AT125680B - Verfahren zur Herstellung von Kunstseide in Spinnkuchenform. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Kunstseide in Spinnkuchenform.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung von Kunstseide in Spinnkucheniorm. Beim Spinnen von Kunstseide wurden bisher Spinntöpfe verwendet, welche gewöhnlich einen Innendurchmesser von 15-20 cm aufwiesen und sich mit etwa 6000 Touren drehen. Diese Spinntöpfe bewährten sich bei der Erzeugung von Kunstseide üblichen Titers durchaus, wenn auf eine sorgfältige Lagerung der Spinntöpfe Rücksicht genommen wurde, welche bei der hohen erforderlichen Tourenzahl erst einen ruhigen Lauf und einwandfreies Spinnen sicherte. Spinnt man jedoch beispielsweise nach dem Kupferoxydammoniakstreekspinnverfahren feinere Titer, so zeigt sich, dass das Aufwickeln zu Spinnkuchen bei Garn von 60 Denier, und darunter nicht mehr störungsfrei gelingt. Die Faden werden schlecht oder überhaupt nicht mehr in den Spinntopf eingezogen. Eine Erhöhung der Tourenzahl würde diese Nachteile vermeiden, jedoch ist eine solche mit Rücksicht auf eine sichere Lagerung nicht möglich. Aber auch bei den üblichen Titern wäre eine Herabsetzung der Drehzahl mit Rücksicht auf eine einfachere Lagerung von Vorteil. Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren, um in den üblichen Spinntöpfen Kunstseide aufzusammeln. Das Verfahren besteht darin, dass man die feinen Fäden vor dem Einführen in den Spinntopf in geeigneter Weise beschwert. Derart beschwert Fäden werden selbst bei sehr grosser Feinheit glatt in den Spinntopf eingezogen und zu einem einwandfreien Kuchen aufgewickelt. Die Beschwerung erfolgt am besten durch die Erzeugung eines Niedersehlages auf der Faser, in dem der frisch gesponnene Faden mit Lösungen solcher Stoffe behandelt wird, welche sich mit den vom Fällbad herrührenden Substanzen zu einer unlöslichen Verbindung umsetzen. Besonders sind Verbindungen geeignet, welche sich zu verhältnismässig schweren Verbindungen umsetzen können. So sind bei Kupferseidenfäden Salze von Schwermetallen besonders geeignet, welche unter Einwirkung des in den Faden noch enthaltenen Ammoniaks und Kupfers sich zu unlöslichen basischen Salzen oder zu Hydroxyden umsetzen. Bei Viskosefäden, welche mit Schwefelsäure oder schwefelsauren Salzlösungen beladen das Spinnbad verlassen, ist eine Nachbehandlung mit löslichen Bleisalzen besonders vorteilhaft. Nach dem Verfahren gelingt es weiter, beim Spinnen von Kunstseidefäden gewöhnlichen Titers einwandfreie Spinnkuehen in Spinntöpfen von stark erniedrigter Drehzahl herzustellen. Es wird hiedurch zwar die Drehung geringer, dafür jedoch der Spinntopf erheblich geschont. Auch wird damit der Kraftbedarf stark erniedrigt und die Lagerung vereinfacht, da die Genauigkeit der Lagerung bei geringerer Drehzahl nicht mehr so hoch zu sein braucht, denn die auf die Lager wirkenden, ein unruhiges Laufen erzeugenden Kräfte nehmen mit wachsender Drehzahl erheblich zu. Nach dem Spinnen werden die Niederschläge während der Nachbehandlung durch geeignete Mittel, wie Säuren, gelöst und aus den Fäden durch Waschen entfernt. Da auch bei den bisher bekannten Verfahren eine Nachbehandlung mit Säure oder dgl. erforderlich war, wird das Verfahren gemäss der Erfindung nicht umständlicher. Nachfolgend sei das Verfahren an Hand von Beispielen näher erläutert. Die aus der Brause in ein Spinngefäss mit strömendem Wasser als Füllflüssigkeit austretenden Einzelfäden aus Kupferoxydammoniak werden gefällt und verlassen das Spinngefäss mit einem erheblichen Gehalt an Kupferhydroxyd. Alsdann werden dem Faden, bevor er in eine Zentrifuge eintritt, Metallsalzlösungen tropfenweise bei der Überleitung über Rollen zugeführt. Das Metallsalz. so beispielsweise <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 herausgelöst werden. Für die Bildung der Niederschläge werden zweckmässig solche Mengen von Salzlösungen verwendet, die für die restlose Umsetzung mit den im Faden vorhandenen Stoffen notwendig sind. Die verwendeten Metallsalzlösungen treten mit dem im Faden vorhandenen Kupferhydroxyd nach folgenden Gleichungen in Reaktion : EMI2.2 lösungen anwendbar. Man muss nur solche Lösungen wählen, welche in Reaktion mit den auf dem Faden befindliehen Stoffen unlösliche Niederschläge auf diesem erzeugen, ihn dadurch beschweren und erst nachträglich, wenn sie ihre Aufgabe getan haben, entfernt werden. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von Kunstseide in Spinnkuehenform, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Erzielung einer ausreichenden Schleuderkraft bei an sieh ungenügender Drehzahl des Spinntopfes das Fadengewicht durch Erzeugung von Niederschlägen auf dem Faden erhöht wird, welche nach dem Spinnen in der Wäsche wieder aus dem Faden entfernt werden.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Kunstseide von weniger als 60 Denier, vorzugsweise 20-30 Denier, durch Niederschläge erschwert in Spinntöpfe üblicher Höchstdrehzahl (6000) eingesponnen wird.3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei Anwendung eines Spinntopfes von erheblich verminderter Drehzahl Kunstseide üblichen Titers (100-150 Denier) vor dem Einspinnen durch Niederschläge erschwert wird.
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