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Kompensierter Drehkondensator für drahtlose Abstimmungsapparate.
Die Erfindung bezieht sieh auf kompensierte Drehkondensatoren für drahtlose Abstimmungapparate, welche einen mit einem Schalter gekuppelten beweglichen Teil aufweisen. Als kompensierter Kondensator wird dabei ein solcher bezeichnet, bei dem in an sich bekannter Weise die bewegliehen Platten so geformt sind, dass sie eine sogenannte kompensierte"Kapazitätsveränderung ergeben, d. h. eine im wesentlichen geradlinige Beziehung zwischen dem Logarithmus der Kapazität, der Frequenz, der Wellenlänge und der Kondensatorbewegung, im Gegensatz zur geradlinigen Kapazitätsveränderung.
Es sind bereits Kondensatoren bekanntgeworden, deren Platten Ausnehmungen aufweisen, so dass eine Besonderheit in der Abhängigkeit der Kapazität vom Drehwinkel entsteht.
Es sind auch Anordnungen bekanntgeworden, bei denen ein Drehkondensator mit einem Umschalter in Verbindung steht, der durch die Bewegung des beweglichen Teiles des Kondensators betätigt wird, wodurch die elektrischen Konstanten eines Teiles des Schwingungskreises verändert werden.
Endlich sind auch Anordnungen bereits verwendet worden, bei denen nur Teile von Schwingungskreisen kurzgeschlossen werden können.
Gemäss der Erfindung sind die Kondensatorplatten und der Umschalter derart ausgebildet, dass während der Betätigung der Kondensatorplatten die Kapazität zunächst gemäss dem vorliegend erfüllten Kompensationsgesetz von Null oder einem Minimumwert zu einem Maximuni anwächst, an welchem Punkte der Schalter betätigt wird, worauf dann die Kapazität bis zu einem Minimumwert abnimmt. Diese besondere Ausgestaltung der Kondensatorplatten, durch welche die Kompensation entsprechend dem oben angeführten Gesetz durchgeführt wird, bringt mannigfache Vorteile in der Handhabung des Abstimmapparates mit sieh.
In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise veranschaulicht, u. zw. zeigt
Fig. 1 eine Ausführungsform des Kondensators im Längsschnitt, Fig. 2 den Schnitt nach 1I - I1 der Fig. 1, von rechts gesehen, Fig. 3 die Rückansieht des Kondensators, aus welcher der Umschalt-
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Ausführungsform des Umschalters. Fig. 7 und 8 zeigen eine dritte Ausführungsform des Umschalters von vorn und von oben gesehen, Fig. 9 und 10 verschiedene Ausführungsformen der Kondensatorplatten und Fig. 11 und 12 Schaltschemen von Empfangsgeräten, bei denen die Erfindung angewendet wurde.
Der Kondensator nach Fig. 1 und 2 besteht aus den Vorder- und Rückplatten 10 und 11, die durch Bolzen 12 miteinander verbunden sind, und Bolzen 13 zum Halten der festen Platten 14. Die beweglichen
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trägt an ihrem vorderen Ende einen Drehknopf 17 mit einem Skalenteil 18. Aus der Fig. 2 ist zu ersehen, dass die beweglichen Platten 15 die gewöhnliche Form besitzen, während die festen Platten 14 mit allmählich schmäler werdenden Ausnehmungen 19 versehen sind.
Das hintere Ende der Spindel 16 ist über die Platte 11 hinaus verlängert und trägt einen Arm : M. der drei federbelastete Stifte 21 enthält, die auf metallische Kontaktstreifen 23 (bzw. 24, 25, 26) gleiten. Diese Kontaktstreifen sind auf einer Platte 22 aus Isoliermaterial angebracht, die an der Platte 11 befestigt ist.
Aus den Fig. 3 bis 6 ist zu ersehen, dass die Kontaktsegmente und die Kontaktstifte verschieden angeordnet sind, je nachdem, welche Art der Umsehaltung gewählt werden soll. Die Ausführung nach Fig. 3 besitzt drei halbkreisförmige Metallstreifen 23, die jeder mit jedem der Stifte 21 zusammenarbeiten.
Bei dieser Anordnung sind während der einen halben Umdrehung der Spindel 16 die Stifte 21 mit den Kontaktstreifen 23 in Verbindung, während sie bei der andern halben Umdrehung auf dem Isoliermaterial gleiten. Bei der Ausführung nach Fig. 6 ist ein vollständiger Ring 24 vorgesehen, der mit dem innersten der drei Stifte zusammenarbeitet, und zwei Halbringe 25 und 26, von denen der eine während der einen Hälfte der Umdrehung mit einem zweiten Stift in Verbindung steht, wobei der dritte Stift auf dem Isoliermaterial gleitet. Während der zweiten Hälfte der Umdrehung ist dann der dritte Kontaktstreifen mit dem dritten Stift in Verbindung. Die zwei verschiedenen Formen der Umsehalthebel sind
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in Bohrungen des in diesem Falle aus leitendem Material bestehenden Armes eingesetzt.
Die Anordnung nach Fig. 4 wird für den Umschalter nach Fig. 6 verwendet, der Hebel nach Fig. 5 dagegen für die Anord- nung nach Fig. 1 bis 3.
Bei der Konstruktion nach Fig. 7 und 8 fällt der Umschaltarm 20 fort. Statt dessen trägt die Spindel 16 eine Nockenscheibe 29, die mit einer Kontaktfeder 30 zusammenarbeitet. Diese Feder ist an einem Isolierblock 31 angebracht. der durch Schrauben 32 mit der Platte 11 verbunden ist. Das eine
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Ende der Feder ist an dem Block.'31 befestigt. während das andere Ende sich zwischen zwei festen Kontakten 33 und 34 bewegen kann, die an dem andern Ende des Blockes 31 befestigt sind.
Wie aus Fig. 8 zu ersehen ist, bringt die Nockenscheibe 29 während der einen Hälfte der Drehung der Kondensator- spindel die Feder 30 mit dem unteren Kontaktstreifen 34 in Kontakt, wogegen während des andern
Teiles der Umdrehung der Daumen nicht mehr mit der Feder 30 in Berührung steht, die sieh dann infolge ihrer eigenen Spannung von dem Kontakt 34 abhebt und mit dem Kontakt 33 in Berührung kommt. 35 ist eine Halteschraube für die Feder 30, während 36 die Halteschraube für die zwei Kontakte 33, 34 mit dem dazwischen liegenden Isolierstück 37 am andern Ende des Blockes 31 bezeichnet.
Fig. 9 und 10 zeigen abgeänderte Formen der Kondensatorplatten, worin 38 und 39 die beweg- lichen und 40 und 41 die entsprechenden festen Platten sind.
Aus Fig. 2,9 und 10 ist zu ersehen, dass die festen Platten derart mit Ausnehmungen versehen sind, dass sie über eine volle Spindeldrehung von 360 eine kompensierte Abstimmung ergeben Bei der An- ordnung nach Fig. 1 bis 3 sind die Stifte 21 in Kontakt mit den Streifen 2. 3 und schliessen während dieser halben Umdrehung einen Spulensatz kurz, während des anderen Teiles der Bewegung dagegen ist dieser
Kurzschluss aufgehoben. Bei jeder halben Umdrehung erfolgt die Abstimmung nach einem sogenannten kompensieren Gesetz. Die genaue Wirkungsweise dieser Anordnung soll an Hand der Schaltung nach Fig. 11 erldärt werden, in welcher der Kondensator gemäss der Erfindung mit 42 und die zugehörige Spule mit 43 bezeichnet ist. Diese Spule 43 ist in zwei Teile 4. und und 43b unterteilt.
Sie ist mit dem Antennenkreis 44 und den Spulen 4/j gekoppelt, die ihrerseits mit einem veränderlichen Rückkopplungskondensator 46 verbunden sind, der im Anodenkreis des Audions 47 liegt. 48 und 49 bezeichnen den Gitterkondensator und den Gitterableitungswiderstand. Die Kontaktstreifen 23 sind in diesem Schaltschema durch die gebogenen Linien 50 wiedergegeben, der Umschalthebel des Kondensators durch den Pfeil 51. Es ist zu ersehen, dass, wenn der Umschalthebel 51 mit den Streifen 50 in Kontakt steht, die Spule 43b kurzgeschlossen ist.
Die abgeänderten Formen des Umschalters nach Fig. 6,7 und 8 ermöglichen eine Kippschaltanordnung, wie sie schematisch in Fig. 12 dargestellt ist. In dieser Figur haben die Bezugszeichen 42,47, 48 und 49 dieselbe Bedeutung wie in dem vorhergehenden Schaltschema. Der bewegliche Kontaktarm 30 oder der entsprechende Stift und Streifen 24 im Falle der Fig. 6 sind in diesem Schema durch den beweglichen Kontakt 52 wiedergegeben, der mit einer der beiden festen Kontakte 53, 54, die den Kontakten : J3, 34 der Fig. 7 und 8 oder den Streifen 25, 26 und deren zugehörigen Stiften im Falle der Fig. 6 entsprechen.
Dieser Kippschalter ermöglicht, dass eine der beiden Spulen 55 oder 56 mit dem.'\ntennenkreis 57 gekoppelt wird.
Eine besondere Beschreibung der Kondensatorplatten erübrigt sich, da sie jedem Fachmann bekannt sind. Man kann auch andere Formen der Kondensatorplatten verwenden und dabei das gleiche Resultat erzielen wie mit den in der vorliegenden Anmeldung beschriebenen Platten.
Bei der dargestellten Anordnung sind die Platten so geformt und der Umschalter so ausgebildet, dass während der Umdrehung der beweglichen Platten die Kapazität zunächst nach einem kompensierten Gesetz von Null oder einem Minimumwert auf ein Maximum anwächst. In diesem Punkte wird der Umschalter betätigt und die Kapazität nimmt schrittweise bei weiterer Drehung der Spindel auf ein Minimum ab. Es ist klar, dass die Platten so geformt sind, dass die Kapazität in der einen Richtung der Spindeldrehung von einem Maximum auf ein Minimum und in der umgekehrten Richtung von einem Minimum auf ein Maximum geändert wird, wobei der Schwingungskreis entweder auf den einen oder den andern Wellenbereich abgestimmt wird.
Natürlich können auch zwei voneinander unabhängige feste Plattensätze benutzt werden in Verbindung mit einem Satz beweglicher Platten.
Auf jeden Fall müssen aber die Platten immer eine kompensiert Form besitzen, d. h. so geformt sein, dass die Kapazitätsänderung gemäss einem Logarithmus, einer geradlinigen Wellenlänge, einer geradlinigen Frequenz od. dgl. kompensierten Abstimmung erfolgt.
Einzelne Teile können abgeändert werden, ohne das Wesen der Erfindung zu ändern. Beispielsweise kann der Umschalter so gebaut sein, dass er indirekt von dem beweglichen Teil des Kondensators betätigt wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Kompensierter Drehkondensator für drahtlose Abstimmungsapparate, der einen mit einem Schalter gekuppelten beweglichen Teil aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Kondensatorplatten und der Schalter derart ausgebildet sind, dass während der Betätigung der Kondensatorplatten die Kapazität zunächst gemäss dem vorliegend erfüllen Kompensationsgesetz von Null oder einem Minimumwert
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bis zu einem Minimumwert abnimmt.