroesem Kautschuk
DE542022C (de) Verfahren zur Herstellung von Tauchwaren aus Kautschukmilch
DE593152C (de) Verfahren zur Herstellung von Fussbekleidung aus Kautschuk
DE555860C (de) Verfahren zur Herstellung von Gegenstaenden aus Dispersionen von Kautschuk
DE575585C (de) Verfahren zur Herstellung von mit einem UEberzug aus Schaum- oder Schwammgummi bedeckten Gegenstaenden aus Cellulose
AT145841B (de) Verfahren zur Herstellung von Erzeugnissen von faltiger, gerunzelter oder körniger Oberflächen-beschaffenheit aus Kautschuk u. dgl.
DE573649C (de) Verfahren zur Herstellung von Kautschukgegenstaenden mit narbigen oder runzeligen Oberflaechen
AT128863B (de) Verfahren zur Herstellung von Kautschukartikeln.
AT145582B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Schuhen mit Schwammgummisohlen.
DE668980C (de) Verfahren zur Anfertigung medizinischer Behelfe fuer die Fussbehandlung und Fusspflege aus Schwammkautschuk
DE570702C (de) Verfahren zur Herstellung von Gegenstaenden aus waesserigen Kautschukdispersionen
DE544930C (de) Verfahren zur Herstellung farbiger Hartgummifabrikate
DE612829C (de) Verfahren zur Herstellung von offenen hohlen Kautschuk- und Hartkautschukgegenstaenden
AT153662B (de) Verfahren zum Härten von Steifkappen und im Schuh vorgesehenen Versteifungen.
DE605150C (de) Verfahren zur Gewinnung von Kautschuk und Kautschukgegenstaenden
DE751529C (de) Vulkanisierform zum Herstellen einer gerissten Kautschuksohle
DE589248C (de) Verfahren zur Herstellung einer Masse aus Gummi und Lederstaub zum Ausbessern oder UEberziehen von Gegenstaenden aus Leder oder Gummi o. dgl., insbesondere von Schuhsohlen
DE734154C (de) Verfahren zum Herstellen von Schaftstiefeln aus Kautschuk und Gewebezuschnitten
AT148569B (de) Schuhwerk mit anvulkanisierter Vollgummisohle und Verfahren zu seiner Herstellung.
DE533066C (de) Verfahren zur Herstellung kompliziert geformter Kautschukgegenstaende
DE556313C (de) Verfahren zur Herstellung von Gegenstaenden aus waessrigen Emulsionen oder Dispersionen von Kautschuk oder aehnlichen Stoffen