DE583046C - Gesteinsbohrer - Google Patents

Gesteinsbohrer

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DE583046C
DE583046C DES102766D DES0102766D DE583046C DE 583046 C DE583046 C DE 583046C DE S102766 D DES102766 D DE S102766D DE S0102766 D DES0102766 D DE S0102766D DE 583046 C DE583046 C DE 583046C
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DE
Germany
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drill
borehole
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cutting
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DES102766D
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Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
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Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B10/00Drill bits
    • E21B10/44Bits with helical conveying portion, e.g. screw type bits; Augers with leading portion or with detachable parts

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  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
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  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
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Description

Bei den im Bergbau zum Bohren von Kohle, Salzen, Gestein o. dgl. verwendeten Drehbohrern muß von der Bohrmaschine ein starker axialer Druck auf den Bohrer ausgeübt werden, um ein genügendes Eindringen des Bohrers in das Gestein zu bewirken, was vielfach gewisse Schwierigkeiten hervorruft. Um diesen von der Bohrmaschine ausgeübten axialen Druck zu verringern oder ganz entbehrlich zu machen, hat man bereits vorgeschlagen, die Vorschübe durch eine Schraubwirkung des Bohrers im Bohrloch zu erzielen. Zu diesem Zweck hat man das Bohrmehl in der Nähe der Bohrkrone gestaut, um einen als Mutter wirkenden Pfropfen aus Bohrmehl zu erzeugen, in welchem sich der Bohrer verschieben kann. Dieses Aufstauen des Bohrmehles kann durch Ausführung einiger Gewindegänge der Bohrstange mit kleinerer ao Steigung als die übrigen Gewindegänge oder durch Anbringen eines Stauringes an der Bohrstange -erreicht werden. Dies erfordert aber eine besondere Ausbildung der Bohrstange und kann bei den bereits vorhandenen Bohrstangen nicht - nachträglich angewendet werden. Außerdem besteht hierbei die Gefahr, daß sich der Bohrer durch den BohrmeMpfropfen festsetzt und' vielfach, nur unter Schwierigkeiten aus dem Bohrloch herausgezogen werden kann.
Gemäß der Erfindung kann unter Vermeidung dieser Nachteile ein selbsttätiger Vorschub des Bohrers dadurch erhalten werden, daß einer oder mehrere Gänge der Bohrstange an der einem Schneidflügel gegenüberliegenden Seite mit Vorsprüngen versehen werden, die sich schraubenförmig in die Bohrlochwandung einschneiden. Diese Vorsprünge der Bohrstange erzeugen einen seitlichen ' Druck, der durch das zwischen den Vorsprüngen und den Schneidkanten der Bohrkrone liegende, als Hebelarm wirkende Ende des Bohrers in verstärktem Maße auf die Schneidkanten des Bohrers übertragen, wobei eine gewisse, infolge der großen Festigkeit verhältnismäßig geringe Durchbiegung des Bohrers auftritt. Durch diesen auf die Schneidkanten wirkenden seitlichen Druck wird der eine Schneidflügel fest gegen die Bohrlochwand gepreßt, so daß die Drehachse des Bohrers seitlich verschoben wird und das Bohrloch, größer wird, als dem Durchmesser der Bohrerschneide entspricht. Außerdem wird durch den von den Vorsprüngen der Bohrstange verursachten seitlichen Druck das Eindringen des Bohrers in das Gestein erleichtert, da sich die Vorsprünge der Bohrstange sowie der diesen Vorsprüngen gegenüberliegende Schneidflügel in das Gestein einschrauben. Der Vortrieb ist um so stärker, je größer dieser seitliche Druck auf die Schneidkante ist. Man kann ihn durch Ausnutzung der Hebelwirkung des Bohrerendes vergrößern, wenn man den Abstand der Vorsprünge von der Spitze des Bohrers möglichst roß wählt. Es kann deshalb vielfach vor-
teilhaft sein, wenn man die Vorsprünge nicht an den letzten Gängen der Bohrstange anbringt, sondern weiter nach der Mitte des Bohrloches zu verlegt. Die an der Bohrstange angebrachten Vorsprünge können durch Aufschweißen von Stahl, Hartmetall o. dgl. gebildet werden, man kann aber auch in die Bohrstange Plättchen einsetzen, die so ausgebildet sind, daß sie in die Wandung des »o Bohrloches eindringen, so daß die Bohrstange sich in das Bohrloch einschrauben kann, ohne zu ihrem Vortrieb einen axialen Druck zu 'benötigen. Die an der Bohrstange angebrachten Verstärkungen oder eingesetzten Platten bestehen zweckmäßig aus hochwertigem Stahl oder einer Hartmetallegierung, damit sie bei der im Betrieb auftretenden überaus starken Beanspruchung sich nicht zu rasch abnutzen können.
*o In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Fig., 1 zeigt in der Ansicht und Fig. 2 in der Draufsicht einen zum Arbeiten in Kohle geeigneten Bohrer, dessen von einer Drehbohrmaschine *5 in Umdrehungen versetzte Bohrstange 11 an ihrem Ende die mit den beiden Schneidflügeln 12 und 13 versehene Einsatzschneide 14 trägt. Die beiden Schneidflügel 12 und 13 sind in bekannter Weise in der Achsmitte mit einer Aussparung 15 versehen, so daß an der Bohrlochsohle ein zylindrischer Kern 16 entsteht, der abgebrochen wird, während die Schneidkanten der beiden Schneidflügel 12 und 13 zwei konzentrische Ringnuten 17 und 18 ausschneiden. Die beiden letzen Gänge der Bohrstangen sind.an der dem Schneidflügel 12 gegenüberliegenden Stelle mit Verstärkungen 19 versehen, die durch Aufschweißen von Stahl oder Hartmetall, z.B. Akrit o. dgl., hergestellt worden sind. Die Auflagen ig legen sich fest gegen die Bohrlochwand, wodurch der Schneidflügel 12 mit seiner Außenseite ebenfalls gegen die Bohrlochwand gedrückt wird. Beim Bohren werden infolgedessen in Richtung der Pfeile 20 zwei einander entgegenwirkende Kräfte ausgeübt, unter deren Einfluß die Auflage 19 sich in die Bohrlochwand einschraubt und dadurch den Vortrieb des Bohrers bewirkt. Hierbei wird die Bohrstange 11 gegen die Mittelachse des Bohrloches 10 seitlich verschoben, so daß sie sich um eine exzentrische Achse dreht, die die Mittelachse des Bohrloches bildet.
An Stelle der Auflagen 19 können, wie Fig. 3 in der Ansicht und Fig. 4 in der Draufsieht zeigen, in die Bohrstange 21 Plättchen 22 eingesetzt werden, die ebenfalls dem Schneidflügel 12 gegenüberliegen. Die Plättchen 22 bestehen aus hochwertigem Stahl oder einer Hartmetallegierung, wie Wolfram-Karbid o. dgl., und sind in Aussparungen der Bohrstange oder deren Vorsprünge 19 eingelötet oder in anderer geeigneter Weise befestigt. Sie sind an der bei der Drehung vorn liegenden Seite mit einer Schneidkante 23 versehen. Die Plättchen 22 sind in, der Bohrerdrehrichtung schräg vorwärts gerichtet, so daß sie sich mit ihrer Schneidkante 23 in die Wandung des Bohrloches einschrauben und dadurch den Vortrieb des Bohrers in ahnlicher Weise wie bei dem Ausführungsbeispiel der Fig; 1 bewirken.
Bei den dargestellten Ausführungsbeispielen ist eine zweiflügelige Einsatzschneide verwendet, die jedoch nur zum Bohren von Kohle oder anderem, weichen Gestein Anwendung finden kann. Soll in härterem Gestein gebohrt werden, so muß eine Einsatzschneide von anderer Form verwendet werden, für die zum Bohren in harten Salzen vorzugsweise 8σ eine Spitzschneide besonders geeignet ist, die gegebenenfalls an der Spitze mit einer Kerbe versehen sein kann.

Claims (3)

  1. Patentansprüche: ~
    I. Drehbohfer für Gestein o. dgl., bei dem durch Schraubwirkung im Bohrloch der Vorschub erzielt wird, dadurch gekennzeichnet, daß einer oder mehrere go Gänge der Bohrstange an der einem Schneidflügel gegenüberliegenden Seite mit über die Außenkante der auf derselben Seite liegenden Bohrerschneide hinausragenden Vorsprüngen versehen sind, die sich schraubenförmig in die Bohrlochwandung einschneiden.
  2. 2. Drehbohrer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge durch Aufschweißen von Stahl, Hartmetall o. dgl. gebildet sind.
  3. 3. Drehbohrer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge durch in die Bohrstange eingesetzte Plättchen gebildet sind, die mit einer Schneidkante versehen sind.
    H ierzu 1 Blatt Zeichnungen
DES102766D 1932-01-13 1932-01-13 Gesteinsbohrer Expired DE583046C (de)

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DES102766D DE583046C (de) 1932-01-13 1932-01-13 Gesteinsbohrer

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE952884C (de) * 1951-03-20 1956-11-22 Adolf Meutsch Hohlbohrer fuer drehendes Bohren mit Einbruchs- und Erweiterungsfluegeln
DE1053446B (de) * 1954-02-15 1959-03-26 Bertold Kurtz Dipl Ing Mit Hartmetallplaettchen bestueckter zweifluegeliger Drehbohrer zum Bohren von Mineralien od. dgl.
DE8712275U1 (de) * 1987-09-10 1987-12-10 Fa. Michael Hartfuss, 6604 Güdingen Drehbohrwerkzeug

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE952884C (de) * 1951-03-20 1956-11-22 Adolf Meutsch Hohlbohrer fuer drehendes Bohren mit Einbruchs- und Erweiterungsfluegeln
DE1053446B (de) * 1954-02-15 1959-03-26 Bertold Kurtz Dipl Ing Mit Hartmetallplaettchen bestueckter zweifluegeliger Drehbohrer zum Bohren von Mineralien od. dgl.
DE8712275U1 (de) * 1987-09-10 1987-12-10 Fa. Michael Hartfuss, 6604 Güdingen Drehbohrwerkzeug

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