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Vorliegende Erfindung betrifft einen Münzfernsprecher, welcher für den Anschluss an Telephon- ämter mit Zeittarif besonders zweckmässig gebaut ist.
In Fig. 1, 2 und 3 ist eine solehe Anordnung beispielsweise wiedergegeben.
Das Zeitwerk hat einen vom \mtsstrom betriebenen Motor R, welcher mittels eines Triebwerkes von hoher Übersetzung eine Kupplung 8 antreibt, die wieder im eingerückten Zustande die Kontaktscheibe dreht, welche von einem Fussbodenzug ein-und ausgekuppelt wird. Die Triebwerkübersetzung zur Kontaktscheibe ist derart gewählt, dass sich die Kontaktscheibe in zwei bis drei Minuten (regulierbar durch RW1 und RW2) einmal umdreht und hiebei die Kontakte kl und RK2 auslöst, welche wieder
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die nächstfolgende Sprechzeitgebühr kassiert wird und damit die unterbrechungslose Führung von Gesprächen von einer Sprechzeiteinheit zur andern erreicht wird.
Nach Ablauf dieser Sprechzeiteinheit wird bei Nichtbezahlung der nachfolgenden Sprechzeiteinheit durch ein Tiekersignal gemahnt. rechtzeitig die Gebtihr einzuwerfen. Erfolgt trotz des Tickersignals kein weiterer Geldeinwurf, so wird die Verbindung getrennt. Die Anordnung gestattet ferner die Rückgabe der Sprechgebühr, wenn die Gebühr für die nächstfolgende Spreehzeiteinheit zum selbsttätigen Inkasso vorbereitet, aber diese Sprechzeit nicht konsumiert wurde. Fig. 2 zeigt das Antriebswerk. R ist der Rotor (Anker), /sind die Bürsten des Rotors. Das Übersetzungsgetriebe übersetzt die ungefähr 400 Rotorumdrehungen pro Minute derart, dass die Kupplung S in zwei Minuten (regulierbar) eine Umdrehung macht, weist also eine Übersetzung von 1 : 800 auf.
Die Kupplung erfolgt hier durch zwei Scheiben mit Stirnverzahnung. wobei die eine Scheibe S mittels Übersetzungsrädern mit dem Rotor R verbunden ist. während die Kupplungsscheibe K beweglich derart angeordnet ist. dass sie beim Entkuppeln aus jeder augenblicklichen Fmdrehungslage infolge der Schwergewiehtsverteilung der Kupplungsscheibe K in die Ruhelage zurückkehrt. Zur Überwindung des sogenannten toten Punktes im Scheitel des Schwergewiehtspunktes sind die zwei ganz wenig voneinander verstellten Kegel angeordnet, welche die Kupplungsscheibe K je nach ihrer Lage im toten
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Federdruckes der Feder Fl. Die Feder F3 rückt in Ruhelage (wenn niemand auf dem Fussbodenzug steht) die Kupplung unter Überwindung der Feder F2 aus.
Die Kontaktscheibe K ist in Fig. 3 in Vorderansicht wiedergegeben. Der untere Teil der Scheibe ist voll, der obere Teil ist stark ausgenommen, wodurch die Scheibe im unteren Teil schwerer ist. Im Schwergewiehtspunkte der Scheibe ist ein kleiner isolierter
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zeigt die Gelddurchfalleinrichtung mit dem Münzsperrelais. MR ist das Münzsperrelais ; der Anker A desselben hat einen Hebel H. welcher den Sperrstift trägt, der in den Münzpriifer bei nicht angezogenem Relais hineinragt und das Durchreiten der Münze MZ verhindert. Der Münzprüfer ist aufklappbar, und sind zu diesem Zwecke die beiden Seitenteile N, M mittels eines Scharniers verbunden.
Der Seitenteil N hat einen Verlängerungsteil C. welcher über den innen angeordneten Kegel Kg der Taste T gleitet und bei deren Drücken den Münzprüfer zur Rüekgabe einer nichtkonsumierten Gebühr öffnet. Spricht das Münzsperrelais an. so fällt das Geldstück MZ über den Trichter Tr auf die Münzwaage H', welche
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Sprechstellung des Münzfernsprechers erreicht wird.
Aktivverbindungen :
Wird das Fussbrett betreten. so wird die Kupplung betätigt, die Kupplungsscheibe K eingeriiekt und der Fussbodenkontakt FK (Fig. 1) geschlossen. Das Münzsperrelais wird ilber JIK"angezooreii, plus Erde MK3. MR-Relais, Kontakt 4 des Verbindungsrelais VR, b-Leitung. so dass die Münze durch
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betätigt. so werden vorerst deren Kontakte 2-3 geschlossen und das im Stromkreise des Tr- Kontaktes : ; liegende Schleifenrelais SR von 80 Ohm und der Rotor des Antriebswerkes mit einem Widerstand von 3 Ohm eingeschaltet. Erfolgen Wahlimpulse, so wird das Schleifenrelais hiebei jedesmal abfallen, nach
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bleibt, als die Impulsdauer es nötig macht.
Wird die Schleife aus irgendeinem Grund stromlos, so fällt das Schleifenrelais SR ab und die Gleichstromschleife ist damit unterbrochen (Kontakt 5 des Schleifen-
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Xach Ablauf der festgesetzten Spreclizeiteinlieit. welche in den Grenzen von ein bis drei Minuten mit dem RegulierwiderstandRJr1 eingestellt werden kann. erreicht der kurze isolierte Stift P der
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abgefallen, das Tickersignal TR kommt in Funktion, welches im Telephon ein Rasselgeräuseh erzeugt. weil die Wicklung des Tickenelais TR von dem Kontakte n kurzgeschlossen wird, somit dieses intermittierend zum Abfallen gebracht wird. Kontakt if'schliesst hiebei gleichfalls intermittierend das Telephon kurz, so dass eine Verständigung während dieser Zeit unmöglich ist.
Wird nun ein Geldstück im Münzkanal eingeworfen, so kommt das Verbindungsrelais KR sofort zum Ansprechen, worauf das Tickersignal aufhört.
Das Tickersignal gibt also ein Avisozeichen. wenn der Sprecher vergessen hat, ein Geldstück im Münzprüfer vorzubereiten. Wird kein weiteres Geldstück im Münzprüfer vorbereitet, so kommt durch die Fortdrehung des Rotors R der Stift P der Scheibe k zum Kontakt RK2, welcher den Ticker-
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anordnung sehr rein und laut.
Passiv Verbindung :
Kommt ein Ruf vom Amte zum Münzfernsprecher, so wird der Wechselstromwecker Wk in Tätigkeit gebracht. a-Leitung. wecker Wk, Kondensator C (und Tickerrelais TR), b-Leitung. Ist das Mikrotelephon ausgehängt, so hat dies bezüglich des passiven Anrufes vom Amte keine Folgen. da die Schleife beim Kontakt 5 des Schleifenrelais SR unterbrochen ist. Die Abfrage kann nur mittels der Passivtaste oder des Passivsehlüssels erfolgen. b-Leitung. PS Kontakt 2, Passivrelais PR. über Kontakt : ; der
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des Zeitkontaktes RK1 abfällt. Ist die Spreehzeiteinheit nach der Abfrage kostenlos einzustellen, so müssen die Klemmen X geschlossen sein. welche bei angesprochenem Passivrelais PR den Schleifen-
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relais nach Geldeinwurf geschieht.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Münzfernsprechermit Sprechzeitbegrenzun. dadurch gekennzeichnet. dass ein auf eine bestimmte Sprechzeit einstellbares Triebwerk (Fig. 2) Kontakte steuert (RK1 und RK2). welche ein
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selbsttätig die Sprechgebühr für die nachfolgende Spreehzeiteinheit durch Aufhebung der Münzkanal- sperre kassiert wird und dass nach Ablauf einer Sprechzeiteinheit ein akustisches Signal die etwaige Nichtbezahlung anzeigt und dass schliesslich die Amtsverbindung getrennt wird. wenn nicht rechtzeitig die Sprechgebühr erneuert wurde, wobei die Rückgabe der Sprechgebühr ermöglicht wird.
wenn für die nächstfolgende Sprechzeiteinheit die Gebühren zum selbsttätigen Inkasso vorbereitet, diese Spreehzeit aber nicht konsumiert wurde.