AT132997B - Verfahren zur Vervielfältigung von photographischen Schallaufzeichnungen. - Google Patents

Verfahren zur Vervielfältigung von photographischen Schallaufzeichnungen.

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  VerfahrenzurVervielfältigungvonphotographischenSchallaufzeiehnungen. 



   Zum Zwecke der Wiedergabe von Tonstücken längerer Dauer werden vorteilhafterweise band-   förmige   Aufzeichnungsträger verwendet, die es   gestatten, eine wesentlich grössere Spieldauer   zu erreichen als Platten oder Walzen. Als Aufzeichnungsträger wird   ausserdem   wegen der Billigkeit und Einfachheit der Behandlung meist Papier oder ein ähnlicher Stoff verwendet. Die. Aufbringung   der Schallaufzeich-     nungen   auf den streifenförmigen Träger erfolgt meist durch Kopieren auf den mit lichtempfindlicher Schicht überzogenen Streifen. Dieses Verfahren ergibt gute Resultate, solange z. B.   Bromsilberseltichten   oder   ähnliche   einwandfrei arbeitende Kopierschichten verwendet werden.

   Bei einer mehrfachen Verviel- 
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 haltenden Chemikalien bereits eine Rolle, so dass diese Art   der Vervielfältigung unrentabel   wird. Eine weitere bekannte Art ist die Vervielfältigung der Schallaufzeichnungen nach einem Druckverfahren. Das einzige für Schallaufzeichnungen genügend genaue Druckverfahren ist der Flachdruck mit seinen 
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 von grossen Längen, z. B. mehreren hundert Metern, herzustellen, da die zugehörigen Maschinen nicht mit der geforderten Genauigkeit gebaut werden können, sehr kompliziert werden und daher gleichfalls unrentabel arbeiten   müssten.   



   Bei dem   erfindungsgemässen Verfahren   zur Vervielfältigung von photographischen Schallauf-   zeiehnungen   entfallen die   oberwähnten   Nachteile und Mängel. Es wird dabei von einer auf photographischem Wee auf einem Band beliebiger Länge erhaltenen Schallaufzeichnung ausgegangen. 



  Das Verfahren, dessen einzelne Massnahmen bei der   Bildübertragung   bekannt sind. besteht in folgendem : Das Band mit der photographischen Schallaufzeichnung wird zunächst durch ein Bad geleitet, von dem es   vermöge seiner verschiedenen Oberfläehenbeschaffenheit   an den belichteten und unbelichteten Stellen 
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 band gegen ein anderes, mit gleicher   Geschwindigkeit   und in gleicher Richtung bewegtes Band (Kopierband), etwa aus Papier, gedrückt, wobei es die   aufgenommene Flüssigkeit   an das zweite Band (Kopierband) nur an den Stellen abgibt, an welchen der Film im Bad etwas aufgenommen hat. Weiterhin kann 
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 durch welche an den mit der ersten Badflüssigkeit bedruckten oder unbedruckten ?Stellen Färbungen hervorgerufen werden. 



   Für dieses Verfahren eignen sich hauptsächlich nach der Strichlängen- oder Zackenmethode   hergestellte Sehallaufzeichnungen, weil bei diesen nur Schwarzweissdrucke   ohne alle Halbtöne erforderlich sind und solche Druck sich sehr genau herstellen lassen. Das Verfahren hat die Vorteile, dass das 
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 wie die Zeichnung veranschaulicht, beispielsweise das die photographische   Schallaufzeichnung tragende   Filmband 0 in einer den Reaktions- und eventuell Einsaugungsgeschwindigkeiten der einzelnen Prozesse   entsprechenden Geschwindigkeit durch   die verschiedenen Apparaturen bzw.

   Bäder geleitet, wobei die 
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 mit dem den Abdruck aufnehmenden zweiten Band (Kopierband) in Berührung bringt, nach der Trennung von diesem Kopierband durch ein weiteres, dem Bad   Bai gleiches   Band   B2   und eine Vorrichtung, wo es mit einem zweiten Kopierband C in Berührung gebracht wird usw., so dass durch   diese Massnahme eine   rationelle   Vervielfältigung   möglich wird. 



   Das die photographische   Schallaufzeichnung   tragende Band 0 kann beispielsweise aus einem entwickelten, fixierten und gut gewässerten Filmpositiv, das in einem Bade folgender beispielsweiser 
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 laugensalz, 4 g   Bromkalium,     0#6 g Zitronensäure   und   1'8   g   Chromalaun.   In diesem Bade wird die Gelatineschicht an den   silberhaltigsten   Stellen am meisten   gehärtet,     gar nicht hingegen   an den durch- 
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 Stellen absolut unquellbar gemacht und ist   demnach   auch nicht mehr imstande, an diesen Stellen wässerigen Farbstoff aufzunehmen, welchen Eigenschaft durch geeignete Zusammensetzung des Farbbades   (z. B. Glyzerinzusatz) noch   gesteigert werden kann.

   Die so vorbereitete photographische Schall-   aufzeichnung   0 wird nun über entsprechende Rollen durch ein eine wässerige Farblösung enthaltendes Bad B1 und hierauf, durch weitere Rollen geführt, zur Pressvorrichtung Q geleitet, die dieses Band mit dem vorher etwa für das Kopieren präparierten Band 0, welches von einer Vorratsrolle   171   abläuft, in   Berührung bringt, wobei das Bild   auf diesem Band   0   festgehalten wird. Dieses Baud 0 läuft mit derselben 
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 von jeweils gesonderten Vorratstrommeln   V2   abgewickelt und durch die Druckvorrichtungen und die HervorrufungsbäderE2geleitetwerden. 
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   Für das Endergebnis ist es   vollkommen gleichgültig,   ob die   BadflÜssigkeit   in B1, B2 usw. bei der Übertragung auf die Papierstreifen   0   direkt eine Färbung hervorruft oder ob die Färbung erst durch eine Nachbehandlung bekannter Art zum Vorschein kommt. Viele Bäder, z. B.   wässerige Lösungen   
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 lösung, so werden alle jene Stellen, welche auch nur eine Spur des Blauholzextraktes   aufgesogen   haben,   sogleich tiefschwarz gefärbt.   



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Vervielfältigung von photographischen   Schallaufzeichnungen,   bei welchem die auf photographisehem Wege auf einem Band beliebiger Länge erhaltenen   Aufzeichnungen   auf ein anderes Band übertragen werden, dadurch gekennzeichnet, dass das Band mit der photographischen Schallaufzeichnung zunächst durch ein Bad geleitet wird, in welchem es vermöge seiner verschiedenen Oberfläehenbesehaffenheit an den belichteten und unbelichteten Stellen nur an den einen dieser Stellen Badeflüssigkeit aufnimmt, worauf dieses Band gegen ein anderes, mit gleicher Geschwindigkeit und in gleicher Richtung bewegtes Band (Kopierband) gedrückt wird und dabei die aus dem Bad   aufgenommene   Flüssigkeit an das zweite Band (Kopierband) nur an jenen Stellen abgibt,

   an welchen der Film im Bad etwas aufgenommen hat, dass weiterhin das Kopierband gegebenenfalls an sich bekannten Operationen, wie Durchleiten durch weitere Bäder, unterzogen wird, durch welche an den mit der ersten Badflüssigkeit bedruckten oder unbedruckten Stellen Färbungen hervorgerufen werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vervielfältigungen von einem gemeinsamen Filmband an mehreren Stellen gleichzeitig. abgenommen werden, indem an jeder dieser Stellen die sämtlichen nötigen Vorrichtungen, wie z. B. Bäder für die durchlaufenden Bänder, Walzen zum Aufpressen der Bänder aufeinander usw., vorgesehen sind.
AT132997D 1931-02-18 1931-02-18 Verfahren zur Vervielfältigung von photographischen Schallaufzeichnungen. AT132997B (de)

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