AT126738B - Spritzwaffe. - Google Patents

Spritzwaffe.

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AT126738B
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Joseph Ing Gaspar
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Joseph Ing Gaspar
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Spritzwaffe. 



   Die Erfindung geht dahin, die im Gaskampfe verwendeten Stoffe in ihrer ursprünglichen flüssigen Form auf die kampfunfähig zu machende Person zu bringen, damit diese auf die Dauer und auch nach Ortswechsel unter Gas gehalten wird. Ein dünner Strahl der stark flüchtigen Flüssigkeit soll aus einer Entfernung von einigen Schritten zweckmässig auf den oberen Teil der Brust gespritzt werden.   Erfinrlungsgemäss   besteht die zu diesem Zweck dienende pistolenartige Spritzwaffe in der Hauptsache aus einem elastisch zusammendrückbaren   Behälter.   der nach Art eines Heronsballs mit einem Spritzrohr versehen ist und die auszuspritzende Flüssigkeit in einer zerbrechlichen Phiole luftdicht eingeschlossen enthält. Die Betätigung erfolgt durch plötzliches Zusammendrücken des Behälters nach Zerstörung der Phiole. 



   Vorteilhaft ist die heronsballartige Vorrichtung in einem widerstandsfähigen, steifen Gehäuse eingeschlossen, das mit einem Drücker und einer Sicherung für diesen ausgerüstet ist. 



  Erfindungsgemäss kann der Drücker so ausgebildet und angeordnet werden, dass der auf ihn ausgeübte Druck auf den elastischen Behälter und die Phiole übertragen wird und dass er durch die elastische Rückwirkung des Behälters in die Ruhelage zurückgeführt wird. 



   Auf der Zeichnung sind einige   Ausführungsbeispiele   dargestellt. Fig. 1 und 2 zeigen die einfachste Ausführung ohne Gehäuse im Längs-bzw. Querschnitt. Fig. 3 und 4 zeigen eine Ausführung mit Gehäuse und Drücker im Schnitt bzw. Vorderansicht. Fig. 5 und 6 sind ähnliche Darstellungen einer weiteren Ausführung und Fig. 7 zeigt einen Gummiknüppel mit der Vorrichtung nach Fig. 5 und 6 als Handhabe. 



   In der Ausführung nach Fig. 1 und 2 ist ein Beutel 8 aus weichem Paragummi mit seinem rohrförmigen Fortsatz 9 auf das heberförmige Rohr 10 aus Hartgummi gezogen. Der   Bausch   11 am Rohr 10 sichert eine haltbare und luftdichte Verbindung. Das freie Ende des Rohres 10 ist zu einer Düse ausgebildet, das andere Ende mündet in einer gewissen Entfernung vom Boden des Beutels 8. Die stark flüchtige, wirksame Flüssigkeit ist in der Phiole 12 luftdicht eingeschlossen, die mit einer Einbuchtung 13 zur Aufnahme des Rohrs 10 versehen ist, damit der Beutel von der Phiole möglichst ausgefüllt wird. 



   Diese Ausführungsform der Spritzwaffe wird durch Zusammendrücken des Beutels unmittelbar mit der Hand betätigt. Gegebenenfalls wird die Phiole vorerst durch Anschlagen des Beutels gegen einen harten Gegenstand zerbrochen. 



   Während die beschriebene Ausführung hauptsächlich für den Gebrauch im Hause geeignet ist, kann die Ausführung nach Fig. 3 und 4 als Taschenpistole angesprochen werden. Der Gummibeutel 8 ist hier durch einen Gummistöpsel 9'abgeschlossen. Eine exzentrische Bohrung im Stöpsel dient zur Einführung des heberförmigen Rohrs 10, das hier aus Weichgummi besteht und mit einer besonderen Düse 14 od. dgl. aus Metall oder Gummi ausgerüstet ist. Die Oberfläche der Phiole 12 ist mit einem durchlässigen Gewebe 15 beklebt, dessen zusammengefasster Rand zwischen dem Stöpsel   9'und   dem Beutelrand eingeklemmt ist. Der Gummibeutel 8 ist in eine Metallhülse 16 eingepasst, auf deren oberes Ende eine Metallkappe 17 aufgesetzt ist, die mit einem Rohrstutzen 18 zur Aufnahme der Düse 14 und des anschliessenden Teils des Rohrs 10 versehen ist.

   Durch eine seitliche Öffnung 19 der Hülse 16 ist das nach 

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   oben umgebogene Ende 2 () des Drückers 31 zwischen die Seitellwandnugcn der Metallhülsc 76;   und des Gummibeutels 8   eingeführt.   Das andere Ende des L-förmigen Drückers 21 umfasst mit einer Gabel 22 den Rohrstutzen 18. Die   Öffnung   des Gabelschlitzes ist etwas verengt, so dass die federnden Gabelzinken eine einfache und leicht lösliche Gelenkverbindung ergeben. Bei 24 ist am Drücker 21 eine Klappe 23 angelenkt, die breiter als die Öffnung 19 ist, so dass die Klappe von der voll gezeichneten Stellung in die strichpunktierte gebracht werden muss. um den Drücker 21 betätigen zu können. 



   Die Klappe 23 bildet somit eine Sicherung gegen ein unbeabsichtigtes Abdrücken der Pistole. Wird der   Drücker   21 nach Aufrichten der Klappe 23 kräftig abgezogen, so wird durch den umgebogenen Fortsatz 20 des Drückers die Phiole eingebrochen und gleichzeitig der untere Teil des Beutels 8 eingedrückt und demzufolge schiesst die Flüssigkeit aus der feinen Düsen- öffnung in einem dünnen Strahl mit beträchtlicher Geschwindigkeit heraus. Zur Verminderung des schädlichen Raumes kann der Luftraum über der Phiole mit einer unhygroskopischen plastischen Masse od. dgl. ausgefüllt werden. Das Rohr 18 gestattet nach einiger Übung ein ziemlich gutes Zielen. 



   Durch die Beldebung der Phiole mit dem Gewebe wird verhindert, dass die ganze Phiole in Stücke zerfällt und die Bruchstücke sich im unteren Teil des Beutels ansammeln. Ausserdem verhindert das Gewebe als Seiher, dass die Düse oder das Rohr 10 durch Splitter der Phiole verstopft-wird. Durch die Befestigung des Gewebes am oberen Ende des Beutels wird vermieden, dass der obere Teil der Phiole nach Zerstörung des unteren Teils hinabfällt. 



   Die elastische Rückwirkung des Gummibeutels führt den abgezogenen Drücker nach Loslassen desselben sofort in die Ruhelage zurück und an die Stelle der ausgespritzten geringen Menge Flüssigkeit tritt Luft ein, so dass die Pistole   sofort wieder schussbereit   ist. 



   In der Ausführung nach Fig. 5-7 ist das Rohr 18 an einer beiderseits offenen Verlängerung   17'der   Hülse   161 angeordnet,   die nur wegen der leichteren Einführung des Gummirohrs 10 in das Metallrohr 18 von der Hülse getrennt ist und z. B. zur Aufnahme eines Gummiknüppels 25 nach Fig. 7 dient. Hier ist der   Drücker   211 an einem den Rohrstutzen 18 umfassenden und an der Verlängerung 17'der Hülse 16 befestigten Bügel 26 angelenkt. Als Sicherung für den   Drücker   dient ein drehbares Bodenstück 27 der Hülse 16, das nur an einem Teil seines Umfanges so hoch reicht, dass es in der gezeichneten Drehlage den Drücker hemmt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Spritzwaffe, dadurch gekennzeichnet, dass ein elastisch zusammendrückbarer   Behälter (8),   aus dem ein Spritzrohr   (10)   herausgeführt ist, eine mit der auszuspritzenden Flüssigkeit gefüllte zerbrechliche Phiole   (12)   enthält.

Claims (1)

  1. 2. Spritzwaffe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche der Phiole (12) mit einem Gewebe (15) beklebt ist.
    3. Spritzwaffe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Phiole (12) vermittels des Gewebes (15) am oberen Teil des Behälters (8) festgehalten ist.
    4. Spritzwaffe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Stück des Gewebes (15) zwischen einem Verschlussstöpsel (91) für den Behälter (8) und der Behälterwandung eingeklemmt ist.
    5. Spritzwaffe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, mit einem steifen Gehäuse für den elastischen Behälter und gegebenenfalls auch für das Spritzrohr und einem Drücker, der mit dem einen Ende durch eine Gelenkverbindung an der Aussenseite des Gehäuses angebracht ist, dadurch gekennzeichnet, dass das andere Ende des Drückers (21) mit einem umgebogenen Fortsatz (20) zwischen den Seitenwandungen des Gehäuses (16) und des Behälters (8) eingelagert ist.
    6. Spritzwaffe nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Handhabe für einen Gummiknüppel (25) oder eine sonstige Hiebwaffe ausgebildet ist.
AT126738D 1930-03-01 1930-06-20 Spritzwaffe. AT126738B (de)

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ID=5659373

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AT126738D AT126738B (de) 1930-03-01 1930-06-20 Spritzwaffe.

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