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Verdampfungsvorrichtung für Riechstoffe und antiseptische Flüssigkeiten.
Die bisher für die langsame Verdampfung antiseptis < her Flüssigkeiten vorgeschlagenen Vorrichtungen sind teuer und ergehen nicht alle gewünschten Resultate. Andererseits sind diese Vorrichtungen nicht so eingerichtet, dass sie die Verdampfung von Riechstoffen in einem Raum einer Wohnung oder in irgendeinem Möbel ermöglichen. teils wegen ihrer pzimitiven Bauart. teils wegen ihres Fassungsvermögens.
Gegenstand der Erfindung ist eine sehr einfache Vorrichtung, mittels deren man die langsame Verdampfung der Riechstoffe oder der antiseptischen Flüssigkeiten erzielen kann. Die Vorrichtung ist-im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass mit einer dichten Tube aus Zinn oder einem anderen weichen Metall. die den Riechstoff oder die antiseptische Flüssigkeit enthält, ein abnehmbarer Pfropfen verbunden ist. den man auf die Tube schrauben kann und der an seinem Ende einen kleinen Bausch aus Watte oder einem anderen saugfähigen Stoff trägt. der in einer auf dem Pfropfen befestigten durchlässigen Umhüllung untergebracht ist.
Wenn man die Tube umdreht, so dass der Pfropfen nach unten gerichtet ist, so wird die in der Tube enthaltene Düssiskeit von dem saugfähigen Stoff angezogen und tränkt diesen Stoff, '0 dass er darauf in dem Raum verdampft, in dem sich die Vorrichtung befindet.
Die Erfindung ist beispielsweise in der Zeichnung dargestellt.
Fig. 1 ist die die Flüssigkeit enthattende Zinntube.
Fig. 2 zeigt den abnehmbaren Pfropfen für sich allein.
Fig. 3 zeigt den Pfropfen auf die Zinntube aufgeschraubt.
Fig. 4 zeigt die Anwendungsweise der Vorrichtung.
Fig. 5 ist ein senkrechter Schnitt nach A-A in Fig. 4.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, ist der Riechstoff oder die antiseptische Flüssigkeit a in eine Tube b aus Zinn, Blei oder anderem geeigneten Metall eingeschlossen, die an einem Ende einen Ansatz c mit Aussengewinde besitzt, auf den in gewöhnlicher Weise ein Pfropfen d aufgeschraubt werden kann. Das andere Ende der Tube b wird durch Zusammenfalten des Metalls verschlossen, wie aus Fig. i der Zeichnung ersichtlich. Diese Tube ist vollkommen dicht und lässt die darin enthaltene Flüssigkeit nicht austreten.
Um die Verdampfung der Flüssigkeit oder des Riechstoffes a zu ermöglichen, setzt man auf die Tube einen abnehmbaren Pfropfen von besonderer Einrichtung auf, wie er in Fig. 2 dargestellt ist. Dieser Pfropfen besteht aus einem zylindrischen Stutzen e, den man auf den Ansatz c aufschrauben kann und der sich in einen konischen Teil e1, der an seinem Ende offen ist, fortsetzt.
Durch diese Öffnung steht der abnehmbare Pfropfen mit einem Bausch aus saugfähiger Watte o. dgl. wasseraufnehmendem Stoff in Verbindung. Dieser Bausch ist in eine Hülle g ein-
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der Zeichnung besteht die hülle aus einem weitmaschigen Gewebe ; sie könnte aber auch aus irgendeinem anderen für Flüssigkeiten durchlässigen Stoff, beispielsweise Gemsleder, bestehen.
Wenn der so gestaltete abnehmbare Pfropfen auf der Tube a mit der antiseptischen Flüssig- keit oder dem Riechstoff befestigt ist. dreht man die Tube um. so dass der Pfropfen, wie in Fig. 4 ersichtlich, nach unten gerichtet ist. Die Tube wird in irgendeiner geeigneten Weise in dieser Lage gehalten beispielsweise indem man sie an einem Nagel h mit Hilfe einer Schnur oder eines
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Da die Tube'ml1kommen dicht ist, würde die darin enthaltene F) üssigkeit nicht ausfliessen. wenn der beschriebene abnehmbare Pfropfen nicht vorhanden wäre. Infolge der Beschaffenheit des den Bausch f bildenden Stoffes wird aber die Flüssigkeit in diesen hineingezogen und durch- tränkt den Stoff (Fig. 5). Da die den Bausch/umgebende Hül1e g durchlässig ist, gestattet sie der antiseptischen Flüssigkeit oder dem Riechstoff, in dem Raum, wo sich die Vorrichtung befindet, zu verdampfen.
Die Flüssigkeit erneuert sich in dem Bausch f nur in dem Masse. wie sie verdampft, so dass der Austritt der Flüssigkeit sehr langsam ist und mehrere Wochen dauert.
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Bausch f gelangt, so genügt es, einen Druck auf die Wandungen der Tube auszuüben, um den Bausch von neuem zu durchtränken.
Die beschriebene Vorrichtung ermöglicht die langsame Verdampfung der Riechstoffe oder der antiseptischen Flüssigkeiten unter den besten Bedingungen. Infolge ihrer geringen Grösse kann sie ohne Schwierigkeit und ohne bemerkbar zu sein, in einem beliebigen Raum und sogar in einem Möbel untergebracht werden. Andererseits ist sie leicht transportierbar und verwendbar und infolge ihres geringen Herstellungspreises kann man sie fortwerfen, wenn die Tube a leer ist.
Die beschriebenen Einrichtungen sind nur Beispiele, die Formen, Abmessungen und Einzelheiten können je nach dem Einzelfall ohne Abweichung vom Wesen der Erfindung verändert werden.
Beispielsweise kann in gewissen Fällen der Bausch/durch einen Docht ersetzt werden, der in den Ansatz c der Zinntuhe eingesetzt ist.