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Umschalter bzw. Wellenbereichwähler für gedruckte Stromkreise
Das unter der Bezeichnung "gedruckter Stromkreis" bekannte technologische Verfahren wurde bisher in der fernmeldetechnischen Grossfabrikation nur bei jenen Apparateteilen bzw. Stufen angewendet, bei bei welchen eine Umschaltung der Stromkreiselemente nicht nötig war, da ja die bisher benutzten Wel- lenbereichwähler und Umschalter nur mittels gewöhnlichen Leitungen eingeschaltet wurden.
Durch die Erfindung wird ermöglicht, dass die gedruckten Stromkreise auch bei Rundfunkempfängern mit mehreren Wellenbereichen, sowie bei jenen Fernsehempfängern, welche mit mehreren Kanälen ar- beiten, in ihren Hochfrequenzstufen (Ultrakurzwellenstufen) bzw. bei den mit Drucktasten versehenen
Klangfarbenwechslern angewendet werden können. Dies wird erfindungsgemäss dadurch erzielt, dass der
Umschalter bzw.
Wellenbereichwähler, welcher insbesondere für gedruckte Stromkreise von Rundfunkund Fernsehempfängern geeignet ist, derart ausgebildet wird, dass als Festkontakt eine in an sich bekannter Weise ausgeführte Grundplatte dient, welche mit in eine mit einer Metallschicht überzogene Isolierplatte an entsprechenden Stellen eingeschobenen Nieten versehen ist, wobei die beweglichen federnden
Kontakte von Gleitplatten getragen werden, auf welchen die umzuschaltenden Oszillatorkreiselemente, z. B. Spulen, Ausgleichskondensatoren, oder andere umzuschaltenden Bestandteile, z. B. Widerstände, Blockkondensatoren aufgebaut und mit den beweglichen Kontakten verbunden sind.
Durch das Verschieben der Gleitplatte können die einzelnen Festkontakte untereinander verbunden, sowie auch die auf die Gleitplatte montierten verschiedenen Stromkreis- bzw. 0szillatarkreiselemente abwechselnd an die ein- zelnen Kontaktpunkte des Umschalters bzw. Wellenbereichwählers angeschaltet werden.
Ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Umschalters wird in Fig. 1 in Seitenansicht und in Fig. 2 in Draufsicht dargestellt. Die veranschaulichte Ausführung kann in der Hochfrequenzstufe eines Rundfunkempfängers angewendet werden, wo die umzuschaltenden Elemente (Spulen und Kondensatoren) auf die Gleitplatte aufgebaut sind. Bei dieser Ausführung sind auf der aus Isoliermaterial, z. B. aus geschichtetem Papier und Kunststoff (sogenanntem Papierbakelit) hergestellten Grundplatte 1 mittels eines üblichen Verfahrens Stromkreisleitschichten 3 (Leitbänder), weiterhin an den entsprechenden Stellen Löcher angeordnet, in welche Kontaktnieten 2 von der der Leitschicht entgegengesetzten Seite eingedrückt sind.
Die Enden der Kontaktnieten 2 reichen über die Leitbänder hinaus und werden zwecks Erzielung einer sicheren metallischen Verbindung durch Löten mit den Leitbändern 3 verbunden. Die an die Gleitplatte 4 befestigten Kontaktfedern 5 sind an die flachen, breiten Köpfe der Nietkontakte 2, durch welche die Festkontakte gebildet werden, angedrückt. An diese Kontaktfedern 5 sind die bei der Wellenbereichumschaltung umzuschaltende Elemente, u. zw. die Antennenspule 6, die Modulatorspule 7 und Oszillatorspule 8 mit ihren Ausführungen angeschlossen, weiters die Ausgleichskondensatoren 9 (Trimmer-Kondensatoren) des Modulatorkreises und Oszillatorkreises, die auch auf der Schieberplatte 4 befestigt sind.
Bei einem erwünschten Umschalten des Wellenbereiches wird die Gleitplatte 4 aus der in der Zeichnung dargestellten Lage nach rechts bzw. nach links verschoben mittels einer beliebigen-z. B. durch Drucktasten betätig- ten-Wellenumschalteinrichtung, die zwecks Vereinfachung der Zeichnung in der Figur, ebenso wie die Führungsschienen der Gleitplatte 4, nicht dargestellt ist.
Für einen jeden Wellenbereich-welche übrigens in beliebiger Anzahl angewendet werden können-
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ist je eine besondere Gleitplatte 4 angeordnet, auf welcher die genannten Oszillatorkreiselemente, d. h. die Spulen 6,7, 8, weiters die Ausgleichskondensatoren 9 befestigt sind, und von welchen in der Zeichnung nur die Gleitplatte eines einzigen Wellenbandes veranschaulicht ist.
Wird der zu empfangende Wellenbereich eingeschaltet, so werden die auf der Gleitplatte 4 befestigten federnden Kontakte 5 über die entsprechenden Nietkontakte 2, der Modulations- und Oszillatorenkreise, welche als Festkontakte ausgebildet sind, verschoben, während sich die federnden Kontakte 5 der nicht betätigten Wellenbänder in den Zwischenräumen der Nietkontakte befinden, oder aber sie sind auf die um einen Schritt verschobenen Er- dungs-bzw. Kurzschlussnietkontakte, als Festkontakte, gedrückt.
Dieselbe Ausführung kann auch für andere Zwecke angewendet werden, z. B. als Stufenschalter für Tonfarbregler und Spannungsteiler (Potentiometer), und es können bei derartigen Anwendungen, die an der Gleitplatte 4 befindlichen entsprechenden Korrektionskondensatoren und Widerstände mit den federnden Kontakten 5 verbunden werden.