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Apparat zur Behandlung erkrankter Hautstellen.
Die Erfindung betrifft einen Apparat zur Behandlung erkrankter Hautstellen nach Art einer Massagevorrichtung mit Schröpfwirkung, bei welchem eine zu behandelnde Hautstelle durch Unterdruck aufgezogen wird, worauf man ein gegebenenfalls erwärmtes Medikament gegen die aufgezogene Hautstelle spritzt.
Apparate dieser Art sind bekannt, vgl. z. B. die amerikanische Patentschrift Nr. 929113.
Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist der, einen auf diesem Grundgedanken beruhenden Apparat zu schaffen, welcher, im Gegensatz zu dem Apparat nach der erwähnten amerikanischen Patentschrift Nr. 929113 und dem nahverwandten, auf dem gleichen Grundgedanken beruhenden Apparat nach der österr. Patentschrift Nr. 126748, leicht tragbar ist und bequem und verlässlich gehandhabt werden kann, indem man ihn nach Art einer Pistole mit einer Hand an die zu behandelnde Hautstelle ansetzt und durch einfaches Drücken und Loslassen eines Abzuges in Tätigkeit setzt.
Die an die zu behandelnde Hautstelle anzusetzende Düse bildet das vordere Ende des Laufes des pistolenartigen Ge- bildes, das Medikament nebst der zu seiner Erwärmung oder Verdampfung dienenden Heizspule und
Wege nebst Ventilen für Unterdruck und Aussenluft sind im revolverartig erweiterten Laufkörper unter- gebracht, zu dem die Zuleitungsdrähte für die Heizspule und die Unterdruckleitung durch den pistolen- kolbenartigen Griff führen. Das abzugartige Organ ist in dem stumpfen Winkel zwischen dem Lauf- körper und dem Griff angeordnet. Das Wesen der Erfindung ist an Hand der Zeichnung dargestellt.
In den Zeichnungen ist Fig. 1 eine Schauansicht einer beispielsweisen Ausführungsform des vorliegenden Apparates, Fig. 2 ein senkrechter Schnitt hievon, Fig. 3 ein waagrechter Schnitt durch den Hauptteil des Apparates, Fig. 4, 5 und 6 sind Schnitte nach den Linien 4, 4 bzw. 5, 5 und 6,6 der Fig. 2 und Fig 7 ist ein Schnitt durch das Austrittsende des Apparates.
Der Apparat wird zweckmässig in einer einer Pistole ähnelnden Gestalt ausgeführt, wie Fig. 1 zeigt ; beim Niederdrücken des Abzuges wird in der Nähe der zu behandelnden Hautstelle eine Luftverdünnung (Vakuum) hervorgerufen, beim Loslassen des Abzuges wird verdampftes Heilmittel ausgespritzt und die Luftverdünnung aufgehoben.
Wie aus Fig. 2-7 ersichtlich, hat der Apparat einen zylindrischen Hauptteil oder Körper 1, an dem ein konisches am Körper 1 befestigtes Mündungsstück 2 und ein gleichfalls am Körper befestigter Griff 3 angeordnet sind. Diese Teile können aus beliebigem Material hergestellt werden ; zu bevorzugen ist Metall, insbesondere Aluminium, das eine geringe Dichte und genügende Dauerhaftigkeit besitzt. Der ein Gehäuse bildende Körper 1 ist durch eine Zwischenwand 4 in zwei Abteile 5 und 6 geteilt und weist am Umfang Löcherreihen 7 und 8 für den Zutritt von Luft zu den Abteilen auf.
Im Abteil 6 ist ein zur Aufnahme des Heizmittels bestimmter Behälter 9 angeordnet, der aus Glas, u. zw. vorzugsweise aus möglichst dauerhaftem und hohe Temperaturen vertragendem Glas besteht.
Das Vorderende des Behälters trägt ein in letzteren eingeschmolzenes konisches Austrittsrohr 10 mit kugelförmigem inneren Ende 11, welches das Festsetzen des Heilmittels, falls dieses pulverförmig ist, am inneren Rohrende verhindert. In das andere Ende des Behälters 9 ist ein Eintrittsrohr 12 mit T-förmigem inneren Ende 13 eingeschmolzen. Das äussere Ende des Rohres 10 ragt durch eine Öffnung im engen Ende der Kammer 2 und das Hinterende durch eine Öffnung in der Mitte der Zwischenwand 4 hindurch.
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gestÜtzt. Wie in Fig. 2 und 3 gezeigt, ist eine Lage Asbest 15 an der Vorderseite der Zwischenwand -1 angebracht, gegen welche sich das hintere Ende des Behälters stützt. Zwischen das Vorderende des Behälters und einen Bund in der Kammer 2 ist eine Schraubenfeder 16 eingespannt.
Die Rohre 10, H stützen den Behälter 9 im Abteil 6, während die Feder der 16 den Behälter elastisch gegen die Asbest-
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Eine auf den Behälter 9 geschobene Heizspule 17 kann mittels der die Zwischenwand -1 durchsetzenden Leiter 18, 19 an eine nicht gezeichnete Stromquelle angeschlossen werden. Durch die Heiz-
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zu grosse Wärmeverluste hintangehalten. Um den Behälter 9 samt Nebenteilen leicht ausheben und
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obgleich auch aus dem Behälter 9 Luft abgesaugt wird. Durch den Unterdruck wird die Haut fest gegen die Düsenmündung gezogen und dadurch an dieser Stelle der gewünschte Blutzudrang erzielt.
Der Abzug wird nun losgelassen, wodurch sich die Ventile öffnen. Die Feder des Ventils 30 ist etwas stärker als die des Ventils 31, so dass sich ersteres etwas vor dem letzteren öffnet. Infolgedessen strömt zunächst Luft unter Atmosphärendruck aus dem Abteil o durch das Rohr 12 und den Behälter 9 unter Mitreissen des verdampften Heilmittels und weiterhin durch das Rohr 10 und das Röhrchen 55 zum Ende der Düse 53 an der zu behandelnden Hautstelle, wo noch Unterdruck herrscht, wobei das
T-förmige Ende 13 des Rohres 12 die Verteilung der einströmenden Aussenluft im Behälter 9 und das Mitreissen des verdampften Heilmittels vergleichmässigt.
Das Heilmittel wird somit gegen die noch unter
Unterdruck stehende zu behandelnde Hautstelle gespritzt, während diese noch unter Unterdruck steht und für das Heilmittel besonders empfänglich ist. Unmittelbar darauf öffnet sich auch das Ventil 31, so dass Aussenluft aus dem Abteil 5 durch das Rohr 27 zur Düse 53 gelangt und den dort noch herrschenden
Unterdruck aufhebt. Durch abermaliges Niederdrücken des Abzuges und darauffolgendes Loslassen desselben kann man das vorstehend beschriebene Spiel wiederholen. Der Behälter 9 kann mit dem Heil- mittel in der bereits beschriebenen Weise nachgefüllt werden.
Es ist nicht zu vermeiden, dass Heilmitteld1impfe in den vom Apparat zur Pumpe führenden
Schlauch gelangen und sich dort kondensieren, wodurch der Schlauch seine Biegsamkeit und Elastizität verliert ; man muss daher den Schlauch von Zeit zu Zeit erneuern. Man kann aber die Lebensdauer des
Schlauches dadurch verlängern, dass man an die Mündung des Apparates ein kurzes Schlauehstück ansetzt, dessen anderes Ende in Alkohol taucht. Durch Niederdrücken des Abzuges wird dann Alkohol durch den Apparat und den zur Pumpe führenden Schlauch gesaugt, wobei das kondensierte Heilmittel gelöst und so beseitigt wird. Man kann dann noch mit Wasser nachspülen. Auch an der Düse kann etwas von dem Heilmittel kondensiert werden ; auch diese muss daher von Zeit zu Zeit gereinigt werden.
Man kann mit Hilfe des vorstehend beschriebenen Apparates auf einer begrenzten Hautstelle einen verhältnismässig sehr hohen Unterdruck (ein Vakuum bis zu 50 cm Quecksilbersäule) erzielen und, während dieser Unterdruck noch herrscht, verdampftes Heilmittel auf diese Stelle spritzen, welche so für das Heilmittel sehr empfänglich ist und es nach Aufnahme durch verhältnismässig lange Zeit festhält.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Apparat zur Behandlung erkrankter Hautstellen nach Art einer Massagevorrichtung mit
Schröpfwirkung, dadurch gekennzeichnet, dass die an die zu behandelnde Hautstelle zu legende Düse (53) einerseits mit der Unterdruckleitung (25) in ständig offener Verbindung steht und anderseits über einen mit dem zu erwärmenden oder zu verdampfenden Heilmittel gefüllten Behälter (9) und ein Rohr (12) mit einem dauernd unter Atmosphärendruck stehenden Abteil (5), von dem auch eine Leitung (26) zur Unterdruckleitung (25) führt, verbunden ist und das Rohr (12) und die Leitung (26) durch je ein Ventil (30, 31) überwacht werden,
die, durch ein abzugartiges Organ (46) betätigt, die Leitung (26) und das Rohr (12) gleichzeitig gegen den Abteil (5) absperren, um die zu behandelnde Hautstelle der
Einwirkung des Unterdruckes auszusetzen, wogegen beim Loslassen des Abzuges vorerst das Rohr (12) durch das Ventil (30) gegen den Abteil (5) geöffnet wird, um mit Heilmittel beladene Aussenluft gegen die noch unter Unterdruck befindliche zu behandelnde Hautstelle zu blasen, und darauffolgend erst die Leitung (26) durch das Ventil (31) gegen den Abteil (5) freigelegt wird, um den Unterdruck an der behandelten Hautstelle aufzuheben.