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Gewindebohrer oder gewindebohrerartiges Führungsstück für Reibahlen.
Die Gewindebohrer gebräuchlichster Art bestehen aus einem Schaft mit Schneidzähne enthaltenden Kämmen. Die Zähne sind so ausgebildet, dass sie ursprünglich einem Schrauben- gewinde angehören, welches über die ganze Länge des Werkzeuges das Profil des zu schneidenden Muttergewindes aufweist. dann aber durch eine Kegelfläche abgekappt wir, die vom vorderen Ende des Bohrers gegen das hintere Ende hin im Dureilmesser zunimmt. Die ersten Zähne am vordem Ende des Bohrers sind durch diese Kegelfläche nahezu gänzlich weggeschnitten, während die Gewindegänge am hintern Ende des Bohrers in ihrem vollen
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mehr anwachsender Stümpfe des vollen Profils.
Derartige Gewindebohrer finden, wenn Mutter- gewinde grosseren Durchmessers in einem harten oder zähen Werkstoff geschnitten werden sollen, einen sehr hohen Sclmeidwiderstand. der nicht selten so gross wird, dass der Bohrer- werkstoff nicht mehr die nötige Widerstandsfähigkeit zur Überwindung dieses Schneidwider- standes besitzt, was zur Folge hat, dass der Bohrer stecken bleibt und bricht. Der grosse Schneidwiderstand der bekannten Gewindebohrer ist Darauf zurückzuführen, dass alle Zähne
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Schnittbogenlänge abheben. die bekanntlich für die Grösse des spezifischen Schnittdruckes von ausschlaggebender Bedeutung ist. (Siehe Hippler ,,Dreherei und ihre Werkzeuge". 3.
Auflage, S. 21. ) Es wurde bereits vorgeschlagen, den stetigen Anstieg der Sclneidzähne stellenweise durch Gruppen von Zähnen zu unterbrechen, die im entgegengesetzten Sinne abgekappt sind und daher nicht schneiden sollten. Diese den stetigen Anstieg der schneidenden Zähne unter- brechenden Gruppen von Zähnen, die nur führen sollten, waren in den verschiedenen Zahnkämmen in gleichen Zonen angeordnet. und dies hat den Nachteil, dass der Energieaufwand beim Gewindeschneiden fortwährend schwankt. Der Gewindebohrer ist nämlich in schneidende und nicht schneidende Zonen unterteilt, so dass das Mass des Eingriffes der schneidenden
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Späne von dreieckiger Querschnittsform geschnitten werden. Eine Verminderung des Schneid- widerstandes ist hiedurch nicht zu erzielen.
Gegenstand der Erfindung ist nun ein Gewindebohrer, dessen Zahnkämme so beschaffen sind, dass in jedem zu schneidenden Gewindegang immer auf einen schneidenden Zahn ein oder mehrere Zähne folgen, die infolge einer besonderen Abkappung nicht schneidend wirken.
Hiedureh ergeben sich grössere Spandicken; da aber die Schnittbogenlängen bei jedem Span
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abgehoben werden, so ist die Summe der Schnittbogenlängen bei dem Bohrer gemäss der Er- findung viel kleiner als die Summe der Schnittbogenlängen beim Schneiden mittels eines ge- bräuchlichen Bohrers und der spezifische Schnittdruck des neuen Bohrers ist daher viel kleiner als der des alten.
Bei dem Gewindebohrer gemäss der Erfindung ist nämlich der kegelige Anstieg der Abkappung der Zähne, wie oben erwähnt, bei periodisch aufeinanderfolgenden, nicht schneidenden Zähnen oder Gruppen von nicht schneidenden Zähnen durch Abkappungen
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kleinere Flankenreibung. Die Verminderung des Schneidwiderstandes des Bohrers hat auch zur Folge, dass der Bohrer ruhiger arbeitet und nicht ,,rattert".
Die Zahl der Zähne, die die normal ansteigenden Gruppen und die nicht schneidenden Gruppen bilden, kann je nach Bedarf geändert werden, und es ist durchaus nicht nötig, dass die beiden Gruppen jeweils die gleiche Zahl von Zähnen aufweisen. Die Neigung der Abkappungskegelflächen kann bei allen Kämmen auch gleichgerichtet oder es könnten in den nicht schneidenden Gruppen nur Zylinderflächen zum Abkappen verwendet werden. In der Regel werden bei Gewindebohrern nur vier Kämme benutzt. Werden aber mehr verwendet, so können auf einen schneidenden Zahn auch mehr als ein nicht schneidender folgen.
In ähnlicher Weise, wie es hier geschildert wird. kann man auch das gewindebohrerartige Führungsstück von Reibahlen ausbilden.