AT134987B - Verfahren zur Herstellung von Waren aus wässerigen Dispersionen von Kautschuk, Guttapercha, Balata oder ähnlichen Stoffen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Waren aus wässerigen Dispersionen von Kautschuk, Guttapercha, Balata oder ähnlichen Stoffen.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung von Waren aus wässerigen Dispersionen von Kautschuk, Guttapercha, Balata oder ähnliehen Stoffen. Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von der Hauptsache nach aus Kautschuk, Guttapercha, Balata oder ähnlichen Stoffen vegetabilischen Ursprungs bestehenden Waren aus wässerigen Dispersionen dieser Stoffe. Das Verfahren gemäss der Erfindung besteht im Wesen darin, dass bei einer oder mehreren der bekannten Arbeitsmethoden nach Art des Tauchen, Aufstreichen, Aufspritzens oder Giessens poröse oder nicht poröse Unterlagen bzw. Formen benutzt werden, die, bevor sie in die Dispersion eingeführt oder mit ihr in Berührung gebracht werden, an der mit dem Niederschlag von Kautschuk od. dgl. zu versehenden Oberfläche mit Koagulationsflüssigkeiten behandelt worden sind, welche wasserentziehende Zusätze, vorzugsweise gesättigte Salzlösungen enthalten. Solche Flüssigkeiten sind beispielsweise in der Patentschrift Nr. 130223 beschrieben. Den Gegenstand dieses älteren Patentes bildet unter anderem auch die Verwendung wasserentziehender und verfestigend (koagulierend) wirkender Medien bei der bekannten Tauchmethode, jedoch zu dem Zwecke, aus konzentrierten wässerigen Dispersionen von Kautschuk usw. gewonnene, geformte, entstehungsfeuchte Gebilde zu entwässern. Es wurde nun gefunden, dass bei der Herstellung solcher Kautschukartikel, welche auf der bei der Bildung des Artikels aus wässerigen Dispersionen an der Unterlage oder Form anliegenden Seite eine Fläche mit scharf ausgeprägtem Muster nicht aufweisen müssen, günstigere Resultate erzielt werden, wenn das wasserentziehende und verfestigende Medium auf die Flächen der Unterlagen oder Formen aufgebracht wird, bevor diese eingetaucht oder sonstwie mit der wässerigen Dispersion in Berührung gebracht werden. Sehr häufig ist es wünschenswert, das erhaltene Produkt von der Unterlage oder Form leicht abheben zu können. Es hat sich nun gezeigt, dass dies durch die Einführung einer dünnen Schichte einer wasserentziehenden und verfestigenden Flüssigkeit zwischen Form und Kautschukniederschlag erzielt werden kann. Diese Schichte wird offenbar immer dicker, während sie das Wasser aus der Niederschlagsschichte der wässerigen Dispersion aufnimmt. Dass praktisch die niedergeschlagene Kautschukschichte nicht in direkte Berührung mit der festen Unterlage oder Form kommt, dürfte als Grund dafür anzusehen sein, dass kleine Unregelmässigkeiten der Unterlage oder Form nicht auf den erhaltenen Niederschlag übertragen werden. Die wasserentziehenden und verfestigenden Flüssigkeiten können auf die porösen oder nicht porösen Unterlagen oder Formen beispielsweise dadurch aufgebracht werden, dass man diese in die Flüssigkeit für einige Zeit eintaucht, z. B. in eine heisse oder kalte, konzentrierte Lösung eines Salzes oder einer Mischung von Salzen, wie z. B. Ammoniumazetat, Natriumchlorid, Ammoniumchlorid, mit oder ohne Zusatz einer Säure, wie Essigsäure oder einer Mischung von Säuren. Der Überschuss der Flüssigkeit wird dann von der Unterlage oder Form, bevor diese in die wässerige Dispersion eingetaucht bzw. mit dieser in Berührung gebracht wird, entfernt. Nach dem Ausbringen aus den Dispersionen oder nach der Bildung des Niederschlages kann dieser noch weiter entwässert und verfestigt werden, indem man ihn in wasserentziehende und verfestigende Flüssigkeiten eintaucht oder sonstwie mit denselben in Berührung bringt. Das Eintauchen in die wässerige Dispersion kann, wenn gewünscht, wiederholt werden. Dieses abwechselnde Eintauchen oder Inberührungbringen mit wasserentziehenden und verfestigenden Flüssigkeiten und dann wieder mit den wässerigen Dispersionen kann beliebig oft wiederholt werden. Gegebenenfalls können die Niederschläge auch mit einer Flüssigkeit oder einem Flüssigkeits- EMI1.1 <Desc/Clms Page number 2> Oberfläche zu erzielen, welches Verfahren den Gegenstand des Patentes Nr. 128863 bildet. Man kann die Niederschläge aber auch einfach in der Luft trocknen, worauf sie vulkanisiert und in bekannter Weise fertiggestellt werden. Die zu verwendenden Formen können beispielsweise aus Metall, glasiertem oder unglasiertem Porzellan, Holz, Glas oder koaguliertem Kautschuk, worunter Formen zu verstehen sind, die vorzugsweise aus Hartkautschuk oder Ebonit hergestellt sind, bestehen. Dispersionen, die für das Verfahren Anwendung finden können, sind beispielsweise solche von Kautschuk, Guttapercha, Balata oder ähnlichen natürlich vorkommenden oder künstlich hergestellten Stoffen in vulkanisiertem oder unvulkanisiertem Zustand. Auch können wässerige Dispersionen von koaguliertem Kautschuk, das sind künstliche Dispersionen von aus Latex koaguliertem Kautschuk in Wasser, ferner von vulkanisiertem Kautschuk, synthetischem Kautschuk, Kautschukabfällen oder - ausschuss für sich oder als Zusätze zu den angeführten Dispersionen verwendet werden. Sämtliche dieser Dispersionen können auch die üblichen Zusätze enthalten und/oder in konzentrierter Form verwendet werden. Ferner können auch Konzentrate verwendet werden, wie sie in den englischen Patentschriften Nr. 290313 und 219635 beschrieben sind und denen auch eines oder mehrere der bekannten Zusatzmittel beigemengt sein können. Ein Spielball kann beispielsweise wie folgt hergestellt werden : Eine nicht poröse, unglasierte Porzellanform der erforderlichen Gestalt und Grösse wird in eine Lösung von Ammoniumazetat getaucht, die man erhält, indem man gleiche Volumteile von Eisessig und wässerigem Ammoniak mit einem spezifischen Gewicht von 0'88 vermischt und die Mischung auf einer Temperatur von 60 C erhält. Die Form wird sogleich wieder herausgezogen, worauf man sie durch eine Minute abtropfen lässt. Der am untersten Punkt der Form hängenbleibende Tropfen wird mit einem Tuch od. dgl. weggenommen und die Form dann langsam in ein konzentriertes Latexgemisch eingetaucht, welches folgende Zusammensetzung besitzt : EMI2.1 <tb> <tb> Kautschuk <SEP> (als <SEP> Latex) <SEP> 100 <SEP> Gewichtsteile <tb> Schwefel <SEP> 2 <SEP> 35 <SEP> <tb> Transformatorenöl...................... <SEP> 5 <SEP> " <SEP> <tb> Zink-Diäthyldithioearbamat <SEP> ............ <SEP> " <tb> EMI2.2 gehalt 0'1 g per 100 cru3. Das Einbringen der Form in das Tauchbad geschieht in ungefähr zwei Sekunden, worauf die Form ungefähr fünf Sekunden in dem Bad verbleiben und hernach während weiterer fünf Sekunden herausgehoben werden soll. Nach der Entfernung aus dem Bade wird die Form sofort umgekehrt und in einen auf 100 C erhitzten Ofen gebracht, wo sie durch eine Stunde hindurch verbleibt, worauf der Niedersehlag von der Form abgestreift, mit heissem Wasser gewaschen und schliesslich getrocknet wird. Wenn das Gebilde durchscheinend sein soll, kann es vulkanisiert und sodann entschwefelt werden, indem es in einer wässerigen Alkalilösung erhitzt und getrocknet wird. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von Waren aus wässerigen Dispersionen von Kautschuk, Gutta- EMI2.3
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