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Koksofentür mit einer schneidenartig ausgebildeten Metalldichtung.
Man hat versucht, statt der im Dichtungsspalt von Koksofentüren angeordneten Asbestschnur eine metallische Abdichtung zu verwenden, und hiebei vorgeschlagen, diese Metalldichtung schneidenartig auszubilden. Eine solche bekannte Abdichtung besteht darin, dass der Zwischenraum zwischen einem von der Tür im Abstand von ihrem Aussenrand getragenen, mit einer Zu schärfung gegen den Türrahmen angelegten, aus T-Eisen bestehenden Rahmen und der Tür selbst von einem Blech membranartig abgedeckt wird (s. brit. Patentschrift Nr. 314281, Fig. 4). Abgesehen von der verwickelten Bauart einer solchen Abdichtung besitzt diese den Nachteil, dass die gesamten Teile, namentlich auch die membranartige Abdeckung, der Ofentemperatur und der Einwirkung der Gase ausgesetzt sind, so dass sie sehr schnell verbrennen und zumindest der Verkrustung ausgesetzt sind.
Auch kann sich der eigentliche Sehneidenrahmen, der das Türgewicht nicht unnötig vergrössern darf, also leicht gehalten sein muss, in sich selbst verwinden, so dass die dichtende Schneide zum Kippen kommt, wenn sie unter dem Türdruck zum Anliegen gebracht wird.
Erfindungsgemäss werden die Nachteile dieser Dichtung dadurch in einfacher Weise behoben, dass der von einem rechteckigen geeigneten Profileisen gebildete, in an sich bekannter Weise durch Schrauben axial nachstellbare Dichtungsrahmen gegen Kippen gesichert am Türkörper selbst eingespannt ist und dass der gegen den Türspalt abdichtende Teil des Rahmens eine geringe frei ausragende Höhe besitzt. Im Gegensatz zu den bekannten Abdichtungen kommt also hier eine membranartige Abdeckung
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rahmens ausgeschlossen. Auch ist wegen des geringen Vorragen der Schneide nur ein ganz kurzer Teil des Rahmens der Einwirkung der Gase und der Ofenhitze ausgesetzt.
An sich sind Dichtungen bekannt, bei welchen ein starrer Dichtungsrahmen in einem mit dem Türkörper verbundenen Rahmenkörper verschieblich geführt ist. Doch handelt es sich hiebei nicht um Sehneidenrahmen, sondern um eine Dichtung mittels Asbestschnur, gegen welche der verschieblich gelagerte Rahmen angepresst wird (s. deutsche Patentschrift Nr. 222679).
Der Schneidenrahmen kann in einer Ausnehmung des Türkörpers selbst eingelagert werden und wird dann zweckmässig durch besondere Einlagen in Form von geeigneten Profileisen gegen seitliches Abbiegen gesichert, wobei man zusätzlich noch eine Abdichtung durch fest verstemmte Asbesteinlagen benutzen kann. Um in axialer Richtung eine Elastizität der Schneidendichtung zu erzielen, ist es vorteilhaft, zwischen den Schneidenrahmen und den Belastungsschrauben Federn einzuschalten. Diese lassen sich besonders gut anbringen, wenn der Schneidenrahmen als ungleichsehenkeliges Winkeleisen ausgebildet ist, dessen längerer Schenkel die Schneide trägt, während sich auf dem kürzeren Schenkel die von gebogenen Flacheisenbändern gebildeten Federn abstützen.
Um es dem Schneidenrahmen zu ermöglichen, etwaigen Verbiegungen des Türrahmens zu folgen, ist es vorteilhaft, das Winkeleisen in seinem äusseren Teil mit Einschnitten zu versehen, die in grösserer Zahl in Abständen voneinander anzuordnen sind.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in verschiedenen Ausführungsformen dargestellt.
Die Abdichtung der Tür 1 gegen den Dichtungsspalt 2 erfolgt gemäss Fig. 1 und der einen Teil von Fig. 1 in grösserem Massstabe veranschaulichenden Fig. la durch den Metallrahmen 3, der als T-Eisen
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