AT127929B - Signalanlage, insbesondere für Feuermeldezwecke. - Google Patents

Signalanlage, insbesondere für Feuermeldezwecke.

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  Signalanlage, insbesondere für Feuermeldezwecke. 



   Die Erfindung betrifft eine weitere Ausgestaltung der im Stammpatent Nr. 113785 beschriebenen Signalanlage, insbesondere für Feuermeldezwecke, mit zwei oder mehreren Wählern, welche die Anzeige des Standortes des jeweils ausgelösten Gebers oder irgendeiner Bezeichnung des betreffenden Gebers veranlassen. Es hat sich in der Praxis gezeigt, dass es zur Vermeidung der durch Versagen oder fehlerhaftes Arbeiten eines Schaltgliedes der Empfangsanlage hervorgerufenen Falschmeldungen vorteilhaft erscheint, die beim Vorhandensein mehrerer Wähler oder Zeigerwerke mögliche Mehrfachanzeige einer Meldung nicht zu unterbinden. Beim Benutzen mehrerer Wähler oder Schaltmittel, die auf verschiedene Anzeigemittel einwirken, besteht jedenfalls die Gewähr, dass wenigstens eine Anzeige der Meldung richtig ist. 



   Diese gemäss der Erfindung durchgeführten Verbesserungen und Vereinfachungen der bekannten Signalanlage bestehen im wesentlichen darin, dass die selbsttätige Schaltung eines oder mehrerer Wähler bzw. Zeigerwerke in die Nullage erst beim Eintreffen einer oder mehrerer weiterer Meldungen durch diese veranlasst wird. Dabei wird die Vorbereitung und Durchführung der Schaltvorgänge für die Fortbewegung der Wähler oder Zeigerwerke in die Nullage durch am Geber angeordnete Schaltmittel bewirkt. 



   In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung dargestellt ; es zeigt Fig. 1 ein Schaltungsschema der Signalanlage gemäss der Erfindung, Fig. 2 Einzelheiten einer Gebereinrichtung mit der Kontaktsteuerscheibe für die Veranlassung der Meldestromstösse, 
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 kontakt   dr I1   geerdet ist. Von dem Umlegekontakt al des Relais A wird das Linienrelais AI gesteuert. Das Relais A I besitzt zwei Umlegekontakte   aIl, al2   und einen Schliesskontakt   ales.   



  In Abhängigkeit von dem Kontakt   a ; Tg   ist ein Halterelais H I, in Abhängigkeit von dem Kontakt   Als   dieses Relais ein weiteres   Halterelais GI   angeordnet. In Verbindung mit einer Feder des Kontaktes   sslg   ist ein Relais   VIII   vorgesehen, während mit dem Kontakt   alt   ein verzögert anziehendes Relais BII, die Wicklung eines Relais   Yi   und eine Wicklung   W IV   eines   Zeigerschaltwerkes Z1V   in Verbindung stehen. Von je einem Kontakt der Relais BII und   Y   werden zwei'weitere Relais XI und ZI gesteuert.

   Für die Fortschaltung des Zeigerschaltwerkes ZW, an dessen Stelle auch ein Wähler zur Auswahl eines Lichttableaufeldes treten kann, sind für dessen Bewegung in die Nullage zwei sich gegenseitig beeinflussende Relais CI, DI vorgesehen. Ausserdem enthält die Anlage noch einen Rückstellschalter mit den Kontakten   r IV1 -r IV7,   einen Drahtbruchschalter mit den Kontakten   dr 11   und dr I2 und einen Wecker   Stol  
In Fig. 2 bedeutet TI die Kontaktsteuerscheibe, NI der von dieser beeinflusste Kontakthebel, der in bekannter Weise auf die Kontakte   k 11 - k 13   des Gebers einwirkt. 



   Bei Abgabe einer Meldung spielen sich die Schaltvorgänge in der Signalanlage nach Fig. 1 wie folgt ab : In der Ruhestellung der Anlage befindet sich die Nase des Hebels NI 

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 zwischen den mit 15 und 1 (Fig. 3) bezeichneten Stellen der Kontaktstenerscheibe TI des Gebers. Beim Auslösen des Gebers und der vom Uhrwerk bewirkten Drehung der Kontaktsteuerscheibe TI gelangt die Nase des Hebels NI auf die Stelle 1 der Steuerscheibe   TI.   Der Ruhestrom der Schleife wird unterbrochen, das Relais A (Fig. 1) gibt seinen Anker   a1   frei und schliesst den    Stromkreis-Pluspol, al', A T,   Minuspol. Das seinen Anker anziehende Relais A I bewirkt mit seinem Umlegekontakt aI2 in dem Stromkreis : Phuspol, r IV1, a I2, dr I2, H I, r IV2. 



  Minuspol, die Erregung des Halterelais   EI,   das seinerseits den Relaisstromkreis: Pluspol, h I2, G I, Minuspol des Halterelais G I schliesst. Das Relais EI hält sich in dem Stromkreis : 
 EMI2.1 
 



    GI,-)   erregt bleibt. Gelangt die Nase des Hebels NI auf die Stelle 2 (Fig. 3) der Kontaktsteuerscheibe TI, so wird der Schleifenstromkreis wieder geschlossen und das Relais A erregt. 



  Die an den Stellen 3-7   (Fig.   3) der Steuerscheibe TI veranlassten Schaltvorgänge erlangen erst beim Auftreten von zwei Meldungen Bedeutung und werden später erläutert werden. 



   Sobald die Nase des Hebels NI auf die von 7 ab erhöhte Stelle der Scheibe   TI   gelangt ist, erfolgt für einen längeren Zeitraum Schliessung des Schleifenstromkreises und Öffnung des Stromkreises : Pluspol, al, AI, Minuspol für das Relais AL Während dieser Zeit wird das verzögert anziehende Relais B II in dem Stromkreis Pluspol, r IV4, h I2, a I1, y I3, B II, Minuspol erregt und zieht etwa an der Stelle 9 der Kontaktsteuerscheibe TI seinen Anker an. Daraufhin spricht das Relais XI in dem Stromkreis : Minuspol,   b Ii, y74, XI,   Pluspol an. 



   In der Stellung 11 der Steuerscheibe   TI   (Fig. 3) erfolgt wieder Unterbrechung des 
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 Dadurch wird der Stromkreis : Minuspol, WIV,   yA, aI"hIs, rIV4,   Pluspol der Wicklung W IV des Zeigerschaltwerkes   ZW   vorbereitet, der dann während der anschliessenden Meldestromstossperiode jedesmal, wenn AI aberregt ist, über Kontakt   all   geschlossen wird. Das Zeigerschaltwerk   ZW   stellt dann den Zeiger auf die der Anzahl der Meldestromstösse entsprechende Zahl ein. An der Stelle 13 (Fig. 3) der Kontaktsteuerscheibe   TI   erfolgt wieder eine längere Unterbrechung des Ruhestromkreises der Melderschleife.

   Dabei wird durch Umlegung des 
 EMI2.3 
   BII, Minuspol   des Relais   B II, geschlossen,   so dass dieses im Verlauf des längeren Stromschlusses seinen Anker anzieht und die Relais ZIund VIII zum Ansprechen bringt (Pluspol, 
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 kreise dieser Relais unterbrochen werden (Minuspol,   riz6,     zI2, yI"YI,   Pluspol   ;   Minuspol,   r   IV6,   xI"XI, Pluspol).   Bei der Aberregung von YI werden durch Öffnen des Kontaktes   y 14 auch   die Relais B II und Z I wieder aberregt. An der Stelle 15 (Fig. 3) der Kontaktsteuerscheibe   TI   erfolgt wieder ein längerer Stromschluss, in dessen Verlauf das Relais   A   erregt und das Relais A I aberregt wird.

   Dadurch wird der Kontakt a I2 geöffnet und der Haltestromkreis des Relais   VIII   (Pluspol, V III, v III1, a I3, Minuspol), geöffnet. Gleichzeitig wird durch Umlegung von   aI2   das Relais   HI   aberregt (Pluspol, r IV1, a I2, dr I2, H I, r IV2, Minuspol), das   seinerseits wieder durch Öffnen   seines Kontaktes h 12 den Stromkreis des Relais G I (Minuspol,   G     7,/t7s,   Pluspol) unterbricht. 



   In gleicher Weise spielt sich der Vorgang bei durch Drahtbruch unterbrochener Schleife ab. In diesem FalIe sprechen die Relais HUI und GI nicht an der Stelle 1 (Fig. 3) der Kontaktsteuerscheibe Tu sonder an der Stelle   2   dieser Scheibe an. Für jedes Linienrelais A. B wiederholt sich die in der Zeichnung dargestellte Anordnung. Werden zwei Melder oder Geber   Ml'M2   gleichzeitig oder annähernd gleichzeitig gezogen, so wirkt je ein Linienrelais A, B der Schleife in der beschriebenen Weise auf das zugehörige Relaissystem ein. Beide Relais A, B arbeiten beim Anlaufen der Melderkontakt-Steuerscheibe   TI   vollkommen unabhängig voneinander. 



   Werden zwei Melder oder   Geber M1, M2   zeitlich so unterschiedlich ausgelöst, das ein Melder beim Auslösen des zweiten Melders mit der Meldezeichenabgabe zur Einstellung des Zeigersystems bereits begonnen hat, so werden bis zur Auslösung des zweiten Gebers beide Zeigerapparate entsprechend der ersten Meldung eingestellt.

   Sobald der zweite Melder ausgelöst wird, spielen sich die Vorgänge wie folgt   ab :   Während der Stellung 3, 4 (Fig. 3) der Kontaktsteuerscheibe   TI   des später ausgelösten Melders M2 spricht in der dem gezeichneten Schaltungsschema in Fig. 1 entsprechenden, nicht gezeichneten, dem Linienrelais B zugeordneten Relaisanordnung das dem Linienrelais B zugeordnete Verzögerungsrelais B II an, während das dem Linienrelais B zugeórdnete Relais YI schon im Verlauf der ersten Meldung seinen Anker 
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 und durch Schliessung   von z 11   das Relais V III (Pluspol, V III, z I2, Minuspol) erregt. Daraufhin öffnet sich wieder der Haltestromkreis des Relais Y I (Pluspol, Y I, y I1, z I2, v IVe.

   Minuspol) sowie der Haltestromkreis des Relais XI   (Pluspol, XI, , sJ2, i'IV6,   Minuspol) und als Folge hievon wird der Haltestromkreis des Relais B II (Minuspol, B II, y I2, a I1, h I2, rIV4, Pluspol) geschlossen. Durch Umlegung des Kontaktes b 111 wird das Relais   Z     1 (Pluspol, ZI,     yI4,     boit,   Minuspol) aberregt, während sich VIII in dem Stromkreis Pluspol, VIII, v III1, aI3, Minuspol, hält. Bei dem dann folgenden, von der Kontaktsteuerscheibe   TI   des zweiten 
 EMI3.1 
 dr I2,   aI2, 'IV1, +)   und weiterhin das GI Relais (+,   hI2.     GI,,-)   stromlos. 



   Bei der nun folgenden Stromunterbrechung an der Stelle 6 (Fig. 3) der Kontaktsteuerscheibe TI des später ausgelösten Melders      ziehen die Relais H I und G I von neuem an 
 EMI3.2 
 Drahtbruch unterbrochener Schleife erfolgt die Erregung von H I und GIerst an der Stelle 7 der   Kontaktsteuerscheibe T 1.   Bei dem sodann folgenden längeren Stromschluss an den Stellen   zi   der Kontaktsteuerscheibe TI zieht das   Verzügerungsrelais BII bei   8 bzw. 9 
 EMI3.3 
 Zeigerrückstellung vermittels der Unterbrecherrelais CI und DI eingeleitet, indem der Stromkreis : Minuspol, Kontakt w IV des Zeigerschaltwerkes ZW (der bis zur   Rückkehr   des Zeigers in die Nullage geschlossen bleibt), bII2, y I5, C I, d I, r IV5, h I4, Pluspol geschlossen wird. 



  Das seinen Anker anziehende Relais   CI schliesst   mit seinem Kontakt eI2 den Stromkreis 
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 erregt. Das von der zweiten Meldung beeinflusste Linienrelais B beginnt nunmehr von der Stellung 11 ab in der beschriebenen Weise das zugehörige zweite Zeigersystem entsprechend der Zahl von Meldestromstössen des zweiten Melders einzustellen. 



   Nachdem eine Feuermeldung eingelaufen ist und die Zeigerschaltwerke ZW sich auf die Nummer des Melders eingestellt haben und man nun diese Nummer abgelesen hat, werden die Zeigerschaltwerke ZW wieder auf Null zurückgebracht, u. zw. dadurch, dass   man   den vorerwähnten Rückstellschalter mit den Kontakten   i' I--;'IF ?   entweder von Hand oder mittels eines Zeitrelais automatisch betätigt. Hiedurch werden alle Relais, die noch angezogen waren, in ihre ursprüngliche Lage gebracht. Durch den Kontakt   rIT ?   werden die vorerwähnten Stromkreise für die beiden Unterbrecherrelais CI, DI geschlossen, die in ebenfalls beschriebener Weise die Rückstellung der Zeigerschaltwerke Zw in die Ruhestellung veranlassen. 



   Die Signalanlage gemäss der Erfindung besitzt den Vorteil, dass beim Einlaufen einer zweiten oder einer weiteren Meldung in jedem Fall unabhängig von dem Zeitpunkt, an dem die einzelnen Melder ausgelöst werden, das Zeigerschaltwerk, das für die Aufnahme der Meldung bestimmt ist, in die Nullage zurückgebracht wird. Verstümmelungen von Meldungen sind also hiebei ausgeschlossen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Signalanlage. insbesondere für Feuermeldezwecke nach dem Patente Nr. 113785. dadurch gekennzeichnet, dass die selbsttätige Schaltung eines oder mehrerer Wähler bzw. Zeigerschaltwerke   (Z   in die Nullage erst beim Eintreffen einer oder mehrerer weiterer Meldungen durch diese veranlasst wird.

Claims (1)

  1. 2. Signalanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorbereitung und Durchführung der Schaltvorgänge für die Fortbewegung der Wähler oder Zeigerschaltwerke (ZW) in die Nullage durch am Geber angeordnete Schaltmittel bewirkt wird.
    3. Signalanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Schaltmittel für die Schaltvorgänge der Wähler oder Zeigerschaltwerke (ZW) in die Nullage die an der Geberstelle vorhandene Kontaktsteuerscheibe (TI) benutzt wird, auf deren Umfang ausser den Steuerzähnen für die Auslösung der Meldestromstösse besondere Erhöhungen und Vertiefungen derart angeordnet sind, dass die dadurch veranlassten Steuerstromstösse für die Wähler-oder Zeigerschaltwerkbewegung in die Nullage vor den eigentlichen Meldestromstössen ausgelöst werden. <Desc/Clms Page number 4>
    4. Signalanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für die Vorbereitung der Fortschaltung der Wähler oder Zeigerschaltwerke (ZW) in die den Meldestromstössen entsprechende Lage zwei Relais (XI, Y) vorgesehen sind, die durch ein verzögert anziehendes Relais (BII) während eines längeren Stromschlusses vor Abgabe des eigentlichen Meldezeichens eingeschaltet werden.
    5. Signalanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Hauptsteuerrelais (AI) der Empfangsstelle mittelbar über ein Vorschaltrelais (A) dem Einfluss der Stromschliessungen in der Melderschleife ausgesetzt ist, EMI4.1
AT127929D 1926-11-16 1929-05-15 Signalanlage, insbesondere für Feuermeldezwecke. AT127929B (de)

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