<Desc/Clms Page number 1>
Selbsttätige Abstellvorriehtung von Seilbahnantrieben.
Bei Personensehmebebahnen mit Umlaufbetrieb bietet das selbsttätige Abstellen der Bahn bei Betätigung der Wagenbremse, die den Wagen im Falle einer Gefahr am Tragseil festbremst, erhebliche Schwierigkeiten. Da die Antriebskraft der Bahn so bemessen sein muss, dass sie der auftretenden Höchstleistung entspricht, so müsste die Wagenbremse so stark wirken, dass sie auch bei Besetzung der Bahn mit nur einem Wagen für jede Bahnseite die Antriebskraft bis über diejenige Höchstleistung hinaus steigert, die erforderlich ist, um den Überstromschalter zum Auslösen zu bringen, wenn dieser nicht
EMI1.1
kräfte ist aus Gründen der Wirtschaftlichkeit nicht ausführbar.
Mit der Erfindung lässt sich bei jeder Belastung der Bahn auch bei mässiger Bremskraft eine sichere, selbsttätige Abstellung der Bahn bei Betätigung der Wagenbremse erzielen. Die Wirkung beruht darauf, dass stossartig auftretende Spannungsänderungen des Zugseiles einen Kontakt betätigen, der den Strom zum Antriebsmotor unmittelbar oder mittelbar abschaltet. Das Zugseil wird zu diesem Zwecke über eine federnd gelagerte Rolle geführt, die mit dem Kontakt durch eine Dämpfung verbunden ist. Die im normalen Betriebe auftretenden Spannungsänderungen im Zugseil, die ja nur langsam erfolgen, rufen keine Betätigung des Kontaktes hervor, da sich die Verschiebungen der gefederten Rolle im Dämpfer ausgleichen können.
Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung in einigen beispielsweisen Ausführungsformen dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 den Erfindungsgegenstand unter Anwendung eines Flüssigkeitszylinders
EMI1.2
und 4 zeigen Schnitte nach den Linien 111-111 in Fig. 1. bzw. IV-IV in Fig. 2, Fig. 5 zeigt im Schema die Anordnung zweier federnder Rollen in der Weise, dass durch sie der Umschlingungswinkel des Seiles an der Antriebsscheibe erhöht wird, Fig. 6 zeigt eine andere Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes in Seitenansicht, Fig. 7 zeigt eine Draufsicht auf den Erfindungsgegenstand nach Fig. 6 in teilweiser Darstellung.
In Fig. 1. ist a eine Rolle, über welche das Zugseil b geführt ist. Ein Sehwinghebel e der bei d gelagert ist, ermöglicht die federnde Bewegung der Rolle a, die mit der Feder e auf dem Deckel f abgestützt ist. Die Bewegungen des Schwinghebels c werden durch das Gestänge g auf den Kolben h in dem abgefedert gelagerten Zylinder i übertragen. Der Kolben h besitzt Durchlässe k für die Flüssigkeit L die sich in ihm befindet. Diese Durchlässe können auch durch aussenliegende Röhren od. dgl. ersetzt werden, welche verstellbare Hähne besitzen, um die Reaktion des Zylinders verändern zu können. In ihrem Hub begrenzte Federn M ! und n stützen den Zylinder i nach oben und unten ab.
Der Zylinder gleitet in einem Rahmen o, gegen den sich auch die Feder m abstützt. Bei p befindet sieh ein Kontakt, welcher so lange geschlossen ist, als der Zylinder i sieh in Mittellage befindet. Wird durch plötzliche Bewegungen der Rolle a der Zylinder mitgenommen, so wird der Kontakt unterbrochen, wodurch der Antrieb der Bahn unmittelbar oder mittelbar stillgesetzt wird, beispielsweise durch Beeinflussung des Überstromschalters.
Fig. 5 zeigt eine Anordnung, um die Rolle a als Mittel zur Erhöhung des Umschlingungswinkels der Seilscheibe q zu benutzen.
In Fig. 6 ist statt der Anordnung eines Flüssigkeitszylinders ein Gewicht v vorgesehen, welches an einem langen Hebelarm s um einen Punkt t schw ingt. Die normalen Bewegungen der Rolle a erden
<Desc/Clms Page number 2>
durch die Feder u ausgeglichen. Der Hebel e hat hier vor und hinter dem Drehpunkt t je einen Angriffspunkt an dem Hebel s, so dass ebenso wie bei der Vorrichtung nach Fig. 1 Bewegungen der Rolle a nach beiden Richtungen das Kontrollmittel beeinflussen. Hier wird der Hebel s durch stossweise Belastungen oder Entlastungen der Rolle a in die gestrichelt gezeichnete Stellung nach oben geschleudert, so dass der Kontakt w stromlos und der Antrieb auf die beschriebene Art stillgesetzt wird.
Die Abstellvorrichtung wird im auflaufenden und ablaufenden Seiltrum vor und hinter der Antriebsscheibe anzuordnen sein und wirkt bei plötzlichen positiven oder negativen Spannungsänderungen im Zugseil. Es kann auch zur grösseren Sicherheit noch eine Abschaltung durch die Zugseilspannvorrichtung bei grösserem Hub vorgesehen werden.
Die Erfindung lässt sich noch auf verschiedene andere Weise ausführen, wobei die plötzlich auftretenden Spannungsänderungen ausgenutzt werden, um über eine Dämpfung eine Unterbrechung des Antriebsstromkreises zu bewirken. Allen Ausführungen liegt der Gedanke zugrunde, die plötzlich auftretenden Schwankungen in der Zugseilspannung bei Einfallen der Bremsen für die Ausschaltung des Antriebes auszunutzen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Selbsttätige Abstellvorrichtung von Seilbahnantrieben durch mechanische Prüfung der Spannung
EMI2.1