AT145082B - Verfahren zur Herstellung von Schläuchen aus Kautschuk u. dgl. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schläuchen aus Kautschuk u. dgl.

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AT145082B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Schläuchen aus   Kautschuk u.   dgl. 



   Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von   Schläuchen   aus wässerigen Dispersionen der nachstehend angegebenen Art, nach welchem die Dispersionen durch eine Düse zum Ausfliessen und die gebildeten   Schläuche   auf   der Aussen-und   Innenseite mit konzentrierten und gegebenenfalls angesäuerten Salzlösungen in Kontakt gebracht und durch Entwässern verfestigt werden.

   Als wässerige Dispersionen können natürliche oder künstliche wässerige Dispersionen aus Kautschuk, Balata, Guttapercha oder ähnlichen Pflanzenharzen oder künstliche Dispersionen aus koaguliertem Kautschuk, vulkanisiertem Kautschuk, Abfall-oder Regeneratkautschuk oder Gemische irgendwelcher der vorstehend genannten Dispersionen in konzentriertem und mit Zusatzstoffen versetztem Zustand benutzt werden oder auch in einem Zustande, der durch Versetzen mit Zusatzstoffen und nachfolgender Konzentrierung erhalten wird. Die Zusatzstoffe bestehen aus den üblichen Zusätzen, wie Füllstoffen, Streckmitteln, Beschleunigern, Erweiehungsmitteln u. dgl. 



   Die in der englischen   Patentschrift   Nr. 290313 beschriebenen und mit Zusatzstoffen versetzten und konzentrierten Latexmischungen sind für die Zwecke der vorliegenden Erfindung besonders geeignet. 



   Gemäss der Erfindung wird die konzentrierte Latexmischung, welche die Konsistenz einer Creme hat, aus einem Behälter durch eine ringförmige Öffnung oder Düse beliebigen Querschnitts in ein Bad aus einer konzentrierten und gegebenenfalls angesäuerten Salzlösung zum Ausfliessen gebracht, durch das der gebildete Schlauch entwässert und verfestigt wird.

   Die Flüssigkeitssäule der Latexmischung oberhalb der Austrittsdüse wird so gewählt, dass eine kleine bestimmte Menge Latex aus der Düse ausfliesst, und da die als   Entwässerungs-und Verfestigungsmittel   benutzte Salzlösung ein höheres spezifisches Gewicht als die Latexmischung hat, sucht der Latex sofort von der Düse aus beständig in senkrechter Richtung in dem   schwereren Medium hochzusteigen.   Die Düsenöffnung muss natürlich in einem geeigneten Abstande unterhalb des   Oberfläohenspiegels   des Entwässerungsbades angeordnet werden, damit eine befriedigende Verfestigung der senkrecht hochsteigenden Latexmischung gewährleistet wird, ehe sie die   Oberfläche   des Entwässerungsbades erreicht.

   Liegt anderseits die Düsenöffnung mehr als einige Zoll unter dem Oberflächenspiegel des Latex in dem Latexbehälter, so dass der Latex zu schnell ausfliessen würde, so wird der wirksame hydrostatische Druck durch Aufrechterhaltung eines geeigneten Unterdruckes in dem Latexbehälter verringert. 



   Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass die in der genannten Weise hergestellten Schläuche einen kleineren Querschnitt haben als die benutzte Düsenöffnung, da infolge des Auftriebes der aus der Düse austretende   Schlauch "gezogen" wird.   Der Querschnitt des Schlauches kann somit in gewissem Ausmasse durch   Änderung   des Unterschiedes zwischen dem spezifischen Gewicht des Entwässerungsbades und dem der   Latexmisehung   geändert werden.

   Er kann aber auch durch Veränderung des Abstandes der Düsenöffnung von der Badoberfläche geändert werden, da die Ausflussgeschwindigkeit aus der Düse und der Innendruck in dem vor der Düsenöffnung sich ausbildenden Schlauche von dem Druckunterschied der oberhalb der Düsenöffnung vorhandenen Flüssigkeitssäulen in dem Latexbehälter bzw. dem Entwässerungsbad abhängig sind. 



   Wie bereits angegeben, besteht das Entwässerungsbad aus einer kalten oder warmen, konzentrierten und gegebenenfalls angesäuerten Salzlösung. Die Verwendung von Salzlösungen hat gegenüber den üblichen Koagulationsmitteln, wie Essigsäure, den wesentlichen Vorteil, dass die Verfestigung der aus der Düse austretenden Latexmischung vor allem durch Entwässern erfolgt. Würde für die Koagulation 
 EMI1.1 
 aus nach dem Mittelpunkte hin erfolgen. Das Eindringen des Koagulationsmittels ist jedoch ein einfacher Diffusionsvorgang, ohne dass dabei eine Entwässerung stattfindet. 



   Da nun bei dem vorliegenden Verfahren keine wesentliche Bewegung der Kautschukmilch stattfindet, würde die Koagulation nur durch diesen einfachen, langsam verlaufenden Diffusionsvorgang erfolgen, so dass dickwandige Schläuche nur schwierig durchgängig koaguliert werden können. Es kommt hinzu, dass bei Verwendung stärkerer Säuren als Koagulationsmittel, wie Essig-oder Ameisensäure, diese an der Berührungsstelle mit der Kautschukmilch sofort eine nahezu undurchlässige koaguliert Haut erzeugen, so dass der weitere Diffusions-und Koagulationsvorgang verhindert wird. 



   Werden jedoch konzentrierte   Salzlösungen benutzt, welche   als Entwässerungsmittel wirken, so sind zwei Wirkungen zu unterscheiden. Das Salz dringt auch hier in die flüssige   Kautschukmilch   durch Diffusion ein, u. zw. in gleicher Weise wie ein Koagulationsmittel, und es kann sogar auch selbst 
 EMI1.2 
 

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 worden ist, so wirkt das saure Koagulationsmittel in   üblicher   Weise und ruft eine leichte Koagulation der Kautschukmilch hervor. 



   Gleichzeitig mit dieser leichten Koagulation erfolgt jedoch durch das koaguliert Häutchen hindurch auch ein osmotisches Fliessen des Wassers aus dem flüssigen Latex nach dem Entwässerungsmittel, da sieh konzentrierte Salzlösungen bekanntlich zu verdünnen suchen. Infolge dieses Fliessens wird aber die Konzentration des koagulierbaren Materials, nämlich des Kautschuks, innerhalb des flüssigen Latex erhöht, und somit wird die koagulierende Wirkung des Salzes oder der Säure, falls eine solche mitbenutzt worden ist, gesteigert. 



   Auf diese Weise wird also ein dichtes Koagulat mit einem niedrigen Wassergehalt erzeugt. Wie es vorstehend angegeben worden ist, sind also hier zwei gleichzeitig verlaufende Wirkungen zu unterscheiden, nämlich eine geringe koagulierende Wirkung und eine die Koagulationswirkung überwiegende entwässernde Wirkung. 



   Im Gegensatz dazu wird, wenn ein gewöhnliches Koagulationsmittel benutzt wird, kein dichtes Koagulat erhalten, sondern vielmehr als solches, welches einen viel höheren Wassergehalt aufweist. 



   Nach der bevorzugten   Ausführungsform   der Erfindung wird durch die genannten Entwässerungsund Verfestigungsmittel sowohl die äussere als auch die innere Fläche des gebildeten Schlauches benetzt, was durch Verwendung einer in das Entwässerungsbad eingetauchten Düse, die aus zwei ineinander angeordneten Rohren besteht, erreicht wird. Das innere Rohr der Düse ist mit einem Behälter verbunden, aus welchem das Entwässerungs- und Verfestigungsmittel unter einem konstanten Gefälle abfliessen kann. Das äussere Rohr der Düse ist mit einem Behälter verbunden, in welchem der konzentrierte und mit Zusatzstoffen versetzte   rahmartige   Latex enthalten ist. 



   Wenn ein heisses, konzentriertes   Entwässenmgs- und Verfestigungsbad   benutzt wird, so ist es ratsam, die   konzentrischen   Rohre der Düse mit Wasser zu kühlen, damit merkliche Viskositätsänderungen infolge der thermischen Einflüsse vermieden werden. Die Rohre können aus einem geeigneten Material, wie Glas. Steatit, Nickel oder rostfreiem Stahl, bestehen. In der bevorzugten Anordnung sind die Rohre so gestellt, dass die Düsenöffnung senkrecht nach oben gerichtet ist, u. zw. ist die Düse in einem solchen Abstand unterhalb der Oberfläche des   Entwässerungsbades   angeordnet, dass ein Schlauehrohr des gewünschten Durchmessers erzielt wird. 



   Eine für die Durchführung der vorliegenden Erfindung geeignete   Entwässerungs-und Härte-   flüssigkeit besteht beispielsweise aus einer Lösung, die 150 Teile Kochsalz und 150 Teile Ammoniumacetat auf 450 Teile Wasser enthält ; die Temperatur des Bades wird   zweckmässig   auf 90  C gehalten. 



   Eine für die Herstellung der Schläuche geeignete Latexmischung ist beispielsweise die folgende : 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> Kautschuk <SEP> (als <SEP> Latex <SEP> zugesetzt) <SEP> 90#8
<tb> Schwefel <SEP> 2-0
<tb> Paraffinwachs <SEP> .................................................. <SEP> 1#0
<tb> Transformatoröl <SEP> ................................................ <SEP> 1#0
<tb> Zinkdiäthyldithiocarbamat <SEP> ...................................... <SEP> 0#2
<tb> Zinkoxyd.............. <SEP> 5 <SEP> 0
<tb> 
 
Dieser konzentrierte Latex hat eine Konzentration von etwa   60%   an Kautschuk und den andern Zusatzstoffen und   40% Wasser. Diese Latexmischung   wird in den Latexbehälter gegeben und durch eine Düse in das genannte   Entwässerungsbad   zum Ausfliessen gebracht.

   Bei Verwendung der obigen Latexmischung, die einen Gehalt an Wasser von   40% hat, zeigte   die   Latexmisehung,   nachdem sie 10 Sekunden in das genannte   Entwässerungsbad   von 85 bis   90Q C eingetaucht und   dann 12 Sekunden mit   heissem Wasser gewaschen   worden war, nur noch einen Wassergehalt von 23-7%.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Schläuchen aus Kautschuk u. dgl. durch Ausfliessenlassen konzentrierter und mit Zusatzstoffen versetzter wässeriger Dispersionen aus ringförmigen Öffnungen oder Düsen in ein verfestigend wirkendes Bad, wobeigleiehzeitig die Innen-und Aussenflächen des gebildeten Schlauches verfestigt werden, dadurch gekennzeichnet, dass als BadflÜssigkeit kalte oder warme konzentrierte und EMI2.2
AT145082D 1928-09-05 1929-09-04 Verfahren zur Herstellung von Schläuchen aus Kautschuk u. dgl. AT145082B (de)

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