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Anlage fiir die Belieferung mehrerer Verbrauehsstellen mit Gas, mit einer Vorrichtung zum Ein- kassieren einer Grundgebühr.
Die Erfindung betrifft eine Anlage für die Belieferung mehrerer Verbrauchsstellen mit Gas, mit einer Vorrichtung zum Einkassieren einer Grundgebühr oder eines durchschnittlichen abgerundeten Rechnungsbetrages für Gas, bei der eine selbständige, d. h. von einer Gasmessvorrichtung völlig unab- hängige Vorrichtung vorgesehen ist, die aus einem Gasventil besteht, das durch Münzeinwurf von aussen her geöffnet und durch ein unter Werkverschluss liegendes Organ verschlossen werden kann.
Erfindungsgemäss wird die Vorrichtung in eine Zweigleitung der Anlage, möglichst in eine solehe eingebaut, die einen unentbehrlichen Verbrauchsapparat speist. Diese Anordnung ist besonders für solche Anlagen von Vorteil, bei denen die Rohrinstallation im Hause nur auf eine Anbringung des Gasmessers im Keller eingerichtet und die Anbringung eines Münzgasmessers in der Wohnung des Verbrauchers z. B. deshalb undurchffihrbar ist, weil sieh der Rohrstrang bereits auf dem Wege zwischen Keller und
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mehr vorhanden ist.
Die Vorrichtung nach der Erfindung ist in einer beispielsweisen Ausführungsform in Fig. 1 in Vorderansicht mit weggeschnittenem Deckel, in Fig. 2 in derselben Ansicht in anderer Gebrauchsstellung und in Fig. 3 in Seitenansicht mit weggeschnittener Seitenwand dargestellt.
Das Gas strömt am Eingangsstutzen 1 in den Eingangsraum 2, tritt bei offener Stellung des Ven- tils < ? durch die Zwischenwand 4 hindurch und gelangt in den Ausgangsraum 5 und somit zum Ausgangsstutzen 6. Vor dem Gasraum 2, 5 ist, selbstverständlich unter Abdeckung durch ein besonderes Gehäuse/, der das Ventil steuernde Mechanismus gasdicht vom Gasraum getrennt angeordnet.
Wirft man in denMünzensehIitz (Fig. l) eine dem Betrage der Grundgebühr entsprechende Münze ein, so fällt diese an eine Stelle, wo sie in irgendeiner an sieh bekannten Weise z. B. in eine Miinzenwalze 9 gelangt, die einen nach aussen ragenden Griff 10 besitzt. Eine Drehung an diesem Griff in münzenleerem Zustande ist wirkungslos. Wenn sieh hingegen eine passende Münze 11 in der Walze befindet, dann bewirkt eine Drehung des Griffes 10 ein Öffnen des bis dahin geschlossen gewesenen Ventils"). Die Drehriehtung für den Griff ist durch den Pfeil 12 angegeben. Der Rand der Miinze 11 hebt infolge der Drehung entlang dem kurvenförmigen Rande der Falle 1. 3 diese unter Überwindung der Feder 14 an.
Die Falle ist um die Achse 15 drehbar, so dass der mit der Falle aus einem Stück bestehende Sperrzahn 16 aus der
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können durch ein Gelenk verbunden oder, wie auf der Zeichnung dargestellt, durch die Druckkraft der Feder 26 gekuppelt sein. Der Sperrzahn, M greift sodann in die andere Kerbe 27 des Riegels 18 ein. Diese Stellung zeigt Fig. 2. Die Münze fällt nach Verlassen der Kurvenbahn in die Geldlade 28.
In der Stellung gemäss Fig. 1 ist also der Münzenschlitz offen und das Ventil geschlossen, in Stellung gemäss Fig. 2 ist umgekehrt der Münzenschlitz verschlossen und das Ventil geöffnet.
Der Kassenbeamte des Gaswerkes findet die Vorrichtung in der durch Fig. 2 wiedergegebenen Stellung vor. Er entnimmt der Geldlade 28 das darin befindliche Geld. Nach Entnahme des Geldes legt
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ist möglich, da die Kerbe 27 einerseits durch eine Steigfläche begrenzt wird, die den Sperrzahn16 anhebt und dann in die Kerbe 17 einfallen lässt. Mit dem Schwenken des Hebels 29 nach links nimmt also die Vorrichtung die Stellung nach Fig. 1 ein. der Konsument kann nun aus der bei 6 angeschlossenen Leitung kein Gas entnehmen, da das Ventil geschlossen ist. Er ist gezwungen, eine Münze einzuwerfen, um wieder Gas zu erhalten.
Das Ventil bleibt nun so lange offen, bis wieder die Kassierung (immer in denselben Zeitabschnitten, für welche die Grundgebühr berechnet ist) in der beschriebenen Weise durchgeführt wird.
Die Vorrichtung führt sonach die eingangs erläuterte Aufgabe der Einkassierung der Grundgebühr durch, vollkommen unabhängig davon, ob die Verbrauchsgebühr durch einen Miinzgasmesser eingezogen wird oder nicht, oder in welcher räumlichen Entfernung von der Vorrichtung der Gasmesser angebracht ist. Es ist auch gleichgültig, ob diese Kassiervorrichtung vor oder hinter den Gasmesser geschaltet ist.
Darüber hinaus bietet die Vorrichtung nach der Erfindung die Möglichkeit, einen höheren Betrag
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durchschnittlichen Betrag der gesamten Monatsrechnung entspricht. Auch hiefür ist es nicht unumgänglieh erforderlich, die Vorrichtung in die Hauptleitung einzubauen ; sie kann vielmehr in eine Zweig- leitung eingebaut sein, vorzugsweise natürlich in eine solche, deren Gasverbrauchsgeräte am wenigsten entbehrt werden können. wie z. B. die zum Küchenherd führende Leitung. Wesentlich ist dabei nur, dass ein Einfluss auf den Verbraucher in der Weise ausgeübt wird, dass durch Absperrung einer wichtigen
Verbrauchsstelle die Notwendigkeit für ihn entsteht, diese zu öffnen.
Selbstverständlich kann mit den bei Münzgasmessern bekannten Mitteln auch erreicht werden, dass die Gebühr mit mehreren Münzen entrichtet werden kann, z. B. mit sieben Einmarkgeldstücken. die alle nacheinander in denselben Schlitz geworfen werden, oder mit einem Fünfmarkstück und einem Zwei- markstück, die jedes in einen besonderen Schlitz einzuwerfen sind.
Es sind auch Vorrichtungen an Münzgasmessern vorgeschlagen worden, die eine einfache Ver- stellung in der Weise gestatten, dass z. B. anstatt bisher sieben fortan neun Geldstücke zur Betätigung erforderlieh sind. Auch solche besondere Ausführungsformen sind sinngemäss bei der erfindungsgemässen
Vorrichtung ohne weiteres anwendbar.