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Schwingkreisaggregat.
Bei kombinierten Kurz-und Langwellenempfängern werden bisher Drehkondensatoren mit einer einzigen Endkapazität sowohl für den Kurz-als auch für den Mittel-und Langwellenbereich verwendet. Da die Endkapazitäten der Drehkondensatoren für kurze Wellen jedoch 100-150 ein und die der mittleren und langen Wellen 500-1000 cm geradezu die Voraussetzungen für einen selektiven Empfänger bilden, so ist es klar, dass sich bei einem kombinierten Kurz-, Mittel-und Langwellenempfänger mit auf eine einzige Endkapazität abgestimmten Drehkondensatoren nicht die gleichen Erfolge wie mit einem entweder nur für kurze oder nur für mittlere und lange Wellen gebauten Empfänger erzielen lassen.
Es ist daher die Einstellung von Stationen sowohl des Kurz-als auch des Langwellenbandes bei einem solchen kombinierten Kurz-, Mittel- und Langwellenempfänger infolge seiner Unselektivität äusserst schwierig und in den meisten Fällen sogar undurchführbar.
Die vollständige Beseitigung dieses Nachteiles wird gemäss der Erfindung durch einen Drehkondensator mit wahlweise veränderlicher Endkapazität erzielt.
Hiebei sind für den Kurzwellenbereich die Statorplatten in Serie an die Kurzwellenspulen geschaltet und für den Langwellenbereich in Parallelschaltung an die Langwellenspule gelegt. Die Rotorplatten sind dabei frei von jeglichen Anschlussschleifen und durch eine leitende Achse miteinander verbunden. Diese Ausbildung bzw. Anschaltung des Drehkondensators hat den grossen Vorteil, dass eine flexible Rotorzuführung in Wegfall kommt.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung an einem Ausführungsbeispiel schematisch veranschaulicht. Die Fig. 2 und 3 zeigen noch zwei Schaltskizzen hiezu.
Das in der Zeichnung angegebene Ausführungsbeispiel zeigt einen Drehkondensator mit zwei voneinander auf einem Lgerbügel elektrisch isoliert angebrachten Statorpaketen 2,3 und zwei diesen zugeordneten Rotorpaketen 4, 5, welche durch die im Bügel gelagerte Achse 6 miteinander elektrisch verbunden und gemeinsam verschwenkbar sind. Jedes dieser Statorpakete ist mit je einem Anschlusskontakt 7 bzw. 8 versehen. An der Rotorachse ist eine Schleife 9 angebracht, welche für den Anschluss des Rotors bei auf Mittel-oder Langwellen eingestelltem Empfänger dient.
Dieser Drehkondensator ist nun mittels eines Umschalters, welcher in vorteilhafter Weise mit dem die Spulenumsehaltung bewirkenden Umschalter gekuppelt ist, auf zwei verschiedene Endkapazitäten einstellbar.
Dieser Umschalter besteht aus einer mit einem Drehknopf 10 versehenen Achse 11, einer auf dieser befestigten Kontaktseheibe 12 und einer Kontaktscheibe 13, welche auf der Achse 11 elektrisch isoliert befestigt ist. Ferner ist jede Scheibe mit einem zweckmässig radial von der Achse 11 abstehenden Kontaktarm 14 bzw. 15 versehen, welche in der gleichen Lage zueinander und zu einem auf der Achse 11 sitzenden Kontaktarm 16 angeordnet sind, welcher elektrisch mit dem Arm 14 in Verbindung steht.
Die beiden Kontaktscheiben12 und 13 schleifen in je einen fest angeordneten Schleifkontakt 17 bzw. 18, welche an die beiden Leiter a und b eines Schwingungskreises angeschlossen sind. Während nun der Schleifkontakt 17 ständig mit dem Kontakt 7 des Statorpaketes 2 in Verbindung steht, sind an den mit dem Kontakt 18 verbundenen Leiter b die einen Enden der Lang-und Kurzwellenspulen L und K angeschlossen. Die andern Enden der beiden Spulen L und K sind nun mit zwei in dem Schwenkbereich des Kontaktarmes 14 angeordneten Kontakten 19 und 20 angeordnet und werden je nach der Stellung des Kontaktarmes 14 abwechselnd an den Leiter a angeschlossen.
Dem Kontaktarm 15 sind gleichfalls zwei Kontakte zugeordnet, von denen der Kontakt 21 mit der Schleife 9 des Rotors und der Kontakt 22
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mit dem Kontakt 8 des Stators 3 verbunden ist. Mit dem Kontakt 22 des Stators 3 ist ferner noch ein
Kontakt 23 verbunden, welcher im Schwenkbereich des Kontaktarmes 16 auf der Seite der Kontakte 19 und 21 angeordnet ist.
Die Kontakte 19, 21 und 23 dienen zur Einstellung des Umschalters auf den Langwellenbereich und die Kontakte 20 und 22 zur Einstellung des Umschalters auf den Kurzwellenbereich.
Wie nun auch aus der in Fig. 2 dargestellten Schaltskizze ersichtlich ist, werden bei der Einstellung des Umschalters auf den Langwellenbereich die Rotoren 4 und 5 mittels des Kontaktes 21 an den Leiter b und beide Statoren 2,3 zusammen mittels der in die Kontakte 19 und 23 eingreifenden, miteinander elektrisch verbundenen Kontaktarme 14 und 16 an den Leiter a und die Langwellenspule L angeschlossen. Die Kapazität des Drehkondensators wurde somit durch die Parallelschaltung der Statoren auf das Höchstausmass eingestellt.
Nach erfolgter Umstellung des Umschalters auf den Kurzwellenbereich verbinden, wie Fig. 3 zeigt, die Kontaktarme 14 und 15 einerseits das eine Ende der Spule J mit dem dauernd am Stator 2 angeschlossenen Leiter a, anderseits den Stator 3 mit dem Leiter b und dem andern Ende der Spule K.
Die Langwellenspule L und die Schleife 9 der Rotoren 4 und 5 sind ausgeschaltet.
Der Drehkondensator wurde dadurch in Serie in den Schwingungskreis der Leiter a und b eingeschaltet und infolgedessen seine Kapazität auf den vierten Teil reduziert. Durch diese Umsehaltung der Statorplatten ist die Schleife 9 wie auch die durch sie hervorgerufenen Störgeräusche vollkommen ausgeschaltet.
Durch Ausbildung des für die Schaltung der Endkapazitäten eines Drehkondensators dienenden Umschalters als Wellenschalter für die Kurz-und Langwellenspulen werden gleichzeitig auch kurze Schaltverbindungen ermöglicht.
Die wahlweise Abänderung der Endkapazität eines Drehkondensators kann natürlich je nach dessen Höchstkapazität und Plattenanzahl beliebig weit geführt werden. So können z. B. bei einem mit 1000 cm Höchstkapazität gebauten Drehkondensator die Statorplatten so miteinander verbunden und in den Sperrkreis hintereinander oder parallel geschaltet oder abgeschaltet werden, dass er die Endkapazitäten mit 1000,500, 200, 100 und 50 ein aufweist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
EMI2.1
gekennzeichnet, dass ein oder mehrere Schaltorgane in Verbindung mit einer Kurz-und Langwellenspule, gegebenenfalls auch Mittelwellenspule, so ausgebildet sind, dass die Stator-und Rotorplatten der Drehkondensatoren in Serie mit der Kurzwellenspule und parallel an die Mittel-bzw. Langwellenspule geschaltet werden können.