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Schalter für drahtlose Stationen.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein kombinierter Kupplungs-und Wellenschalter für drahtlose Stationen, der sich durch besonders leichtes Gewicht, zuverlässige Konstruktion und vorzügliche Isolation auszeichnet. Zu diesem Behufe ist der neue Schalter in der Weise ausgebildet, dass die Kontakte für die Einschaltung verschiedener Primärwellen und verschiedener Kopplungen radial nach aussen in dem Masse von der Schalterachse entfernt sind, als die an ihnen beim Betriebe auftretende Spannung ansteigt und gleichzeitig durch fingerartige Gestaltung der Träger für die Kontakte ausserordentlich lange Kriechwege geschaffen sind.
Die auf der Antennenseite liegenden Kontakte des Schalters sind demgemäss auf einem verhältnismässig grossen Radius angeordnet, so dass sie weit voneinander entfernt sind, während die auf der Seite des Primärkreises liegenden Kontakte des Schalters auf einem Kreisbogen von kleinerem Durchmesser vorgesehen sein können. Eine weitere Isolationssicherheit kann insbesondere auf der Antennenseite durch die fingerartige Ausbildung der Kontaktträger erreicht werden, indem die hierdurch geschaffenen ausserordentlich langen Kriechwege in Verbindung mit dem grossen Abstand der einzelnen Kontakte eine zuverlässige elektrische Isolation von Kontakt zu Kontakt gewährleisten.
Die Zeichnung zeigt in Fig. i und 2 den neuen Schalter in einem Ansführungsbeispiel in Vorder- bzw. Rückansicht, während Fig. 3 eine Schaltanordnung unter Benutzung des Schalters nach der Erfindung erkennen lässt,
Gemäss Fig. i und 2 besitzt der Schalter 1 einen Griff 2, mittels dessen er z. B. in fünf Stellungen eingestellt werden kann. Dabei werden für die fünf Stellungen mit Hilfe der Kontakte 3 und eines kurzen Kontaktarmes 4 fünf verschiedene Primärwellen eingeschaltet, während mittels eines doppelt wirkenden langen Kontaktarmes 5 die Antennenkopplung für diese verschiedenen Wellen über die Kontakte 6 bzw. 7 eingeschaltet wird.
Die Träger der äusseren Kontakte 6 sind fingerartig ausgebildet, ebenso wie auch die Träger der Kontakte 3 in der Art von kürzeren Fingern gestaltet sein können. Die Kontakte 6 sind mit den verschiedenen Antennenspulen verbunden und die inneren Kontakte 7 an die einzelnen Kopplungsabzweigungen angeschlossen. Der lange Kontaktarm 5 ist beiderseits mit federndem Kontakte ausgerüstet und pistolenartig geformt. Die Einstellung des Schalters in die verschiedenen Stellungen kann mit Hilfe einer Raste 19 geschehen, die unter der Wirkung einer Feder 9 steht.
Bei der Schaltung nach Fig. 3 bedeutet 11 die Maschine eines drahtlosen Senders, 12 den Transformator, 13 dessen Sekundärwicklung, 14 die Funkenstrecke, 15 die Kapazität und 16 die Primärspule. Die Primärspule ist einpolig an den Kondensator 15 angeschlossen und ausserdem geerdet. Die Leitung 18 führt zu dem nach der Erfindung ausgebildeten Schalter 1 und endet in dessen Drehachse. Die fünf Kontakte 5 des Schalters 1 sind an eine entsprechende Zahl von Abzweigungen der Primärspule 16 angeschlossen, während die fünf gestrichelt gezeichneten Kopplungsanschlüsse je nach einem Schalterkontakt 7 führen, der mittels des Kontaktarmes 5 mit entsprechenden Kontakten 6 und damit mit den Abzweigungen der Antennenspule 17 verbunden werden kann.
Bei Drehung des Schalters 1 schalten die Kontaktarme 4 und J zwangläufig jeweils mit einer neuen Welle im Primärkreis eine neue Kopplungsabzweigung und eine neue Antennenspule ein. Die Kontakte 6
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führen daher Hochspannung, da sie an Abzweigungen der Antennenspule angeschlossen sind, während die Kontakte 3 verhältnismässig geringe Spannungen aufweisen. Die zwischen den einzelnen Kontakten 6 herrschenden Spannungsunterschiede ergeben sich durch die autotransformatorische Wirkung der in der Antenne liegenden Spule. Da diese Spule Hoch- spannung führt, sind auch die auf diese Weise entstehenden Spannungsunterschiede zwischen den Kontakten 6 sehr erheblich.
Andrerseits können zwischen den Kontakten 3, welche an die Niederspannung führende Spule 16 des Primärkreises angeschlossen sind, auch durch die autotransformatorische Wirkung dieser Spule 16 keine besonders hohen Spannungsunterschiede sich bilden. Entsprechend dieser Verschiedenheit der an den Kontakten 6 bzw. : 2 auftretenden Spannungsunterschiede ist erfindungsgemäss der Abstand der Kontakt 6 bzw. 3 gewählt.
Die Spannungsverhältnisse an den Kontakten 3, 7 und 6 sind an Hand der Fig. 3 dargelegt. Bei der in der Fig. 3 eingezeichneten Stellung der Schaltarme 4 und 5, welche durch Drehen des Griffes 2 gleichzeitig bewegt werden, ist z. B. der mittlere Kontakt 6 mit dem mittleren Kontakt 7-durch den Schaltarm 5 verbunden und der mittlere Kontakt 3 durch den Schaltarm 4 an die mit der Leitung 18 verbundene Drehachse des Schalters angeschlossen.
Demgemäss ist die untere Hälfte der Primärspule 16 und die obere Hälfte der in der Antenne liegenden Spule eingeschaltet. Die von den einzelnen Teilpunkten der Spule 16 abgezweigten übrigen Kontakte 3 weisen die Spannungen auf, welche an den entsprechenden Abzweigpunkten der Spule 16 durch Autotransformation von dem eingeschalteten Teile der Spule 16 erzeugt werden. In ähnlicher Weise werden die übrigen Kontakte 6 auf die an den entsprechenden Abzweigungen der in der Antenne liegenden Spule herrschenden Hochspannungen gebracht, die in dieser Spule durch Autotransformation des eingeschalteten Teiles hervorgerufen werden. Da die Spule 16 Niederspannung führt, so weisen ihre Abzweigungen verhältnismässig geringe Spannungen auf, während die Kontakte 6 an eine Hochspannung führende Spule angeschlossen sind.
Je nach der Einstellung des Schaltarmes 4 bzw. 5 wird das Autotransformationsverhältnis geändert. Die Kontakte 7 andrerseits sind an die Spule 16 angeschlossen und führen demnach die dieser Spule zukommenden Spannungen.