AT126091B - Gewindebohrer oder gewindebohrerartiges Führungsstück für Reibahlen. - Google Patents

Gewindebohrer oder gewindebohrerartiges Führungsstück für Reibahlen.

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AT126091B
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  Gewindebohrer oder gewindebohrerartiges Führungsstück für Reibahlen. 



   Die Gewindebohrer gebräuchlichster Art bestehen aus einem Schaft mit Schneidzähne enthaltenden Kämmen. Die Zähne sind so ausgebildet, dass sie ursprünglich einem Schrauben-   gewinde angehören, welches über die ganze Länge   des Werkzeuges das Profil des zu schneidenden Muttergewindes aufweist. dann aber durch eine Kegelfläche abgekappt wir, die vom vorderen Ende des Bohrers gegen das   hintere     Ende hin im Dureilmesser zunimmt. Die   ersten Zähne am vordem Ende des Bohrers sind durch diese Kegelfläche nahezu gänzlich weggeschnitten, während die Gewindegänge am   hintern   Ende des Bohrers in ihrem vollen 
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   mehr anwachsender Stümpfe   des vollen Profils.

   Derartige Gewindebohrer finden, wenn Mutter-   gewinde grosseren Durchmessers   in einem harten oder zähen Werkstoff geschnitten werden sollen, einen sehr hohen Sclmeidwiderstand. der nicht selten so gross wird, dass der   Bohrer-   werkstoff nicht mehr die nötige   Widerstandsfähigkeit zur Überwindung   dieses   Schneidwider-   standes besitzt, was zur Folge hat, dass   der Bohrer stecken bleibt und bricht.   Der grosse Schneidwiderstand der bekannten Gewindebohrer ist Darauf zurückzuführen, dass alle Zähne 
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 Schnittbogenlänge abheben. die bekanntlich für die Grösse des spezifischen   Schnittdruckes   von ausschlaggebender Bedeutung ist. (Siehe Hippler ,,Dreherei und ihre Werkzeuge". 3.

   Auflage,   S. 21. ) Es wurde bereits vorgeschlagen, den stetigen Anstieg der Sclneidzähne stellenweise   durch Gruppen von Zähnen zu unterbrechen, die im entgegengesetzten Sinne abgekappt sind und daher nicht schneiden sollten. Diese den stetigen Anstieg der schneidenden Zähne unter-   brechenden   Gruppen von Zähnen, die nur führen sollten, waren in den verschiedenen Zahnkämmen in gleichen Zonen angeordnet. und dies hat den Nachteil, dass der Energieaufwand beim Gewindeschneiden fortwährend schwankt. Der Gewindebohrer ist nämlich in schneidende und nicht schneidende Zonen unterteilt, so dass das Mass des Eingriffes der schneidenden 
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 Späne von dreieckiger Querschnittsform geschnitten werden. Eine   Verminderung des Schneid-   widerstandes ist hiedurch nicht zu erzielen. 



   Gegenstand der Erfindung ist nun ein Gewindebohrer, dessen Zahnkämme so beschaffen sind,   dass   in jedem zu schneidenden Gewindegang immer auf einen schneidenden Zahn ein oder mehrere Zähne folgen, die infolge einer besonderen Abkappung nicht schneidend wirken. 



  Hiedureh ergeben sich grössere Spandicken; da aber   die Schnittbogenlängen bei jedem Span   
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 abgehoben werden, so ist die   Summe   der   Schnittbogenlängen   bei dem Bohrer gemäss der Er-   findung   viel kleiner als die   Summe   der Schnittbogenlängen beim Schneiden mittels eines ge-   bräuchlichen   Bohrers und der spezifische Schnittdruck des neuen Bohrers ist daher viel kleiner als der des alten.

   Bei dem Gewindebohrer gemäss der Erfindung ist   nämlich   der kegelige Anstieg der Abkappung der Zähne, wie oben erwähnt, bei periodisch aufeinanderfolgenden, nicht schneidenden Zähnen oder Gruppen von nicht schneidenden Zähnen durch Abkappungen 

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 kleinere Flankenreibung. Die Verminderung des Schneidwiderstandes des Bohrers hat auch zur Folge, dass der Bohrer ruhiger arbeitet und nicht ,,rattert". 



   Die Zahl der Zähne, die die normal ansteigenden Gruppen und die nicht schneidenden Gruppen bilden, kann je nach   Bedarf geändert werden, und   es ist durchaus nicht   nötig, dass   die beiden Gruppen jeweils die gleiche Zahl von Zähnen aufweisen. Die Neigung der Abkappungskegelflächen kann bei allen Kämmen auch gleichgerichtet oder es könnten in   den   nicht schneidenden Gruppen nur   Zylinderflächen   zum Abkappen verwendet werden. In der Regel werden bei Gewindebohrern nur vier Kämme benutzt. Werden aber mehr verwendet, so können auf einen schneidenden Zahn auch mehr als ein nicht schneidender folgen. 



   In ähnlicher Weise, wie es hier geschildert wird. kann man auch das gewindebohrerartige Führungsstück von Reibahlen ausbilden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Gewindebohrer oder gewindbohrerartiges Fuhrungsstück für Reibahlen, bei welchem der kegelige Anstieg der Abkappung der Schneidzähne bei periodisch aufeinanderfolgenden, nicht schneidenden Zähnen oder Gruppen von nicht schneidenden Zähnen durch Abkappungen unterbrochen ist, die durch weniger stark ansteigende Kegelflächen, durch Zylinderflächen oder entgegengesetzt geneigte Kegelflächen gebildet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die nicht schneidenden Zähne der Zahngruppen in den aufeinanderfolgenden Kämmen in der Bohrerlängsrichtunggegeneinanderversetztsind. EMI3.2
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