AT131480B - Verfahren zur Einleitung und Aufrechterhaltung von Hochspannungsströmen in Gasreinigungsapparaten. - Google Patents

Verfahren zur Einleitung und Aufrechterhaltung von Hochspannungsströmen in Gasreinigungsapparaten.

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AT131480B
AT131480B AT131480DA AT131480B AT 131480 B AT131480 B AT 131480B AT 131480D A AT131480D A AT 131480DA AT 131480 B AT131480 B AT 131480B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Einleitung und Aufrechterhaltung von Hochspannungsströmen in Gasreinigungs- apparaten. 



   Die Massnahmen, welche notwendig sind, um in Gasstrecken, z. B. von   Gasprüfungsapparaten,   Gasreinigern u. dgl., eine   Hochspannung   einzuleiten und darin auf einer   bestimmten   Höhe zu halten, werden bei den bisher bekannten Anlagen   grösstenteils von Hand ausgeführt.   So wird zunächst beispielsweise die   Gleichriehtereinrichtung für   die Erzeugung des hochgespannten Gleichstromes, z. B. ein mechanischer Gleiehriehter oder eine Ventilröhre, von Hand eingeschaltet, dann wird der vorgeschaltete Hoehspannungstransformator an die Netzspannung gelegt, und schliesslich wird mit einem Spannungsregler von Hand die   Spannung   bis zu einem gewissen Stück unter die   Überschlagsgrenze   in der Gasstrecke heraufgeregelt.

   Man hat zwar schon in manchen Fällen Einrichtungen getroffen, die verschiedene der vielen zur Bedienung der Anlage notwendigen Massnahmen selbsttätig   ausführen   ; doch   muss   bei den bekannten Anlagen dieser Art noch ein besonders   geschulter   und hoch bezahlter Fachmann   vorhanden   sein, der die notwendigen Grundeinstellungen vornimmt und in dem richtigen Zeitabstand durchführt. 



  Im folgenden wird nun gezeigt, wie die beschriebenen   Betriebsmassnahmen   in   billigerer   Weise und gänzlich unabhängig von einer besonderen   fachmännischen   Arbeitskraft   durchgeführt   werden können. 



   Gemäss der Erfindung wird das zur Einleitung und   Aufrechterhaltung von Hoehspannungsgleieh-   strömen, z. B. in Gasstreeken von   Gasprüfungsapparaten   dienende Verfahren, bei dem   zunächst   der Hochspannungsgleichriehter (z. B. durch Einschalten des mechanischen Gleichrichters oder der Heizung der Ventilröhre) in Betrieb gesetzt, dann der Hochspannungstransformator in der gewünschten Weise mit den Polen des Gleichrichters   verbunden und schliesslich   die Spannung auf die geeignete Höhe ein- 
 EMI1.1 
 in   der angegebenen Reihenfolge selbsttätig bewirkt werden   und dabei die automatische   Spannungs-   regelung in der Weise vorgenommen wird,

   dass die Spannung durch einen geeigneten Regler zunächst bis an die   Übersehlagsgrenze herangeffihrt.   dann bei Einsetzen der Überschläge durch eine hiefür empfindliche Anzeigevorrichtung (z. B. einen Fritter. ein   Überstromrelais,   ein Spannungsrückgangsrelais od. du unter die   Überschlagsgrenze   herabgesetzt und dann allmählich wieder bis zum Einsetzen von neuen   Überschlägen   aufwärts geregelt wird. Es genügt dabei im allgemeinen, dass die   Spannung   im Filter durch den Regler, der durch das überschlagsempfindliche Anzeigegerät gesteuert wird, um einige Prozente 
 EMI1.2 
 gewisse Zeit.   z.

   B.   etwa eine halbe bis 1 Minute, gehalten, bis sie wieder durch einen Zeitgeber zunächst rasch bis in die   Nähe der Überschlagsgrenze und   dann langsam bis zum Einsetzen von   überschlagen   erhöht wird. Darauf beginnt dasselbe Spiel wieder von neuem. Die Spannung wird   selbsttätig um einige   
 EMI1.3 
 in der Gasstrecke aufrechterhalten. 



   Es wird also erreicht, dass nur das Einschalten eines einzigen   Gebeschalters   notwendig ist,   um   die zur Einleitung der Hochspannung und zur Aufrechterhaltung der günstigsten   Spannungshöhe   erforderlichen Massnahmen vollkommen selbsttätig durchzuführen, ohne dass hiezu irgendwelche andere Handgriffe notwendig wären. Dieses Verfahren ist insbesondere auch für elektrische   Gasreinigungsanlagen   mit Vorteil verwendbar, bei denen dadurch eine   Vereinfachung und Verbilligung des   Betriebes und auch 

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 EMI2.1 
 

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   In den   Stromkreis : 39.   30, der zur Aufladung der   Kondensatoren 2J   und   26 dient,   ist ferner noch vorteilhaft ein Relais 42 eingeschaltet, welches diesen Stromkreis und damit das   Glimmrelais   erst dann einschaltet, wenn die Spannung am Elektrofilter bereits so hoch geregelt ist, dass das   Potentialgefälle   zwischen Schaltelektrode und Kathode so niedrig wird. dass es nicht mehr zur Zündung ausreicht. Dieses Relais ist durch die Leitungen 43 und   44   gleichfalls an das Leitungsnetz 7 angeschlossen.

   Um die Stromzufuhrung zu dem   Relais 42 zu   steuern, ist vorteilhaft die Leitung 44 Über einen   Schleifkontakt-M geführt.   der von der Welle 10 bewegt wird und   zweckmässig   auf dem Sperrklinkenrad   13   angebraeht ist. 



   Die beschriebene Schalteinrichtung arbeitet nun folgendermassen : 
 EMI3.1 
 bis sich das Relais 42 schliesst, wodurch das   Glimmrelais M eingeschaltet wird.   und bis schliesslich ein Überschlag in dem Filter 1 stattfindet. Dadurch wird das Potential der   Schaltelektrode   19 des Glimmrohres 18 gegenüber der Kathode 24 so weit erhöht, dass das   Glimmrohr   zündet und sich der Kondensator 25 über das Glimmrohr entlädt. Durch die Entladung des Kondensators über das   Glimmrohr   18 fliesst 
 EMI3.2 
 gezogen wird, wird aber auch   schliesslich   der Hilfsstromkreis   3, 9. 40.   der das Halterelais 34 geschlossen hält. wieder unterbrochen.

   Die Folge davon ist. dass das   Halterelais 34 sich wieder öffnet und   von der
Spule 17 den Strom abschaltet. Der Eisenkern   ! l 15 und   die Sperrklinke 14 werden infolgedessen von der Feder 16 wieder in ihre ursprüngliche Lage zurückgezogen. Der Regehnotor 11 dreht   nun   die Aehse 10 des Kontakthebels des Filterregelwiderstandes in der früheren Richtung weiter, so dass infolgedessen die Spannung des   Elektrofilters wieder allmählich in   die Höhe   geregelt wird, bis ein Überschlag'in dem   Filter stattfindet. Dann beginnt dasselbe Spiel wieder von neuem. 



   Ein langsames Heraufregulieren und schnelles Herabsetzen der Spannung lässt sieh ferner in vorteilhafter Weise durch die Anwendung eines Kolbens erreichen, der in an sich bekannter Weise durch den Druck eines in den Kolbenraum eingelassenen Mediums in seinem   Führungszylinder   bewegt wird. Als bewegendes Medium kann dabei z. B. irgendein Gas verwendet werden. Besonders zweckmässig ist jedoch die Verwendung einer Flüssigkeit, z. B. Öl. da diese praktisch nicht zusammendrückbar ist und auch bei Temperaturschwankungen ihr Volumen in nur geringem Mass ändert. Vorteilhaft wird ferner das bewegende Medium durch   eine ständig laufende Pumpe stetig in   den unter dem Kolben befindlichen Hubraum eingeführt, so dass hiedurch die Spannung langsam und stetig hochgeregelt wird.

   Die Zuströmungsgeschwindigkeit des   Mediums   und damit die Schnelligkeit der Hochregulierung der Spannung kann dabei in an sich bekannter Weise durch Umlaufregelung der Pumpe willkürlieh eingestellt werden. 



   Um ferner zu erreichen, dass beim Eintreten   von Überschlägen   oder bei Stromüberlastung im Filter die Spannung schnell herabgesetzt wird, wird durch ein vom Strom   gesteuertes Relais ein Auslass   des Hubzylinders   kurzzeitig geöffnet.   so dass der Hubkolben sich rasch   zuriickbewegt   und die   Spannung'   herabsetzt. Um eine rasche   Rückbewegung des Kolbens zu erreichen,   kann dieser zweckmässig unter dem Druck eines Gewichtes oder einer Feder stehen. Durch die Öffnung des Auslassens wird dann eine   Teilmenge   des Mediums aus dem Hubraum unter dem Kolben rasch entweichen und die Spannung auf das gewünschte Mass heruntersetzen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Einleitung und Aufrechterhaltung von Hochspannungsgleichströmen, z. B. in Gasstreeken von Gasprüfungsapparaten, bei dem zunächst der Hochspannungsgleichrichter (z. B. durch Einschalten des mechanischen Gleichrichters oder der Heizung der Ventilröhre) in Betrieb gesetzt, dann der Hoehspannungstransformator in der gewünschten Weise mit den Polen des Gleichrichters verbunden und   schliesslich   die Spannung auf die geeignete Höhe eingeregelt wird. dadurch gekennzeichnet, dass diese Massnahmen durch Betätigung eines   Gebeschalters   in der angegebenen Reihenfolge selbsttätig bewirkt werden und dabei die automatische Spannungsregelung in der Weise vorgenommen wird. dass die Spannung durch einen geeigneten Regler zunächst bis an die   Überschlagsgrenze   herangeführt, 
 EMI3.3 


Claims (1)

  1. sehläge selbsttätig zurückgesetzte Spannung in dieser Höhe eine Zeitlang gehalten wird, bis sie wieder durch einen Zeitgeber bis zum Einsetzen von Überschlägen erhöht wird. <Desc/Clms Page number 4> EMI4.1 wird. welche die Spannung an den Elektroden der Gasstrecke, z. B. durch ruckweises Wiedereinschalten des Widerstandes (8) in der Stromzuführungsleitung, plötzlich um einen gewissen Betrag erniedrigt.
    6. Einrichtung nach den Ansprüchen 4 und 5. dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Schaltelektrode (19) und der Anode (21) ein hochohmiger Widerstand (23) von solcher Grösse angeordnet ist. dass die Schaltelektrode (19) auf einem zur Zündung gerade noch nicht ausreichenden Potential gehalten wird. EMI4.2 kondensator (26) ein weiterer. gegebenenfalls über einen Kupfeoxydgleichrichter gespeister Kondensator (25) parallel gesehaltet und zwischen diesen beiden Kondensatoren ein hochohmiger Widerstand von solcher Grösse angeordnet ist, dass am Aufladekondensator (26) die Spannung so weit absinkt. dass EMI4.3
    8. Einrichtung nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die von einem Motor (11) stetig in einer Drehrichtung bewegte und mit diesem durch eine Rutschkupplung (12) verbundene Achse (10) des Kontakthebels des Filterregelwiderstandes (8) im Falle eines Funken- Überschlages zwischen den Elektroden (2, 1) durch ein von dem Impulskreis mittels eines Elektro- EMI4.4 ein Stück zurückgedreht wird.
    9. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der zum Rückschalten des Schalt- EMI4.5 des Glimmrelais (18) ausreicht.
    11. Einrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromzuführung des für den Entladekondensator vorgesehenen Relais (42) von einem Schleifkontakt (45) gesteuert wird. der auf der vom Regelmotor (11) angetriebenen Welle (10) bzw. dem darauf sitzenden Sperrklinkenrad (13) angebracht ist. EMI4.6 zeichnet, dass zum Heraufregulieren und schnellen Herabsetzen der Spannung ein Kolben vorgesehen ist. der in an sich bekannter Weise unter dem änderbaren Druck eines in den Kolbenraum eines Führunas- zylinders eingelassenen Mediums, vorteilhafterweise einer Flüssigkeit (z. B. Öl). steht. EMI4.7 Pumpe zwecks stetiger Einführung des bewegenden Mediums in den unter dem Kolben befindlichen Hubraum.
    14. Einrichtung nach den Ansprüchen 12 und 13, dadurch gekennzeichnet, dass durch eine an EMI4.8
AT131480D 1930-01-23 1931-01-23 Verfahren zur Einleitung und Aufrechterhaltung von Hochspannungsströmen in Gasreinigungsapparaten. AT131480B (de)

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