DE544142C - Vorrichtung zum Einkassieren einer Grundgebuehr fuer Gas - Google Patents
Vorrichtung zum Einkassieren einer Grundgebuehr fuer GasInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur selbsttätigen Einziehung
von Grundgebühren im Zusammenhang mit der Abrechnung des Gasverbrauches zwischen
Gaswerk und Verbraucher. Man hat bisher in verschiedenster Weise die Münzgasmesser
mit Einrichtungen zur selbsttätigen Einziehung von Grundgebühr (Monatsmiete) versehen.
Hier handelt es sich jedoch erstmalig um eine selbständige Einrichtung, die in keiner Weise mit einem Münzgasmesser
mechanisch zusammenwirkt.
Der Vorteil, der auf diese Weise erreicht wird, ist der, daß die Grundgebühr automatisch
einkassiert werden kann auch an solchen Stellen, wo bestimmte Gründe dafür vorliegen, die Verbrauchsgebühr nicht automatisch
einzuziehen, also keinen Münzgasmesser zu verwenden. Solcher Grund kann
ao z. B. der sein, daß die Rohrinstallation im Hause nur auf eine Anbringung des Gasmessers
im Keller eingerichtet ist und die Anbringung eines Münzgasmessers in der
Wohnung des Verbrauchers nicht durchführbar ist, weil der Rohrstrang sich schon auf
dem Wege zwischen dem Keller und der Wohnung verzweigt, so daß in der Wohnung keine den gesamten Verbrauch tragende Leitung
mehr vorhanden ist. Für die Einrichtung gemäß der Erfindung genügt es aber, wenn sie nur in einen unentbehrlichen Abzweig,
z. B. vor dem Küchenherd, eingeschaltet wird. Dies ist nur einer von den Gründen,
die eine automatische Einziehung von Grundgebühr, unabhängig von einem Münzgasmesser,
erwünscht erscheinen lassen können.
In Fig. ι ist eine Vorderansicht der Vorrichtung
mit fortgeschnittenem Deckel, in Fig. 2 dieselbe Ansicht in anderer Gebrauchsstellung,
in Fig. 3 eine Seitenansicht mit fortgeschnittener Seitenwand dargestellt.
Das Gas strömt am Eingangsstutzen 1 in den Eingangsraum 2, passiert bei offener
Stellung des- Ventils 3 die Zwischenwand 4 und gelangt in den Ausgangsraum 5 und somit
zum Ausgangsstutzen 6.
Vor dem Gasraum 2, 5 ist, selbstverständlich unter Abdeckung durch ein besonderes
Gehäuse 7, die das Ventil steuernde Vorrichtung gasdicht vom Gasraume getrennt angeordnet.
Wirft man in den Münzenschlitz 8 (Fig. 1) eine dem Betrag der Grundgebühr entsprechende
Münze ein, so fällt diese an eine Stelle, wo sie in irgendeiner an sich bekannten
Weise z. B. in eine Münzenwalze 9 gelangt, die eine nach außen herausragende Handhabe 10 besitzt (Fig. 3). Eine Drehung
an dieser Handhabe im münzenleeren Zustände ist wirkungslos. Wenn sich hingegen
eine passende Münze 11 in der Münzenwalze 9 befindet, bewirkt eine Drehung der
Handhabe 10 ein Öffnen des bis dahin geschlossen gewesenen Ventils 3.
Die Drehrichtung ist durch den Pfeil 12 angegeben (Fig. 2). Der Rand der Münze
11 hebt infolge der Drehung an dem kurven-
formigen Rande der Falle 13 entlang diese Falle an, was unter Überwindung der Feder
14 geschieht. Die Falle 13 ist um die Achse
15 drehbar, und so hebt sich der Sperrzahn
16, der mit der Falle 13 ein Stück bildet, aus der Kerbe 17 des Riegels 18 heraus. Dadurch
folgt der Riegel 18 der Zugkraft der Feder 14, sperrt mit seiner Zunge 20 den
Münzenschlitz 8 ab und öffnet zugleich das Ventil 3 auf dem Wege über den Kurbelzapfen
21, die Kurbel 22, die Welle 23, den Hebel 24 und den Ventilschaft 25. Der Hebel
24 und der Ventilschaft 25 können durch Gelenk verbunden oder, wie auf der Zeichnung
dargestellt, durch die Druckkraft der Feder 26 gekuppelt sein. Der Sperrzahn 16 greift
sodann in die andere Kerbe 27 des Riegels 18 ein. Diese Stellung zeigt Fig. 2. Die
Münze fällt nach Verlassen der Kurvenbahn in die Geldlade 28 (Fig. 3).
In der Stellung gemäß Fig. 1 ist also der Münzenschlitz 8 offen und das Ventil 3 geschlossen,
in Stellung gemäß Fig. 2 ist umgekehrt der Münzenschlitz 8 verschlossen und das Ventil 3 geöffnet»
Der Kassenbeamte des Gaswerkes findet die Vorrichtung in der durch Fig. 2 wiedergegebenen
Stellung vor. Er entnimmt der Geldlade 28 das darin befindliche Geld. Nach Entnahme des Geldes legt er den Riegel 18
in die andere Stellung um. Dazu ist der Riegel mit einem nach abwärts gerichteten
Bedienungshebel 29 versehen, der bis in die Geldlade 28 hineinreicht. Dieses Umlegen
am unteren Ende nach links ist möglich, da die Kerbe 27 einerseits durch eine Steigfiäche
begrenzt wird, die den Sperrzahn 16 anhebt und dann in die Kerbe 17 einfallen läßt. Mit
dem Schwenken des Hebels 29 nach links nimmt also die Vorrichtung die Stellung nach Fig. 1 ein, der Konsument kann nun aus
der bei 6 angeschlossenen Leitung kein Gas entnehmen, da das Ventil 3 geschlossen ist.
Er ist gezwungen, eine neue Münze einzuwerfen, um wieder Gas zu erhalten. Das Ventil bleibt nun so lange offen, bis wieder
der Werksbeamte die Kassierung wie erwähnt vornimmt; und die Einkassierung erfolgt
in denselben Zeitperioden, für welche die Grundgebühr berechnet ist.
Man erkennt, daß die Vorrichtung die eingangs erläuterte Aufgabe der Einkassierung
von Grundgebühr erfüllt, ganz unabhängig davon, ob die Verbrauchsgebühr durch einen
Münzgasmesser eingezogen wird oder nicht, oder in welcher räumlichen Entfernung von
der Vorrichtung der Gasmesser angebracht ist.
Es ist auch gleichgültig, ob diese Kassiervorrichtung vor oder hinter den Gasmesser
geschaltet ist.
Darüber hinaus bietet die Vorrichtung die Möglichkeit, einen höheren Betrag als die
eigentliche Grundgebühr einzuziehen, z. B. einen Betrag, der annähernd dem mutmaßlichen
oder durchschnittlichen Betrag der gesamten Monatsrechnung entspricht. Und auch dazu muß die Vorrichtung nicht notwendig
in die Hauptleitung eingebaut sein, sondern sie kann in eine Zweigleitung eingebaut sein,
vorzugsweise natürlich in eine solche, deren Gasverbrauchsgeräte am wenigsten entbehrt
werden können, wie z. B., wie eingangs erwähnt, in die zum Küchenherd führende. Die
Hauptsache ist ja nur, daß ein Druck auf den Verbraucher in der Weise ausgeübt wird,
daß durch Absperrung einer wichtigen Verbrauchsstelle die Notwendigkeit für ihn entsteht,
diese zu öffnen, d. h. neue Münzen einzuwerfen.
Selbstverständlich kann mit den von Münzgasmessern her bekannten Mitteln auch erreicht
werden, daß die Gebühr in Gestalt mehrerer Münzen bezahlt werden kann, z. B. in Gestalt von 7 Geldstücken zu 1 JlJl, die
alle nacheinander in denselben Schlitz geworfen werden, oder in Gestalt eines Fünfmarkstückes
und eines Zweimarkstückes, die jedes in einen besonderen Schlitz einzuwerfen sind.
Sodann sind auch Vorrichtungen an Münzgasmessern vorgeschlagen worden, die eine
einfache Verstellbarkeit in der Weise gestatten, daß z. B. ■ anstatt bisher 7 fortan
9 Geldstücke zur Betätigung erforderlich sind. Auch derartige Spezialausführungen sind
sinngemäß auf die hier dargestellte Vorrichtung ohne- weiteres anwendbar.
Claims (2)
1. Vorrichtung zum Einkassieren einer Grundgebühr oder eines durchschnittlichen
abgerundeten Rechnungsbetrages für Gas, - gekennzeichnet durch eine besondere,
von dem üblichen Gasmesser unabhängige Vorrichtung, bestehend aus einem Gasventil (3), welches durch Münzeneinwurf
von außen her in an sich bekannter Weise geöffnet und durch einen unter Werkverschluß liegenden Griff (29)
wieder verschlossen wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch deren Einbau in eine
der Zweigleitungen der Anlage. ■
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE544142T | 1930-12-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE544142C true DE544142C (de) | 1932-02-13 |
Family
ID=6560306
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930544142D Expired DE544142C (de) | 1930-12-21 | 1930-12-21 | Vorrichtung zum Einkassieren einer Grundgebuehr fuer Gas |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE544142C (de) |
-
1930
- 1930-12-21 DE DE1930544142D patent/DE544142C/de not_active Expired
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