AT127368B - Verfahren zur Erzeugung elektrolytischer Niederschläge von Metallen der Platingruppe. - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung elektrolytischer Niederschläge von Metallen der Platingruppe.

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AT127368B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Erzeugung elektrolytischer Niederschläge von Metallen der Platingruppe. 



   Im Patent Nr. 122458 ist ein Verfahren zur Herstellung elektrolytischer Niederschläge von Metallen der Platingruppe, insbesondere von Platin, Palladium und Rhodium beschrieben, das in der Verwendung von Lösungen als Elektrolyten besteht, die durch Versetzen beispielsweise einer verdünnten Platintrichloridlösung mit überschüssigem Natriumnitrit, Erhitzen der Lösung bis zur Beendigung der Umsetzung und darauffolgendes Versetzen derselben mit Ammoniak bis zur alkalischen Reaktion erhalten werden, und die das Platin bzw. ein anderes Platinmetall, wie Palladium oder Rhodium, oder mehrere dieser Metalle, in Form komplexer Nitrite neben den entsprechenden bei der Umsetzung gebildeten Halogensalzen in Lösung enthalten. 



   Bäder dieser Art ergeben zwar bei der Elektrolyse dichte, glänzende, festhaftende Metallniederschläge von vorzüglicher Beschaffenheit, leiden aber an dem Mangel, dass sie-ebenso wie alle andern bekannten, Halogensalze oder Phosphate enthaltenden   Platinierbäder-nach   erfolgter mehr oder weniger vollständiger Erschöpfung an Platin oder andern Platinmetallen sich nicht ohne weiteres wieder in gleicher Güte regenerieren lassen, weil sich das Bad dabei mehr und mehr an Halogenverbindungen anreichert, die eine Verschlechterung desselben herbeiführen, so dass die Lebensdauer eines solchen Bades verhältnismässig kurz ist. 



   Die Erfindung betrifft eine Verbesserung dieses Verfahrens darin, dass zur Herstellung des Elektrolyten oder zu seiner Wiederbelebung halogenfreie   Platin- oder Platinmetallaminonitrite,   insbesondere die Di-und Tetraminonitrite Verwendung finden. Reines halogenfreies Diaminonitrit eines Platinmetalls kann beispielsweise in der Weise hergestellt werden, dass man eine konzentrierte Lösung von Platinchlorid oder   Natriumplatinchlorid   bzw.

   einem entsprechenden Salz eines anderen Platinmetalls oder mehrerer Platinmetalle mit einer gleichfalls konzentrierten Lösung von Natriumnitrit in geringem Überschuss versetzt, dann bis zur vollendeten Umsetzung erhitzt, was sich unter Abgabe nitroser Gase durch einen Farbenumschlag von orange in helles Gelb oder auch im Farbloswerden der Lösung anzeigt, hierauf abkühlt und mit Ammoniak in   geringem Überschuss   versetzt. Es scheidet sich dann ein Niederschlag des betreffenden Platinmetalldiaminonitrits ab, der abfiltriert und alkalifrei gewaschen wird. Dieses Salz lässt sich in festem Zustand leicht verschicken, ist in Wasser nur schwer löslich, dagegen in heissem verdünntem Ammoniak unter Bildung eines Tetraminonitrits leicht löslich. 



   Zur Herstellung eines Elektrolyten aus einem Platinmetalldiaminonitrit löst man beispielsweise 20 g dieses Salzes in einer heissen ammoniakalischen Lösung von 100 g eines geeigneten Leitsalzes, wie z. B. Ammoniumnitrat oder Ammoniumsulfat, in   l I   destillierten Wasser, das   5%   Ammoniak enthält. 



  Beim Kochen dieser Lösung geht hiebei das Diaminonitrit unter Bildung von Tetraminonitrit in Lösung und bildet dann das fertige Bad. 



   Die Elektrolyse führt man zweckmässig bei einer Spannung von   2'2   Volt durch, wobei das Bad auf 95  C oder höher erhitzt und ständig   ammoniakalisch   gehalten wird. Ein derartiges Bad ergibt bei einem Platin-oder Platinmetallgehalt von 62 bis   6'2   g pro Liter einen sehr dichten, glänzenden und festhaftenden Niederschlag, bei weiterer Erschöpfung lässt es sich leicht durch Zusatz der beschriebenen reinen und halogenfreien Diamino-bzw. Tetraminonitrite wieder regenerieren, da hiedurch keinerlei Verschlechterung des Bades eintritt, so dass das Bad praktisch eine unbegrenzte Lebensdauer aufweist. 

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   Diese reinen   Diamino-bzv.   Tetraminonitrite lassen sich aber auch vorteilhaft zur Wiederbelebung solcher Bäder verwenden, welche ursprünglich mit Hilfe von Halogenverbindungen oder Phosphate enthaltenden Salzen der Platinmetalle hergestellt worden sind, da ein Zusatz derartiger halogenfreier Aminonitrite keine weitere unerwünschte, weil das Bad verschlechternde Anreicherung desselben an Halogenverbindungen oder andern in grösseren Mengen schädlichen Salzen verursacht.

   Bei Verwendung von reinen halogenfreien Aminonitritverbindungen der Platinmetalle zur Herstellung oder zur Wiederbelebung von Elektrolyten der   Platinmetalle werden nämlich   während des Abscheidens der Metalle sämtliche andern Bestandteile des verwendeten Salzes in Form von Gasen aus dem Bad entfernt, so dass das Bad, ohne sich zu verschlechtern, eine unbegrenzte Lebensdauer erhält, was wirtschaftlich von grösster Bedeutung ist. 



   Wie schon erwähnt, können an Stelle von Platin auch die andern Metalle der Platingruppe, insbesondere Palladium oder Rhodium, einzeln oder in Mischung in Form ihrer Di-oder Tetraminonitrite und zur Bereitung und Wiederbelebung der entsprechenden Elektrolyten Verwendung finden. Die Herstellung dieser Salze erfolgt in analoger Weise wie die des Platins unter Verwendung von z. B. Palladiumchlorid oder   Rhodiumtrichlorid.   Ebenso können zur Herstellung der Aminonitrite auch andere Salze der Platinmetalle als die Chloride Verwendung finden, so z. B. die Sulfate oder andere Doppelsalze als die Natriumchloride, so z. B. die Ammoniumchloride. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Erzeugung elektrolytischer Niederschläge von Metallen der Platingruppe, einzeln oder in Form von Legierungen, gekennzeichnet durch die Verwendung eines halogenfreien Aminonitrits, insbesondere Di-oder Tetraminonitrits des oder der betreffenden Platinmetalle bei der Herstellung oder der Wiederbelebung des Elektrolyten.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man ein halogenfreies Aminonitrit des oder der betreffenden Platinmetalle in wässerigem Ammoniak oder in einer ammoniakalischen Lösung halogenfreier Leitsalze, wie z. B. Ammoniumnitrat oder Ammoniumsulfat auflöst.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung halogenfreier Aminonitrite eines oder mehrerer Platinmetalle sowohl zur Wiederbelebung erschöpfter halogenfreier, als auch halogenoder phosphorhaltiger Elektrolyten.
AT127368D 1929-07-02 1930-06-11 Verfahren zur Erzeugung elektrolytischer Niederschläge von Metallen der Platingruppe. AT127368B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1256992B (de) * 1963-03-20 1967-12-21 Asahi Chemical Ind Bad und Verfahren zum galvanischen Abscheiden von Platinueberzuegen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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