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VerfahrenzurVervielfältigungvonphotographischenSchallaufzeiehnungen.
Zum Zwecke der Wiedergabe von Tonstücken längerer Dauer werden vorteilhafterweise band- förmige Aufzeichnungsträger verwendet, die es gestatten, eine wesentlich grössere Spieldauer zu erreichen als Platten oder Walzen. Als Aufzeichnungsträger wird ausserdem wegen der Billigkeit und Einfachheit der Behandlung meist Papier oder ein ähnlicher Stoff verwendet. Die. Aufbringung der Schallaufzeich- nungen auf den streifenförmigen Träger erfolgt meist durch Kopieren auf den mit lichtempfindlicher Schicht überzogenen Streifen. Dieses Verfahren ergibt gute Resultate, solange z. B. Bromsilberseltichten oder ähnliche einwandfrei arbeitende Kopierschichten verwendet werden.
Bei einer mehrfachen Verviel-
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haltenden Chemikalien bereits eine Rolle, so dass diese Art der Vervielfältigung unrentabel wird. Eine weitere bekannte Art ist die Vervielfältigung der Schallaufzeichnungen nach einem Druckverfahren. Das einzige für Schallaufzeichnungen genügend genaue Druckverfahren ist der Flachdruck mit seinen
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von grossen Längen, z. B. mehreren hundert Metern, herzustellen, da die zugehörigen Maschinen nicht mit der geforderten Genauigkeit gebaut werden können, sehr kompliziert werden und daher gleichfalls unrentabel arbeiten müssten.
Bei dem erfindungsgemässen Verfahren zur Vervielfältigung von photographischen Schallauf- zeiehnungen entfallen die oberwähnten Nachteile und Mängel. Es wird dabei von einer auf photographischem Wee auf einem Band beliebiger Länge erhaltenen Schallaufzeichnung ausgegangen.
Das Verfahren, dessen einzelne Massnahmen bei der Bildübertragung bekannt sind. besteht in folgendem : Das Band mit der photographischen Schallaufzeichnung wird zunächst durch ein Bad geleitet, von dem es vermöge seiner verschiedenen Oberfläehenbeschaffenheit an den belichteten und unbelichteten Stellen
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band gegen ein anderes, mit gleicher Geschwindigkeit und in gleicher Richtung bewegtes Band (Kopierband), etwa aus Papier, gedrückt, wobei es die aufgenommene Flüssigkeit an das zweite Band (Kopierband) nur an den Stellen abgibt, an welchen der Film im Bad etwas aufgenommen hat. Weiterhin kann
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durch welche an den mit der ersten Badflüssigkeit bedruckten oder unbedruckten ?Stellen Färbungen hervorgerufen werden.
Für dieses Verfahren eignen sich hauptsächlich nach der Strichlängen- oder Zackenmethode hergestellte Sehallaufzeichnungen, weil bei diesen nur Schwarzweissdrucke ohne alle Halbtöne erforderlich sind und solche Druck sich sehr genau herstellen lassen. Das Verfahren hat die Vorteile, dass das
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wie die Zeichnung veranschaulicht, beispielsweise das die photographische Schallaufzeichnung tragende Filmband 0 in einer den Reaktions- und eventuell Einsaugungsgeschwindigkeiten der einzelnen Prozesse entsprechenden Geschwindigkeit durch die verschiedenen Apparaturen bzw.
Bäder geleitet, wobei die
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mit dem den Abdruck aufnehmenden zweiten Band (Kopierband) in Berührung bringt, nach der Trennung von diesem Kopierband durch ein weiteres, dem Bad Bai gleiches Band B2 und eine Vorrichtung, wo es mit einem zweiten Kopierband C in Berührung gebracht wird usw., so dass durch diese Massnahme eine rationelle Vervielfältigung möglich wird.
Das die photographische Schallaufzeichnung tragende Band 0 kann beispielsweise aus einem entwickelten, fixierten und gut gewässerten Filmpositiv, das in einem Bade folgender beispielsweiser
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laugensalz, 4 g Bromkalium, 0#6 g Zitronensäure und 1'8 g Chromalaun. In diesem Bade wird die Gelatineschicht an den silberhaltigsten Stellen am meisten gehärtet, gar nicht hingegen an den durch-
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Stellen absolut unquellbar gemacht und ist demnach auch nicht mehr imstande, an diesen Stellen wässerigen Farbstoff aufzunehmen, welchen Eigenschaft durch geeignete Zusammensetzung des Farbbades (z. B. Glyzerinzusatz) noch gesteigert werden kann.
Die so vorbereitete photographische Schall- aufzeichnung 0 wird nun über entsprechende Rollen durch ein eine wässerige Farblösung enthaltendes Bad B1 und hierauf, durch weitere Rollen geführt, zur Pressvorrichtung Q geleitet, die dieses Band mit dem vorher etwa für das Kopieren präparierten Band 0, welches von einer Vorratsrolle 171 abläuft, in Berührung bringt, wobei das Bild auf diesem Band 0 festgehalten wird. Dieses Baud 0 läuft mit derselben
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von jeweils gesonderten Vorratstrommeln V2 abgewickelt und durch die Druckvorrichtungen und die HervorrufungsbäderE2geleitetwerden.
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Für das Endergebnis ist es vollkommen gleichgültig, ob die BadflÜssigkeit in B1, B2 usw. bei der Übertragung auf die Papierstreifen 0 direkt eine Färbung hervorruft oder ob die Färbung erst durch eine Nachbehandlung bekannter Art zum Vorschein kommt. Viele Bäder, z. B. wässerige Lösungen
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lösung, so werden alle jene Stellen, welche auch nur eine Spur des Blauholzextraktes aufgesogen haben, sogleich tiefschwarz gefärbt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Vervielfältigung von photographischen Schallaufzeichnungen, bei welchem die auf photographisehem Wege auf einem Band beliebiger Länge erhaltenen Aufzeichnungen auf ein anderes Band übertragen werden, dadurch gekennzeichnet, dass das Band mit der photographischen Schallaufzeichnung zunächst durch ein Bad geleitet wird, in welchem es vermöge seiner verschiedenen Oberfläehenbesehaffenheit an den belichteten und unbelichteten Stellen nur an den einen dieser Stellen Badeflüssigkeit aufnimmt, worauf dieses Band gegen ein anderes, mit gleicher Geschwindigkeit und in gleicher Richtung bewegtes Band (Kopierband) gedrückt wird und dabei die aus dem Bad aufgenommene Flüssigkeit an das zweite Band (Kopierband) nur an jenen Stellen abgibt,
an welchen der Film im Bad etwas aufgenommen hat, dass weiterhin das Kopierband gegebenenfalls an sich bekannten Operationen, wie Durchleiten durch weitere Bäder, unterzogen wird, durch welche an den mit der ersten Badflüssigkeit bedruckten oder unbedruckten Stellen Färbungen hervorgerufen werden.