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Beregnungsvorrichtung für Kulturen.
Es sind Beregnungsvorrichtungen für Kulturen mit um eine lotrechte Achse umlaufender
Strahldüse bereits bekannt, die mit einer selbsttätigen Drosselvorrichtung versehen sind, welche den Ausflussquerschnitt der Düse und damit die Wasserabgabe periodisch ändert ; es ist auch nicht mehr neu, den Umlauf der Strahldüse durch die ihren Querschnitt ändernde Drosselvorrichtung zu bewirken. Der Zweck dieser periodischen Änderung der Wasserabgabe ist eine periodische Änderung der Wurfweite des Wasserstrahles, wodurch eine bessere Wasserverteilung erzielt wird.
Die vorliegende Erfindung beruht auf der Einschaltung eines Windkessels in den Wasserzulauf zur Strahldüse und dient dem Zweck, einerseits die Wurfweite der Beregnungsvorrichtung bei gleichbleibendem Kraftbedarf zu steigern, wodurch die Anlage-und Betriebskosten herabgesetzt werden, anderseits die Anlagekosten auch noch dadurch zu vermindern, dass durch die Speicherwirkung des Windkessels unmittelbar vor der Stelle der Wasserabgabe ermöglicht wird, die Zuleitung znm Regner mit viel geringerer lichter Weite auszuführen als dies bei andern Regnern von gleicher Strahlstärke möglich ist. Erfingdungsgemäss kann der Windkessel das Standrohr der Düse allfällig konzentrisch umgeben.
Weitere Merkmale gemäss der Erfindung bestehen darin, dass die Drosselvorrichtung aus einer vor der Düsenmündung angeordneten exzentrischen, mit Turbinenschaufeln od. dgl. versehenen Drehscheibe besteht. welche die Düsenmündung periodisch verkleinert und wieder freigibt, allenfalls vorübergehend auch vollständig abschliesst : erfindungsgemäss kann auch nur ein Teil des Randes der exzentrischen Drehscheibe mit Schaufeln besetzt und die Scheibe durch ein Gewicht so ausbalanciert sein, dass sie nur durch einen Wasserdruck in Drehung versetzbar ist, der nur unwesentlich unter dem Höchstdruck liegt.
Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt, u. zw. in Fig. 1 in einer Seitenansicht, teilweise im Schnitt, und in Fig. 2 in Stirnansicht.
Das Wasser gelangt über den Windkessel I durch das Rohr rn zu der mit einer Hülse b, welche das Rohrende a umfasst, versehenen und um dessen lotrechte Achse umlaufenden Strahldüse c. Die Regelung des Wasseraustrittes erfolgt durch eine auf der waagrechten Achse d drehbar und exzentrisch befestigten, mit Schaufeln t'besetzten Scheibe e. Die Scheibe e wird durch den Wasserstrahl aus der Düse c, der ihre Schaufeln t'beaufschlagt, gedreht und schiebt sich bald mehr, bald weniger vor die Mündung der Düse. Die Drehvorrichtung für die Düse besteht aus einem auf dem Rohr a sitzenden Kranz mit Rasten & , in welche ein an der Scheibe e befindlicher Anschlag lu bei jeder Scheibendrehung einmal eingreift und mitgenommen wird.
Hiedurch wird eine Verdrehung des beweglichen Oberteiles des Regners gegenüber seinem feststehenden Unterteil bewirkt.
Der im Staubereich der Düse angeordnete, einen Teil des Regners bildende Windkessel I arbeitet mit der periodisch wirkenden Abschlussvorrichtung der Düse wie folgt : Bei ganz oder annähernd geschlossener Düse fliesst das durch die Leitung 'gelieferte Druckwasser in den Windkessel l und drückt das Luftpolster mehr und mehr zusammen, bis ein Höchstdruck erreicht ist. In diesem Augenblick wird die Düsenmündung ganz freigegeben, so dass der Strahl unter hohem Druck seine günstigste Wurfweite entwickelt. Gleichzeitig tritt eine Entlastung des Windkessels ein ; der Druck sinkt und die Düsenmündung wird wieder verengt bzw. wieder
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abgeschlossen. Gleichzeitig geht die Wurfweite des Strahles wieder zuruck und der Wasserauswurf hört wieder auf.
Nun erfolgt von neuem ein Druckanstieg im Windkessel und das Spiel wiederholt sich.
Solange die Düse abgeschlossen ist, fliesst das Wasser dem Windkessel anfangs schneller. bei zunehmendem Gegendruck aber immer langsamer zu, bis schliesslich der Gegendruck sein Maximum erreicht. Der Wasserzustrom ist dann nur noch gering, infolgedessen ist der Druckverlust durch Leitungswiderstände ausserordentlich klein, weshalb bei gleich hoher Lage der Pumpe und Düse an letzterer nahezu derselbe Druck wie an der Pumpe erreicht wird. Der Regner arbeitet also im Augenblick der Freigabe der Düse mit einem Druck, der weit höher liegt als der bei allen andern Regnern gleicher Dimension ohne Windkessel erreichbare Druck. Der Maximaldruck des Windkesselregners ist um die Grösse des Leitwiderstandes höher als bei den andern Regnern. Aus dem hohen Düsendruck ergibt sich die Möglichkeit, grössere Wurfweite zu erzielen.
Da der Wasserzulauf zum Windkessel vorübergehend nahezu auf Null heruntersinkt. spielen die Leitwiderstände eine wesentlich kleinere Rolle als bei andern Regnern. weshalb die Zuleitung zum Wmdkesselregner mit sehr kleinen Durchmessern ausgeführt werden kann.
Die Verwendung kleiner Durchmesser hat lediglich die Wirkung, dass sich der Druckanstieg nur langsam vollzieht ; dies ist als ein Vorteil zu betrachten, da hiedurch die stündliche Regenhöhe sehr niedrig gehalten wird und ein Verschlämmen des Bodens oder ein oberflächlicher Wasserabfluss von der Beregnungsfläche ausgeschlossen ist. Hiezu kommt der weitere wirtschaftliche Vorteil der Verbilligung durch die kleineren Rohrdimensionen.
Eine abgeänderte Ausführungsform gemäss der Erfindung ist in Fig. 3 verkleinert dargestellt. Sie besteht darin, dass der Rand der Scheibe e nur teilweise mit Schaufeln f besetzt und die Scheibe durch ein Ausgleichsgewicht g so belastet ist, dass sie im Ruhezustand die Düsenmündung teilweise freilässt, so dass eine oder mehrere Schaufeln bei aufkommendem
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dass die mit Turbinenschaufeln versehene Verschlussscheibe selbsttätig in Drehung kommt. dass jedoch auch vorübergehend keine Schaufeln vor dem Strahl liegen und dann der Strahl in
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liegen, welche das Anlaufen der Scheibe bei aufkommendem Wasserstrahl einleiten.
Die Fig. 4 zeigt eine konstruktive Abänderung, gemäss welcher zwischen Scheibe e und
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Beregnungsvorrichtung für Kulturen. bei welcher durch eine periodisch den Ausflussquerschnitt der um eine lotrechte Achse umlaufenden Strahldüse ändernde selbsttätige Drosselvorrichtung die Wasserabgabe periodisch erfolgt, gekennzeichnet durch einen in den Wasserzulauf zur Düse (e) eingeschalteten, allenfalls das Standrohr (a) der Düse konzentrisch umgebenden Windkessel C.